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Werbung die Blender ans Bein pinkelt!

Wochenende!!! Zeit für Quatsch!
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  1. Werbung die Blender ans Bein pinkelt!

    Autor: profitistalles 03.10.10 - 00:04

    Klassische Werbung für Blender soll das sein, die dem Projekt aber ans Bein pinkelt! Da wird ein Film und eine Software (Spiel) erstellt (offenbar von Sympathisanten für proprietäre Firmen, die den Film und das Spiel gesponsert haben), die alle komplett gegen die Lizenz des Blender Projektes sind. Das Spiel ist sogar quasi proprietär und freeware, also nicht Open Source wie das Blender Projekt! Wie das alles positive Werbung _für_ Blender sein soll ist mir völlig ein Rätsel! Ein Creative Commons Film kann von jedem beliebigen 3-D Programm erstellt werden. Dafür ist Blender nicht nötig. Ich sehe den Sinn dieser verwendeten Lizenzen nicht ein. Entweder macht ihr ein kommerziellen Film/Siel (mit irgeneiner Software) oder ein freier Film/Spiel der wie Blender der Community was bringt, in dem er eben Open Source ist.

    Wird da (von proprietären Firmen) versucht Open Source Projekte mit den scheinbar eigenen Mitteln (Creative Commons weil gerade überall so super bekannt) zu unterwandern, wenn es nicht rechtlich geht (SCO)? Nach dem Motto, Community ist uns egal, wir haben das Geld und WIR sagen wo es lang geht? Wurde für den Film proprietäre Produkte verwendet, so dass er nicht OSS ist?

    PS: Auch FreeBeer.ch hat immer noch nicht begriffen, dass Creative Commons KEINE Open Source Lizenz ist.

    Nur so meine Meinung. Wenn ich falsch liege, nur zu.

  2. ???

    Autor: blubberdiblubb 03.10.10 - 00:50

    profitistalles schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Klassische Werbung für Blender soll das sein, die dem Projekt aber ans Bein
    > pinkelt! Da wird ein Film und eine Software (Spiel) erstellt (offenbar von
    > Sympathisanten für proprietäre Firmen, die den Film und das Spiel
    > gesponsert haben), die alle komplett gegen die Lizenz des Blender Projektes
    > sind. Das Spiel ist sogar quasi proprietär und freeware, also nicht Open
    > Source wie das Blender Projekt! Wie das alles positive Werbung _für_
    > Blender sein soll ist mir völlig ein Rätsel! Ein Creative Commons Film kann
    > von jedem beliebigen 3-D Programm erstellt werden. Dafür ist Blender nicht
    > nötig. Ich sehe den Sinn dieser verwendeten Lizenzen nicht ein. Entweder
    > macht ihr ein kommerziellen Film/Siel (mit irgeneiner Software) oder ein
    > freier Film/Spiel der wie Blender der Community was bringt, in dem er eben
    > Open Source ist.

    Wie kommst du darauf dass der Film/das Spiel von irgendwelchen "proprietären Firmen" gemacht wurden? Der Film entstand in einem Team rund um Ton Roosendaal, dem ursprünglichen Entwickler von Blender, der Blender opensource gemacht hat. Gesponsert wurde der Film vom Netherlands Film Fund und der Blender Community, ausserdem hat sich das Team ein paar zusätzliche Sponsoren mit ins Boot geholt.

    Das Spiel ist übrigens "nur" ein unabhängiges Fan-Projekt aus der Blender-Community. Woher hast du die Information, dass das Spiel nicht Open Source ist?

    > Wird da (von proprietären Firmen) versucht Open Source Projekte mit den
    > scheinbar eigenen Mitteln (Creative Commons weil gerade überall so super
    > bekannt) zu unterwandern, wenn es nicht rechtlich geht (SCO)? Nach dem
    > Motto, Community ist uns egal, wir haben das Geld und WIR sagen wo es lang
    > geht?

