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Welchen Vorteil hat ein offenen System

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  1. Welchen Vorteil hat ein offenen System

    Autor: t0bYmSm 30.03.13 - 13:23

    Bitte nicht als Troll abstempeln, aber das interessiert mich wirklich.

    Was genau ist technisch an geschlossenen Systemen eigentlich so schlimm? Und bitte die Diskussion abseits von MS/Apple etc. führen. Ich habe keine Lust auf Antworten wie "sieht man doch an M$". Mir geht es hier wirklich nur um die technischen Vorteile eines offenen Systems.

    Das mehraugen Prinzip? Warum sollte es sicherer sein, wenn jeder den Quellcode sehen kann? Mir persönlich ist das ein absolutes Rätsel, weil es sich jeder klassischen Logik entzieht. Wenn ich als "Hacker" mein Angriffsziel bis ins kleinste Detail studieren kann, dann sollte es eigentlich einfacher sein, eine Sicherheitslücke zu finden. Dass das in der Praxis anders aussieht, ist offensichtlich. Aber wie schon gesagt, ich stelle mich da der grundlegenden Frage.

    Offenen Systemen eine intrinsisch bessere Performance anzurechnen halte ich persönlich auch für übertrieben, da es immer irgendwo an den "Skills" der Programmierer liegt, wie schnell und flüssig ein System läuft.

    Wie gesagt, das sind Fragen, die ich mir ernsthaft als Informatik-Erstie stelle. Und mich deshalb auch auf ernstgemeine Antworten freue =).

  2. Re: Welchen Vorteil hat ein offenen System

    Autor: -.- 30.03.13 - 13:26

    Ein Vorteil wird bereits im Artikel angesprochen:

    Offene Systeme können auch noch mit Sicherheitsupdates bzw. alternativen Betriebssystemen, die noch Updates erhalten, versorgt werden, nachdem der Hersteller den Support eingestellt hat.

    Bei den meisten Herstellern ist leider schon nach wenigen Updates bzw. Monaten Schluss (wenn überhaupt). Sicherheitstechnisch sind solche Geräte dann oft nur noch Elektroschrott.

  3. Re: Welchen Vorteil hat ein offenen System

    Autor: nille02 30.03.13 - 13:36

    t0bYmSm schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was genau ist technisch an geschlossenen Systemen eigentlich so schlimm?

    Du bist voll und ganz von dem Anbieter abhängig. Wenn er beschließt die Software/Hardware nicht mehr länger zu Pflegen musst du auch umsteigen. Das ist je nach Gebiet sehr aufwändig und Teuer.

    > Das mehraugen Prinzip? Warum sollte es sicherer sein, wenn jeder den
    > Quellcode sehen kann? Mir persönlich ist das ein absolutes Rätsel, weil es
    > sich jeder klassischen Logik entzieht. Wenn ich als "Hacker" mein
    > Angriffsziel bis ins kleinste Detail studieren kann, dann sollte es
    > eigentlich einfacher sein, eine Sicherheitslücke zu finden. Dass das in der
    > Praxis anders aussieht, ist offensichtlich. Aber wie schon gesagt, ich
    > stelle mich da der grundlegenden Frage.

    Bei geschlossener Software schauen auch mehrere Entwickler auf den Quellcode und Sicherheitslücken findet man dennoch in beiden. Wenn der Quelltext Frei zur Verfügung steht, besteht nur eine größere Chance, dass das Problem schnell behoben werden kann, von Theoretisch jedem.

  4. Re: Welchen Vorteil hat ein offenen System

    Autor: t0bYmSm 30.03.13 - 13:38

    -.- schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein Vorteil wird bereits im Artikel angesprochen:
    >
    > Offene Systeme können auch noch mit Sicherheitsupdates bzw. alternativen
    > Betriebssystemen, die noch Updates erhalten, versorgt werden, nachdem der
    > Hersteller den Support eingestellt hat.
    >
    > Bei den meisten Herstellern ist leider schon nach wenigen Updates bzw.
    > Monaten Schluss (wenn überhaupt). Sicherheitstechnisch sind solche Geräte
    > dann oft nur noch Elektroschrott.


