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Aaaaaaahhhh... kann den mal wer in Zwangsrente schicken oder so?

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  1. Aaaaaaahhhh... kann den mal wer in Zwangsrente schicken oder so?

    Autor: NeoChronos 23.09.19 - 12:36

    Warum muss der Kerl denn immer Sachen kompliziert machen, die absolut unnötig sind, bereits funktionieren und leicht zu scripten sind...

    Soll er sein Homeverzeichnis doch in ein .img-File packen, Verschlüsseln und auf den anderen System als Loopback einbinden...

    Von mir aus darf er auch gerne einen Service schreiben, der das ganze vereinfacht, aber warum muss dass den schon wieder ein Teil von systemd sein?

    Ein Programm für eine Aufgabe, ist das wirklich so schlecht?

  2. Das ist doch ein Programm für eine Aufgabe. Das Programm nennt sich dann Homed.

    Autor: teleborian 23.09.19 - 13:58

    Das ist doch ein Programm für eine Aufgabe. Das Programm nennt sich dann Homed.
    Woher kommt bloss der Mythos, das Dinge NUR noch mit systemD funktionieren, bzw. dass SystemD alles macht. SystemD bietet nur Schnittstellen, die offenbar sehr beliebt sind.

    Zur Info. Bei mir sind SystemD und klassische Init Scripte parallel vorhanden.

  3. Re: Das ist doch ein Programm für eine Aufgabe. Das Programm nennt sich dann Homed.

    Autor: throgh 23.09.19 - 14:15

    Und Mensch kann auch das Programm respektive den Programmteil homed dezidiert ohne systemd in der Gesamtheit betreiben und nutzen? Ich hege genau daran Zweifel: Mehr Abhängigkeiten der Distributionen mit systemd und genau das ist die Kritik. Poettering kann gerne ein gesondertes Projekt anbieten, mit dessen Hilfe sich das realisieren lässt. Ansonsten gibt es bereits auch Methoden und Programme dafür. Eines ist beispielsweise syncthing!

  4. Re: Das ist doch ein Programm für eine Aufgabe. Das Programm nennt sich dann Homed.

    Autor: eisbart 23.09.19 - 15:11

    throgh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und Mensch kann auch das Programm respektive den Programmteil homed
    > dezidiert ohne systemd in der Gesamtheit betreiben und nutzen?

    Das Ding braucht wahrscheinlich Session Informationen (logind) und Kernel Zugriff, dann muss man vielleicht auch diverse Services starten/stoppen.

    Da noch keiner eine Alternative dazu gebaut hat, ist es ein bisschen sinnlos, da eine feste API ohne SystemD Abhängigkeiten zu bauen. Abgesehen davon gibt es DBUS Schnittstellen, die jeder Interessierte selber bauen kann.

    TL;DR: YAGNI. Es gibt 1 Kernel, es gibt 1 System Manager. Wenn es was besseres gibt bzw man das Ding wirklich ersetzen will kann man gerne anfangen, über Schnittstellen und Modularität zu diskutieren.

  5. Re: Das ist doch ein Programm für eine Aufgabe. Das Programm nennt sich dann Homed.

    Autor: throgh 23.09.19 - 15:22

    So funktioniert das Ganze aber mitnichten und externalisiert nur die Verantwortung. Sollen sich halt einmal "Andere" darum kümmern und bis dahin ist dann jedwede Kritik quasi "obsolet", weil es eben nur Kernel Anzahl 1 gibt. Das GNU-System ist nämlich insofern relevant und der Linux-Kernel eine Möglichkeit dieses zu betreiben. Daher auch der Ausdruck "GNU/Linux"!

    Schnittstellen definiert Mensch vorher und nicht erst im Nachgang, um dann Abhängigkeiten noch weiter zu manifestieren. Denn genau darauf zielt das ganze Vorhaben ab!

  6. Re: Das ist doch ein Programm für eine Aufgabe. Das Programm nennt sich dann Homed.

    Autor: eisbart 23.09.19 - 15:45

    Dann solltest du vielleicht erst mal auf der Kernel liste ranten, warum die keinen Microkernel verwenden. Das ist nämlich das gleiche Problem. Oder GNU/Hurd verwenden.

    Ganz egal wie auch immer, das Ding funktioniert, ist als Standard in fast allen Distros drinnen und wird von Red Hat maintained.

    Wenn du aus irgend einem praktischen Grund kein SystemD verwenden willst, dann kannst du das auf jeden Fall mit C und DBUS kompatiblen Schnittstellen nach bauen (macht keiner weil rum maulen einfacher ist).

    Bei Wayland/MIR war das Geschrei auch groß, warum nicht alle an einem Tool arbeiten. Kein Mensch braucht mehr als 1 einzig gute funktionierende Lösung.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.09.19 15:47 durch eisbart.

  7. Re: Das ist doch ein Programm für eine Aufgabe. Das Programm nennt sich dann Homed.

    Autor: throgh 23.09.19 - 16:09

    Ich finde es immer vielsagend wie hier Kritik mit Pöbelei gleichgesetzt und somit durch einen rhetorischen Trick versucht wird zu delegitimieren.

    Und es gibt bereits Distributionen ohne systemd und das eben aus gutem Grund wie eben durch den Artikel demonstriert. Zu hohe Komplexität und weit im Abseits sofern es darum geht Alternativen anzubieten, da immer mehr Fokus auf dieser Bloatware liegt. Projekte wie Pi-hole können beispielsweise gar nicht erst ohne tiefergehende Modifikationen in Betrieb genommen werden sofern systemd und relevante Komponenten fehlen. Freie, quelloffene Software beinhaltet auch immer Wahlfreiheit und keine Suche nach einem Quasi-Standard, der dann auch bitte umgehend Allen aufgezwungen wird.

