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besorgniserregend

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  1. besorgniserregend

    Autor: FreiGeistler 22.08.16 - 17:43

    Warum gilt Unix/Linux als so sicher und gleichzeitig flexibel? Weil jeder Job von einem Spezialisten mit überschaubarem Code erledigt wird.
    Und nun soll Job a und b und nun noch f von einer Eierlegenden Wollmilchsau erledigt werden?
    Featuritis lässt grüssen, da kann ich ja gleich Windows verwenden.

  2. Re: besorgniserregend

    Autor: Steffo 22.08.16 - 17:54

    Die Distributoren können auf systemd und seine Komponenten gerne verzichten, wenn sie der Ansicht sind, es sei so schlecht und unflexibel. – Sind sie aber komischerweise nicht. Selbst eine konservative Distribution wie Debian ist auf den systemd-Zug aufgesprungen, obwohl Canonical dagegen war (wegen der Eigenentwicklung upstart), weil systemd viele neue Möglichkeiten schafft.

    Einfach mal ein paar Artikel dazu lesen.

  3. Re: besorgniserregend

    Autor: kosst.amojan 22.08.16 - 18:11

    FreiGeistler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum gilt Unix/Linux als so sicher und gleichzeitig flexibel? Weil jeder
    > Job von einem Spezialisten mit überschaubarem Code erledigt wird.
    > Und nun soll Job a und b und nun noch f von einer Eierlegenden Wollmilchsau
    > erledigt werden?
    > Featuritis lässt grüssen, da kann ich ja gleich Windows verwenden.

    Genau das hast Du ja mit systemd. systemd-mount kann nur eines: Blockgeräte mounten.
    Was viele offenbar Angst macht: systemd ist kein einzelnes, übermächtiges Programm (Die von Dir liebevoll genannte eierlegende Wollmilchsau), sondern, um ein Bild zu benutzen, ein Werkzeugsammlung/-kasten, genannt systemd, mit mehreren spezialisierten Werkzeugen, zB: systemd-Schraubendreher, systemd-Seitenschneider, systemd-Meterstab, systemd- ....

  4. Re: besorgniserregend

    Autor: FreiGeistler 22.08.16 - 18:18

    kosst.amojan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > FreiGeistler schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Warum gilt Unix/Linux als so sicher und gleichzeitig flexibel? Weil
    > jeder
    > > Job von einem Spezialisten mit überschaubarem Code erledigt wird.
    > > Und nun soll Job a und b und nun noch f von einer Eierlegenden
    > Wollmilchsau
    > > erledigt werden?
    > > Featuritis lässt grüssen, da kann ich ja gleich Windows verwenden.
    >
    > Genau das hast Du ja mit systemd. systemd-mount kann nur eines: Blockgeräte
    > mounten.
    > Was viele offenbar Angst macht: systemd ist kein einzelnes, übermächtiges
    > Programm (Die von Dir liebevoll genannte eierlegende Wollmilchsau),
    > sondern, um ein Bild zu benutzen, ein Werkzeugsammlung/-kasten, genannt
    > systemd, mit mehreren spezialisierten Werkzeugen, zB:
    > systemd-Schraubendreher, systemd-Seitenschneider, systemd-Meterstab,
    > systemd- ....

    Ok, ich muss mich wohl in das Thema einlesen.

  5. Re: besorgniserregend

    Autor: Klau3 22.08.16 - 18:29

    FreiGeistler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und nun soll Job a und b und nun noch f von einer Eierlegenden Wollmilchsau
    > erledigt werden?

    Der Artikel erklärt es eigentlich ganz gut. Der Job von systemd ist es Abhängigkeiten von Userspace-Programmen zu verstehen, und die Abhängigkeiten, wenn benötigt, in korrekter Reihenfolge zu starten. Diesen Job macht systemd sehr gut.

    > Featuritis lässt grüssen, da kann ich ja gleich Windows verwenden.

    Systemd macht nichts, dass nicht zum selbst auferlegten Aufgabenbereich gehört (verwalten des Userspaces). In der BSD Welt gibt es auch nur eine Art den Job zu machen. Da meckert keiner, nur unter Linux beschweren sich die User, dass die technisch schlechteren Ansätze nicht länger standardmäßig verwendet werden... komische Welt.

  6. Re: besorgniserregend

    Autor: Wallbreaker 22.08.16 - 18:30

    FreiGeistler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum gilt Unix/Linux als so sicher und gleichzeitig flexibel? Weil jeder
    > Job von einem Spezialisten mit überschaubarem Code erledigt wird.
    > Und nun soll Job a und b und nun noch f von einer Eierlegenden Wollmilchsau
    > erledigt werden?
    > Featuritis lässt grüssen, da kann ich ja gleich Windows verwenden.

