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  5. › Linux-Kernel: Torvalds nimmt…

RIP Linux

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  1. RIP Linux

    Autor: pointX 17.09.18 - 20:57

    Linus hat gerade mit seiner Art dafür gesorgt, dass die technisch beste Lösung herausgekommen ist.

    Was davon übrig bleibt, lässt ja schon der erste Satz des CoC erwarten:
    > for everyone, regardless of (...) level of experience

    Der Linux-Kernel war noch eins der letzten Projekte, die ohne diesen Schwachsinn ausgekommen sind.
    > Other conduct which could reasonably be considered inappropriate in a professional setting
    > ban temporarily or permanently any contributor for other behaviors that they deem inappropriate
    Damit ist die Herrschaft des Twittermobs eröffnet. Traurig, dass es nun selbst beim Linux-Kernel soweit gekommen ist.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 17.09.18 20:59 durch pointX.

  2. Re: RIP Linux

    Autor: demon driver 17.09.18 - 22:03

    pointX schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Linus hat gerade mit seiner Art dafür gesorgt, dass die technisch beste
    > Lösung herausgekommen ist

    Weil der Verzicht auf unzivilisiertes bis menschenfeindliches Verhalten technisch beste Lösungen verhindert?

    An der Annahme ist schon die elementare Logik so dermaßen falsch, dass man für wichtige Softwareprojekte schon deswegen nur hoffen kann, dass nicht viele Entwickler, die so denken, daran beteiligt sind, ohne vom generellen Verhalten überhaupt nur anzufangen.

  3. Re: RIP Linux

    Autor: ternot 17.09.18 - 22:09

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > pointX schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Linus hat gerade mit seiner Art dafür gesorgt, dass die technisch beste
    > > Lösung herausgekommen ist
    >
    > Weil der Verzicht auf unzivilisiertes bis menschenfeindliches Verhalten
    > technisch beste Lösungen verhindert?
    >
    > An der Annahme ist schon die elementare Logik so dermaßen falsch, dass man
    > für wichtige Softwareprojekte schon deswegen nur hoffen kann, dass nicht
    > viele Entwickler, die so denken, daran beteiligt sind, ohne vom generellen
    > Verhalten überhaupt nur anzufangen.


    Ganz einfach: Viele verstehen technische Konzepte nicht weil sie zu wenig Ahnung haben. Die verstehen dann auch nicht intelligente Lösungsanätze da sie diese mangels Erfahrung schlichtweg nicht verstehen können. Das ist erst mal kein Problem. Das wird in Kombination mit dem Umstand, dass sie so wenig Ahnung von der Thematik haben gefährlich, dass sie gar nicht wissen, dass sie das Problem etc. nicht verstanden haben. Das führt dann dazu, dass diese Leute sich einen Grund suchen woran ihr Vorschlag gescheiert ist. Fachlich kann es nicht sein, also muss es ja etwas mit Diskriminierung zu tun haben. Dann wird "demokratisch" mit dem Twitter Mob abgestimmt und es wird für die unschlaue scheinbar geniale Lösung gestimmt obwohl diese z.B. unsicher ist oder in Zukunft einem auf die Füße fällt.

    Die 2-3 Entwickler die ausreichend Erfahrung haben machen so etwas 2-3x mit und dann sind die raus.

  4. Re: RIP Linux

    Autor: teenriot* 17.09.18 - 22:23

    Kurz, es waren schlicht alle der Angesprochenen zu dämlich Torvalds Beleidigungen zu verstehen und Torvalds ist jetzt auch dämlich geworden, wenn er sich dafür entschuldigt?

  5. Re: RIP Linux

    Autor: hyperlord 18.09.18 - 09:15

    Torvalds Verhalten war teilweise schon sehr krass, aber ihm ging es eben am Ende nie um die Person, sondern um die Sache. Und das ist es, was am Ende auch zur besten technischen Lösung führt und was sehr, sehr viele einfach nie verstanden haben.
    Torvalds hat sich nie über Leute aufgeregt, weil er die Leute nicht mochte, sondern weil sie technisch schlechte Lösungen in den Kernel einfügen wollten. Und an der Stelle war Torvalds halt nie Diplomat, sondern sehr direkt. Er hat dann halt nicht gesagt: "Du, ich will Dir da jetzt ja wirklich nicht zu Nahe treten, aber deine Implementierung ist jetzt nicht ganz so, wie ich mir das vorstelle. Ich würde ja eher vorschlagen, das wir das vielleicht besser so und so machen.", sondern: "Die Implementierung ist scheiße, weil das XY kaputt macht."