    Der Film wurde vom "Blender Projekt" (aka Blender Foundation) ins Leben gerufen, um Blender zu testen und zu verbessern. Das ist nicht irgend eine proprietäre Firma sondern die Organisation, die die Blender-Entwicklung vorantreibt.

    >Wurde für den Film proprietäre Produkte verwendet, so dass er nicht
    > OSS ist?

    Es wurden nur OSS-tools wie Blender, Gimp und Inkscape verwendet.

  3. Re: ???

    Autor: Scales 03.10.10 - 01:04

    Das Spiel ist Freeware und wird unabhängig von der Blender Foundation von ein paar Hobbyisten erstellt, weil sies das eben dürfen, denn die Lizenz des Films (CC-BY) erlaubt das.

    Die Lizenz des Films ist ähnlich der BSD bzw MIT-Lizenz und noch am ehesten mit Open Source vergleichbar, was Lizenzen für Inhalte angeht. Sie wird sogar von der FSF empfohlen:
    http://www.gnu.org/licenses/license-list.html#OtherLicenses

    Sämtliche Projektdaten sowie die zum Rendern des Films genutzte Version von Blender werden auf der DVD veröffentlicht, die in Kürze ausgeliefert wird.

    Zur Erstellung des Films wurde ausschließlich Open Source-Software genutzt und der Film wird u.a. im freien Codec-Format Ogg Theora zum Herunterladen angeboten.

    Wie sollte Deiner Meinung nach ein freier Film aussehen?

  4. "Please don't use it for software or documentation"

    Autor: profitistalles 03.10.10 - 20:43

    Zitat der FSF: "Please don't use it for software or documentation, since it is incompatible with the GNU GPL and with the GNU FDL."

    BINGO! Solange die CC inkompatibel mit der GPL ist und keine open source Lizenz anbietet und selber eingestuft wird, ist die für mich uninteressant. "Freeware" ist auf jeden Fall nicht die Lizenstrategie von Blender! "Freeware ist meistens proprietär und darf daher nicht mit freier Software verwechselt werden" Zitat Wikipedia. Wäre der Film Open Source, hätte das Spiel sicher auch diese Lizenz.

    Ich kann verstehen, wenn man Bilder oder Filme mit natürlichen Motiven, Hintergründe etc praktisch schlecht "open source" (GPL) lizenzieren kann, dafür gibt es aber z.B die GFDL. Bei einem 3-D Film ist das aber ein Leichtes den Film "open source" zu lizenzieren. Also, so lange der Quellcode des Filmes und des Spieles unter Verschluss der Macher bleibt, sind das keine "freie" Projekte (für mich). Einzig die Oberfläche oder der Inhalt ist "frei".

  5. Re: "Please don't use it for software or documentation"

    Autor: asdfsadf 03.10.10 - 21:05

    profitistalles schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zitat der FSF: "Please don't use it for software or documentation, since it
    > is incompatible with the GNU GPL and with the GNU FDL."
    >
    > BINGO! Solange die CC inkompatibel mit der GPL ist und keine open source
    > Lizenz anbietet und selber eingestuft wird, ist die für mich uninteressant.

    Der Text sagt lediglich, dass CC nicht für Software/Dokumentation geeignet ist aus sicht der FSF. Der Film ist keines davon und den stellt man vernünftigerweise unter die CC, weil die auf solche Dinge zugeschnitten ist.

    > "Freeware" ist auf jeden Fall nicht die Lizenstrategie von Blender!
    > "Freeware ist meistens proprietär und darf daher nicht mit freier Software
    > verwechselt werden" Zitat Wikipedia. Wäre der Film Open Source, hätte das
    > Spiel sicher auch diese Lizenz.

    Das Spiel ist ein Fanprojekt!