    Ach, my bad. Sorry die Biere von gestern Abend haben irgendwie noch auswirkungen auf meine Aufnahmefähigkeit gemacht. Irgendwie habe ich quelloffene Software und offene Systeme nicht ausreichend differenziert.
    Meine Frage bezog sich vielmehr auf Quelloffenheit als auf geschlossene Systeme. Sorry.

  5. Re: Welchen Vorteil hat ein offenen System

    Autor: k@rsten 30.03.13 - 13:41

    Warum ist es sicherer wenn der Quellcode offen ist? Aud dem gleichen Grund, wie bei Krypto-Algorithmen, die sichersten sind alle Open Source, aus dem einfachen Grund, da nur so garantiert ist, dass es mathematisch sicher ist und nicht durch Verschleierung der Methode, wie z.B. bei Skype, bei der dann jede Behörde, die möchte mithören kann. Ein offener Algorithmus garantiert daher, dass seine Methode sicher ist. Ein Algorithmus bei dem sich seine Macher nicht trauen ihn zu zeigen, bietet nur Vodoo an. Das eine ist wissenschaftlich das andere nicht.

    Warum ist die Performance bei Open Source Systemen meist besser? Es macht einfach einen Unterschied ob ca 8 000 Menschen verschiedenster Firmen und freie, unabhängige am Code arbeiten und Verbesserungen implementieren, als wenn nur 200 in einer einzigen Firma daran werkeln. Der Hyper-V Treiber von Microsoft war ein gutes Beispiel, unoptimiert und fehlerhaft, nach der Offenlegung und Commit an den Linux Kernel, wurde er dort schon nach kürzester Zeit optimiert und korrigiert. Der Treiber ist nun in einem sehr guten Zustand. So ist es auch nicht verwunderlich, dass man in der Regel mit einem Linux System bessere Performance und eine längere Akkuleistung hat, ist zumindest bei allen Laptops, die ich bisher hatte, so.

    Ein offenes System bietet die Möglichkeit es für jeden Nutzer anzupassen, so dass jeder Nutzer sein individuell bestes System nutzen kann. So ist Linux anpassbar für Nutzer mit besonderen Bedürfnissen, wie z.B. Blinde. Mit KDE, Gnome und Unity hat man die Möglichkeit den Desktop zu wählen, den man haben möchte und das sind nur die großen 3 Desktopsysteme, es gibt noch ein Dutzend mehr. Für jeden halt das passende. Ganz im Gegensatz zum Einheitsbrei und dem Desktop Disaster von Windows 8.

    Ein sehr nettes Video das einen Einblick in den Entwicklungsprozess von Linux gibt, findest du auf Youtube: http://youtu.be/yVpbFMhOAwE



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.03.13 13:47 durch k@rsten.

  6. Re: Welchen Vorteil hat ein offenen System

    Autor: RipClaw 30.03.13 - 13:51

    Quelloffene Systeme haben zwei Vorteile.

    Zum einen läuft die Entwicklung bei geschlossenen System in der Regel so ab "Hauptsache es funktioniert". Damit werden quasi Alpha Versionen auf die Nutzer losgelassen. Eine Qualitätssicherung beim Quellcode im Closed Source Bereich findet in der Regel nicht oder nur untergeordnet statt da sie Zeit und Geld kostet.
    Bei OpenSource ist zumindestens bei größeren Projekten ein gewisser Qualitätsstandard vorhanden was den Quellcode angeht da auch andere damit arbeiten können sollen. Das macht eine Pflege des Projektes einfacher und auch das finden von Sicherheitslücken wird bei besserem Quellcode erleichtert.

    Der zweite Vorteil ist das ein Projekt das aufgegeben wurde wieder aufleben kann wenn das entsprechende Interesse noch da ist.
    Ich habe schon beides erlebt. Zum einen Projekte die aufgegeben wurden aber nicht genug Interesse war das sie weitergeführt werden oder Projekte die von anderer Seite übernommen und weiterentwickelt wurden.
    Bei Closed Source Entwicklung hat man diese Möglichkeit nicht.

  7. Re: Welchen Vorteil hat ein offenen System

    Autor: t0bYmSm 30.03.13 - 13:55

    k@rsten schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum ist es sicherer wenn der Quellcode offen ist? Aud dem gleichen Grund,
    > wie bei Krypto-Algorithmen, die sichersten sind alle Open Source, aus dem
    > einfachen Grund, da nur so garantiert ist, dass es mathematisch sicher ist
    > und nicht durch Verschleierung der Methode, wie z.B. bei Skype, bei der
    > dann jede Behörde, die möchte mithören kann. Ein offener Algorithmus
    > garantiert daher, dass seine Methode sicher ist. Ein Algorithmus bei dem
    > sich seine Macher nicht trauen ihn zu zeigen, bietet nur Vodoo an. Das eine
    > ist wissenschaftlich das andere nicht.

