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Der Quellcode ist murks

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  1. Der Quellcode ist murks

    Autor: Codesau 07.06.10 - 12:10

    Mal wieder ein klassisches Beispiel dafür, wie man Programme nicht schreibt. Aquaria zeichnet sich im Moment durch einige nette Dinge aus:
    - Grob geschätzt sind etwa ein Viertel des Codes unerreichbar
    - Endlose Wüsten aus auskommentierten Codeblöcken, deren Sinn sich aus dem sonstigen Code kaum erschließt und die man einfach nur löschen kann.
    - Nicht 64-Bit clean. Wieso schreibt man im Jahr 200x noch Code, der auf amd64 weder baut noch läuft? Das ist einfach nur erbärmlich.
    - Viele Konstrukte sind gefährlich, ich möchte erst gar nicht wissen, was da an Pufferüberläufen und sonstwas drinsteckt.
    - Ein paar brauchbare Kommentare wären auch schön gewesen.

    Es ist nicht das erste Spiel was ich sehe. Und es bestätigt mal wieder eine Regel. Praktisch alle erst closed Source entwickelte Spiele haben eine erbärmliche Codequalität. Es wird Monate dauern, die Grütze erst einmal in benutzbaren Zustand zu bringen. Wenn es überhaupt soweit kommt, bei vielen Spielen war aus gutem Grund schon vorher die Luft raus. Dennoch vielen Dank, dass dies wunderbare und wirklich gelungene Spiel nun frei und damit hoffentlich auch in 20 Jahren noch spielbar ist. :)

  2. Re: Der Quellcode ist murks

    Autor: CPPrealist 07.06.10 - 12:18

    Mal wieder C++ mit reichlich Benutzung von überflüssingen Features wie Metaprogrammierung, die dann keiner mehr hinterher blickt?

  3. Re: Der Quellcode ist murks

    Autor: bämm 07.06.10 - 13:05

    Codesau schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Es ist nicht das erste Spiel was ich sehe. Und es bestätigt mal wieder eine
    > Regel. Praktisch alle erst closed Source entwickelte Spiele haben eine
    > erbärmliche Codequalität.

    dann hast du wohl noch keine quellen von id soft angeschaut. ;)

  4. Re: Der Quellcode ist murks

    Autor: EmacsGuru 07.06.10 - 13:11

    Codesau schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mal wieder ein klassisches Beispiel dafür, wie man Programme nicht
    > schreibt. Aquaria zeichnet sich im Moment durch einige nette Dinge aus:
    > - Grob geschätzt sind etwa ein Viertel des Codes unerreichbar
    > - Endlose Wüsten aus auskommentierten Codeblöcken, deren Sinn sich aus dem
    > sonstigen Code kaum erschließt und die man einfach nur löschen kann.
    > - Nicht 64-Bit clean. Wieso schreibt man im Jahr 200x noch Code, der auf
    > amd64 weder baut noch läuft? Das ist einfach nur erbärmlich.
    > - Viele Konstrukte sind gefährlich, ich möchte erst gar nicht wissen, was
    > da an Pufferüberläufen und sonstwas drinsteckt.
    > - Ein paar brauchbare Kommentare wären auch schön gewesen.
    >
    > Es ist nicht das erste Spiel was ich sehe. Und es bestätigt mal wieder eine
    > Regel. Praktisch alle erst closed Source entwickelte Spiele haben eine
    > erbärmliche Codequalität. Es wird Monate dauern, die Grütze erst einmal in
    > benutzbaren Zustand zu bringen. Wenn es überhaupt soweit kommt, bei vielen
    > Spielen war aus gutem Grund schon vorher die Luft raus. Dennoch vielen
    > Dank, dass dies wunderbare und wirklich gelungene Spiel nun frei und damit
    > hoffentlich auch in 20 Jahren noch spielbar ist. :)

    Jepp, schon lustig, dass die Spieleentwicklung herkömmlicher Anwendungsentwicklung um ca. 20 Jahre hinterherhinkt. Keine Unit-Tests, keine Code-Review, keine Versionskontrolle (die auskommentierten Code-Blöcke weisen zumindest darauf hin). Allerdings mag dies auch den den engen Deadlines liegen...

  5. Re: Der Quellcode ist murks

    Autor: blablub 07.06.10 - 13:52

    Das liegt einfach daran, dass diese Spiele HOBBY-Projekte von jeweils EINER Person sind (vielleicht auch mal zwei), die ursprünglich nichtmal dafür gedacht waren, geöffnet zu werden.

  6. Re: Der Quellcode ist murks

    Autor: muh. 07.06.10 - 15:12

    Codesau schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mal wieder ein klassisches Beispiel dafür, wie man Programme nicht
    > schreibt.

    Oder ein Beispiel dafür, wie man ein Programm erfolgreich auf den Markt bringt? Das Spiel funktioniert, und ist in der Praxis auch recht stabil, meines Wissens nach. Natürlich ist guter Code nett, aber besonders Spiele werden nach Veröffentlichung meist nicht großartig erweitert, sondern das nächste geschrieben. Die meisten kommerziellen Programme dürften ähnlichen Code haben (man denke nur daran, wie lange Mozilla gebraucht hat). Von daher finde ich es lobenswert, das die Entwickler ihren Code freigegeben haben, wenn jeder sehen kann wie "schlecht" dieser doch ist.

  7. Re: Der Quellcode ist murks

    Autor: FunnyName2 07.06.10 - 15:19

    ganz ehrlich. Wenn irgendwo "professionelle" Softwareentwicklung unter Zeitdruck gerät (also eigentlich immer ;-) sind das genau die Dinge die mal eben unter den Tisch fallen oder auf "später" verschoben werden. Das sie in einem als Hobbyprojekt gestarteten Ein-Mann-Programm nicht zu finden sind, wundert mich da überhaupt nicht.

  8. Re: Der Quellcode ist murks

    Autor: www.de 08.06.10 - 09:34

    > > Mal wieder ein klassisches Beispiel dafür, wie man Programme nicht
    > > schreibt.
    >
    > Oder ein Beispiel dafür, wie man ein Programm erfolgreich auf den Markt
    > bringt?

    Richtig, schon lustig, wie hier manche meinen, die Programmierqualitäten von anderen beurteilen zu können. Ich habe schon an mehreren Projekten mitgearbeitet und tolle Kommentare und hübsche Klassendefinitionen sind kein Garant für gute Software.

    > Das Spiel funktioniert, und ist in der Praxis auch recht stabil,
    > meines Wissens nach. Natürlich ist guter Code nett, aber besonders Spiele
    > werden nach Veröffentlichung meist nicht großartig erweitert, sondern das
    > nächste geschrieben.

    Sehr richtig. Ein Programm wird für den Anwender entwickelt, nicht für den Entwickler.

    > Die meisten kommerziellen Programme dürften ähnlichen
    > Code haben (man denke nur daran, wie lange Mozilla gebraucht hat). Von
    > daher finde ich es lobenswert, das die Entwickler ihren Code freigegeben
    > haben, wenn jeder sehen kann wie "schlecht" dieser doch ist.

    Vielleicht liegt es auch an der Softwaretechnik-Verliebtheit mancher OpernSource-Entwickler, dass manche OpenSource-Programme deutlich träger laufen als ihre kommerziellen Alternativen.

    Meine Meinung: Wer Softwarearchitektur macht, sollte mehrere Jahre Assembler programmiert haben, um zu wissen, was im Speicher abläuft. Dann passiert nicht so ein Quatsch, dass Objekte x-fach im Speicher vorhanden sind oder dauernd neu erzeugt werden, nur damit die Interfaces 'schöner' sind.

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