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O-Ton Artikel: "UEFI == Proprietär" - Was ein Bullshit.

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  1. O-Ton Artikel: "UEFI == Proprietär" - Was ein Bullshit.

    Autor: 1e3ste4 29.07.19 - 17:55

    Dass die Leute sich echt zu fein sind sich in ein Thema einzulesen ist ja inzwischen zu viel verlangt. Und die Foristen blöken dann empört über die Nicht-Fakten im Artikel.

    UEFI ist eine Schnittstellenspezifikation und es gibt auch nicht irgendwelche geheimen Erweiterungen. Jeder Hinz und Kunz kann sich ohne Registrierung die Specs durchlesen.

    Das einzige, was an UEFI proprietär ist, sind die eingesetzten Implementationen samt Standard-CA für Secure Boot. Mit TianoCore und Microsofts Fork "Project Mu" gibt es Open Source-Implementationen.

    Aber geht technisch ja nicht, weil "UEFI == Proprietär".

    Und jetzt will man mir verkaufen, dass Linux weniger komplex sein soll als UEFI. Blöder gehts doch echt nicht mehr.

  2. Re: O-Ton Artikel: "UEFI == Proprietär" - Was ein Bullshit.

    Autor: Schnarchnase 29.07.19 - 20:02

    1e3ste4 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und jetzt will man mir verkaufen, dass Linux weniger komplex sein soll als
    > UEFI. Blöder gehts doch echt nicht mehr.

    Coreboot ist auf jeden Fall zuverlässig und schnell. Ich bin sowas von froh, dass meine Hardware von PC-Engines das nutzt und hätte das sehr gerne auch auf sämtlichen anderen Geräten im Einsatz. Im Gegensagt zu UEFI erfolgte die Entwicklung seit jeher offen und daher habe ich in diese Software sehr viel mehr Vertrauen.

  3. Re: O-Ton Artikel: "UEFI == Proprietär" - Was ein Bullshit.

    Autor: PG 29.07.19 - 20:27

    1e3ste4 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > UEFI ist eine Schnittstellenspezifikation und es gibt auch nicht
    > irgendwelche geheimen Erweiterungen. Jeder Hinz und Kunz kann sich ohne
    > Registrierung die Specs durchlesen.
    Durchlesen, aber nicht implementieren. Oder sonst irgendetwas tun, was sinnvoll wäre: "A license to distribute, additionally reproduce, implement or otherwise use (other than to read only) the UEFI Specifications can be obtained by executing and returning the UEFI Adopter Membership Agreement (free membership)." -- https://uefi.org/specifications

    > Und jetzt will man mir verkaufen, dass Linux weniger komplex sein soll als
    > UEFI. Blöder gehts doch echt nicht mehr.
    Die Komplexität ist ungefähr vergleichbar, aber Linux hat deutlich mehr Entwickler, die sich um so langweilige Dinge wie Qualitätssicherung kümmern. Und anders als bei Tianocore sind die Treiber sind in der Regel Open Source.

  4. Re: O-Ton Artikel: "UEFI == Proprietär" - Was ein Bullshit.

    Autor: Seitan-Sushi-Fan 29.07.19 - 22:56

    Die Referenzimplementierung wurde von Intel unter BSD-Lizenz veröffentlicht.

  5. Re: O-Ton Artikel: "UEFI == Proprietär" - Was ein Bullshit.

    Autor: PG 29.07.19 - 23:07

    Seitan-Sushi-Fan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Referenzimplementierung wurde von Intel unter BSD-Lizenz
    > veröffentlicht.

    Richtig - und alles, was man braucht, um ein real existierendes System zu booten (das nicht bloß QEmu ist), fehlt. Oder um es sicher zu machen (Secure Boot ist drin, aber nichts, um die Authenticated Variables ordentlich zu managen).

    Die Referenzimplementierung enthält das Basispaket, dass Intel den Independent BIOS vendors überhelfen wollte (und war dabei erfolgreich), mehr nicht, eher weniger.

  6. Re: O-Ton Artikel: "UEFI == Proprietär" - Was ein Bullshit.

    Autor: 1e3ste4 29.07.19 - 23:12

    PG schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Durchlesen, aber nicht implementieren. Oder sonst irgendetwas tun, was
    > sinnvoll wäre: "A license to distribute, additionally reproduce, implement
    > or otherwise use (other than to read only) the UEFI Specifications can be
    > obtained by executing and returning the UEFI Adopter Membership Agreement
    > (free membership)." -- uefi.org

    Bevor du Linux benutzen darfst, musst du auch der GPLv2 zustimmen. Hast du eigentlich den Text dieser Lizenz gelesen?

    > > Und jetzt will man mir verkaufen, dass Linux weniger komplex sein soll
    > > als UEFI. Blöder gehts doch echt nicht mehr.
    > Die Komplexität ist ungefähr vergleichbar

    Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Blöder gehts doch echt nicht mehr.

  7. Re: O-Ton Artikel: "UEFI == Proprietär" - Was ein Bullshit.

    Autor: PG 29.07.19 - 23:26

    1e3ste4 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bevor du Linux benutzen darfst, musst du auch der GPLv2 zustimmen. Hast du
    > eigentlich den Text dieser Lizenz gelesen?
    Ich habe die Lizenz gelesen, zum Beispiel Punkt 0: "Activities other than copying, distribution and modification are not covered by this License; they are outside its scope. The act of running the Program is not restricted."

    Für die reine Nutzung von Linux kann mir die GPLv2 also vollkommen egal sein.

    > > Die Komplexität ist ungefähr vergleichbar
    > Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Blöder gehts doch echt nicht
    > mehr.
    Warum genau? Beide haben ein umfangreiches Treibermodell (UEFI hat mehrere, mit Treiberversionierung um zur Laufzeit entscheiden zu können, welcher von mehreren Treibern zum Einsatz kommen soll), beide haben einen dynamic linker, beide haben einen Netzwerkstack, beide haben Mechanismen zur Synchronisierung von nebenläufigem Code, beide arbeiten per page tables auf logischen Adressen.

    Gut, Linux hat Prozesse, dafür hat UEFI den SMM Handler und die Runtime Services jeweils als "eigene Welt" (und da gabs ziemlich lang ne Menge Ärger, weil die Teile nicht angemessen voneinander und von den Boot Services getrennt waren).

    Von der konzeptionellen Komplexität geben die sich also wirklich nicht viel.
    Linux hat deutlich mehr Treiber und mehr Leute, die es in problematischen Umgebungen einsetzen, was die Nutzung von Linux in der Firmware für manche interessant macht: wesentlich mehr Erfahrung damit, wesentlich mehr Entwickler dafür und wenn man eh Linux als OS verwendet, hat man nur eine Codebase, um die man sich kümmern muss, statt sich zusätzlich noch Sorgen darum machen zu müssen, an welchen Stellen die Firmware auseinander fällt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.07.19 23:27 durch PG.

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