    Die Frage ist hier wieder, ob das wirklich an der Quelloffenheit oder einfach nur an dem Unvermögen der Entwickler liegt. Wie gesagt, ich wollte das abseits von Beispielen diskutieren. Das mit der mathematischen Sicherheit macht allerdings Sinn. Wenn aber die Hersteller von nicht quelloffener software genau so viel Aufwand betreiben, was dann? Ist das dann ein noch wirklicher Vorteil?

    > Warum ist die Performance bei Open Source Systemen meist besser? Es macht
    > einfach einen Unterschied ob ca 300 000 Menschen verschiedenster Firmen und
    > freie, unabhängige am Code arbeiten und Verbesserungen implementieren, als
    > wenn nur 2000 in einer einzigen Firma daran werkeln. Der Hyper-V Treiber
    > von Microsoft war ein gutes Beispiel, unoptimiert und fehlerhaft, nach der
    > Offenlegung und Commit an den Linux Kernel, wurde er dort schon nach
    > kürzester Zeit optimiert und korrigiert. Der Treiber ist nun in einem sehr
    > guten Zustand. So ist es auch nicht verwunderlich, dass man in der Regel
    > mit einem Linux System bessere Performance und eine längere Akkuleistung
    > hat, ist zumindest bei allen Laptops, die ich bisher hatte, so.

    Und deshalb möchte ich das Abseits von Beispielen diskutieren. Mein Notebook (Lenovo Z500) hatte Win8 vorinstalliert, das habe ich kurz genutzt. Dann bin ich auf Ubuntu umgestiegen, weil ich eben auch Interesse an diesen Systemen habe. Moral der Geschichte war, dass bei einem System, wo "alles von Anfang an" funktioniert, erst mal WLAN Treiber und Codecs etc. installiert werden mussten. Außerdem war meine Akkuleistung unter Ubuntu direkt locker 20-30% schlechter.

    Kann an Ubuntu liegen, ich möchte da Linux nicht generell verteufeln. Oder vllt verträgt sich Ubuntu einfach mit meiner Hardware nicht und läuft sonst okay.

    Aber das ist der Grund, warum ich das abseits von praktischen Beispielen diskutieren wollte. Da kommt Person 1 und sagt "Bei mir verhalten sich die Systeme so, deshalb ist das immer so.", Person 2 sagt "Aber bei mir ist das anders und du bist ein Troll" - "Lügner!" - "n00b!"

    So lief jedenfalls jede Diskussion in dieser Richtung ab, die ich verfolgt habe. Und darauf habe ich keine Lust =).

    > Ein offenes System bietet die Möglichkeit es für jeden Nutzer anzupassen,
    > so dass jeder Nutzer sein individuell bestes System nutzen kann. So ist
    > Linux anpassbar für Nutzer mit besonderen Bedürfnissen, wie z.B. Blinde.
    > Mit KDE, Gnome und Unity hat man die Möglichkeit den Desktop zu wählen, den
    > man haben möchte und das sind nur die großen 3 Desktopsysteme, es gibt noch
    > ein Dutzend mehr. Für jeden halt das passende. Ganz im Gegensatz zum
    > Einheitsbrei und dem Desktop Disaster von Windows 8.

    Naja die Anpassbarkeit sehe ich persönlich auch bei Windows 8. Gut, kein neuer Desktop. Aber man kann schon sehr viel ändern als User. Und "einheitsbrei" ist auch so eine Sache. Ich nutze es nicht mehr, aber in Puncto Style finde ich Windows 8 + Metro wesentlich schöner als so ziemlich jeden Linux Desktop, den ich genutzt habe. Und gerade auf dem Telefon finde ich, dass MS da einen sehr guten Schritt gemacht hat. Auf meinem Nexus wird jede scheiss App anders bedient und es ist ein absolutes Kuddel-Muddel an Performance. Da sind so strenge Vorgaben wie von MS schon gut für den "Flow" eines Systems. Jedenfalls habe ich das gefühl, wenn ich ab und zu das 8X von meinem Dad nutze. Ich werde mir trotzdem keins kaufen, ganz einfach weil man damit nicht genug "rumspielen" kann. Aber ich finde dieses einheitliche Interface war ein guter Schritt. ;-)

