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Sinn dieses Forks?

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  1. Sinn dieses Forks?

    Autor: FrankS 23.12.10 - 10:16

    Grundsätzlich finde ich Vielfalt ja schön, aber mir ist der Sinn dieses Forks irgendwie nicht so ganz klar geworden. Vor allem, da Forks immer auch eine Community in zwei Lager spalten und das bremst die Entwicklung auf beiden Seiten aus.

    Was genau ist denn nun der Unterschied zwischen Openoffice und Libreoffice? Nur der andere Name? Und was ist das Ziel dieses Forks?

    Irgendwie ist das für mich wieder nur so ein Streit-Fork. Da streiten sich zwei und anstatt einen Kompromiss zu finden, geht ein Teil, mimt die beleidigte Leberwurst und macht das selbe in grün.

  2. Re: Sinn dieses Forks?

    Autor: Kurzgesagt 23.12.10 - 10:19

    LibreOffice ist free und OpenOffice kostet Zaster ab nächstem Release.

  3. Re: Sinn dieses Forks?

    Autor: ABE 23.12.10 - 10:19

    Der Sinn ist das die ihr Geld jetzt von Google, Novell und wem auch immer bekommen und nicht mehr von Oracle.

  4. Re: Sinn dieses Forks?

    Autor: infor mir dich bitte 23.12.10 - 10:20

    Die Informationen sind frei zugänglich.
    Ich glaube kaum dass jemand Lust hat dir alles schmackhaft vorzusetzen.
    Hier bei Golem findest du viele Infos und über eine Suchmaschine auch ganz viel

  5. Re: Sinn dieses Forks?

    Autor: eeggaall 23.12.10 - 10:28

    Kurzgesagt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > LibreOffice ist free und OpenOffice kostet Zaster ab nächstem Release.

    Pauschal ist diese Aussage falsch.

    Es gibt von OpenOffice eine kostenlose Variante und das auch weiterhin. Es gibt eine 2. Variante mit Zusatzfeatures und Support, welche was kostet. Aber jeder hat die Wahl...

  6. Re: Sinn dieses Forks?

    Autor: Zaxxon 23.12.10 - 10:36

    FrankS schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Irgendwie ist das für mich wieder nur so ein Streit-Fork. Da streiten sich
    > zwei und anstatt einen Kompromiss zu finden, geht ein Teil, mimt die
    > beleidigte Leberwurst und macht das selbe in grün.


    Genau so ists.
    Und die Fanboys gehen natürlich auch zu Lager B und preisen das dann den DAUs an, die sie jahrelang zugequatscht haben, dass sie doch OpenOffice nehmen sollen weil das ja so toll ist. Und jetzt ist das halt falsch weil das OpenOffice, was vor 2 Monaten noch toll war, schlagartig scheisse geworden ist.

  7. Re: Sinn dieses Forks?

    Autor: Honk 23.12.10 - 10:40

    Wobei es mit Star Office auch schon immer eine kostenpflichtige Variante von OO gab.

    Unabhängig davon: Vielleicht geht jetzt so manchem ein Licht auf, warum immernoch die meisten Unternehmen Open Source meiden. Das hat weniger mit der Qualität der Produkte zu tun, als vielmehr mit der Unsicherheit im Bezug auf Kontinuität.

  8. Re: Sinn dieses Forks?

    Autor: Forky Fig 23.12.10 - 10:45

    Tja mal sehen wie lange es LibreOffice gibt, evtl. streiten die sich ja auch wieder und dann gibts noch nen OpenOffice-Klon. (der natürlich wieder noch freier und noch toller sein wird)

  9. Re: Sinn dieses Forks?

    Autor: OS-Fan 23.12.10 - 10:54

    Honk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > warum immernoch die meisten Unternehmen Open Source meiden. Das hat weniger mit
    > der Qualität der Produkte zu tun, als vielmehr mit der Unsicherheit im
    > Bezug auf Kontinuität.

    Das ist nun wirklich Unfug. Es gibt jede Menge kommerzielle Produkte, die mangels Interesse des Herstellers eingeschlafen sind oder wegen dessen Pleite/Verkauf eingegangen sind. Ebenso gibt es haufenweise Opensource-Projekte, die seit ewigen Zeiten zu Grundausstattung des Netzes oder der Desktops gehoeren.

  10. Re: Sinn dieses Forks?

    Autor: suki11 23.12.10 - 11:01

    > Das hat weniger mit der Qualität der Produkte zu tun, als vielmehr mit der Unsicherheit im Bezug auf Kontinuität.

    Wir nutzen hier im Betrieb seit Jahren Open Office, speichern aber alles im MS-Office-Format (.doc, .xls, usw.)

