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  5. › Linux: Wine-Projekt befürchtet…

"benutzt halt 64-Bit-WINE", WTF?!

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  1. "benutzt halt 64-Bit-WINE", WTF?!

    Autor: nate 21.06.19 - 15:23

    Beim Lesen bin ich über diesen Satz gestolpert:
    > Die Ubuntu-Entwickler [...] verweisen darauf, dass viele Anwendungen mittlerweile auch einfach mit der 64-Bit-Variante von Wine ausgeführt werden könnten.
    Ich dachte erst an eine Fehlinterpretation des Golem-Redakteurs, aber nein, auf der verlinkten FAQ steht allen Ernstes
    > Try 64-bit WINE first. Many applications will “just work”.
    Die Ubuntu-Leute haben also tatsächlich nicht kapiert, worum es hier geht. Man kann nicht zwischen "32-Bit-WINE" und "64-Bit-WINE" wählen! Ohne libwine:i386 starten keine 32-Bit-Windows-Programme, auch wenn man zum Aufruf "wine64" statt "wine" benutzt. Wenn Ubuntu jetzt keine i386-Architektur mehr anbietet -- also auch für Multilib nicht -- hört WINE ganz einfach auf zu funktionieren (bzw. gehen dann nur noch 64-Bit-Windows-Binaries, aber das läuft fast aufs Gleiche hinaus, da 32-Bit-Binaries unter Windows nach wie vor die Norm sind).

  2. Re: "benutzt halt 64-Bit-WINE", WTF?!

    Autor: dangi12012 21.06.19 - 15:32

    nate schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Beim Lesen bin ich über diesen Satz gestolpert:
    > > Die Ubuntu-Entwickler [...] verweisen darauf, dass viele Anwendungen
    > mittlerweile auch einfach mit der 64-Bit-Variante von Wine ausgeführt
    > werden könnten.
    > Ich dachte erst an eine Fehlinterpretation des Golem-Redakteurs, aber nein,
    > auf der verlinkten FAQ steht allen Ernstes
    > > Try 64-bit WINE first. Many applications will “just work”.
    > Die Ubuntu-Leute haben also tatsächlich nicht kapiert, worum es hier geht.
    > Man kann nicht zwischen "32-Bit-WINE" und "64-Bit-WINE" wählen! Ohne
    > libwine:i386 starten keine 32-Bit-Windows-Programme, auch wenn man zum
    > Aufruf "wine64" statt "wine" benutzt. Wenn Ubuntu jetzt keine
    > i386-Architektur mehr anbietet -- also auch für Multilib nicht -- hört WINE
    > ganz einfach auf zu funktionieren (bzw. gehen dann nur noch
    > 64-Bit-Windows-Binaries, aber das läuft fast aufs Gleiche hinaus, da
    > 32-Bit-Binaries unter Windows nach wie vor die Norm sind).

    Und Ubuntu im Jahr 2020 muss 32 bit unterstützen wo die letzte CPU mitte 2005 Produziert wurde? Was ist dann mit 16 Bit? Warum soll Ubuntu nicht gleich 16 Bit mitschleppen?

    Die Lösung ist ganz einfach: Wer 32 Bit braucht bleibt bei Ubuntu 19.10.

  3. Re: "benutzt halt 64-Bit-WINE", WTF?!

    Autor: sebastilahn 21.06.19 - 15:42

    dangi12012 schrieb:
    >
    > Und Ubuntu im Jahr 2020 muss 32 bit unterstützen wo die letzte CPU mitte
    > 2005 Produziert wurde? Was ist dann mit 16 Bit? Warum soll Ubuntu nicht
    > gleich 16 Bit mitschleppen?
    >
    > Die Lösung ist ganz einfach: Wer 32 Bit braucht bleibt bei Ubuntu 19.10.

    Richtig, ich find es gut, dass Canonical den Entwicklern die Pistole auf die Brust setzt und sagt: "Eure Warterei und Untätigkeit kostet uns mit jedem Release zusätzliche Ressourcen, jetzt seid ihr dran mit umstellen!"

