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Kritik an einigen Punkten

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  1. Kritik an einigen Punkten

    Autor: Eheran 26.08.20 - 00:07

    Warum ich solche "wir basteln alles selber" Projekte nicht pauschal mag...

    >[die Akkus] nutzen Lithium-Eisen-Phosphat
    >Die Technik habe den Vorteil, dass die Akkus deutlich sicherer seien und sich weniger schnell entzündeten oder explodierten, erklärt Hartmann.
    Hat jemand schon mal von einem Laptop gehört, dessen auf 18650 basierender* Akku sich entzündet hat oder gar explodierte? Nein? Dann kann es kein relevanter Vorteil sein.
    *Pouches sind empfindlicher, trotzdem habe ich davon noch nie gehört.

    >Zudem seien sie mit 2.000 Ladezyklen deutlich langlebiger.
    Heutige Zellen überleben die restliche Hardware. Auch wenn man auf dem Papier 2x mehr Zyklen hätte. Im Zweifel hätte man mit den üblichen Zellen (LCO statt LFP) auch schlicht Kompatibilität mit allem weit und breit und kann für wenig Geld hochwertige, neue Zellen kaufen. Auch weiterentwickelte², wenn man weiterdenkt.

    LFP statt LCO zu wählen ist so ein Beispiel, warum ich solche "wir basteln alles selber" Projekte nicht mag. Denn da entscheidet sich viele Sachen durch den Wissensstand, dem Wollen und/oder dem Geschmack einzelner, was am Ende rauskommt³. LFP ist hier ein unnötiger, großer Nachteil. Kein Vorteil. Die üblichen 18650-Zellen gibt es wie Sand am Meer, die guten mit doppelter Kapazität. LPF gibt es nicht nur kaum in 18650, es ist auch eine "aussterbende" Technologie², welche schlicht nicht relevant weiterentwickelt wird. Vor 7 Jahren hatte ich mir mal 8 Stück LFP in 18650 gekauft (A123 APR18650M1 mit 1100mAh). Nicht nur, dass die Zellen trotz wenig Nutzung inzwischen tot sind, heute gibt es auch kaum mehr Kapazität bei den neuen Zellen.

    Sowas gehört da auch dazu:
    >Auf USB-C sei bewusst verzichtet worden, weil die Nutzerschaft Funktionen wie Alt-Modes oder Power Delivery erwarte, die man nicht ohne weiteres erfüllen könne, erklärt Hartmann.

    USB-PD ist ein Chip. Der neue TS80p Lötkolben hat es. Das ist so ziemlich der kleinste Lötkolben, da ist der Chip und alles andere im Format eines Feuerzeugs untergebracht. Mit 30W Leistung. Auch hier zeigt sich also Wissensstand, Wollen oder Geschmack einzelner in "kritischen" Entscheidungen.

    PS: Ist das überhaupt rechtens in der EU, ohne die Schirmung unten...?
    >Die Gesetzgeber schreiben in der EU den Inverkehrbringern von Elektrogeräten vor, in Deutschland durch das Gesetz über die elektromagnetische Verträglichkeit von Betriebsmitteln, entsprechende Schutzanforderungen einzuhalten, die durch Grenzwerte zur Störfestigkeit oder zur Störaussendung in einschlägigen Normen niedergelegt sind.

    Die Normen verbieten es quasi Elektronik ohne Gehäuse zu betreiben, da es ohne Gehäuse oft unmöglich ist, die Normen zu erfüllen.
    ... auch wieder so ein Punkt wo es an Wissensstand, Wollen oder Geschmack mangelt?

  2. Re: Kritik an einigen Punkten

    Autor: sevenacids 26.08.20 - 07:52

    Dass Zellen die Hardware überleben glaube ich nicht. Ich habe hier beispielsweise noch ein ThinkPad T420 dessen Originalakku über 600 Zyklen hat. Restlaufzeit vielleicht noch eine halbe Stunde, wenn man Glück hat - also deutlich am Ende. Die Hardware dagegen funktioniert noch tadellos. Das dürfte bei den heutigen Geräten nicht anders aussehen.