    Ich finde es btw auch immer schwer von MacOSX / Windows / Linux zu sprechen. MMn müsste es eher OSX / WIN / UBUNTU / KUBUNTU / REDHAT und was weiß ich was es noch alles gibt heißen. Allerdings bleiben die Linuxssysteme dadurch nicht weniger anpassbar. Wollte ich nur mal los werden.

    > Ein sehr nettes Video das einen Einblick in den Entwicklungsprozess von
    > Linux gibt, findest du auf Youtube: youtu.be

    Dank dir, schau ich mir gleich mal an.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.03.13 14:00 durch t0bYmSm.

  8. Re: Welchen Vorteil hat ein offenen System

    Autor: t0bYmSm 30.03.13 - 14:05

    RipClaw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Quelloffene Systeme haben zwei Vorteile.
    >
    > Zum einen läuft die Entwicklung bei geschlossenen System in der Regel so ab
    > "Hauptsache es funktioniert". Damit werden quasi Alpha Versionen auf die
    > Nutzer losgelassen. Eine Qualitätssicherung beim Quellcode im Closed Source
    > Bereich findet in der Regel nicht oder nur untergeordnet statt da sie Zeit
    > und Geld kostet.
    > Bei OpenSource ist zumindestens bei größeren Projekten ein gewisser
    > Qualitätsstandard vorhanden was den Quellcode angeht da auch andere damit
    > arbeiten können sollen. Das macht eine Pflege des Projektes einfacher und
    > auch das finden von Sicherheitslücken wird bei besserem Quellcode
    > erleichtert.
    >
    > Der zweite Vorteil ist das ein Projekt das aufgegeben wurde wieder aufleben
    > kann wenn das entsprechende Interesse noch da ist.
    > Ich habe schon beides erlebt. Zum einen Projekte die aufgegeben wurden aber
    > nicht genug Interesse war das sie weitergeführt werden oder Projekte die
    > von anderer Seite übernommen und weiterentwickelt wurden.
    > Bei Closed Source Entwicklung hat man diese Möglichkeit nicht.

    Danke für die Antwortd. Sehe ich in der Praxis genau so. Aber es ging mir wirklich ums reine Prinzip von Closed und Open Source. Was, wenn ein Closed Source Hersteller 500.000 Mitarbeiter beschäftigt, die genau so arbeiten dürfen wie Open Source Programmierer? Oder wenn er einen ähnlich hohen Aufwand bei der Qualitätssicherung betreibt und garantiert für immer und ewig updates liefert.

    Und bitte nicht mit "sowas macht ehh keiner" kommen. Wie gesagt, mich interessiert wirklich der intrinsische (="in sich, ohne äußere einflüsse") technische Vorteil von offenen Systemen. Und nicht "sie sind besser weil mehr arbeit rein gesteckt wird" =).

  9. Re: Welchen Vorteil hat ein offenen System

    Autor: k@rsten 30.03.13 - 14:06

    t0bYmSm schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > k@rsten schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Warum ist es sicherer wenn der Quellcode offen ist? Aud dem gleichen
    > Grund,
    > > wie bei Krypto-Algorithmen, die sichersten sind alle Open Source, aus
    > dem
    > > einfachen Grund, da nur so garantiert ist, dass es mathematisch sicher
    > ist
    > > und nicht durch Verschleierung der Methode, wie z.B. bei Skype, bei der
    > > dann jede Behörde, die möchte mithören kann. Ein offener Algorithmus
    > > garantiert daher, dass seine Methode sicher ist. Ein Algorithmus bei dem
    > > sich seine Macher nicht trauen ihn zu zeigen, bietet nur Vodoo an. Das
    > eine
    > > ist wissenschaftlich das andere nicht.
    >
    > Die Frage ist hier wieder, ob das wirklich an der Quelloffenheit oder
    > einfach nur an dem Unvermögen der Entwickler liegt. Wie gesagt, ich wollte
    > das abseits von Beispielen diskutieren. Das mit der mathematischen
    > Sicherheit macht allerdings Sinn. Wenn aber die Hersteller von nicht
    > quelloffener software genau so viel Aufwand betreiben, was dann? Ist das
    > dann ein noch wirklicher Vorteil?

