Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. OpenSource
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Linux Journal: Leser küren…

Was zum Henker...

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Was zum Henker...

    Autor: BRDiger 08.12.13 - 19:00

    ist mit den Leuten die an dieser Umfrage teilnahmen los.
    Einen Großteil der Ergebnisse verstehe ich durchaus.

    >Weitere "schlechte Projekte" sind die im 3D-Drucker gefertigte Pistole "Liberator",
    >der Libreoffice-Fork sowie "sämtliche Ideen" von Lennert Poettering. Libreoffice
    >blieb aber mit über 70 Prozent der Stimmen

    1. Der Grund für "LibreOffice" war die Unabhängigkeit von Oracle und das ist gut bzw. mir ist nicht verständlich wie irgendein Linux- oder OSS-interessierter Mensch das schlecht finden kann. Da bin ich absolut ratlos und entsetzt.
    2. Lennart Poettering ("Lennart", nicht "Lennert") hatte durchaus sehr gute Ideen und seine beste war wohl "systemd" - kann mich jemand aufklären (ernst gemeint) was daran schlecht sein soll?
    Auch die Idee von "PulseAudio" ist nicht verkehrt - ich finde sie sogar sehr sehr gut auch wenn ich im täglichen Umgang manchmal auch Probleme damit habe.
    Was mit Avahi ist, weiß ich nicht.
    3. Warum Dropbox? Dropbox ist nicht schlecht und ich habe es auch genutzt und bin zufrieden mit der Leistung aber es ist nicht OSS...was ist gegen Owncloud einzuwenden??? (habe es noch nicht verwendet)
    4. Die besten Linux-Desktop-Rechner von Dell??? Dell arbeitet doch soweit ich weiß hautpsächlich mit MS zusammen und ich habe 2 Dell-Geräte (Laptop und PC) und beide sind nicht gerade Linux-freundlich.
    5. Richard Stallman auf Platz 3? Ich hätte ihn weiter unten vermutet...Linus ist mir schon deutlich sympathischer.

    Wundert sich noch jemand oder kann mich jemand korrigieren falls ich falsch liege?

    ps: habe soeben bei Wikipedia gelesen dass "Ubuntu One" teilweise proprietär ist (der Server)....kann sich jemand vorstellen warum??? Ein Freund von mir nutzt es sehr gern und es soll wohl nicht schlecht sein.

  2. Re: Was zum Henker...

    Autor: El_Zorro_Loco 08.12.13 - 19:32

    Bei dem Punkt "alle Ideen von Lennart Poettering" wurde ich auch stutzig...

  3. Re: Was zum Henker...

    Autor: BRDiger 08.12.13 - 19:37

    Ja ich höre ziemlich oft komisches unreflektiertes Gegröle gegen Lennart Poettering. Scheint wohl "in" zu sein oder so...seid froh dass wir nicht mehr mit SysVinit oder Upstart rumhantieren müssen. ;)
    Ich finde "systemd" ist schon ein Fortschritt.

  4. Re: Was zum Henker...

    Autor: violator 08.12.13 - 20:09

    BRDiger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 1. Der Grund für "LibreOffice" war die Unabhängigkeit von Oracle und das
    > ist gut bzw. mir ist nicht verständlich wie irgendein Linux- oder
    > OSS-interessierter Mensch das schlecht finden kann. Da bin ich absolut
    > ratlos und entsetzt.

    Vielleicht ging es denen bei der Entscheidung ja eben nicht um "den Grund dahinter", sondern um den praktischen Vorteil im Vergleich zu OO. Und den gibts nunmal nahezu nicht, da beide Programme immer noch zu 99% gleich funktionieren. Wesentliche Vorteile bei Funktionen oder so hat LO halt nicht.