    > Ich kann verstehen, wenn man Bilder oder Filme mit natürlichen Motiven,
    > Hintergründe etc praktisch schlecht "open source" (GPL) lizenzieren kann,
    > dafür gibt es aber z.B die GFDL. Bei einem 3-D Film ist das aber ein
    > Leichtes den Film "open source" zu lizenzieren. Also, so lange der
    > Quellcode des Filmes und des Spieles unter Verschluss der Macher bleibt,
    > sind das keine "freie" Projekte (für mich). Einzig die Oberfläche oder der
    > Inhalt ist "frei".

    Es gibt keinen "Quellcode". Alle Blender/Bilddateien werden Frei zur Verfügung gestellt.

  6. Re: "Please don't use it for software or documentation"

    Autor: profitistalles 03.10.10 - 23:42

    asdfsadf schrieb:
    > Der Text sagt lediglich, dass CC nicht für Software/Dokumentation geeignet
    > ist aus sicht der FSF. Der Film ist keines davon und den stellt man
    > vernünftigerweise unter die CC, weil die auf solche Dinge zugeschnitten
    > ist.
    Ich halte es nicht für vernünftig ein Werbefilm für ein Open Source Programm wie Blender unter eine Open Content Lizenz (CC) zu stellen. Gerade die Figuren oder die Landschaften, könnte man gut wiederverwenden, wären sie denn als Quelldatei vorhanden.

    Noch unvernünfiger ist es eine so schlechte Lizenz [1] wie die CC mit "NonCommercial" zu verwenden und das für Software! Schade!

    [1] http://fedoraproject.org/wiki/Licensing#Bad_Licenses_3

  7. Re: "Please don't use it for software or documentation"

    Autor: profitistalles 04.10.10 - 00:13

    "Wenn Sie möchten, dass Ihr Werk von der Open-Source-Gemeinde anerkannt wird, ist es also offensichtlich keine gute Idee, eine NC-Lizenz zu verwenden. Dies betrifft nicht nur Software, sondern alle Werke, die im Kontext dieser Projekte verwertet werden."

    http://freedomdefined.org/Licenses/NC/De

  8. Re: "Please don't use it for software or documentation"

    Autor: Scales 04.10.10 - 01:34

    profitistalles schrieb:
    > Ich halte es nicht für vernünftig ein Werbefilm für ein Open Source
    > Programm wie Blender unter eine Open Content Lizenz (CC) zu stellen. Gerade
    > die Figuren oder die Landschaften, könnte man gut wiederverwenden, wären
    > sie denn als Quelldatei vorhanden.

    Sämtliche Quelldateien des Films werden auf den DVDs unter CC-BY veröffentlich. Dauert nur noch ein wenig bis diese ausgeliefert werden. Dazu gibts noch exakt die Blender-Version (render branch), mit der der Film gerendert wurde (während der Entstehung des Films haben auch zwei Programmierer an der Software in Vollzeit gearbeitet).
    Damit hast du ALLE Materialien, die du benötigst, um den Film selbst zu rendern und kannst zudem ALLE Assets selbst in eigenen Projekten verwenden.

    Das Gleiche Prozedere wurde auch bei den beiden vorhergehenden Open Movies (Elephants Dream und Bick Buck Bunny) genutzt.

    Im Grunde so, als würden sie den Film als BSD oder MIT rausbringen, nur eben unter einer Lizenz die auf digitale Medieninhalte zugeschnitten ist.

    CC-BY wird übrigens auch von der FSF für Werke, die weder Dokumentation noch Software darstellen, empfohlen:

    http://www.gnu.org/licenses/license-list.html#SoftwareLicenses -> "Licenses for Works of Practical Use Besides Software and Documentation"

    Ein Film unter CC-BY ist imho die Beste Werbung, die Blender bekommen kann. Und der Impact der beiden ersten Open Movies gibt dieser Theorie Recht.


    > Noch unvernünfiger ist es eine so schlechte Lizenz [1] wie die CC mit
    > "NonCommercial" zu verwenden und das für Software! Schade!

    Das Spiel ist irgendeine NC-Freeware und nicht der Rede Wert (hat aber auch nichts mit der Blender Foundation zu tun sondern ist ein Fan-Projekt).