    Und du verwendest hier billigste "ad populum"-Taktik: Verwenden "Alle" ergo ist es ein "Standard" und damit braucht Mensch auch nichts Anderes. Beschwerden sind also umgehend ebenso unnötig. Nette Vorgehensweise der suggestiven Reduktion! Kann Mensch dieses Programm abseits von systemd verwenden? Schlichtweg nein. Damit wird also systemd noch komplexer als es jetzt bereits ist! Wer es dennoch verwenden mag, kann dies gerne machen. Aber deswegen ist Kritik daran nicht gleichermaßen falsch, auch keine "Maulerei" und Distributionen ohne systemd eben aus gutem Grund benötigt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.09.19 16:14 durch throgh.

  8. Re: Aaaaaaahhhh... kann den mal wer in Zwangsrente schicken oder so?

    Autor: mnementh 23.09.19 - 16:52

    NeoChronos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum muss der Kerl denn immer Sachen kompliziert machen, die absolut
    > unnötig sind, bereits funktionieren und leicht zu scripten sind...
    >
    Poettering wird von Redhat bezahlt. Und die Verkomplizierung von Software sorgt dafür, dass sich das Know-How der Open-Source im Linux-Ökosystem immer mehr auf einige Distributoren, einige Foundations und ein paar große Firmen wie Google konzentriert. Und für einige Teile sind das jeweils wenige Anbieter die da durchblicken. Und die Konzentration des Know-Hows ist gut für die Firmen, da sie ihre Dienste zunehmend konkurrenzlos anbieten können.

    Also die Antwort ist wie so oft: Kapitalismus.

    Jemand der in seiner Freizeit mal an einer OSS etwas ändern will kann nur wenig Zeit investieren, gegenüber dem Festangestellten. Nette Entwickler strukturieren das übersichtlich. So konnte ich in fossil (dem Versionskontrollsystem) etwas anpassen das mich störte und brauchte nur rund eine Stunde - dabei bin ich nicht einmal primär C-Entwickler. Aber ich konnte in einer Stunde das auschecken, einen Build machen, die Stelle finden, ändern und neu bauen und testen. Mit vieler Open Source Software die von Firmenentwicklern kommt schaffe ich das nicht mehr, da ich ungleich mehr Zeit investieren müsste.

  9. Re: Das ist doch ein Programm für eine Aufgabe. Das Programm nennt sich dann Homed.

    Autor: mnementh 23.09.19 - 16:55

    eisbart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > TL;DR: YAGNI. Es gibt 1 Kernel, es gibt 1 System Manager. Wenn es was
    > besseres gibt bzw man das Ding wirklich ersetzen will kann man gerne
    > anfangen, über Schnittstellen und Modularität zu diskutieren.
    Es gibt seit Jahrtzehnten Hunderte Kernel und Hunderte Systeme. Beispielsweise die BSDs. Unix wäre kein Erfolgsprinzip ohne die Diversität. Denn At&T-Unix ist längst Geschichte. Dass heute Unix den Betriebssystemmarkt dominiert liegt an der Diversität.

  10. Re: Aaaaaaahhhh... kann den mal wer in Zwangsrente schicken oder so?

    Autor: eisbart 23.09.19 - 17:07

    Unix ist doch nur noch eine worthülse. Heute gibt es mac OS, bsds und Linux (und ein paar tote wie solaris und hpux). Jedes system hat einen eigenen kernel, eigenes init system, eigene system layer library. Das was alle zusammenhält ist einzig und allein posix, ansonsten braut jeder sein eigenes süppchen. Unix war auch deswegen nie wirklich portabel.

    Und das ist auch OK. Wenn eine Plattform wie BSD weniger features hat als Linux muss sich nicht jede Software auf dem stand zurück bleiben. Ist halt schade wenn systemd dann nicht auf BSD läuft aber das hat man sich ja auch freiwillig selber ausgesucht.

    Abgesehen davon sollte BSD endlich mal bei Sachen wie cgroups nachziehen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.09.19 17:08 durch eisbart.

  11. Re: Aaaaaaahhhh... kann den mal wer in Zwangsrente schicken oder so?

    Autor: BlackSuit 23.09.19 - 17:32

    NeoChronos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum muss der Kerl denn immer Sachen kompliziert machen, die absolut
    > unnötig sind, bereits funktionieren und leicht zu scripten sind...
    >
    > Soll er sein Homeverzeichnis doch in ein .img-File packen, Verschlüsseln
    > und auf den anderen System als Loopback einbinden...
    >
    > Von mir aus darf er auch gerne einen Service schreiben, der das ganze
    > vereinfacht, aber warum muss dass den schon wieder ein Teil von systemd
    > sein?
    >
    > Ein Programm für eine Aufgabe, ist das wirklich so schlecht?

    Zwingt dich irgendjemand mit vorgehaltener Waffe, systemd oder homed zu nutzen?

  12. Re: Das ist doch ein Programm für eine Aufgabe. Das Programm nennt sich dann Homed.

    Autor: FreiGeistler 24.09.19 - 17:28

    teleborian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist doch ein Programm für eine Aufgabe. Das Programm nennt sich dann
    > Homed.
    > Woher kommt bloss der Mythos, das Dinge NUR noch mit systemD funktionieren,
    > bzw. dass SystemD alles macht. SystemD bietet nur Schnittstellen, die
    > offenbar sehr beliebt sind.

    Frag doch Artoo von Artix Linux (Arch ohne Systemd). Oder Guck mal ins Forum dazu.
    Oder, warum Manjaro Openrc aufgegeben wurde.
    Stichwort: Abhängigkeiten.

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