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Zusammenarbeit zwischen Distros und Upstream gut und schön

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  1. Zusammenarbeit zwischen Distros und Upstream gut und schön

    Autor: EQuatschBob 06.04.16 - 15:24

    aber als Anwender will ich vor allem über einen Release-Zeitraum (bei Debian drei bis fünf Jahre) keine plötzlichen Änderungen an den Interfaces. Manche Upstreams können oder wollen das nicht gewährleisten und die Distros springen dann eben ein.

    Zawinski hat Debian aufgefordert entweder keine Änderungen am Screensaver zu machen oder die Software nicht weiter zu vertreiben - komischerweise erlaubt die von ihm gewählte Lizenz aber genau das. Er könnte (so wie bis kürzlich Mozilla) aber durchaus verlangen, daß Debian einfach den Namen des Programmes ändert.

    Der Ton Zawinskis in der Debatte ("go fuck yourself") ist nicht von Kooperationswillen geprägt.

  2. Re: Zusammenarbeit zwischen Distros und Upstream gut und schön

    Autor: Seitan-Sushi-Fan 06.04.16 - 15:37

    EQuatschBob schrieb:
    --------------------------------

    > Zawinski hat Debian aufgefordert entweder keine Änderungen am Screensaver
    > zu machen oder die Software nicht weiter zu vertreiben
    Sofern der Artikel nicht unvollständig ist, geht es nicht um Änderungen an sich, sondern die Aktualisierungswarnung.
    Debian könnte ja auch selber die Sicherheitspatches zurückportieren und die neuen Features weglassen.

    > komischerweise
    > erlaubt die von ihm gewählte Lizenz aber genau das.

    Verlangen und verbieten sind unterschiedliche Dinge.
    Natürlich kann man unabhängig von der Lizenz verlangen, dass Debian keine unsichere Software ausliefert.


    > Der Ton Zawinskis in der Debatte ("go fuck yourself") ist nicht von
    > Kooperationswillen geprägt.

    Ach, angesichts dessen, dass Debian eben so einen Ton gegenüber allen möglichen anderen Leuten (die systemd-Entwickler fallen mir da spontan ein) anschlägt, finde ich ihn ggü Debian vollkommen angemessen, insb. da es sicherheitsrelevant ist.

  3. Re: Zusammenarbeit zwischen Distros und Upstream gut und schön

    Autor: bofhl 06.04.16 - 15:54

    Das eigentliche Problem für Zawinski (und für zig andere Entwickler) ist aber das Verhalten der "Kunden" von Distris, die auf Probleme mit den modifizierten Programmen/Teilen stoßen. Nicht das die etwa die Distributoren zuerst für die Probleme verantwortlichen machen - nein, zuerst werden die Entwickler über Fehler informiert, die diese entweder nie "eingebaut" hatten oder bereits vor sehr langer Zeit korrigiert hatten!
    Das dann noch dazu diese "Kunden" sich dann lauthals über die mangelnde Qualität der Software und/oder dem Unwillen zur Hilfe des Entwicklers beschweren, trifft dann eigentlich (mal wieder) die Falschen. Die eigentliche Schuldigen sind da die Anbieter der Distris - und ratet mal, wer wieder Fehlermeldung über xscreensaver 5.3x-'debian' bekommen wird? Sicher nicht Debian!

    (mit ein Grund warum einige Entwickler bereits aus Prinzip nur Fehlermeldungen zu den neueste Build und einigen älteren supportete Versionen, zu lassen - alle anderen Meldungen werden entweder gleich gelöscht oder als nicht relevant markiert. Andere gehen auch her und lassen Fehlermeldungen nur mehr von Distri-Entwickler zu)

  4. Re: Zusammenarbeit zwischen Distros und Upstream gut und schön

    Autor: motzerator 06.04.16 - 16:04

    Seitan-Sushi-Fan schrieb:
    ----------------------------------------
    > Sofern der Artikel nicht unvollständig ist, geht es nicht um
    > Änderungen an sich, sondern die Aktualisierungswarnung.

    Der Autor des Screensavers weigert sich, reine Sicherheits-
    updates zu liefern. Seine Updates enthalten zugleich auch
    neue Funktionen.

    Das ist bei Debian nicht erwünscht. Daher bastelt man sich
    dort mühsam neue Patches zusammen.

    Der Autor hat deshalb wohl diese Aktualisierungswarnung
    in den Code eingefügt und diese wird nun entfernt.

    Ich finde, Debian macht das genau richtig.

  5. Re: Zusammenarbeit zwischen Distros und Upstream gut und schön

    Autor: mnementh 06.04.16 - 16:07

    Seitan-Sushi-Fan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > EQuatschBob schrieb:
    > --------------------------------
    >
    > > Zawinski hat Debian aufgefordert entweder keine Änderungen am
    > Screensaver
    > > zu machen oder die Software nicht weiter zu vertreiben
    > Sofern der Artikel nicht unvollständig ist, geht es nicht um Änderungen an
    > sich, sondern die Aktualisierungswarnung.
    > Debian könnte ja auch selber die Sicherheitspatches zurückportieren und die
    > neuen Features weglassen.
    >
    Machen sie ja bereits ohne sich zu beklagen, lies einfach mal den Artikel:
    "Der Maintainer des Pakets in Debian ist also gezwungen, die Entwicklung von Xscreensaver eng zu verfolgen, aus der neuen Version eigene Patches für Fehler und Sicherheitslücken zu erstellen und diese in Debian bereitzustellen, was auch tatsächlich geschieht."