  4. Re: "benutzt halt 64-Bit-WINE", WTF?!

    Autor: nate 21.06.19 - 15:43

    > Und Ubuntu im Jahr 2020 muss 32 bit unterstützen wo die letzte CPU mitte
    > 2005 Produziert wurde?

    Hast du überhaupt gelesen, was ich geschrieben habe?

    Es geht *nicht* um die Installation auf 32-Bit-Geräten. Canonical darf von mir aus gerne Kernel, Desktop, Anwendungen usw. für 32 Bit einstellen; da sehe ich es wie du: Wer wirklich noch 32-Bit-Hardware hat oder aus anderen Gründen ein 32-Bit-System betreiben will, kann eine alte LTS-Version oder eine ganz andere Distribution benutzen.

    Das Problem mit dem konsequenten Einstellen der 32-Bit-Pakete ist, dass auch 32-Bit-*Software* auf 64-Bit-Systemen nicht mehr läuft. Für Linux-Anwendungen ist das ein eher kleines Problem, da das Meiste davon eh' nativ 64-bittig vorliegt; es gibt aber genug Anwender, die hie und da ein Windows-Programm per WINE starten, und Windows-Programme liegen eben sehr oft nur als 32-Bit-Version vor. Das ist ein IMHO nicht hinnehmbarer Kollateralschaden.

  5. Re: "benutzt halt 64-Bit-WINE", WTF?!

    Autor: nate 21.06.19 - 15:47

    > Richtig, ich find es gut, dass Canonical den Entwicklern die Pistole auf
    > die Brust setzt und sagt: "Eure Warterei und Untätigkeit kostet uns mit
    > jedem Release zusätzliche Ressourcen, jetzt seid ihr dran mit umstellen!"

    Wie stellst du dir das vor? Klar könnte man für jedes Windows-Programm, das man unter WINE zu nutzen pflegte, mal den Hersteller kontaktieren, ob er denn eine 64-Bit-Version bereitstellen mag, damit man die Software unter dem vom Hersteller ohnehin nicht unterstützten Betriebssystem weiternutzen kann -- aber man sollte sich auf Gelächter als Antwort einstellen ...

  6. Re: "benutzt halt 64-Bit-WINE", WTF?!

    Autor: nille02 21.06.19 - 15:53

    nate schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Richtig, ich find es gut, dass Canonical den Entwicklern die Pistole auf
    > > die Brust setzt und sagt: "Eure Warterei und Untätigkeit kostet uns mit
    > > jedem Release zusätzliche Ressourcen, jetzt seid ihr dran mit
    > umstellen!"
    >
    > Wie stellst du dir das vor?

    WINE könnte auch einfach ihre eigene 32bit Runtime Pflegen. Problem gelöst.

  7. Re: "benutzt halt 64-Bit-WINE", WTF?!

    Autor: wasAuchImmerDuMichAuch 21.06.19 - 16:59

    nille02 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nate schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > > Richtig, ich find es gut, dass Canonical den Entwicklern die Pistole
    > auf
    > > > die Brust setzt und sagt: "Eure Warterei und Untätigkeit kostet uns
    > mit
    > > > jedem Release zusätzliche Ressourcen, jetzt seid ihr dran mit
    > > umstellen!"
    > >
    > > Wie stellst du dir das vor?
    >
    > WINE könnte auch einfach ihre eigene 32bit Runtime Pflegen. Problem gelöst.

    Oder einfach ein WINUX machen ^-^

  8. Re: "benutzt halt 64-Bit-WINE", WTF?!

    Autor: Tet 21.06.19 - 19:11

    dangi12012 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und Ubuntu im Jahr 2020 muss 32 bit unterstützen wo die letzte CPU mitte
    > 2005 Produziert wurde?

    Ich habe keine Ahnung, welche CPU Sie meinen.

  9. Re: "benutzt halt 64-Bit-WINE", WTF?!

    Autor: rldml 21.06.19 - 20:49

    dangi12012 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nate schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > Und Ubuntu im Jahr 2020 muss 32 bit unterstützen wo die letzte CPU mitte
    > 2005 Produziert wurde?