  3. Re: Kritik an einigen Punkten

    Autor: marcelpape 26.08.20 - 11:51

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum ich solche "wir basteln alles selber" Projekte nicht pauschal mag...
    >
    > > nutzen Lithium-Eisen-Phosphat
    > >Die Technik habe den Vorteil, dass die Akkus deutlich sicherer seien und
    > sich weniger schnell entzündeten oder explodierten, erklärt Hartmann.
    > Hat jemand schon mal von einem Laptop gehört, dessen auf 18650 basierender*
    > Akku sich entzündet hat oder gar explodierte? Nein? Dann kann es kein
    > relevanter Vorteil sein.
    > *Pouches sind empfindlicher, trotzdem habe ich davon noch nie gehört.
    >
    > >Zudem seien sie mit 2.000 Ladezyklen deutlich langlebiger.
    > Heutige Zellen überleben die restliche Hardware. Auch wenn man auf dem
    > Papier 2x mehr Zyklen hätte. Im Zweifel hätte man mit den üblichen Zellen
    > (LCO statt LFP) auch schlicht Kompatibilität mit allem weit und breit und
    > kann für wenig Geld hochwertige, neue Zellen kaufen. Auch
    > weiterentwickelte², wenn man weiterdenkt.
    >
    > LFP statt LCO zu wählen ist so ein Beispiel, warum ich solche "wir basteln
    > alles selber" Projekte nicht mag. Denn da entscheidet sich viele Sachen
    > durch den Wissensstand, dem Wollen und/oder dem Geschmack einzelner, was am
    > Ende rauskommt³. LFP ist hier ein unnötiger, großer Nachteil. Kein Vorteil.
    > Die üblichen 18650-Zellen gibt es wie Sand am Meer, die guten mit doppelter
    > Kapazität. LPF gibt es nicht nur kaum in 18650, es ist auch eine
    > "aussterbende" Technologie², welche schlicht nicht relevant
    > weiterentwickelt wird. Vor 7 Jahren hatte ich mir mal 8 Stück LFP in 18650
    > gekauft (A123 APR18650M1 mit 1100mAh). Nicht nur, dass die Zellen trotz
    > wenig Nutzung inzwischen tot sind, heute gibt es auch kaum mehr Kapazität
    > bei den neuen Zellen.

    Ähm, Mitte der 2000er hat Sony gepfuscht und die sind neben Fujitsu, LG Chem, Panasonic/Sanyo und Samsung SDI einer der großen Zellhersteller: https://www.cnet.com/news/dell-exploding-batteries-are-sonys-fault/
    Betraf nicht nur Dell sondern auch noch Apple, Lenovo und Toshiba, wahrscheinlich auch die eigenen VAIO: https://www.cbsnews.com/news/sony-sorry-for-laptop-battery-recall/

    Und vor ziemlich genau einem Jahr die MacBook Pro 15" Retina (die letzten ohne Touchbar), sind allerdings Pouches: https://www.heise.de/mac-and-i/meldung/Weitere-Fluggesellschaft-verbannt-MacBook-Pro-4508989.html
    Rückruf ist nach wie vor aktiv: https://support.apple.com/de-de/15-inch-macbook-pro-battery-recall

    Das Note 7 muss ich wohl nicht weiter breittreten...

    Und ich glaube, du hast den Aufbau von LiFePO4 (verwende bitte die richtige Bezeichung und nicht dieses diffuse) nicht verstanden, die Rundzellen sind innen mW massiv, während in den normalen Lithium-Ionen-Rundzellen auch mehr oder weniger aufgewickelte Pouches sind, die höheren Kapazitäten kommen dann durch engere Wicklungen zustande.

