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Raptor Engineering, Inc., anyone?

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  1. Raptor Engineering, Inc., anyone?

    Autor: oYa3ema5 07.01.20 - 15:22

    Schade dass Golem übersehen hat zu erwähnen, dass es lauffähige Workstation-Mainboards mit Power9-CPUs (IBM Sforza) gibt, die mit x86-Maschinen locker mithalten können, und zwar einfach so zu kaufen. OpenPOWER ist zwar *auch* ein Versprechen in eine freiere CPU-Zukunft, aber eben *nicht nur*, sondern auch schon ganz handfeste Gegenwart! Von Desktop-/Workstation-Performance bei RISC-V, ARM, MIPS, SPARC kein Land in Sicht, aber bei Power gibt's das. (Man muss sich das Fehlen der dubiosen Schnüffelchips halt durch die nicht gerade massentaugliche Preislage erkaufen.)

    Lobeshymnen auf RISC-V schön und gut, aber die Hälfte von dessen Optimismus für Power hätte dem Artikel schon gut getan. Das erinnert mich ein bisschen an das andere Extrem: die Talos-Begeisterung von Phoronix/Michael Larabel. Nur dass RISC-V gewisse High-End-Ambitionen bisher nur verspricht, aber Raptor Computing Systems seit >1 Jahr tatsächlich 44C/176T @ 2.75 GHz + PCIe 4.0 auf E-ATX liefert.

  2. Re: Raptor Engineering, Inc., anyone?

    Autor: bofhl 07.01.20 - 15:54

    Ähnliches gab es aber bereits - für Mips, für Alpha und wo sind nun die ganzen Hersteller?
    Genau wie die bereits lange verschwundenen Hersteller ist das ein Winzling, der komplett abhängig ist von der Lieferfähigkeit und den Willen von IBM! (ähnliches gab es ja bereits bei IBM und deren PowerPCs - viele Hersteller die nun nicht mehr existieren weil IBM sie nicht mehr belieferte)

    Und eines sollte man nicht vergessen - IBM machte aus deren ISA nicht Open-Source weil sie so nett sind, sondern weil sie Kostenprobleme mit der laufenden Entwicklung des Power-Systems haben! Damit erfolgt hier das selbe wie im (toten) PowerPC-CPU-Segment: der Versuch die Kosten auf die "Community" abzuwälzen - blos verlässt sich die aktuell existierende Community auf die Weiterentwicklungstätigkeiten von IBM (also das was IBM in Kürze beenden möchte da zu teuer!)...

    Und was war mit der Alpha-CPU? Es gab eine Reihe von Workstation-Hersteller, die sich alle auf die Chips von DEC verließen - bis es die so nicht mehr gab da die Entwicklung&Herstellung zu teuer war (und die Firma damit zu Bruch ging, aufgekauft und zerlegt wurde)

  3. Re: Raptor Engineering, Inc., anyone?

    Autor: Trockenobst 07.01.20 - 17:54

    oYa3ema5 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > x86-Maschinen locker mithalten können

    Das bezieht sich nur auf bestimmte Workloads. Die einzigen guten Raptor Tests die man findet sind von Phoronix.
    https://www.phoronix.com/scan.php?page=article&item=power9-epyc-xeon&num=1

    Auch hier sieht man, das die Tests nicht unbedingt auf PowerPC Eigenheiten optimiert sind und daher ein 1:1 Vergleich schwierig. Der große IO Vorteil von mehr Cores gegenüber den Intel Xeons wurde durch die massiven Threadripper von AMD zunichte gemacht.

    Deswegen wohl jetzt die Reaktion von IBM. In der Praxis hat keiner die Zeit, noch die Lust eine weitere Plattform zu pflegen. Die meisten wollen Offshelf Software und die ist eben x86 Optimiert, die Compilerlandschaft inzwischen sehr gut.

    Wer seit 20,30 Jahren PPC macht, findet diese Nische für seine Usecases wohl gut.
    IBM hat hier möglicherweise einen kleinen Befreiungsschlag gemacht, damit die ganze Arbeit nicht ganz umsonst war und es mögen PPC10 Plattformen geben, die in diesen Usecases Sinn machen.

    Von Preis-Leistung hat aber AMD vs Intel massiv in Standards vorgelegt. Und das wird in vielen Excelsheets mit viel kleineren Stückzahlen der PPC Plattform nicht zu schlagen sein.

  4. Re: Raptor Engineering, Inc., anyone?

    Autor: bofhl 13.01.20 - 10:48

    Kleine Korrektur:
    PowerPC (PPC) ist nicht gleich POWER (9)! PowerPC ist nur ein extrem abgespeckte Variante des POWER-Systems (von POWER 9 gibt es aktuell überhaupt kein PPC-Gegenstück, alle existierenden PPCs beziehen sich immer noch auf die ersten POWER-Entwürfe, sind also ziemlich veraltet)

    Derzeit werden PPCs eigentlich nur mehr als Controller-Chips genutzt, niemand setzt sie als Desktop-Rechner ein. (der letzte echte Einsatz war in Apple-Macs! Mit deren Umstieg auf x86 starb quasi der Desktop-Einsatz...)

  5. Re: Raptor Engineering, Inc., anyone?

    Autor: y3dl4b 14.01.20 - 20:23

    "ähnliches gab es ja bereits bei IBM und deren PowerPCs - viele Hersteller die nun nicht mehr existieren weil IBM sie nicht mehr belieferte"

    Interessant; gibt es ein Beispiel?

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