    Es gibt defakto keinen Verschlüsselungsalgorithmus der geheim ist und als sicher gilt. Im Busnissbereich wirst du nur offene Verschlüsselungsalgorithmus finden, da nur diese ihre Funktion garantieren.


    > > Warum ist die Performance bei Open Source Systemen meist besser? Es
    > macht
    > > einfach einen Unterschied ob ca 300 000 Menschen verschiedenster Firmen
    > und
    > > freie, unabhängige am Code arbeiten und Verbesserungen implementieren,
    > als
    > > wenn nur 2000 in einer einzigen Firma daran werkeln. Der Hyper-V Treiber
    > > von Microsoft war ein gutes Beispiel, unoptimiert und fehlerhaft, nach
    > der
    > > Offenlegung und Commit an den Linux Kernel, wurde er dort schon nach
    > > kürzester Zeit optimiert und korrigiert. Der Treiber ist nun in einem
    > sehr
    > > guten Zustand. So ist es auch nicht verwunderlich, dass man in der Regel
    > > mit einem Linux System bessere Performance und eine längere Akkuleistung
    > > hat, ist zumindest bei allen Laptops, die ich bisher hatte, so.
    >
    > Und deshalb möchte ich das Abseits von Beispielen diskutieren. Mein
    > Notebook (Lenovo Z500) hatte Win8 vorinstalliert, das habe ich kurz
    > genutzt. Dann bin ich auf Ubuntu umgestiegen, weil ich eben auch Interesse
    > an diesen Systemen habe. Moral der Geschichte war, dass bei einem System,
    > wo "alles von Anfang an" funktioniert, erst mal WLAN Treiber und Codecs
    > etc. installiert werden mussten. Außerdem war meine Akkuleistung unter
    > Ubuntu direkt locker 20-30% schlechter.
    >
    > Kann an Ubuntu liegen, ich möchte da Linux nicht generell verteufeln. Oder
    > vllt verträgt sich Ubuntu einfach mit meiner Hardware nicht und läuft sonst
    > okay.
    >
    > Aber das ist der Grund, warum ich das abseits von praktischen Beispielen
    > diskutieren wollte. Da kommt Person 1 und sagt "Bei mir verhalten sich die
    > Systeme so, deshalb ist das immer so.", Person 2 sagt "Aber bei mir ist das
    > anders und du bist ein Troll" - "Lügner!" - "n00b!"
    >
    > So lief jedenfalls jede Diskussion in dieser Richtung ab, die ich verfolgt
    > habe. Und darauf habe ich keine Lust =).

    Ja das mit WLAN Treiber nachinstallieren kenne ich, musste ich auf meinem aktuellen Windows 8 Latop machen. Dabei ist die Hardware eigentlich Windows 8 zertifiziert und das Gerät wird auch mit diesem vorinstalliert ausgeliefert. Wenn man es dennoch drauf installiert, muss man den WLAN Treiber manuell nachinstallieren. Sowas ist nervig, da gebe ich dir recht. Ist aber eben eine persönliche Erfahrung.

    Eine allgemeine Sache bleibt die Qualität des Codes und der ist in OpenSource Systemen besser, da es hier wichtiger als bei geschlossenen Systemen ist, dass ihn andere verstehen können. Wie die Qualität eines Treibers bei einer großen Firma, wie Microsoft aussieht und wie die Qualität nach den Korrekturen mehrerer Firmen im Linux Kernel aussieht, sieht man am genannten Hyper-V Treiber.