    Wo soll es da Probleme mit der Kontinuität geben?

    Schon alleine diese dämliche Aktivierung und Produkt-Code-Eingabe bei den MS-Office-Produkten nervt mich als Admin mächtig. Abgesehen von den kosten von vielen hundert Euro.

  11. Re: Sinn dieses Forks?

    Autor: taschenorakel_ 23.12.10 - 11:13

    Soweit ich es überschauen hat der Fork drei Hauptursachen:

    1) Copyright-Assignment: Wer zu OpenOffice.org beitragen wollte, musste sein Copyright an Sun, und nun Oracle übertragen. Das wiederspricht arg dem Grundgedanken von Free Software, da es Oracle z.B. jederzeit ermöglicht, die Lizenz nach Closed-Source zu wechseln. Ironischerweise verlangt auch die FSF Copyright-Assignment. Nun ist auch FSF/GNU-Software nicht unbedingt der Hort sprudelnder Innovation, Free-Software außerhalb statt. Mag sich jeder seine Gedanken machen, woran das liegen könnte.

    2) Bereits unter Sun war es unglaublich schwer Patches in die offizielle OpenOffice zu bekommen. Des öfteren wurden riesige Code-Contributions aus nichtigen Gründen neu implementiert. Mit Oracle wurde die Kommunikation wohl nochmals komplizierter. Nicht ohne Grund liefern die Linux-Distributionen aufwändig gepatchte OpenOffice Versionen aus.

    3) Java: Oracle wollte noch mehr Features und Extensions in Java implementieren, die Community ist nicht begeistert, nicht überzeugt.

  12. Re: Sinn dieses Forks?

    Autor: Anonymer Nutzer 23.12.10 - 11:32

    Sieh es einfach wie folgt: OpenOffice.org heisst jetzt LibreOffice. OpenOffice.org ist nicht mehr frei und offen, sondern Oracle. Mehr muss man dazu als Anwender glaube ich nicht wissen.

  13. Re: Sinn dieses Forks?

    Autor: Martin7 23.12.10 - 11:35

    Kurzgesagt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > LibreOffice ist free und OpenOffice kostet Zaster ab nächstem Release.

    Blödsinn.

    "OPenOffivce" gibt es nicht sondern nur OPenOffice.org (GENAUSO frei und kostenlos wie LibreOffie) und "Oracle OPen Office", den Nachfolger von StarOffice, ganz normale Bezahlsofttware wie StarOffice es schon immer war.

    ergo:
    Bei OOo also keinerlei Änderungen außer ein neuer Name für StarOffice.

  14. Re: Sinn dieses Forks?

    Autor: Franks 23.12.10 - 11:38

    infor mir dich bitte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Informationen sind frei zugänglich.
    > Ich glaube kaum dass jemand Lust hat dir alles schmackhaft vorzusetzen.

    Doch, ich denke schon, daß es Leute gibt, die ein Interesse an Kommunikation haben. Durch den Austausch der Meinungen kann ja jeder seine Sichtweise erweitern. Wenn natürlich ein Kellerkind ist, dann hat man natürlich lieber mit Maschinen zu tun, als mit Menschen.

    suki11 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schon alleine diese dämliche Aktivierung und Produkt-Code-Eingabe bei den
    > MS-Office-Produkten nervt mich als Admin mächtig.

    Als Admin solltest du aber wissen, daß man bei Microsoft genau aus diesem Grund Versionen kaufen kann, bei denen man das nicht mehr machen muss. Aber naja, heute ist man ja schnell mal Admin. "Öhm Herr Müller, sie wissen doch wie der PC an und ausgeht. Dann sind sie ab heute der Admin bei uns..."

    taschenorakel_ schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Soweit ich es überschauen hat der Fork drei Hauptursachen:

    Ok, danke! Das sind natürlich schon interessante Gründe. Bleibt die Frage, ob man das so auch umsetzen kann. Vor allem, da ja Google und auch Microsoft ja mittlerweile auch frei zugängliche Online Office Pakete anbieten, die für den Privatmann in der Regel ausreichend sind. Die meisten Unternehmen setzen ja sowieso MS Office ein. Ausnahmen bestätigen die Regel...

  15. Re: Sinn dieses Forks?

    Autor: taudorinon 23.12.10 - 11:39

    FrankS schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Grundsätzlich finde ich Vielfalt ja schön, aber mir ist der Sinn dieses
    > Forks irgendwie nicht so ganz klar geworden. Vor allem, da Forks immer auch
    > eine Community in zwei Lager spalten und das bremst die Entwicklung auf
    > beiden Seiten aus.