    > > komischerweise
    > > erlaubt die von ihm gewählte Lizenz aber genau das.
    >
    > Verlangen und verbieten sind unterschiedliche Dinge.
    > Natürlich kann man unabhängig von der Lizenz verlangen, dass Debian keine
    > unsichere Software ausliefert.
    >
    Das tut Debian ja eben nicht. Sie liefern Software mit Sicherheitspatches und ohne durch neue Features eingebrachte Lücken die bisher noch nicht öffentlich sind.

    >
    > > Der Ton Zawinskis in der Debatte ("go fuck yourself") ist nicht von
    > > Kooperationswillen geprägt.
    >
    > Ach, angesichts dessen, dass Debian eben so einen Ton gegenüber allen
    > möglichen anderen Leuten (die systemd-Entwickler fallen mir da spontan ein)
    > anschlägt, finde ich ihn ggü Debian vollkommen angemessen, insb. da es
    > sicherheitsrelevant ist.
    Welchen fiesen Ton hat denn angeblich Debian ggü. SystemD angeschlagen? Das wäre mir neu. Es gab eine Diskussion darüber ob Systemd Standard-Init wird, die wurde durchaus heiß geführt, wie es sich bei einer so grundlegenden Sache auch gehört. Aber keine außergewöhnlich fiese Kritik gegenüber den Entwickler. Lennart Pöttering ist da wesentlich schneller im Austeilen von Kommentaren unter der Gürtellinie.

  6. Re: Zusammenarbeit zwischen Distros und Upstream gut und schön

    Autor: Wander 06.04.16 - 16:14

    motzerator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Autor des Screensavers weigert sich, reine Sicherheits-
    > updates zu liefern. Seine Updates enthalten zugleich auch
    > neue Funktionen.

    Wie stellst du dir das bitte vor? Alleine für Debian müsste er dann ca. 3 LTS-Versionen seiner Software pflegen - für jede aktuell noch unterstütze Debian Version eine. Für Ubuntu, Fedora, openSUSE, CentOS, usw. kämen noch etliche weitere hinzu. Du kannst dir gerne diese Arbeit machen, aber Upstream hat andere Dinge zu tun als die Arbeit der Distributoren zu erledigen. Wenn die Distributoren stabile Software für 5 Jahre und mehr haben wollen und nicht in der Lage sind ihre Release-Zyklen untereinander anzupasssen, so dass Upstream wenigstens nur eine einzige LTS-Variante pflegen müsste, dann müssen sie eben selbst die Arbeit erledigen und Patches zurückportieren. Oder sie lassen es sein, sollten dann aber auch ihren Nutzern sagen, dass sie veraltete, instabile und unsichere Software verteilen.

  7. Re: Zusammenarbeit zwischen Distros und Upstream gut und schön

    Autor: Seitan-Sushi-Fan 06.04.16 - 16:17

    motzerator schrieb:
    --------------------------------

    > Der Autor des Screensavers weigert sich, reine Sicherheits-
    > updates zu liefern. Seine Updates enthalten zugleich auch
    > neue Funktionen.

    Dann soll die finanziell nicht schlecht aufgestellte Stiftung hinter Debian ihn halt anstellen.
    Wenn man mit einer Erwartungshaltung rangeht, dass sich ein Upstream-Autor gefälligst so und so zu verhalten habe, muss man halt ein vertragliches Verhältnis eingehen, das ihn dazu verpfichtet.


    > Das ist bei Debian nicht erwünscht. Daher bastelt man sich
    > dort mühsam neue Patches zusammen.

    Debian liefert ohne Murren neue Versionen von Chromium und Firefox aus. Da sind drastischere Änderungen drin als bei XScreensaver.

    > Ich finde, Debian macht das genau richtig.
    Debian sollte ordentliche QA-Arbeit leisten und checken, ob neue Paketversionen die Kompatibilität nicht brechen, so wie Fedora es macht. Dann kann man nämlich auch neue Minor-Versionen von Paketen als einfache Updates ausliefern.

  8. Re: Zusammenarbeit zwischen Distros und Upstream gut und schön

    Autor: Seitan-Sushi-Fan 06.04.16 - 16:23

    mnementh schrieb:
    ----------------

    > Welchen fiesen Ton hat denn angeblich Debian ggü. SystemD angeschlagen?
    Wenn du dich nicht an die ewigen Diskussionen per Mail zu systemd als Default erinnern kannst oder willst, mag ich dir auch nicht helfen.
    Hitler-Vergleiche waren nicht so ungewöhnlich.

    > Lennart Pöttering ist da wesentlich schneller im Austeilen von
    > Kommentaren unter der Gürtellinie.
    Reality Distortion Field.

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