    > > Ein offenes System bietet die Möglichkeit es für jeden Nutzer
    > anzupassen,
    > > so dass jeder Nutzer sein individuell bestes System nutzen kann. So ist
    > > Linux anpassbar für Nutzer mit besonderen Bedürfnissen, wie z.B. Blinde.
    > > Mit KDE, Gnome und Unity hat man die Möglichkeit den Desktop zu wählen,
    > den
    > > man haben möchte und das sind nur die großen 3 Desktopsysteme, es gibt
    > noch
    > > ein Dutzend mehr. Für jeden halt das passende. Ganz im Gegensatz zum
    > > Einheitsbrei und dem Desktop Disaster von Windows 8.
    >
    > Naja die Anpassbarkeit sehe ich persönlich auch bei Windows 8. Und
    > "einheitsbrei" ist auch so eine Sache. Ich nutze es nicht mehr, aber in
    > Puncto Style finde ich Windows 8 + Metro wesentlich schöner als so ziemlich
    > jeden Linux Desktop, den ich genutzt habe.
    >
    > Ich finde es btw auch immer schwer von MacOSX / Windows / Linux zu
    > sprechen. MMn müsste es eher OSX / WIN / UBUNTU / KUBUNTU / REDHAT und was
    > weiß ich was es noch alles gibt heißen. Allerdings bleiben die
    > Linuxssysteme dadurch nicht weniger anpassbar. Wollte ich nur mal los
    > werden.

    Wie man an den Usability Problemen von Windows 8 sieht, ist es eben nicht so leicht anpassbar wie ein Linux System, dass eben offen ist. Wenn man einfach einen anderen Desktop bei Windows installieren könnte, gebe es sicherlich nicht soviel Kritik von UI Experten und die Nutzer würden das System auch akzeptieren. So muss man aber mit dem ehemals Metro genannten Quatsch leben, wenn man Windows 8 nutzen möchte.

    > > Ein sehr nettes Video das einen Einblick in den Entwicklungsprozess von
    > > Linux gibt, findest du auf Youtube: youtu.be
    >
    > Dank dir, schau ich mir gleich mal an.

  10. Re: Welchen Vorteil hat ein offenen System

    Autor: Sharra 30.03.13 - 14:08

    Offene Systeme sind grundlegend vorzuziehen und zu unterstützen und zwar aus dem einfachen Grund, dass wir sonst jegliche Kontrolle über die uns eigene Hardware abgeben. Wenn MS Apple oder evtl auch Ubuntu beschließen, dass X nur so funktioniert und nicht anders, obwohl jeder User schon bei der Ankündigung den Schwachsinn darin erkennen kann, und es eigentlich niemand auf dieser Welt haben will, könnten wir dennoch nichts dagegen tun. Denn das System ist geschlossen. Keine Möglichkeit einer Änderung. Darauf würde es zwangsläufig hinauslaufen.

    In einer Vorstufe sind wir heute schon. Wieviele Geräte kommen mit verdongeltem Bootloader daher, der absolut null Sicherheit bringt, aber verhindert, dass der Endkunde am System irgendwas ändert?
    Ja es gibt für fast alle Geräte Cracks, aber die brechen in Sicherheitslücken ein, und hebeln die Sperren aus. Vom Hersteller ist das absolut nicht gewollt!

  11. Re: Welchen Vorteil hat ein offenen System

    Autor: __destruct() 30.03.13 - 14:25

    Die Bösen werden immer eine Lücke finden. Von CSS steht ihnen im besten Fall nur das compilierte Programm zur Verfügung. Aber selbst daraus lassen sich Informationen über die inneren Abläufe gewinnen. Man kann beobachten, wie sich die verschiedenen Prozesse zueinander verhalten, Speicherfelder auslesen, die geöffneten Dateien beobachten, bestimmte Datentypen und deren Werte im compilierten Programmcode und im Arbeitsspeicher auslesen, das Programm decompilieren und analysieren, uvm. So kommt man an eine ganze Menge Informationen und kann Lücken aufdecken.

    Es ist deutlich mehr Arbeit, das so zu machen, als hätte man den Programmcode zur Verfügung. Leute, die sich in ihrer Freizeit mit der Funktionsweise und Sicherheit von Programmen befassen, werden das nicht unbedingt alles machen. Kriminelle, die durch das Ausnutzen von Sicherheitslücken viel Geld machen, dagegen schon.

    Kann eine Lücke durch Gute und durch Böse gefunden werden, man als jemand, der darauf angewiesen ist, dass es keine offenen Lücken gibt, deutlich besser dran, als wenn dies nur durch Böse geschieht. Ist klar, oder?