    Das Problem an dem ganzen CoC Krempel, dass das in der Regel komplett am anderen Ende des Spektrums liegt. Vielleicht kriegen die Kernel-Leute das besser hin, aber wenn die SJWler jetzt übernehmen und es nur noch darauf ankommt, wie ein Empfänger einer Nachricht sich dabei fühlt und man in der Kernel-Mailinglist am Besten erstmal einen Disclaimer mit Trigger-Warning einfügt, dann glaube ich kaum, dass das für die Weiterentwicklung von Vorteil ist.

  6. Re: RIP Linux

    Autor: conker 18.09.18 - 11:06

    @pointx , ternot, hyperlord
    Genau so ist es.
    Fefe hat da auch paar ganz gute Posts.

    "Update: Ich finde es an der Stelle übrigens brandgefährlich, Leute zur Selbstverwirklichung Code beisteuern zu lassen. Wir reden hier vom Linux-Kernel, der ist in Telefonen drin, mit denen man im Notfall zuverlässig die Feuerwehr rufen können muss. Der ist in Steuerungen für Kraftwerke drin, und in selbstfahrenden Autos. Da hängen Menschenleben von ab. Nein, da darfst du nicht an die Wand pinkeln, weil das toll in deinem Lebenslauf aussehen würde. Man hätte euch auch nicht bei der Brücke in Genua mitfrickeln lassen, weil ihr ein marginalisiertes Einhorn seid, mit dem alle Mitleid haben. Habt mal ein bisschen Respekt vor Code! Wir kriegen es schon mit ausgewiesenen und erfahrenen Experten nicht zuverlässig hin, sauberen und sicheren Code zu schreiben! Das ist kein Kunstwerk, das ist ein Stück Infrastruktur, von dem wir hier reden!"
    https://blog.fefe.de/?ts=a55e6798

    Also im Zweifelsfall müssen wir halt an dieser Stelle ein Backup machen, bzw Fork.
    Und einen Kernel Torvalds Classic weiterpflegen ;)

  7. Re: RIP Linux

    Autor: throgh 18.09.18 - 12:22

    Es wird hier gerade so getan als hätte soeben der Untergang begonnen, nur weil Linus Torvalds für sich eine Verhaltensänderung durchführen möchte. Meine Güte nochmals: Und Fefe hat natürlich auch wieder NICHT verstanden worum es geht. Reden bedeutet Aufmerksamkeit schaffen! Aber offensichtlich ist das nicht gewünscht.

    Freiheit geht vor: Linux-Anwender!
    Immer daran denken: Stereotypen sind keine so gute Idee!

  8. Re: RIP Linux

    Autor: demon driver 18.09.18 - 12:29

    ternot schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > > pointX schrieb:
    > > ---------------------------------------------------------------------------
    > > > Linus hat gerade mit seiner Art dafür gesorgt, dass die technisch beste
    > > > Lösung herausgekommen ist
    > >
    > > Weil der Verzicht auf unzivilisiertes bis menschenfeindliches Verhalten
    > > technisch beste Lösungen verhindert?
    > >
    > > An der Annahme ist schon die elementare Logik so dermaßen falsch, dass man
    > > für wichtige Softwareprojekte schon deswegen nur hoffen kann, dass nicht
    > > viele Entwickler, die so denken, daran beteiligt sind, ohne vom generellen
    > > Verhalten überhaupt nur anzufangen.
    >
    > Ganz einfach:

    Ganz einfach ist es offensichtlich nicht, oder du weichst bewusst aus und ignorierst meine Frage absichtlich, aus ideologischen Gründen. Nochmal. Ist Linux nun deswegen "die beste technische Lösung", und ich nehme hier nur für die Diskussion an, dass sie es ist, "weil der Verzicht auf unzivilisiertes bis menschenfeindliches Verhalten technisch beste Lösungen verhindert?"

