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ReiserFS und SuSE
Autor: O111111O 04.09.23 - 22:51
SuSE hat ReiserFS um die Jahrtausendwende als stabil eingestuft und es bei der Installation als Alternative zu ext2 angeboten. Ich habe es ausprobiert. Mehrmals - über fast zwei Jahre hinweg.
Jedesmal führte es nach wenigen Tagen zu irreparablen Datenmüll. Zum Glück machte ich damals schon Backups.
Seitdem lasse ich die Finger davon: ReiserFS und SuSE kommen mir nicht mehr ins Haus.
(wobei ReiserFS gar nichts dafür kann, denn es war offiziell - entgegen der Behauptung von SuSE - damals noch nicht stabil) -
Re: ReiserFS und SuSE
Autor: MHaJo 05.09.23 - 12:10
O111111O schrieb:
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> Seitdem lasse ich die Finger davon: ReiserFS und SuSE kommen mir nicht mehr
> ins Haus.
Da es SuSE seit über 20 Jahren nicht mehr gibt, ist es auch kaum möglich, SuSE ins Haus zu nehmen ... :-/
Und ja, ich weiß was heute SUSE und openSUSE sind.
Und ich weiß als Zeitzeuge auch, dass die Art und Ziele der Distributionen sich immens unterscheiden. Darum sind Vergleiche mit dieser Zeit grundsätzlich einfach sinnlos.
Das ist wie "Nie wieder VW! Der Käfer hat über 10l auf 100 km gesoffen und nur 34 PS geleistet. Und der Golf hatte Kantenrost ohne Ende!".
Btw: als ich mich damals mit SuSE befasste, hatte ich *nie* Datenverluste, denn ich nutzte entgegen der Empfehlung eben *nicht* das ReiserFS sondern ext2. So wie ich seit fast 9 Jahren openSUSE auf mehreren Geräten ohne jegliche Probleme nutze und eben wieder nicht die Standardvorgabe btrfs installierte sondern ext4 und xfs. -
Re: ReiserFS und SuSE
Autor: superdachs 05.09.23 - 12:32
MHaJo schrieb:
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> O111111O schrieb:
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> > Seitdem lasse ich die Finger davon: ReiserFS und SuSE kommen mir nicht
> mehr
> > ins Haus.
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> Da es SuSE seit über 20 Jahren nicht mehr gibt, ist es auch kaum möglich,
> SuSE ins Haus zu nehmen ... :-/
>
> Und ja, ich weiß was heute SUSE und openSUSE sind.
> Und ich weiß als Zeitzeuge auch, dass die Art und Ziele der Distributionen
> sich immens unterscheiden. Darum sind Vergleiche mit dieser Zeit
> grundsätzlich einfach sinnlos.
>
> Das ist wie "Nie wieder VW! Der Käfer hat über 10l auf 100 km gesoffen und
> nur 34 PS geleistet. Und der Golf hatte Kantenrost ohne Ende!".
>
> Btw: als ich mich damals mit SuSE befasste, hatte ich *nie* Datenverluste,
> denn ich nutzte entgegen der Empfehlung eben *nicht* das ReiserFS sondern
> ext2. So wie ich seit fast 9 Jahren openSUSE auf mehreren Geräten ohne
> jegliche Probleme nutze und eben wieder nicht die Standardvorgabe btrfs
> installierte sondern ext4 und xfs.
Ich hatte SuSe damals gekauft so mit Handbuch und so und ReiserFS genutzt und ebenfalls keine Probleme mit Datenmüll. Wenn man ReiserFS die eventuellen Inkonsistenzen reparieren lassen hat jedenfalls. Das kam immer mal vor aber wenn man die Meldung nicht weggedrückt hat gab es keine Probleme. -
Re: ReiserFS und SuSE
Autor: O111111O 05.09.23 - 13:24
superdachs schrieb:
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> MHaJo schrieb:
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> > O111111O schrieb:
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> > > Seitdem lasse ich die Finger davon: ReiserFS und SuSE kommen mir nicht
> > mehr
> > > ins Haus.
> >
> > Da es SuSE seit über 20 Jahren nicht mehr gibt, ist es auch kaum
> möglich,
> > SuSE ins Haus zu nehmen ... :-/
> >
> > Und ja, ich weiß was heute SUSE und openSUSE sind.
> > Und ich weiß als Zeitzeuge auch, dass die Art und Ziele der
> Distributionen
> > sich immens unterscheiden. Darum sind Vergleiche mit dieser Zeit
> > grundsätzlich einfach sinnlos.
> >
> > Das ist wie "Nie wieder VW! Der Käfer hat über 10l auf 100 km gesoffen
> und
> > nur 34 PS geleistet. Und der Golf hatte Kantenrost ohne Ende!".
> >
> > Btw: als ich mich damals mit SuSE befasste, hatte ich *nie*
> Datenverluste,
> > denn ich nutzte entgegen der Empfehlung eben *nicht* das ReiserFS
> sondern
> > ext2. So wie ich seit fast 9 Jahren openSUSE auf mehreren Geräten ohne
> > jegliche Probleme nutze und eben wieder nicht die Standardvorgabe btrfs
> > installierte sondern ext4 und xfs.
>
> Ich hatte SuSe damals gekauft so mit Handbuch und so und ReiserFS genutzt
> und ebenfalls keine Probleme mit Datenmüll. Wenn man ReiserFS die
> eventuellen Inkonsistenzen reparieren lassen hat jedenfalls. Das kam immer
> mal vor aber wenn man die Meldung nicht weggedrückt hat gab es keine
> Probleme. -
Re: ReiserFS und SuSE
Autor: O111111O 05.09.23 - 13:27
Mit fsck einfach Dateisystemprobleme mit ReiserFS "wegdrücken" ging damals nicht.
Es endete unweigerlich in einer Katastrophe. Ich spreche aus Erfahrung.
@ReiserFS Kollegen:
Ihr habt wahrscheinlich spätere Versionen von ReiserFS benutzt.
SuSE erachtete aber schon frühzeitlich das unausgereifte ReiserFS als Praxistauglich.
Ein fataler Fehler, den ich SuSE niemals verzeihen werde.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.09.23 13:34 durch O111111O. -
Re: ReiserFS und SuSE
Autor: MHaJo 05.09.23 - 13:33
superdachs schrieb:
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> Ich hatte SuSe damals gekauft so mit Handbuch und so
Was schon einen Unterschied zu heute zeigt: es gab nur eine Distribution für Profis und Amateure mit genau 0 Prozent Unterschied von genau demselben Distributor. Und gekauft hat man eigentlich nur die Datenträger und das ausgezeichnete Handbuch. Downloads in dem Umfang waren da noch nicht so das Thema. Ansonsten war Geld nur ein Thema für Support, der einzige Aspekt der noch übrig geblieben ist, jedenfalls für die Distribution. Weitere Kauf-/Aboprodukte gibt es inzwischen ja reichlich.
Heute haben wir SUSE mit einem viel weiter gefächerten Angebot und anderen Zielen. openSUSE wird von einer Community betreut.
> und ReiserFS genutzt
> und ebenfalls keine Probleme mit Datenmüll. Wenn man ReiserFS die
> eventuellen Inkonsistenzen reparieren lassen hat jedenfalls.
Dazu kann ich nichts beitragen, ich war zu misstrauisch und ReiserFS in der Praxis bei Unternehmen ist mir nie begegnet. Es ging mir mit ReiserFS damals so wie heute mit Btrfs: von Problemen lese ich nur hier und da etwas. Ich selbst hatte mit ext4 und xfs nie jemals welche. Und das ist das, was für mich ausschlaggebend ist.