  5. Re: Was zum Henker...

    Autor: BRDiger 08.12.13 - 20:14

    Ja das stimmt wohl aber deswegen ist es "kein schlechtes Projekt" und wenn sie eh zu 99% gleich funktionieren spricht doch nichts dagegen LibreOffice zu nutzen bzw. *nicht schlecht zu bewerten* oder?
    Diese Herangehensweise allein nach "funktioniert doch genauso" finde ich nicht sehr klug.
    Wenn überhaupt (auch wenn das unsinnig wäre) sollte OO ein "schlechtes Projekt" sein.

  6. Re: Was zum Henker...

    Autor: tendenzrot 08.12.13 - 20:51

    "alle Ideen von Lennart Poettering" und ich habe aufgehört dieser Umfrage auch nur die geringste Bedeutung beizumessen. Man mag zu den Ideen von Poettering stehen wie man will, wenn man nicht bereit ist sich seine eigene Distribution zu bauen wird man an seinen Ideen kaum vorbeikommen. Und die Idee eine eigene Distribution zu bauen ist ja nun offenbar auch nicht so populär.

  7. Re: Was zum Henker...

    Autor: Astorek 08.12.13 - 21:45

    BRDiger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Diese Herangehensweise allein nach "funktioniert doch genauso" finde ich
    > nicht sehr klug.

    Es wäre schön, wenn sowas jeder beherzigen würde, der bei solchen Umfragen mitmacht. Vermutlich sind auch pauschal sämtliche Poettering-Software deswegen schlecht bewertet worden... Poettering-Software hat ganz andere Probleme (soweit mir bekannt ist, schimpfen insbesondere *BSD-Nutzer auf seine Software, da er sich scheinbar einen Dreck um deren Kompatibilität kümmert), aber an mangelndem OpenSource-Gedanken liegt es sicher nicht...

    Dito bei LibreOffice: Wer die Notwendigkeit, weshalb LibreOffice entwickelt wurde, nicht nachvollziehen kann, hat meiner Meinung nach auch den Grundgedanken hinter OpenSource nicht verstanden...

  8. Re: Was zum Henker...

    Autor: lear 08.12.13 - 22:44

    "It's fun blaming Lennart and that's what he exists for"
    -- Alan Cox

    Avahi ist übrigens Bonjour -> Apple, nix Poettering.

    PulseAudio: "noch'n audio layer" und dann auch noch zeitkritischer Kram im userspace. Fail by design. Ernsthaft.
    Hinzu kommt, daß es, sobald die HW vom intel HDA abweicht, oft zickt - entweder handelst Du Dir Latenzen, Buffer underruns oder life gar locks (100% CPU... und kein Ton) ein.
    Die Features, dies es bringt, hätte auch OSS4 oder - mit Abstrichen - ALSA gehabt. Jack ist techn. für versierte Nutzer überlegen (und krampft nicht an Performanceproblemen, auch nicht auf 96/24 HW)

    Fazit: Griff ins Klo und Grundlage für Poetterings Ruf.
    Für Ubuntus Schnellschuss kann er nichts, aber Fedora hat es eigentlich auch zu früh gebracht.

    Systemd:
    Viel FUD im Vorfeld (wg. PulseAudio halt), verfestigt den udev (schau mal nach den Entwicklern...) "Bug" /usr aufs / FS zu "zwingen", journald ist eine einzige Katastrophe (wenn irgendwas hochfrequent logged wird das System wg. journald unbenutzbar, coredumps fressen locker mal >16GB Speicher - in journald, wohlgemerkt) und wenn irgendwas hakt (eg. /var/run resp. /run zu "langsam" Antwortet weil nicht - wie von systemd distros allerdings "sicherheitshalber" auf naktem system angelegt - tempfs) sitzt Du vor einer nichtssagenden Fehlermeldung (dbus Fehler) und einer extrem schmalen busybox, mit der Du wg. Fehlermeldungsspam nichts anfangen kannst)
    Fairerweise muß ich anmerken, daß ich niemals ein system *auf* SysV init portiert habe ;-)

    Was als Kritik grundsätzlich unzutreffend ist (war wohl schlecht kommuniziert), ist, daß Dienste jetzt irgendwie nur noch irgendwie binär gestartet würden - systemd schmeißt auch nur 'n Haufen skripte an. Nur halt per "Standard"konfiguration statt /etc/rcWasWeissIch wildwuchs.