    > Viele verstehen technische Konzepte nicht weil sie zu wenig
    > Ahnung haben. Die verstehen dann auch nicht intelligente Lösungsanätze da
    > sie diese mangels Erfahrung schlichtweg nicht verstehen können. Das ist
    > erst mal kein Problem. Das wird in Kombination mit dem Umstand, dass sie so
    > wenig Ahnung von der Thematik haben gefährlich, dass sie gar nicht wissen,
    > dass sie das Problem etc. nicht verstanden haben. Das führt dann dazu, dass
    > diese Leute sich einen Grund suchen woran ihr Vorschlag gescheiert ist.
    > Fachlich kann es nicht sein, also muss es ja etwas mit Diskriminierung zu
    > tun haben. Dann wird "demokratisch" mit dem Twitter Mob abgestimmt und es
    > wird für die unschlaue scheinbar geniale Lösung gestimmt obwohl diese z.B.
    > unsicher ist oder in Zukunft einem auf die Füße fällt.
    >
    > Die 2-3 Entwickler die ausreichend Erfahrung haben machen so etwas 2-3x mit
    > und dann sind die raus.

    Was hat das alles mit meiner Frage zu tun, und mit dem Thema, selbst wenn das Szenario, was du da schilderst, ein plausibles wäre? Das Thema war die Annahme, die offensichtlich auch Torvalds mittlerweile für zutreffend hält, dass es auch in solchen Szenarien z.B. im Fall einer Ablehnung nicht nur möglich, sondern für die Sache wie auch für ALLE Beteiligten besser ist, wenn zivilisiert, sachlich, knapp und klar und ohne Beschimpfungen mitgeteilt wird, dass und warum ein Vorschlag abgelehnt wird.

    Was ist daran eigentlich so schwer einzusehen?

  9. Re: RIP Linux

    Autor: teenriot* 18.09.18 - 12:29

    Finde den Unterschied zwischen

    ""Die Implementierung ist scheiße, weil das XY kaputt macht.""

    und

    "In fact, if the reason is stated as 'it makes debugging easiler', then I fart in your general direction and call your mother a hamster."

    "How did they noty die as babies, considering that they were likely too stupid to find a tit to suck on?"

  10. Re: RIP Linux

    Autor: conker 18.09.18 - 12:33

    throgh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es wird hier gerade so getan als hätte soeben der Untergang begonnen, nur
    > weil Linus Torvalds für sich eine Verhaltensänderung durchführen möchte.
    > Meine Güte nochmals: Und Fefe hat natürlich auch wieder NICHT verstanden
    > worum es geht. Reden bedeutet Aufmerksamkeit schaffen! Aber offensichtlich
    > ist das nicht gewünscht.

    Doch, dafür ist ein Forum da. Lasst und reden und *sachlich* argumentieren und diskutieren. Wobei ich finde auch, dass das in der Netzkultur in letzter Zeit massiv nachgelassen hat.

    Worum geht es denn deiner Meinung nach ?

    Und das ist übrigens nur ein Teil von fefes Post(s), (den ich am überzeugendsten fand).

    teenriot* schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Finde den Unterschied zwischen
    >
    > ""Die Implementierung ist scheiße, weil das XY kaputt macht.""
    >
    > und
    >
    > "In fact, if the reason is stated as 'it makes debugging easiler', then I
    > fart in your general direction and call your mother a hamster."
    >
    > "How did they noty die as babies, considering that they were likely too
    > stupid to find a tit to suck on?"

    Ja mit sowas kann man schon eher arbeiten.

    In einer vernünftigen Diskussion sollte sowas nicht auftauchen, aber wie gesagt, ich kenne die Vorgeschichte nicht.
    Im Fall, dass von dieser Person x mal technisch nicht akzeptabler Code kam (im Sinne von ""Die Implementierung ist scheiße, weil das XY kaputt macht.""), und es auch keine Verbesserung in dieser Hinsicht gab, kann ich nachvollziehen, dass man in Torvalds Position dann irgendwann eskaliert.
    Schlagt halt vor, wie man in solchen Situationen sich besser verhält ? Auf technische Begründung verweisen und dann auf ignore stellen ?



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 18.09.18 12:39 durch conker.

  11. Re: RIP Linux

    Autor: demon driver 18.09.18 - 12:35

    hyperlord schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Torvalds Verhalten war teilweise schon sehr krass, aber ihm ging es eben am
    > Ende nie um die Person, sondern um die Sache

    Warum bestand dann ein beträchtlicher Teil seiner diesbezüglichen Äußerungen immer wieder aus mehr oder weniger kunstvoll arrangierten, ausführlichen Beschimpfungen der Person?

    > Er hat dann halt nicht gesagt: "Du, ich will Dir da jetzt ja
    > wirklich nicht zu Nahe treten, aber deine Implementierung ist jetzt nicht
    > ganz so, wie ich mir das vorstelle. Ich würde ja eher vorschlagen, das wir
    > das vielleicht besser so und so machen.", sondern: "Die Implementierung ist
    > scheiße, weil das XY kaputt macht."

