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Das endlose Geforke
Autor: yudothat 06.08.12 - 17:41
Mate macht sein eigenes Ding mit Nautilus, ElementaryOS macht es auch, Cinnamon jetzt auch ... ich bin ein Freund von FOSS aber diese unnötige Redundanz geht mir auf den Zeiger. Warum nicht einfach zumindest an einer Kernkomponente arbeiten und diese performant, schlank und funktional machen anstatt alles selbst hinbiegen zu wollen und mit Funktionalitäten bis es so endet wie KDE und Dolphin
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Re: Das endlose Geforke
Autor: BasAn 06.08.12 - 17:46
Würde nicht passieren wenn Gnome ihren stabilen und bewährten Desktop nicht einfach mal so weggeschmissen hätte, und ersetzt durch ein 'Ding' bei dem man Versionen abwartet bis man 'es' wieder in einen nutzbaren Zustand versetzen kann.
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Re: Das endlose Geforke
Autor: Shred 06.08.12 - 17:51
yudothat schrieb:
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> Warum nicht einfach zumindest an einer
> Kernkomponente arbeiten und diese performant, schlank und funktional machen
> anstatt alles selbst hinbiegen zu wollen [...]
Grundsätzlich hast du Recht... Durch die Forks wird nur unnötig Manpower verbraten. Mir wäre es auch lieber, alle würden gemeinsam an einem wirklich guten Gnome 3 arbeiten.
Allerdings scheint es, dass das Gnome 3-Team auf einer heiligen Mission ist, den perfekten Touch-Desktop zu kreieren. Kritiker aus dem klassischen Desktop-Bereich werden als unflexible, ewig-gestrige Nörgler abgestempelt. Konstruktive, berechtigte Kritik wird ignoriert, Diskussionen mit einem "Basta" schon an der Wurzel abgewürgt.
Eine konstruktive Teamarbeit an einem gemeinsamen Ziel ist so nicht möglich.
Die Forks entstehen aus einer angestauten Frustration, die die Gnome-Entwickler durch ihr ignorantes und arrogantes Verhalten selbst verursacht haben. -
Re: Das endlose Geforke
Autor: Wahrheitssager 06.08.12 - 17:55
Das Ding ist das Mate und Elementary OS den Nautilus auf GTK2 Basis forken (soweit ich das weiß)
und das Cinammon Team den auf GTK3 Basis. -
Re: Das endlose Geforke
Autor: Wahrheitssager 06.08.12 - 17:58
> Eine konstruktive Teamarbeit an einem gemeinsamen Ziel ist so nicht möglich.
Du meinst das volkommen utopische Ziel des Gnome Teams 2020 einen Marktanteil von 20% zu erreichen und zwar weltweit ? Oder den 2014 ein Gnome OS raus zu geben ?
Irgendwie hat das Gnome Team keinen richtigen Plan.
Die Gnome 3 Shell sieht zwar ziemlich hübsch aus, aber jetzt erst damit anzufangen auf Touchscreens zu optimieren ist reichlich spät und zudem auch noch für die aktuellen Desktopuser eher schädigend.
Den Spagat Desktop- und Touchscreenfreundlich zu sein, der wird nicht gelingen, das wird man mit Windows 8 auch erleben dürfen. -
Re: Das endlose Geforke
Autor: Shred 06.08.12 - 18:10
Wahrheitssager schrieb:
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> > Eine konstruktive Teamarbeit an einem gemeinsamen Ziel ist so nicht
> möglich.
> Du meinst das volkommen utopische Ziel des Gnome Teams 2020 einen
> Marktanteil von 20% zu erreichen und zwar weltweit ?
Dieses Ziel ist einfach lächerlich. Darüber habe ich mich auch schon in dem Golem-Artikel reichlich ausgelassen. ;-)
Ich meinte eher das Ziel, eine moderne und benutzbare Desktop-Umgebung zu bauen. Einen würdigen Nachfolger von Gnome 2.
> Die Gnome 3 Shell sieht zwar ziemlich hübsch aus, aber jetzt erst damit
> anzufangen auf Touchscreens zu optimieren ist reichlich spät und zudem auch
> noch für die aktuellen Desktopuser eher schädigend.
Er ist nicht spät, eher visionär. Die Anzahl der Touch-Geräte wird in Zukunft sicherlich zunehmen. Ich zweifle allerdings stark daran, dass eine nennenswerte Anzahl davon überhaupt unter einem "richtigen" Linux laufen werden.
Das Gnome-Team scheint aber irgendwie davon auszugehen, dass in sehr naher Zukunft alle Menschen ihre PCs wegschmeißen und nur noch Tablets haben werden. Ich halte es für utopisch. Tablets haben sicherlich ihre Berechtigung, aber alleine in der Berufswelt werden Desktop-Rechner nicht so schnell verschwinden, schon aus arbeitsergonomischer Sicht.
> Den Spagat Desktop- und Touchscreenfreundlich zu sein, der wird nicht
> gelingen, das wird man mit Windows 8 auch erleben dürfen.
Er KANN gelingen... Aber nur, wenn man auf die Bedürfnisse beider Zielgruppen hört und ihnen die Möglichkeit gibt, ihr System an die persönlichen Ansprüche anzupassen. Aber gerade bei der Konfigurierbarkeit hapert es bei Gnome besonders! -
Re: Das endlose Geforke
Autor: yudothat 06.08.12 - 18:11
>Mir wäre es auch lieber, alle würden gemeinsam an einem wirklich guten Gnome 3 arbeiten.