    Was allerdings viele wurmt, ist, daß systemd viele andere Dienste an sich bindet, diese dann nur noch im Zshg. mit systemd weiterentwickelt werden und systemd (bislang) nicht auf BSD etc. funktioniert.

  9. Re: Was zum Henker...

    Autor: BRDiger 08.12.13 - 23:19

    >PulseAudio: "noch'n audio layer" und dann auch noch zeitkritischer Kram im
    >userspace.
    >Fail by design. Ernsthaft.

    Kannst du das mal mit "zeitkritischer Kram" genauer erklären?

    >Hinzu kommt, daß es, sobald die HW vom intel HDA abweicht, oft zickt - entweder
    >handelst Du Dir Latenzen, Buffer underruns oder life gar locks (100% CPU... und kein
    >Ton) ein.

    Ist dir das mal passiert also ein Einzelfall oder ist das ein "bekanntes Problem"?

    >Die Features, dies es bringt, hätte auch OSS4 oder - mit Abstrichen - ALSA gehabt.

    Hätte man die Lautstärken einzelner Programme regeln können?
    Wenn nicht dann *braucht* man PulseAudio denn *ich* und sicherlich viele andere Menschen finden dieses feature sehr sehr gut. Die Hardwareabstraktion die PulseAudio mit sich bringt ist ebenfalls eine verdammt gute Idee und auch gut umgesetzt.

    Was du bezüglich systemd sagst könntest du mal ruhig näher ausführen da ich diesen Part nicht wirklich verstanden habe und ich denke das liegt nicht an meiner mangelnden Kompetenz und ich denke es geht anderen ebenso.

    Ich hatte mit systemd oder dbus noch nie Probleme.

    Aber es stimmt schon dass systemd wohl das "System der Modularität und Portabilität" verletzt...bei den ganzen Abhängigkeiten die es mit sich bringt.
    Trotzdem bin ich der Meinung dass es das momentan beste Startsystem ist.

    > Avahi ist übrigens Bonjour -> Apple, nix Poettering.

    Ach wirklich? Wo steht das?

    http://de.wikipedia.org/wiki/Avahi_%28Software%29

    "Bonjour – eine Zeroconf-Implementierung von Apple"

    Avahi ist auch nur eine "Implementierung" dieses Zeroconf-Gedankens - ich sehe nicht dass Apple etwas mit Avahi zu tun hat...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.12.13 23:21 durch BRDiger.

  10. Re: Was zum Henker...

    Autor: tundracomp 08.12.13 - 23:39

    Nehmen wird das mal auseinander...

    lear schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "It's fun blaming Lennart and that's what he exists for"
    >
    > -- Alan Cox
    Unfair, aber lustig :-D

    > Avahi ist übrigens Bonjour -> Apple, nix Poettering.
    Oder auch nicht: (https://de.wikipedia.org/wiki/Avahi_%28software%29)
    Avahi wurde von Lennart Poettering und Trent Lloyd entwickelt. Es ist das Ergebnis der 2005 erfolgten Zusammenführung der ursprünglichen mDNS-/DNS-SD-Implementierung von Poettering namens FlexMDNS und von Lloyds Original-Code namens Avahi. Während der Großteil des heutigen Codes aus dem Projekt FlexMDNS stammte, wurde Avahi der Name für das gemeinsame Projekt. Die ursprüngliche Entwicklung von FlexMDNS hatte Ende 2004 begonnen, die Arbeit am ursprünglichen Avahi Anfang 2004.