    Erstens. Nein, ganz sicher nicht nur das teenriot hat das ja bereits festgestellt. Zweitens. Die Alternative ist nicht das herbeifantasierte Geschwurbel, dass du oben präsentierst. Die Alternative ist ein Satz der Form "die Implementierung wurde abgelehnt, weil sie XY kaputtmacht." Punkt, aus. Wie schwer ist das eigentlich zu verstehen?

  12. Re: RIP Linux

    Autor: throgh 18.09.18 - 13:22

    conker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Doch, dafür ist ein Forum da. Lasst und reden und *sachlich* argumentieren
    > und diskutieren. Wobei ich finde auch, dass das in der Netzkultur in
    > letzter Zeit massiv nachgelassen hat.
    >
    > Worum geht es denn deiner Meinung nach ?
    >
    > Und das ist übrigens nur ein Teil von fefes Post(s), (den ich am
    > überzeugendsten fand).

    Vorzugsweise lese ich hier in der Diskussion eine Verharmlosung und ein sprichwörtliches Abwinken von der Kritik. Als müsste Kritik gleich immer mit Niederbrüllen und Beleidigung verbunden sein und hätte der Kernelentwicklung gut getan. Das kann ich nun nicht empirisch gegenteilig beweisen, aber es dürften mehr als genug Menschen davon abgeschreckt worden sein. Wenn also genau das nun zum Diskurs gestellt wird und der Tonfall verbessert werden soll, so gibt es nun wirklich nichts Negatives zu entdecken. Im Gegenteil: Ich wünsche Linus viel Erfolg bei der Retrospektive und Aufarbeitung. Weder geht der Kernel unter noch verschlechtert sich sonst etwas und bezogen auf Fefe: Der Herr Leitner spiegelt nur unreflektiert seine Meinung, oftmals ohne Korrekturen oder Ergänzungen und das wird von Vielen geteilt, ebenso unreflektiert oder ergänzend. Irren ist eine Sache, aber aus dem zu lernen, nochmals eine Andere. Und genau um Letzteres geht es, obgleich hier eine Ansammlung von Apologeten eben die harsche Umgangsweise weiter als notwendig erachtet.

    Freiheit geht vor: Linux-Anwender!
    Immer daran denken: Stereotypen sind keine so gute Idee!

  13. Re: RIP Linux

    Autor: pointX 18.09.18 - 21:45

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weil der Verzicht auf unzivilisiertes bis menschenfeindliches Verhalten
    > technisch beste Lösungen verhindert?
    "So did you just say...?". Nein.
    Nein, das steht nicht in meinem Post. Versuche es nochmal mit lesen & verstehen.

    Aber dein Post beschreibt das Problem sehr zutreffend: in Zukunft regiert der Twitter-Mob und entscheidet, was angeblich "unzivilisiert bis menschenfeindlich" ist und wer Mundtot gemacht und wessen Existenz vernichtet wird. Entweder bist du "für mich und machst was ich will (CoC)", oder du kommst auf die Abschussliste.

    Menschenkenntnis und der Umgang mit "etwas schwierigen Menschen", bei denen man nicht jedes Wort auf die Goldwage legen sollte, wird durch "safe spaces" abgelöst.

    Im Gegensatz dazu ging es Linus immer um den Code. Wenn er ausfällig wurde, hatte das immer eine sachlich fundierte Grundlage. Und wer Linus kennt, der weiß das auch. Wenn er jemand beleidigt hat, und derjenige daraufhin den Code verbessert hat, dann hat er ihn auch angenommen und wieder mit der Person zusammengearbeitet als wäre nichts gewesen.

    Das wird es in Zukunft sicher nicht mehr geben. Wer einmal auf der Abschussliste des Twitter-Mobs ist, der ist am Ende. Denn da geht es nicht um die Sache (den Code), sondern um die politische Agenda.