    Besonders schlimm ist es dann, wenn man selbst großen Schaden durch die Lücke erleidet und gerne etwas dagegen tun würde, das den Autor des Programms aber überhaupt nicht interessiert und er sich deswegen entweder viel Zeit lässt oder gar nichts macht. Man selbst ist dann machtlos und am nicht funktionierender Software können ganz schnell sich große Firmen den Bach runter gehen. Es gab es schon sehr oft, dass Software und auch Hardware ab einen bestimmten Datum nicht mehr funktioniert hat. Es ist ziemlich blöd, wenn sich eine Maschine, die auf das aktuelle Datum angewiesen ist, in einer Bootloop aufhängt und diese Maschine funktionierten muss, damit die Firma ihre Aufträge erfüllen kann. (Da du mir das wahrscheinlich nicht glaubst, hier doch ein Beispiel: Ein MP3-Player von MS lies sich nicht wieder starten, sobald seit dem letzten Start 00:00:00 Uhr des 29. Februars eines Schaltjahrs passiert wurde, was ziemlich blöd war, denn bei MP3-Playern ist das Datum zwar ziemlich unwichtig, aber wie willst du es ändern, wenn er in einer Bootloop festhängt?)

  12. Re: Welchen Vorteil hat ein offenen System

    Autor: __destruct() 30.03.13 - 14:29

    Man kann die Software seinen eigenen Bedürfnissen anpassen, ohne, das der Hersteller den Auftrag annehmen muss oder überhaupt noch existierten muss. Firmen gehen halt manchmal pleite und man will nicht unbedingt mit seiner eigenen Firma pleite gehen, nur, weil ein Softwarehersteller pleite gegangen ist und deswegen keine Unterstützung mehr anbieten kann.

  13. Re: Welchen Vorteil hat ein offenen System

    Autor: violator 30.03.13 - 14:33

    -.- schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Offene Systeme können auch noch mit Sicherheitsupdates bzw. alternativen
    > Betriebssystemen, die noch Updates erhalten, versorgt werden, nachdem der
    > Hersteller den Support eingestellt hat.

    Ja "können". Aber werden sie das auch in der Praxis? Jeder der sich das nicht selber programmieren kann ist weiterhin auf die Gunst und Laune der "Community" angewiesen. Und wenn dann keiner Lust hat mein offenes System zu unterstützen, dann bringt mich das auch nicht weiter. Gerade bei OS-Programmen sieht man ja oft, dass es wirkliche Unterstützung nur bei großen, erfolgreichen Produkten gibt, alles andere verwaist. Und da immer mehr OS-Programme rauskommen wird sich die Situation eher verschlechtern.

  14. Re: Welchen Vorteil hat ein offenen System

    Autor: Buggie 30.03.13 - 14:35

    Ich stimme sharra zu.
    Auch der Vergleich mit 200 verschlafenen M$ Entwicklern und 8000 geeks in ihren Kellern gefällt mir gut :D
    Ich selbst hab diesen Vergleich zwischen meinem alten Iphone und meinem neuen s3.
    Das iphone war super und alles, und trotzdem würd ich mein S3 für kein iphone 5 tauschen wollen^^ ( achtung eigene Meinung).
    Mittlerweile benutze ich nur noch reines Costum Modding und nehm mir auch Zeit dafür. Und ich muss sagen mein S3 läuft mit H+ Internet dauernd an und ca 2h pro tag musik und 1 stunde surfen pro tag und so 20 min zocke am tag mind. 2.5 tage mit halbem jahr alten original akku. Der akku wird mit 800 mA geladen, für meine Sd karte hab ich nen cache angelegt und lese und schreibegeschw. Noch n bissle erhöht. Ich kann an meinem system alles ändern. Ich bin komplett fasziniert. Bootanimation kernels roms der hammer. Sogar die größe einzelner Apps sind angepasst. Ich könnte noch ewig schwärmen. :D

  15. Re: Welchen Vorteil hat ein offenen System

    Autor: violator 30.03.13 - 14:35

    nille02 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du bist voll und ganz von dem Anbieter abhängig. Wenn er beschließt die
    > Software/Hardware nicht mehr länger zu Pflegen musst du auch umsteigen.

    Das bin ich bei OS-Programmen aber auch, wenn es niemanden gibt, der Lust hat den Code von anderen Leuten zu lesen und weiterzuentwickeln...

  16. Re: Welchen Vorteil hat ein offenen System

    Autor: nille02 30.03.13 - 14:36

    violator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nille02 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Du bist voll und ganz von dem Anbieter abhängig. Wenn er beschließt die
    > > Software/Hardware nicht mehr länger zu Pflegen musst du auch umsteigen.
    >
    > Das bin ich bei OS-Programmen aber auch, wenn es niemanden gibt, der Lust
    > hat den Code von anderen Leuten zu lesen und weiterzuentwickeln...