    > PulseAudio: "noch'n audio layer" und dann auch noch zeitkritischer Kram im
    > userspace. Fail by design. Ernsthaft.
    > Hinzu kommt, daß es, sobald die HW vom intel HDA abweicht, oft zickt -
    > entweder handelst Du Dir Latenzen, Buffer underruns oder life gar locks
    > (100% CPU... und kein Ton) ein.
    > Die Features, dies es bringt, hätte auch OSS4 oder - mit Abstrichen - ALSA
    > gehabt. Jack ist techn. für versierte Nutzer überlegen (und krampft nicht
    > an Performanceproblemen, auch nicht auf 96/24 HW)
    >
    > Fazit: Griff ins Klo und Grundlage für Poetterings Ruf.
    > Für Ubuntus Schnellschuss kann er nichts, aber Fedora hat es eigentlich
    > auch zu früh gebracht.
    Kann ich nicht wirklich widersprechen...

    > Systemd:
    > Viel FUD im Vorfeld (wg. PulseAudio halt)
    ...
    > verfestigt den udev (schau mal nach den Entwicklern...)
    udev ist nach wie vor ohne systemd erhältlich (schau mal bei Canonical...)
    > "Bug" /usr aufs / FS zu "zwingen"
    Zum Thema /usr merge: http://www.freedesktop.org/wiki/Software/systemd/TheCaseForTheUsrMerge/ und https://www.golem.de/1110/87411.html (irgendwo stand noch, dass systemd sehr wohl dieses Szenario unterstützt, jedoch eine Warnung ausgibt, dass es eventuell Probleme mit einigen Skripts geben könnte.)
    > journald ist eine einzige Katastrophe (wenn irgendwas hochfrequent logged wird das
    > System wg. journald unbenutzbar, coredumps fressen locker mal >16GB
    > Speicher - in journald, wohlgemerkt)
    Kann ich nichts dazu sagen, lief bei mir auf jeden Fall rund :-)
    > und wenn irgendwas hakt (eg. /var/run
    > resp. /run zu "langsam" Antwortet weil nicht - wie von systemd distros
    > allerdings "sicherheitshalber" auf naktem system angelegt - tempfs) sitzt
    > Du vor einer nichtssagenden Fehlermeldung (dbus Fehler) und einer extrem
    > schmalen busybox, mit der Du wg. Fehlermeldungsspam nichts anfangen
    > kannst)
    Habe schon mal ein kaputtgeupdates Arch mit systemd (war noch ne sehr frühe Version von systemd) repariert und kann mich an nichts davon erinnern...

    > Fairerweise muß ich anmerken, daß ich niemals ein system *auf* SysV init
    > portiert habe ;-)
    >
    > Was als Kritik grundsätzlich unzutreffend ist (war wohl schlecht
    > kommuniziert), ist, daß Dienste jetzt irgendwie nur noch irgendwie binär
    > gestartet würden - systemd schmeißt auch nur 'n Haufen skripte an. Nur halt
    > per "Standard"konfiguration statt /etc/rcWasWeissIch wildwuchs.
    Nein, dass tut es nicht, hier such,
    http://git.0pointer.de/?p=avahi.git;a=blob;f=avahi-daemon/avahi-daemon.service.in;h=548c8346417244ca90cf8cc0775685083ee72155;hb=HEAD
    http://cgit.freedesktop.org/dbus/dbus/tree/bus/dbus.service.in
    https://github.com/aronson/minecraft-server/blob/master/minecraftd.service

    > Was allerdings viele wurmt, ist, daß systemd viele andere Dienste an sich
    > bindet, diese dann nur noch im Zshg. mit systemd weiterentwickelt werden
    > und systemd (bislang) nicht auf BSD etc. funktioniert.
    Punkt für dich :-)

    LG

    “We all know, once you connect something to the Internet — magic happens.”

  11. Re: Was zum Henker...

    Autor: Anonymer Nutzer 09.12.13 - 00:47

    Ich finde es irgendwie komisch das ein Smartphone-Entwurf in der selben Kategorie wie ein fertiges Produkt zu finden ist.

  12. Re: Was zum Henker...

    Autor: exxo 09.12.13 - 08:29

    Torvalds und Stallman sollten beide auf dem ersten Platz sein!

    Ohne die beiden wäre Linux nicht das was es heute ist bzw nicht existent.