    > "In fact, if the reason is stated as 'it makes debugging easiler', then I
    > fart in your general direction and call your mother a hamster."
    >
    > Dammit, I suspect you guys are "testing" this by running things in a
    > VM, and then a BUG() looks like a good thing to do.
    >
    > But if people run things on real machines, then BUG() is absolutely
    > the last thing you EVER want to do for "debugging".

    a) Es handelt sich um ein Filmzitat aus Monty Python. Filmzitate sind generell gesehen eine sehr zivilisierte Methode, jemandem etwas durch die Blume zu sagen.
    Außer natürlich man reißt das Zitat völlig aus dem Zusammenhang, um es absichtlich falsch zu verstehen und damit seine politische Agenda zusammen mit dem Twitter-Mob zu verfolgen.

    b) Von diesem Code hängen Menschenleben ab. Ich verstehe absolut garnicht, wie man sich mehr über den ersten Satz als über die eingereichte Code-Qualität, die potentiell ein Auto gegen die Wand fahren oder ein Kraftwerk explodieren lässt, aufregen kann.

    Geht es auch ohne den ersten Satz? Ja.
    Ist das Filmzitat "unzivilisiert bis menschenfeindlich"? Ernsthaft?

    > "How did they noty die as babies, considering that they were likely too
    > stupid to find a tit to suck on?"
    Welche Person wurde dabei nochmals genau beleidigt? Richtig, niemand, da das statement gar nicht an irgendjemand spezifisch gerichtet ist.

    Das hält natürlich den übersensiblen Twitter-Mob nicht davon ab, den Satz trotzdem auf sich oder irgendmand anderes zu projezieren, um daraus einen persönlichen Angriff zu konstruieren und die Person auf die Abschussliste zu setzen.

    Und genau dieses Verhalten wird in Zukunft ein rießiges Problem für den Linux-Kernel und die Gesellschaft im Allgemeinen sein.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 18.09.18 21:54 durch pointX.

  14. Re: RIP Linux

    Autor: ip_toux 19.09.18 - 01:58

    Weil jemand fragte ob unzivisiliertes verhalten Code besser macht? Ja! Denn oft muss man eben Menschen anbrüllen oder eben beleidigen damit es mal klick macht. Man kann einen doch nicht ewig tätscheln, jeder dem diese paar Beleidigungen zu viel sind, der soll mal ne Ausbildung bei dem amerikanischen Militär mitmachen, nicht umsonst haben diese die härtesteste und stärkste Armee.

    Wer so eine Beleidigung wegen schlechter Arbeit nicht ab kann, der zieht auch den schwanz ein wenn er auf der Straße unterwegs ist und dumm angemacht oder überfallen wird. Nur noch Weicheier auf der Welt... Naja kein Wunder wollen ja alle nur noch studieren oder Büro Jobs machen, Handwerkjobs oder ähnliches (also echte Männerarbeit) ist ja zu Anstrengend bzw zu Kraftaufwändig.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 19.09.18 02:02 durch ip_toux.

  15. Re: RIP Linux

    Autor: heidegger 19.09.18 - 02:42

    ip_toux schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weil jemand fragte ob unzivisiliertes verhalten Code besser macht? Ja! Denn
    > oft muss man eben Menschen anbrüllen oder eben beleidigen damit es mal
    > klick macht.


    Ja, deswegen Torvalds Selbsterkenntnis und Entschuldigung das es ein Fehler war... Und auch viele andere Projekte die demokratisch organisiert sind (z.b. FreeBSD) ohne kleinen verbalen Terroristen an der Spitze - komisch das die alle funktionieren. Sonderbar...
    Wenn man Menschen anschreien muss - müssen tut man übrigens gar nix - dann läuft etwas falsch. Entweder man ist (als Häuptling) einfach unfähig zur Gruppenführung, oder man hat einfach das falsch Team. Und Beleidigen, wenn man das als ok betrachtet, dann läuft sowieso schon alles schief...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.09.18 02:43 durch heidegger.

  16. Re: RIP Linux

    Autor: heidegger 19.09.18 - 02:46

    pointX schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Linus hat gerade mit seiner Art dafür gesorgt, dass die technisch beste
    > Lösung herausgekommen ist.


    Der Linux Kernel ist ein ganzes Sammelsurium an Kompromissen - bei vielen Belangen ist man vom "Besten" Meilen weit entfernt - richtig ist, man hat mit dem was man hat(te) "das Beste daraus gemacht"... oder zumindest versucht...

  17. Re: RIP Linux

    Autor: hyperlord 19.09.18 - 07:42

    Zum zweiten Zitat kann ich nix sagen, da ich den Kontext nicht kenne, aber das erste Zitat ist ein schönes Beispiel für das Problem hier, denn Du greifst da einfach einen Satz raus - hier mal ein wenig Kontext dazu:
    "The thing is, BUG() is not debuggable.

