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Sollte man das wirklich mit Linux versuchen?

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  1. Sollte man das wirklich mit Linux versuchen?

    Autor: hackfin 22.02.19 - 14:43

    Vorweg: Ich beschäftige mich seit 'Anfang' mit den Kernel-Innereien insbesondere in diversen Embedded-Szenarien, und habe auch immer mal wieder die Arbeiten des "Linux-Professor" McGuire mit Interesse verfolgt - und bin immer noch skeptisch.
    Es tauchen immer dieselben Fragen auf:
    - Reagiert das System im Zustand N binnen Zeit T auf Ereignis E korrekt?
    - Tut es das deterministisch während vieler Jahre?
    - Was passiert bei Fehlern? Garbage in, what out?
    - Haften Sie für durch Fehler bedingte Folgen?

    Schon alleine eine korrekte Funktionialität zu verifizieren scheitert an einigen CPU-Architekturen und würde Kleinfirmen mangels Verifikationswerkzeugen schon mal zu einer einfachen Hardware-implementierung (FPGA) zwingen, die noch in ihrer korrekten Funktion einigermassen verifiziert werden kann. Bei Linux hört der Spass definitiv auf, und man sollte sich vielleicht auch als Wirtschaftsbolide mit zigtausend Mitarbeitern fragen, ob solch ein Unterfangen wirtschaftlich und nachhaltig ist.
    Es sind nicht nur die RT_PREEMT-Funktionen kritisch (von denen ich übrigend die guten alten Xenomai-Patches für den besseren Ansatz halte), sondern auch Details betr. Speicherverwaltung und Fragmentierung, die Auswirkungen auf Langzeitstabilität des Systems haben.
    Diese ganzen Komplexitäten machen meiner Meinung nach das Linux-OS nicht zum richtigen Kandidaten für sicherheitskritische Systeme.

  2. Re: Sollte man das wirklich mit Linux versuchen?

    Autor: zilti 22.02.19 - 17:45

    Man muss halt auf Biegen und Brechen alles, was gerade cool ist, überall hineinzwängen. Ein Wunder, dass die nicht noch gleich von Blockchain sprechen.

  3. Re: Sollte man das wirklich mit Linux versuchen?

    Autor: jkow 22.02.19 - 22:19

    Woher nimmst Du diese Anforderungsliste, die Deiner Meinung nach für alle sicherheitsrelevanten Systeme gelten muss? Langzeitstabilität, also lange Systemlaufzeiten, ist für viele sicherheitskritische Systeme überhaupt nicht relevant. Da gibt es z.B. Wartungsintervalle, innerhalb derer auch mal neu gestartet werden kann. Auch bei KFZ kann man davon ausgehen, dass ein Reboot bestimmter Systeme beim Öffnen oder Anlassen des Fahrzeugs tolerabel wäre. Das schafft Linux mit Fastboot innerhalb weniger Sekunden.

    Die von Dir genannten Problemfelder sind auch nicht wirklich der Knackpunkt.. Die Speicherverwaltung kann man zum Beispiel ausklammern, in dem man den für sicherheitsrelevante Bereiche benötigten Speicher statisch alloziiert. Da wird niemand malloc & Co. benutzen.

    Ich denke, es geht darum, ein bestimmtes Mindest-Subset an Kernel-Funktionalität nach z.B. SIL2 zu validieren. Wenn das geschafft ist, kann man auch sicherheitskritsiche Anwendungen darauf aufbauen.

    Am Ende spielt immer die Hardware mit rein. Eine CPU, die nicht deterministisch funktioniert, kann man direkt ausschließen. Das ist am Ende für die Systementwickler relevant, nicht für die aktuellen Bemühungen um den Kernel.

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