    Japp. Sollen sie bitte.

    > Was ist dann mit 16 Bit? Warum soll Ubuntu nicht
    > gleich 16 Bit mitschleppen?

    Hat man (bzw. die Vorgänger von Ubuntu und damalige Windows-Versionen) sehr lange Zeit noch getan, dank Dosbox (für ca. 99% aller 16-Bit-Spiele) + echter Virtualisierung konnte man den 16-Bit-Support dann irgendwann tatsächlich einstellen. Das ging seitens Windows bis einschl. XP.

    > Die Lösung ist ganz einfach: Wer 32 Bit braucht bleibt bei Ubuntu 19.10.

    Oooooder Canonical verschreckt seine Desktop-Kundenbasis nicht, so unwichtig sie auch erscheinen mag, und supportet weiterhin x86-libs.

    Aber selbst wenn nicht, wäre 18.04 die sinnvollere Option, da längerer Supportzeitraum.

  10. Re: "benutzt halt 64-Bit-WINE", WTF?!

    Autor: Bradolan 21.06.19 - 20:59

    Ubuntu hat doch eh noch nie gescheit getrennt. Das war beim builden von biarch-wine unter Ubuntu immer eine Katastrophe.
    https://wiki.winehq.org/Building_Biarch_Wine_On_Ubuntu

  11. Re: "benutzt halt 64-Bit-WINE", WTF?!

    Autor: Deff-Zero 21.06.19 - 21:04

    nate schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Das Problem mit dem konsequenten Einstellen der 32-Bit-Pakete ist, dass
    > auch 32-Bit-*Software* auf 64-Bit-Systemen nicht mehr läuft.

    Und? Wer in 2019 noch von 32bit Software abhängig ist, ist entweder zu geizig Support für die aktuelle Version zu zahlen oder hat in den letzten 15 Jahren, seit es 64-bit Systeme gibt, massive Fehler bei der Beschaffung / Programmierung gemacht.

    Wie sagen die Linuxer so gerne: 1) RTFM. 2) Hätte man halt mit Profis zusammenarbeiten sollen. 3) Ohne Backup kein Mitleid. Wer ein 32bit Problem hat kann sich einreihen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.06.19 21:04 durch Deff-Zero.

  12. Re: "benutzt halt 64-Bit-WINE", WTF?!

    Autor: Deff-Zero 21.06.19 - 21:07

    nate schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Wie stellst du dir das vor? Klar könnte man für jedes Windows-Programm, das
    > man unter WINE zu nutzen pflegte, mal den Hersteller kontaktieren, ob er
    > denn eine 64-Bit-Version bereitstellen mag, damit man die Software unter
    > dem vom Hersteller ohnehin nicht unterstützten Betriebssystem weiternutzen
    > kann -- aber man sollte sich auf Gelächter als Antwort einstellen ...

    Klar wird der Dich auslachen. Er wird nämlich sagen, die 64bit-Version gibt es seit Äonen. Du musst nur das Update kaufen.

  13. Re: "benutzt halt 64-Bit-WINE", WTF?!

    Autor: nille02 22.06.19 - 10:44

    Tet schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > dangi12012 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Und Ubuntu im Jahr 2020 muss 32 bit unterstützen wo die letzte CPU mitte
    > > 2005 Produziert wurde?
    >
    > Ich habe keine Ahnung, welche CPU Sie meinen.

    Da gab es noch einige Atoms die keine 64bit Erweiterung haben. Es geht aber noch schlimmer. Sehr viele der ganzen 1GB bis 2GB Windows Tabletts kommen nur mit einem 32bit UEFI daher und daher funktioniert dort auch nur ein 32bit Windows.

  14. Re: "benutzt halt 64-Bit-WINE", WTF?!

    Autor: 1e3ste4 22.06.19 - 14:06

    dangi12012 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und Ubuntu im Jahr 2020 muss 32 bit unterstützen wo die letzte CPU mitte
    > 2005 Produziert wurde? Was ist dann mit 16 Bit? Warum soll Ubuntu nicht
    > gleich 16 Bit mitschleppen?