    Da sollten persönliche Präferenzen mal ausnahmsweise zurück gestellt werden...

  13. Re: Was zum Henker...

    Autor: Hello_World 09.12.13 - 23:28

    > Poettering-Software hat ganz andere Probleme (soweit mir bekannt ist, schimpfen insbesondere *BSD-Nutzer auf seine Software, da er sich scheinbar einen Dreck um deren Kompatibilität kümmert),
    Unsinn, Avahi und PulseAudio sind portabel geschrieben. systemd ist in der Tat nicht portabel. Das ist aber auch nicht weiter verwunderlich, denn der Sinn des Projekts ist es unter anderem, Administratoren die zahlreichen fortgeschrittene Features, über die der Linux-Kernel verfügt (cgroups, syscall-Filter, capabilities, namespaces und vieles mehr), auf bequeme und konsistente Art und Weise zur Verfügung zu stellen. Den BSD-Systemen ist das übrigens herzlich egal, denn die haben seit jeher ihre eigenen inits und sind an GPL-Software ohnehin wenig interessiert.

  14. Re: Was zum Henker...

    Autor: Hello_World 10.12.13 - 00:15

    BRDiger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber es stimmt schon dass systemd wohl das "System der Modularität und
    > Portabilität" verletzt...bei den ganzen Abhängigkeiten die es mit sich
    > bringt.
    „Die ganzen Abhängigkeiten“ sind glibc, libcap und util-linux. Alles andere ist optional, Quelle:
    http://cgit.freedesktop.org/systemd/systemd/tree/README
    Zudem ist systemd ziemlich modular.

  15. Poettering ist so eine sache,...

    Autor: teleborian 10.12.13 - 10:13

    ...ich halte ihn für genial. Das Problem bei ihm ist folgendes.
    1. Er schafft es im alleingang grundlegende Elemente von Linux zu ÄNDERN
    2. Änderungen bei einem Produkt wie GNU/Linux das aus einem so hohen Teil aus Liebhabern und Fans besteht wird IMMER laute, kritische Stimmen hervor bringen.
    3. Poettering selbst ist auch nicht perfekt da ein Mensch, weshalb seine Software auch nicht perfekt sein kann.
    4. Poetterings Fans haben viel zu schnell damit begonnen die Software in produktive Umgebungen zu integrieren. Poettering hätte zumindest PulseAudio am Besten erst einmal von Anfang bis Ende durch Debian Testing geschickt.

  16. Re: Was zum Henker...

    Autor: ratti 10.12.13 - 18:06

    > ..was ist gegen
    > Owncloud einzuwenden??? (habe es noch nicht verwendet)

    Ich verwende owncloud seit Jahren, und es ist ist eine der verbugtesten Programme, mit denen ich je zu tun hatte. Und dasliegt daran, dass die ihren Code nicht aufräumen.

    Das sieht dann ungefähr so aus:

    Version x.0:
    Der Musicprovider liefert Dateinamen mit kaputten Umlauten.

    Version x.1:
    Angeblich ist das Problem jetzt gefixt. Es spielt aber gar keine Musik mehr ab.

    Version x.2:
    Angeblich ist das Problem jetzt gefixt. Es spielt wieder Musik ohne Umlaute, aber Titel mit Umlauten werden XML-codiert geliefert. Weswegen der Player sie nicht finden kann.

    Version x.3:
    Angeblich ist das Problem jetzt gefixt. Der Autoupdater ist aber kaputt, weswegen niemand diese Version installiert hat.

    Version x.4:
    Der Autoupdater ist jetzt gefixt, man muss aber den neuen Autoupdater von Hand einspielen, damit er auf die lauffähige Version Updaten kann.

    Version x.5:
    Ups — doch nicht gefixt. Aber jetzt!

    Version x.6:
    Der Autoupdater läuft jetzt. Ein guter Zeitpunkt festzustellen, das am Audioplayer nicht weitergearbeitet wurde.