    Außerdem sind die LiFePO4 nicht nur unempfindlicher, sondern auch höher belastbar, die können in kurzer Zeit konstant sehr hohe Ströme abgeben und wirklich schnell geladen werden, gerade durch die hohen Ströme fürs Vapen interessant, da kann ich dir ein dutzend Fälle raussuchen, wo die Akkus abgeraucht sind.
    Waren zugegebenermaßen meist entweder minderwertige Billigakkus oder sie wurden außerhalb ihrer Spezifikation betrieben/überlastet, aber kann eben auch bei Qualitätszellen passieren, dass es Peng macht oder die in wenigen Sekunden ausgasen.

  4. Re: Kritik an einigen Punkten

    Autor: Eheran 26.08.20 - 13:51

    >Dass Zellen die Hardware überleben glaube ich nicht.
    Und als Beispiel nennst du einen Laptop, der nach 8 Jahren noch nicht mal annähernd bei 1000 Zyklen ist? Wo der Akku nach wie vor läuft? Wo man einen Ersatzakku für... 30¤? nachgeworfen bekommt?

    Meine 8 18650 LFP Zellen sind Schrott. Mit ~100 Zyklen. Also quasi rein kalendarisch nach 7 Jahren.

  5. Re: Kritik an einigen Punkten

    Autor: Eheran 26.08.20 - 15:12

    >Ähm, Mitte der 2000er hat Sony gepfuscht
    Vor 15 Jahren also? Dann ist das natürlich ein relevantes Problem, weswegen man die nicht nutzen kann.
    Einer der winzigen Hersteller von LFP-Zellen pfuscht hingegen natürlich nie, richtig?

    >Das Note 7 muss ich wohl nicht weiter breittreten
    Ja, auch hier Pouches und nunmal mit Konstruktionsfehler, der bei einer 18650 so nicht passieren kann, da die Stahlhülle die Kräfte aufgenommen hätte.

    >LiFePO4 (verwende bitte die richtige Bezeichung und nicht dieses diffuse)
    LFP ist der Standard in der Industrie. Wenn du da keinen Bezug zu hast, sondern nur zu Forenbeiträgen, dann ist das nicht mein Problem. Wiki sagt:
    >The lithium iron phosphate battery (LiFePO4 battery) or LFP battery
    Aber natürlich kann nur das, was du kennst, das richtige sein, daher sofort so reagieren ohne zu prüfen?

    >Und ich glaube, du hast den Aufbau von LiFePO4 [...] nicht verstanden
    Wie gut, dass du weißt, was ich davon weiß. So einfach aus dem Bauch heraus, obwohl es um diese spezifische Thematik in meinem Beitrag nie ging.

    >die Rundzellen sind innen mW massiv, während in den normalen Lithium-Ionen-Rundzellen auch mehr oder weniger aufgewickelte Pouches sind
    Was soll massiv sein? Meinst du, dass LFP nicht aufgewickelt wären? Wie kommst du darauf? Und wie sollte das funktionieren? Die sind genauso gewickelt.

    >Außerdem sind die LiFePO4 nicht nur unempfindlicher
    Du meinst jetzt mechanisch?

    >sondern auch höher belastbar, die können in kurzer Zeit konstant sehr hohe Ströme abgeben
    Moderne LCO-Zellen sind ebenso belastbar. Daher findet man auch nur solche überall dort, wo Leistung benötigt wird und Haltbarkeit und Sicherheit auch wichtig sind. Im Modellbau also nicht, dort findet man nur Pouches die keine 100 Zyklen halten und leicht abbrennen, dafür aber halt 50 C raushauen. LFP findet man als Blei-Akku-Ersatz und in stationären Speichern, aber Tendenz richtung "eher nicht mehr", weil LCO so günstig werden und die Vorteile von LFP nicht mehr da sind.

    >wirklich schnell geladen werden
    Wenn man will, das die Dinger halten, dann geht das nicht. 1 C ist angesagt. Aber auch hier sind die üblichen LCO-Zellen gleichauf und auch die halten nicht so lange, wenn man sie mit mehreren C lädt.

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