    Warum denn nicht? Es geht hier nicht um eine reine 32-bittige Distribution, sondern um 32-bit Userland. Das hat jede andere Distribution auch hingekriegt und mault nicht rum die Canonical.

    Linux war übrigens noch nie 16-bittig.

  15. Re: "benutzt halt 64-Bit-WINE", WTF?!

    Autor: Geistesgegenwart 22.06.19 - 23:04

    nille02 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tet schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > dangi12012 schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Und Ubuntu im Jahr 2020 muss 32 bit unterstützen wo die letzte CPU
    > mitte
    > > > 2005 Produziert wurde?
    > >
    > > Ich habe keine Ahnung, welche CPU Sie meinen.
    >
    > Da gab es noch einige Atoms die keine 64bit Erweiterung haben. Es geht aber
    > noch schlimmer. Sehr viele der ganzen 1GB bis 2GB Windows Tabletts kommen
    > nur mit einem 32bit UEFI daher und daher funktioniert dort auch nur ein

    Und diese Tablets werden mit Ubuntu 18.04 bis 2023 noch supported mit 32bit. Und wenn du dann noch rumheulst dass du im Jahr 2023 für diese Geräte das neuste OS mit 32bit support haben willst ist dir nicht zu helfen.

  16. Re: "benutzt halt 64-Bit-WINE", WTF?!

    Autor: nille02 23.06.19 - 10:17

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und diese Tablets werden mit Ubuntu 18.04 bis 2023 noch supported mit
    > 32bit.

    Ubuntu ist für diese Geräte vollkommen uninterssant da der Realtek Plattform Chip eher schlecht unterstützt wird. Und die BayTail Basierten funktionieren nicht richtig mit Power Saving Features.

    > Und wenn du dann noch rumheulst dass du im Jahr 2023 für diese
    > Geräte das neuste OS mit 32bit support haben willst ist dir nicht zu
    > helfen.

    Viele dieser Chips werden auch in ganz neuen Geräten auch Heute noch genutzt. 32bit Anwendungen wird die Windows Welt mindestens noch weitere 10 Jahre begleiten.

  17. Re: "benutzt halt 64-Bit-WINE", WTF?!

    Autor: janoP 24.06.19 - 01:51

    Deff-Zero schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nate schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Das Problem mit dem konsequenten Einstellen der 32-Bit-Pakete ist, dass
    > > auch 32-Bit-*Software* auf 64-Bit-Systemen nicht mehr läuft.
    >
    > Und? Wer in 2019 noch von 32bit Software abhängig ist, ist entweder zu
    > geizig Support für die aktuelle Version zu zahlen oder hat in den letzten
    > 15 Jahren, seit es 64-bit Systeme gibt, massive Fehler bei der Beschaffung
    > / Programmierung gemacht.

    Stimmt, ich kaufe jetzt nur noch Spiele, die mir mindestens 30 Jahre Support und Weiterentwicklung garantieren.

    Auch, wenn es manche Entwickler nicht wahrhaben wollen: Es gibt genug Friss-oder-stirb-Szenarien, in denen man als Anwender von einer Software abhängig ist, die eben nicht ewig supportet wird. Nicht-OSS ist davon per se betroffen, denn bei keinem Entwicklungsunternehmen kann man vorhersagen, ob es das in 10 Jahren noch gibt. Weil der Quellcode nicht offen ist, und man in speziellen Anwendungsfällen eh keine Lobby oder Alternativen hat, hat man keine Handhabe über die Distribution der Software. Alles was man in der Hand hält, sind die Binaries. Und für genau so was ist Wine gemacht.

    Im Übrigen: Wine ist dafür bekannt, besonders gut mit alten Softwareversionen zu laufen (meine Erfahrung kann das bestätigen). Die super freshe 64-Bit-Version nützt mir also nichts, wenn sie einen winhq-Index von "garbage" hat.

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