    Version x.7:
    Angeblich ist der Audioplayer jetzt gefixt. Tatsächlich hat sich etwas an den Umlauten was geändert: Jetzt werden Dateien gesucht, die den Titel HTML-codiert als Dateinamen haben. Und natürlichz nicht gefunden werden.

    Version x.8:
    Aus irgendeinem Grund spielen ALLE Lieder nur noch die ersten 11 Sekunden. Nach Umlauten fragt man schon nicht mehr.

    Version x.9:
    Angeblich ist das Problem jetzt gefixt. Ist es nicht. Ich gucke schon nicht mehr warum.

    Version x+1.0
    Der Audioplayer wurde entfernt, ein Rewrite wird angekündigt.

    Version x+1.1
    Das Rewrite kommt nicht weiter.

    Version… …ach, scheiss drauf. Der geneigte Admin nutzt owncloud weiterhin, um Musik auf den Server zu kriegen, aber das Audioplayer-Addon wird deaktiviert, stattdessen wird der owncloud-Musikdateien-Ordner einfach einem schnell installierten Ampache-Server zum Fraß vorgeworfen. Das ganze läuft sofort out-of-the-box ohne Probleme.

    Version x+1.2
    In synchronisierten Adressen werden Kommata mit Backslash davor auf die Endgeräte synchronisiert. Der entsprechende Bugreport wird beantwortet mit „VCF-Dateien sind nicht so simpel, wie man sich das jetzt vorstellen könnte…!“

    ...

    Klingt nach Scherz, ist meine Erfahrung mit owncloud des letzten Jahres. Fazit: owncloud hat viele nützlich Dinge eingebaut. Wenn man sich vorsichtig bewegt wie auf einem Trampelpfad durchs Moor kann man tatsächlich nützliche Dinge mit diesem Server anfangen. Man sollte aber PHP können, und ggf. andere Tools anflanschen. Bei jedem Update ist mindestens 3 Wochen zu warten, ob die Early Adaptors nach komplettem Datenverlust in ihren Tränen ersaufen, und natürlich immer ein komplettes Backup haben.

    Man sollte sich aber nicht dahingehend im Forum äussern, da lauern Fanboys. Es gibt keine Bugs. „Komisch, dass es bei allen anderen geht!!!!!!!“… (…die nur englische Titel hören ohne Umlaute im Dateinamen…)

    Gruß,
    Jörg

    P.S.:
    Setup: Debian Wheezy mit aktuell „stable“ owncloud, CalDAV und CardDAV-CLients auf dem Mac und dem Nexus-4-Androiden, „JUST“-Player auf dem Handy und owncloud-Client auf dem Mac. Die App habe ich nicht ausprobiert, weil sie vor Feature-Armut fast verhungert…

    Noch mal PS:
    Die Regeln rund um Freie Software sind mir bewusst. Geschenkter Gaul und so. Es ist nur so: Wenn man Scheisse programmiert und anderen Leuten die Daten zerhackt und das jahrelang nicht fixt, dann soll man es lassen. Unter jeder Lizenz.

    PS Nr. 3:
    Bitte keine Fanboy-„Bei mir klappt das“-Antworten: Sämtliche Probleme habe ich im Bugtracker gecheckt, sie sind bei anderen Leuten auch vorhanden, und nur, weil DU, lieber Leser, im Adressbuch keine Beziehungen hast oder im mp3-Titel keine Umlaute oder als Sync-CLient was anderes als den vom Mac nutzt, heisst das nicht, dass „es geht“.

    P.S.: Nr 4:
    Wo meine Patches sind? Ich hab's versucht. Der Code ist nicht zu retten. Und ich mach das beruflich.