  9. "Community ist nicht der Rede Wert"

    Autor: profitistalles 04.10.10 - 10:44

    Scales schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > profitistalles schrieb:
    > > Ich halte es nicht für vernünftig ein Werbefilm für ein Open Source
    > > Programm wie Blender unter eine Open Content Lizenz (CC) zu stellen.
    > Gerade
    > > die Figuren oder die Landschaften, könnte man gut wiederverwenden, wären
    > > sie denn als Quelldatei vorhanden.
    >
    > Sämtliche Quelldateien des Films werden auf den DVDs unter CC-BY

    Gemäss Lizenz ist das aber nicht erforderlich. Die Macher haben offenbar ein schlechtes Gewissen.

    > Das Gleiche Prozedere wurde auch bei den beiden vorhergehenden Open Movies
    > (Elephants Dream und Bick Buck Bunny) genutzt.
    >
    > Im Grunde so, als würden sie den Film als BSD oder MIT rausbringen, nur
    > eben unter einer Lizenz die auf digitale Medieninhalte zugeschnitten ist.
    >
    > CC-BY wird übrigens auch von der FSF für Werke, die weder Dokumentation
    > noch Software darstellen, empfohlen:
    >
    > www.gnu.org#SoftwareLicenses -> "Licenses for Works of Practical Use
    > Besides Software and Documentation"

    Mag sein, wenn man eben nur bis zur "Dokumentation" denkt und nicht darüber hinaus (Software), und einem die Community egal ist.

    > Ein Film unter CC-BY ist imho die Beste Werbung, die Blender bekommen kann.
    > Und der Impact der beiden ersten Open Movies gibt dieser Theorie Recht.

    Sehe ich nicht so. Warum wohl ist Blender nicht copyleftschwach wie BSD, MIT oder CC Lizensiert? Weil die eben klar Schwächen haben, unbeliebt sind, teils inkompatibel etc...
    >
    > > Noch unvernünfiger ist es eine so schlechte Lizenz [1] wie die CC mit
    > > "NonCommercial" zu verwenden und das für Software! Schade!
    >
    > Das Spiel ist irgendeine NC-Freeware und nicht der Rede Wert (hat aber auch
    > nichts mit der Blender Foundation zu tun sondern ist ein Fan-Projekt).

    Ich dagegen halte SEHR viel von "Fanprojekten" oder eben der Community. Die Hersteller des Films denken offenbar nicht so weit. Ihnen ist die Community offebar nicht der Rede Wert.

    So lange die Creative Commons die Bereitstellung des Quellcodes nicht festlegt, Noncommercial (NC) Lizenzen unterstützt und nicht kompatibel mit der GPL ist, meide ich solch lizensierte Projekte grundsätzlich und werde die auch nicht unterstützen. Und schon gar nicht spenden.

  10. Re: "Community ist nicht der Rede Wert"

    Autor: Wolfgang Draxinger 06.10.10 - 17:38

    profitistalles schrieb:

    > Gemäss Lizenz ist das aber nicht erforderlich. Die Macher haben offenbar
    > ein schlechtes Gewissen.

    Das hat nichts mit "schlechtem Gewissen" zu tun, sondern war von jeher Teil des Plans und der Philosophie der Open Movies. U.a. auch, damit Projekte, wie ich sie gerade durchziehe möglich sind:
    http://www.blendernation.com/2010/09/17/rendering-elephants-dream-in-stereoscopic-3d/

    > Sehe ich nicht so. Warum wohl ist Blender nicht copyleftschwach wie BSD,
    > MIT oder CC Lizensiert?

    Ganz einfach: Damit Blender auch auf Bibliotheken und Code aus reinen GPL-Projekten zurückgreifen kann und konnte. Wäre Blender BSD oder MIT lizensiert wäre man sehr engeschränkt bei der Auswahl von fremdem Code der mit eingebunden wird.


    Wolfgang

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