    Du kannst aber den Auftrag einer anderen Firma übergeben oder es selber in die Hand nehmen und dafür Personal einstellen.

  17. Re: Welchen Vorteil hat ein offenen System

    Autor: __destruct() 30.03.13 - 14:37

    Wer ein großes Interesse daran hat, wird es tun.

  18. Re: Welchen Vorteil hat ein offenen System

    Autor: Wander 30.03.13 - 14:41

    k@rsten schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eine allgemeine Sache bleibt die Qualität des Codes und der ist in
    > OpenSource Systemen besser, da es hier wichtiger als bei geschlossenen
    > Systemen ist, dass ihn andere verstehen können. Wie die Qualität eines
    > Treibers bei einer großen Firma, wie Microsoft aussieht und wie die
    > Qualität nach den Korrekturen mehrerer Firmen im Linux Kernel aussieht,
    > sieht man am genannten Hyper-V Treiber.

    Derart pauschale Aussagen sind praktischerweise nicht nur leicht falsifizierbar sondern in der Regel einfach nur unprofessionell und schlichtweg falsch. Insbesondere lassen sie sich nicht durch ein einziges Fallbeispiel belegen oder ist quelloffene Software auch generell von schlechter Qualität wenn ich einziges Beispiel dafür finde?

    Wieso sollte es nicht auch in dem Interesse eines Unternehmens sein, qualitativ hochwertigen und dementsprechend leichter les- und wartbaren Code von seinen Mitarbeitern zu verlangen?

    > Wie man an den Usability Problemen von Windows 8 sieht, ist es eben nicht
    > so leicht anpassbar wie ein Linux System, dass eben offen ist. Wenn man
    > einfach einen anderen Desktop bei Windows installieren könnte, gebe es
    > sicherlich nicht soviel Kritik von UI Experten und die Nutzer würden das
    > System auch akzeptieren. So muss man aber mit dem ehemals Metro genannten
    > Quatsch leben, wenn man Windows 8 nutzen möchte.

    Muss man nicht. Auf meiner Workstation komme ich in keiner Sekunde mit Metro in Berührung. Und selbstverständlich lassen sich andere Desktop-Shells verwenden. Siehe z.B.:

    http://www.emergedesktop.org/
    http://www.bb4win.org/news.php

  19. Re: Welchen Vorteil hat ein offenen System

    Autor: *ubuntuuser 30.03.13 - 15:03

    Opensource-Software ist nicht per se sicherer.

    Das kommt immer auf das Entwicklerteam drauf an, wieviel Wert auf Sicherheit gelegt wird, wieviele Ressourcen vorhanden sind etc.

  20. Re: Welchen Vorteil hat ein offenen System

    Autor: cry88 30.03.13 - 15:25

    RipClaw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Quelloffene Systeme haben zwei Vorteile.
    >
    > Zum einen läuft die Entwicklung bei geschlossenen System in der Regel so ab
    > "Hauptsache es funktioniert". Damit werden quasi Alpha Versionen auf die
    > Nutzer losgelassen. Eine Qualitätssicherung beim Quellcode im Closed Source
    > Bereich findet in der Regel nicht oder nur untergeordnet statt da sie Zeit
    > und Geld kostet.
    > Bei OpenSource ist zumindestens bei größeren Projekten ein gewisser
    > Qualitätsstandard vorhanden was den Quellcode angeht da auch andere damit
    > arbeiten können sollen. Das macht eine Pflege des Projektes einfacher und
    > auch das finden von Sicherheitslücken wird bei besserem Quellcode
    > erleichtert.

    Sorry, aber das ist Müll. Hast du sch... Entwickler, hast du sch... Code. Ganz simpel. Das hat nichts mit Open- oder Closed-Source zu tun. Bei großen Projekten arbeiten immer große Teams zusammen und wenn da die einzelnen nicht sauber entwickeln, dann bekommen die anderen Probleme und es entstehen Kosten. Das weiß jedes gute Unternehmen oder was glaubst du, warum jedes größere Unternehmen, so etwas wie ein Qualitätsmanagement besitzt?

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