  17. Re: Was zum Henker...

    Autor: BRDiger 12.12.13 - 13:07

    Wow....ich werde mal Owncloud ausprobieren - mit Vorsicht.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Bundeskriminalamt, Wiesbaden
  2. Consors Finanz, München
  3. SSI SCHÄFER Automation GmbH, Giebelstadt bei Würzburg
  4. BWI GmbH, Koblenz

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Hitman 2 - Gold Edition, The Elder Scrolls V: Skyrim - Special Edition, Battlefield 1)
  2. (u. a. Grimm - die komplette Serie, Atomic Blonde, Die Mumie, Jurassic World)
  3. (u. a. Rasentrimmer, Multischleifer, Heckenscheren)
  4. (u. a. WD 2-TB-externe Festplatte für Xbox One für 90,10€, Asus Chromebook für 301,01€ )


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Timex Data Link im Retro-Test: Bill Gates' Astronauten-Smartwatch
Timex Data Link im Retro-Test
Bill Gates' Astronauten-Smartwatch

Mit der Data Link haben Timex und Microsoft bereits vor 25 Jahren die erste richtige Smartwatch vorgestellt. Sie hat es sogar bis in den Weltraum geschafft. Das Highlight ist die drahtlose Datenübertragung per flackerndem Röhrenmonitor - was wir natürlich ausprobieren mussten.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Smart Watch Swatch fordert wegen kopierter Zifferblätter von Samsung Geld
  2. Wearable EU warnt vor deutscher Kinder-Smartwatch
  3. Sportuhr Fossil stellt Smartwatch mit Snapdragon 3100 vor

Final Fantasy 7 Remake angespielt: Cloud Strife und die (fast) unendliche Geschichte
Final Fantasy 7 Remake angespielt
Cloud Strife und die (fast) unendliche Geschichte

E3 2019 Das Remake von Final Fantasy 7 wird ein Riesenprojekt, allein die erste Episode erscheint auf zwei Blu-ray-Discs. Kurios: In wie viele Folgen das bereits enorm umfangreiche Original von 1997 aufgeteilt wird, kann bislang nicht mal der Producer sagen.

  1. Final Fantasy 14 Online Report Zwischen Cosplay, Kirmes und Kampfsystem
  2. Square Enix Final Fantasy 14 erhält Solo-Inhalte und besonderen Magier
  3. Rollenspiel Square Enix streicht Erweiterungen für Final Fantasy 15

Projektmanagement: An der falschen Stelle automatisiert
Projektmanagement
An der falschen Stelle automatisiert

Kommunikationstools und künstliche Intelligenz sollen dabei helfen, dass IT-Projekte besser und schneller fertig werden. Demnächst sollen sie sogar Posten wie den des Projektmanagers überflüssig machen. Doch das wird voraussichtlich nicht passieren.
Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel


    1. Mikrokraftwerke: Viele Wege führen zu Strom
      Mikrokraftwerke
      Viele Wege führen zu Strom

      Schuhe, Regentropfen, Töne, Stoff: Fast alles lässt sich per Energy Harvesting zum Kraftwerk umfunktionieren, das zeigen viele Forscher mit spannenden und auch skurrilen Ideen.

    2. Verbraucherschutz: 1&1 darf Router-Wahl nicht einschränken
      Verbraucherschutz
      1&1 darf Router-Wahl nicht einschränken

      Bei der Bestellung von DSL-Tarifen im Internet stellt 1&1 seine zukünftigen Kunden vor eine Router-Wahl - ansonsten kann der Vertrag nicht ohne weiteres abgeschlossen werden. Das ist nicht zulässig, wie das Landgericht Koblenz entschieden hat.

    3. André Borschberg: Solar-Impulse-Gründer stellt Elektroflugzeug vor
      André Borschberg
      Solar-Impulse-Gründer stellt Elektroflugzeug vor

      Das Flugzeug ist zwar deutlich kleiner als das Solarflugzeug von Solar Impulse, viele Erfahrungen aus dem Projekt sind jedoch in das Sportflugzeug mit Elektroantrieb eingeflossen. Für H55 und André Borschberg ist Bristell Energic aber nur ein Zwischenschritt: Das Schweizer Unternehmen will Antriebe für Lufttaxis entwickeln.


    1. 12:05

    2. 11:56

    3. 11:50

    4. 11:42

    5. 11:31

    6. 11:21

    7. 11:12

    8. 11:00