    Nicht gleich übertreiben. Es gilt als so sicher und flexibel, weil man solche Dinge nicht zwingend nutzen muss. Wenn man sich Systemd einmal genau anschaut, ist es gar nicht derart fett, wie es oft beschrieben wird. Denn auch "systemd-mount" ist wie vieles Andere, letztlich auch nur ein optionales Modul. Man kann es nutzen und ggf. davon profitieren, oder es auch sein lassen. Und wen das warum auch immer, so sehr stört, der kann auch andere Init-Systeme wie OpenRC nutzen.

    Grundsätzlich wird und wurde schon viel Unfug über Systemd verbreitet. Alleine nur deshalb, weil hier Lennart Pöttering mit involviert ist, dessen Pulseaudio anfangs überaus fehlerhaft gewesen ist, um es mal human auszudrücken. Inzwischen auch seit längerer Zeit gut benutzbar. Wobei nicht alle Fehler nur darauf zurückzuführen waren.

    Nur davon abgesehen hat Systemd sehr viele Bereiche verbessert, auch wenn der Start vor Jahren durchaus holprig gewesen ist. So wurde Etliches vereint was separiert nur unnötigen Aufwand bedeutet hat, oder längst ungenügend war in seiner Form. Auch wurde die Systemsicherheit nochmals gesteigert, inkl. Annehmlichkeiten wie der parallelen Ausführung von Prozessen beim Systemstart. Hinzu kommt die Isolierung von z.B. Init-Prozessen und deren Daten, um diese widerstandsfähiger zu machen. Da gibt es eine Menge was sich hier auflisten ließe, entgegen dem ganzen Gehetze was mit der Zeit aufkam.

    Und letztlich ist Linux auch nicht Windows, weshalb man die Charakteristika unter Windows nicht damit vergleichen kann. Zwar ähnelt Systemd in Teilen der "svchost.exe", aber hat sonst recht wenig damit gemeinsam. Und die Vorteile von Open-Source gegenüber Closed-Source, sollte man auch nicht vergessen. Nimmt man es noch genauer, dann hat sich Linux bereits seit den Anfängen, schrittweise von Unix distanziert. An sich wurde Linux insgesamt mehr und mehr zu etwas Eigenem, wo die ganzen alten traditionellen Regeln nicht mehr gelten. Daher ist es auch dubios erst gegen Systemd zu wettern, wenn die Distanz zum originalen Unix-Konzept längst gegeben ist.

  7. Re: besorgniserregend

    Autor: kosst.amojan 22.08.16 - 18:33

    Klau3 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > FreiGeistler schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Und nun soll Job a und b und nun noch f von einer Eierlegenden
    > Wollmilchsau
    > > erledigt werden?
    >
    > Der Artikel erklärt es eigentlich ganz gut. Der Job von systemd ist es
    > Abhängigkeiten von Userspace-Programmen zu verstehen, und die
    > Abhängigkeiten, wenn benötigt, in korrekter Reihenfolge zu starten. Diesen
    > Job macht systemd sehr gut.
    >
    > > Featuritis lässt grüssen, da kann ich ja gleich Windows verwenden.
    >
    > Systemd macht nichts, dass nicht zum selbst auferlegten Aufgabenbereich
    > gehört (verwalten des Userspaces). In der BSD Welt gibt es auch nur eine
    > Art den Job zu machen. Da meckert keiner, nur unter Linux beschweren sich
    > die User, dass die technisch schlechteren Ansätze nicht länger
    > standardmäßig verwendet werden... komische Welt.

    Na weil Alle denken: systemd - EIN Programm, sie ALLE zu knechten, ins DUNKEL zu treiben (Blackscreen der Konsole) und EWIG zu binden (Debuggen) :D

  8. Re: besorgniserregend

    Autor: nicoledos 23.08.16 - 13:04

    Linux muss sich nicht von Unix distanzieren. Linux steht nun mal für Linux is not unix.

    Dieses, man kann es nutzen muss es aber nicht ist immer so eine Sache. Prinzipiell lässt sich jede Komponente gegen etwas anderes austauschen. Sobald aber eine gewisse Toolchain inkl. dessen Verhalten von anderen Entwicklern voraus gesetzt wird kommt man nicht mehr darum herum.

    Der Vorteil jetzt, früher war an vielen tausenden Stellen zu schrauben. Je nach Distributionsfarbe auch noch etwas anders. Mit systemd gibt es eine zentrale Anlaufstelle. Nachteil. Man man sich auf Dauer von dieser einen Komponente extrem abhängig. Da vieles optional ist, wird es immer noch nicht einheitlich über die Distributionsgrenzen hinaus werden.

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