Halb OT: Gnome3 finde ich persönlich grauenhaft, alleine aus dem Grund weil man unbedingt eine gute Graka braucht um es zum laufen zu bringen, was die Usability angeht und Arbeitsoptimierung ist die katastrophal. Cinnamon ist kein Stück Anders, abgesehen von der Usability. An und für sich finde ich es ja toll, würde es auf meinem uralt ThinkPad noch funktionieren, aber selbst die 2D Variante ist so verbuggt das die im idle-mode 60% CPU-Last hat und man das auch nicht selbstständig ohne Code beizusteuern hinbiegen kann. Den Entwickerl fand ich persönlich ziemlich geil, die Kernaussage: "Uns interessiert diese Information, allerdings können wir da nichts machen, da wir nicht gewillt sind Rendering zu deaktivieren. Wenn es deine Graka nicht kann, dann macht es halt die Software." Hallo 2D, das impliziert das ich keine fancy Effekte möchte/brauche. wtf -
Re: Das endlose Geforke
Autor: Trockenobst 06.08.12 - 19:12
Wahrheitssager schrieb:
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> Den Spagat Desktop- und Touchscreenfreundlich zu sein, der wird nicht
> gelingen, das wird man mit Windows 8 auch erleben dürfen.
Vor allem ist das ein absolut sinnloser Wahnsinn. Mobiles Linux heißt
Android und wird *immer* Android bleiben. Eher kommt Android auf den
Desktop und räumt dort auf Biligrechnern mit Windows auf - als das
Gnome jemals auf Tablets mehr als ein paar Nerds anspricht.
Man ist anscheinend so verzweifelt von den wenigen Prozent auf
dem Desktop dass man jetzt alles daran setzt auf dem Touchy-Touchy
Systemen mitzuspielen. Nur sind sie 5 Jahre zu spät. Der Kuchen ist
verteilt. Linux hat auf dem Mobilen Deskop gewonnen und das System
heißt Android mit der Android GUI. Und >200.000 Apps.
Keine Sau portet die drei Programme von Android nach Gnome mit
einer ganz anderen API. Warum sollte man das tun? Dann eher
Samsungs Bada, dass in China potentiell 100 Millionen Kunden hat.
Statt die vorhandene Zielgruppe mitzunehmen, wird verbrannte Erde
erzeugt für einen Traum der bestenfalls Phantastisch ist. Was nützt
das beste Touchscreen-Gnome wenn LibreOffice ist 2 Jahren vielleicht
2% Touchunterstützung hat? Wer soll das System "touchy" nutzen, mit
welchen Apps? Das sind doch Träumereien von Leuten die schon jetzt
**keine** relevanten Ressourcen haben. Am Office Touchy von Microsoft
sitzen +1000 Leute.
Und die auch noch sinnlos frustriert aufsplitten und auf 10x das selbe
Projekt ("Mein Button ist links, deiner Rechts. FORK!!!!") werfen. Man
lernt nicht aus der Geschichte. Im Lexikon steht schon unter "Hubris"
und "Realitätsverweigung" der Verweis zu "Linuxdesktops". -
Re: Das endlose Geforke
Autor: Tera 07.08.12 - 11:38
Da moechte ich mal eine Lanze fuer Gnome3 brechen,
ich bin relativ zufrieden mit dem was das Gnome3 Team da bisher zuammenwerkelt.
Klar ohne die Plugins ist es relativ ungewohnt, doch mittlerweile sind die moeglichkeiten gut angepasst worden.
Ich wuerde es sogar befuerworten, wenn sie das ganze etwas touchfreundlicher machen wuerden.
Ich habe zu Hause ein Convertable und wuerde es sehr gerne ohne Maus und Tastatur bedienen koennen.
Leider geht das bisher alles andere als gut, denn die Bildschirmtastatur springt nur sehr sehr selten auf wenn ich nicht gerade in einem Gnome-Angepassten Dialog bin.
d.h je weniger Rechtsklicke noetig sind desto besser also finde ich ist Gnome auf einem richtigem Weg.
Und auch mit Maus und Tastatur: die Linke Ecke vermisse ich staendig wenn ich mal unter KDE oder fvwm2 unterwegs bin und auch unter Windows erwische ich mich immer mal wieder das ich das Dash aufrufen moechte.
Auch wenn ich den Gnome2 geliebt habe, freuende ich mich gerne mit dem Gnome3 an!
Tera -
Re: Das endlose Geforke
Autor: laimtohon 16.08.12 - 01:39
> Würde nicht passieren wenn Gnome ihren stabilen und bewährten Desktop
> nicht einfach mal so weggeschmissen hätte, und ersetzt durch ein 'Ding' > bei dem man Versionen abwartet bis man 'es' wieder in einen nutzbaren
> Zustand versetzen kann.
Das ist so absolut nicht richtig, für gnome 3.0 mag das stimmen. Aber gnome 3.2 und 3.4 laufen absolut stabil (davon kann Unity nur träumen) und schnell. Es ist natürlich eine Umstellung aber wenn man ein zwei Wochen intensiv damit gearbeitet hat, lernt man es aber immer mehr zu lieben. Zumal individuell empfundener Funktionalitätsverlust durch die Extensions ausgeglichen werden kann. Gnome 3 hat kein Qualitäts oder Usuability Problem sondern dass ein Teil der gnome community den radikalen Wechsel von gome 2 auf gnome 3 sehr übel nehmen. Das sind aber weniger rationale als emotionale Gründe. Und so geht man von vorn herein mit einem ablehnenden Gefühl an gnome 3. Wenn ich mir die Kommentare einiger User zu gnome 3 angucke, muss ich vermuten, dass sie es noch nie benutzt oder allenfalls nur mal kurz zum angucken geöffnet haben. Hauptsache rumblöcken :-(