    I absolutely refuse to take any hardening patches at all that have
    BUG() or panic() or similar machine-killing in it.

    I care not one whit about the reason for them. In fact, if the reason
    is stated as "it makes debugging easiler", then I fart in your general
    direction and call your mother a hamster.

    Dammit, I suspect you guys are "testing" this by running things in a
    VM, and then a BUG() looks like a good thing to do.

    But if people run things on real machines, then BUG() is absolutely
    the last thing you EVER want to do for "debugging".
    "
    [https://lkml.org/lkml/2018/8/15/450]

    Torvalds erläutert seine Entscheidung, warum er den Pull-Request ablehnt und überspitzt das an einer Stelle, wo es um die Begründung für die Verwendung von BUG() geht. Der Satz, den Du hier als Beispiel heranziehst, ist dabei eine Referenz an Monty Pythons Ritter der Kokosnuß. Der Adressat hat mit der Antwort Torvalds übrigens auch kein Problem, wenn man sich das in der Mailingliste weiter durchliest.

  18. Re: RIP Linux

    Autor: hyperlord 19.09.18 - 07:54

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum bestand dann ein beträchtlicher Teil seiner diesbezüglichen
    > Äußerungen immer wieder aus mehr oder weniger kunstvoll arrangierten,
    > ausführlichen Beschimpfungen der Person?

    Nenn doch mal ein paar Beispiele - teenriot hat ja zwei Zitate gebracht. Das erste war aber bspw. ein Referenz an Monty Python und soweit sich das in der Kernelliste nachlesen lässt, hatte der Adressat auch gar kein Problem damit. Im Übrigen führt Linus da auch durchaus inhaltlich aus, warum er das ablehnt. Wenn man sich jetzt auf den einen Satz stützt, ist das einfach unredlich, weil das aus dem Kontext gerissen ist.

    > Erstens. Nein, ganz sicher nicht nur das teenriot hat das ja bereits
    > festgestellt.

    Siehe oben.

    > Zweitens. Die Alternative ist nicht das herbeifantasierte
    > Geschwurbel, dass du oben präsentierst. Die Alternative ist ein Satz der
    > Form "die Implementierung wurde abgelehnt, weil sie XY kaputtmacht." Punkt,
    > aus. Wie schwer ist das eigentlich zu verstehen?

    Das ist nicht schwer zu verstehen - ich habe selbst ja auch geschrieben, dass Torvalds Umgangston sicherlich verbesserungswürdig ist. Mein "Geschwurbel" war selbstverständlich auch eine Zuspitzung, um das Problem deutlich zu machen, dass ich bei der ganzen Diskussion sehe. Torvalds mitunter schroffe Art hat eben mit dafür gesorgt, dass keine technischen Kompromisse gemacht wurden, sondern stets die technisch saubere Lösung gewählt wurde. Punkt aus. Wie schwer ist das eigentlich zu verstehen?

  19. Re: RIP Linux

    Autor: throgh 19.09.18 - 12:25

    Erkläre mir dann bitte einmal warum andere Projekte wie OpenBSD dann einen vernünftigen Umgangston hinbekommen und das seit Anbeginn. Nochmals: Beleidigungen wegen "schlechter Arbeit" - liegt derlei sowieso im Auge des Betrachters - sind indiskutabel und die Marginalisierung toxischer Männlichkeit ist genau ein Kernproblem. Warum beispielsweise sollte ein Mann nicht offen seine Gefühle zeigen dürfen? Ach was, darf er ja nicht. Muss ein harter Kerl sein. Ja, so ist das dann. Meine Güte nochmals: Ein Unsinn sondersgleichen hier in den Kommentaren. Als würde die sprichwörtliche Welt untergehen, wenn man eine Selbstreflekton vornehmen möchte.

    Freiheit geht vor: Linux-Anwender!
    Immer daran denken: Stereotypen sind keine so gute Idee!

  20. Re: RIP Linux

    Autor: throgh 19.09.18 - 12:33

    Ich fasse zusammen: Gefühle sind böse, man soll sich gefälligst nicht so anstellen und Nachfragen sind unnötig. Letzteres wäre übrigens eine adäquate Methode den Spiegel vor die Nase zu halten und einfach selbst auch inne halten zu können. Hier wird aber dagegen versucht ein vermeintliches "Leistungsstreben" und damit verbunden einen sehr unfreundlichen Umgangston fortwährend zu entschuldigen.

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