    Die Community ist zu großen Teilen zu Libreoffice gewechselt.

    > Was genau ist denn nun der Unterschied zwischen Openoffice und Libreoffice?
    > Nur der andere Name? Und was ist das Ziel dieses Forks?

    Ziel ist es die Entwicklung der Officesuite unabhängig von einer Firma zu steuern. Die Pläne gab es wohl schon zu Sun-Zeiten und da mit Oracle die Kommunikation bezüglich der weiteren Entwicklung immer schwieriger wurde hat man die Open Document Foundation gegründet um zukünftige Entwicklungen unabhängig von Oracel zu koordinieren.


    > Irgendwie ist das für mich wieder nur so ein Streit-Fork. Da streiten sich
    > zwei und anstatt einen Kompromiss zu finden, geht ein Teil, mimt die
    > beleidigte Leberwurst und macht das selbe in grün.

    Die Open Document Foundation hat ja versucht sich mit Oracle zu einigen um eine gemeinsame Weiterentwicklung unter dem Namen OpenOffice.org zu ermöglichen. Aber Oracle wollte sich nicht anschließen. Jetzt entwickelt Oracel unter dem Namen OpenOffice.org weiter während die Community an LibreOffice arbeitet.

  16. Re: Sinn dieses Forks?

    Autor: Martin7 23.12.10 - 11:46

    taschenorakel_ schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Soweit ich es überschauen hat der Fork drei Hauptursachen:
    >
    > 1) Copyright-Assignment: Wer zu OpenOffice.org beitragen wollte, musste
    > sein Copyright an Sun, und nun Oracle übertragen. Das wiederspricht arg dem
    > Grundgedanken von Free Software,

    auch bei LibreOffice wird über ein eigenes CA nachgedacht, denn es ist sinnvoll zur Code-Absicherung.
    Sollte es kein solches CA geben werden sich inbesondere viele Sponsoren wohl wieder verabschieden, denn niemand gibt gerne GEld in ein unsicheres Projekt.

    da es Oracle z.B. jederzeit ermöglicht,
    > die Lizenz nach Closed-Source zu wechseln.

    Blödsinn, sie hätten lediglich PARALLEL auch eine andere Lizensierung veröffentlichen können

    > 3) Java: Oracle wollte noch mehr Features und Extensions in Java
    > implementieren, die Community ist nicht begeistert, nicht überzeugt.

    Blödsinn!

  17. Re: Sinn dieses Forks?

    Autor: Martin7 23.12.10 - 11:50

    > Jetzt entwickelt
    > Oracel unter dem Namen OpenOffice.org weiter während die Community an
    > LibreOffice arbeitet.

    Nein! Jetzt gibt es zwei Communitys, welche an LibreOffice und OPenOffice.org arbeiten und zusätzlich gibt es "Oracle Open Office" als Nachfolger von StarOffice

  18. Re: Sinn dieses Forks?

    Autor: gelegentlicher Kommentator 23.12.10 - 12:04

    Das Problem mit Openoffice war wohl immer (auch schon unter Sun), dass es sehr schwer war, neue Features zu integrieren. So gab es Forks wie go-OO, die mehr/bessere Funktionen boten. (Das OO in Ubuntu ist, meines Wissens nach, ein go-OO mit OpenOffice-Label.)
    Nun haben sich einige dieser Forks zusammengeschlossen und einige aus der OpenOffice-Community sind dazu gekommen.
    Ergo gibt es jetzt sogar weniger aktive OpenOffice-Forks als vorher.

  19. Re: Sinn dieses Forks?

    Autor: gulom 23.12.10 - 12:46

    Der Kommunist schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sieh es einfach wie folgt: OpenOffice.org heisst jetzt LibreOffice.
    > OpenOffice.org ist nicht mehr frei und offen, sondern Oracle.


    Natürlich ist es weiterhin frei und offen, auch wenn die ne kostenpflichtige Variante rausbringen.

  20. Re: Sinn dieses Forks?

    Autor: taudorinon 23.12.10 - 13:46

    Martin7 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein! Jetzt gibt es zwei Communitys, welche an LibreOffice und
    > OPenOffice.org arbeiten und zusätzlich gibt es "Oracle Open Office" als
    > Nachfolger von StarOffice

    Ja gibt es, wobei ich schon geschrieben hab das ein großer Teil der OpenOffice.org-Community zu Libreoffice gewechselt sind. Natürlich ist es schade das sich die Manpower jetzt verteilt hat, aber man darf sich auch fragen ob die betreffenden Personen, bei zunehmender Unzufriedenheit, weiterhin so engagiert an dem Projekt gearbeitet hätten.

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