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sollte eine GUIs Trends hinterherhecheln?

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  1. sollte eine GUIs Trends hinterherhecheln?

    Autor: Moriati 15.07.14 - 19:26

    Vorab: Ich finde das Design extrem hässlich. Sowas ist aber halt Geschmackssache.

    Der Mode zu flachen Designs hin hinterherzuhecheln, halte ich aber -unabhängig davon wie mein persönliches Geschmacksempfinden ist- einfach nur für kurzsichtig.

    Man muss ja nicht wie bei Microsoft vor Windows 8 3D Effekte und Spielzeuglook ins Extrem treiben, aber Kontraste und auch Tiefeneffekte können durchaus sinnvolle Designelemente einer GUI sein, denn sie dienen zur optischem Abgrenzung von Funktionsbereichen.
    Der Hintergrund ist natürlich sicherlich der Ansatz die GUI für mobile Touch-Geräte anzupassen, aber wieso den Fehler Microsofts nachmachen, wenn selbst die mit ihrer gigantischen Marktmacht daran scheitern?

    Ein wirklich innovatives Konzept wäre einen Desktopmanager für beide Oberflächen (Mouse und Touch bzw. Mobil) zu gestalten und damit meine ich nicht, dass ich unter Linux unter tausend Alternativen auswählen kann, sondern ein in sich konsistentes Konzept mit zwei Varianten. Wer das hinbekommt, der könnte sicher den Markt damit umkrempeln. Momentan sehe ich weit und breit keinen Anbieter -ob kommerziell oder Open Source-, der da auch nur ansatzweise rankommt.
    Eigentlich wäre das so eine Sache für einen Steve Jobs Moment, der zur richtigen Zeit, die richtige Lösung findet, wie damals mit dem iPhone. So wie damals vor dem iPhone Smartphones fast durchgehend inkonsistente und schrottige Konzepte anboten, so sieht es heute mit den GUIs aus... kein Lichtblick am Horizont... :/

  2. Re: sollte eine GUIs Trends hinterherhecheln?

    Autor: F4yt 15.07.14 - 20:14

    Ich finde es auch recht interessant, wie man immer wieder beobachten kann, wie der eine dem anderen dinge Nachempfindet. Während MS zu XP und Vista-Zeiten Richtung Mac OS schielte, orientiert sich iOS und nun auch Mac OS an „The style formerly known as Metro“. Alles wurde flacher. KDE geht nun auch in die Richtung und GNOME ist bei Mac OS <= 10.7 „angekommen“. Überall findet man nun Schiebeschalterchen statt Kontrollkästchen (Häkchen) (bei KDE noch nicht so verbreitet, bei GNOME dafür umso mehr).

    Was wirklich eigenes hat irgendwie keiner. Wobei ich dazu nun auch sagen muss, das ich nun auch kein bahnbrechendes Konzept aus dem Ärmel schütteln kann. Einzig und allein die weitere Abstrahierung des Dateisystems (wie es auf Mobilgeräten nun schon stattfindet) schwirrt mir schon länger im Kopf herum...

  3. Re: sollte eine GUIs Trends hinterherhecheln?

    Autor: smurfy 15.07.14 - 20:18

    Moriati schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein wirklich innovatives Konzept wäre einen Desktopmanager für beide
    > Oberflächen (Mouse und Touch bzw. Mobil) zu gestalten und damit meine ich
    > nicht, dass ich unter Linux unter tausend Alternativen auswählen kann,
    > sondern ein in sich konsistentes Konzept mit zwei Varianten. Wer das
    > hinbekommt, der könnte sicher den Markt damit umkrempeln. Momentan sehe ich
    > weit und breit keinen Anbieter -ob kommerziell oder Open Source-, der da
    > auch nur ansatzweise rankommt.

    Einer der Ziele von Frameworks 5 / Plasma 5 war es genau dies zu erreichen. Die verschiedenen Oberflächen für Desktop und Mobile wurden zu einer Oberfläche vereint, die bei Bedarf umgeschaltet werden kann. Lies dir doch mal die Blogs zu KDE (http://planetkde.org) in den letzten 12 Monaten durch. Da wirst du einige Beiträge dazu finden. Ob es nun in sich Konsistent ist, oder ob die Umsetzung noch nicht ausgereift ist, darüber kann man sich natürlich streiten. Aber das Ziel zu Plasma 5 ist von der KDE-Community dennoch klar vorgebracht worden.

  4. Re: sollte eine GUIs Trends hinterherhecheln?

    Autor: Moriati 15.07.14 - 20:30

    Ich habe da wahrlich auch kein Konzept. Ich würde auch niemals behaupten, dass ich dazu in der Lage bin. Daher auch mein Hinweis auf den "Steve Jobs Moment".... irgend wer, der echtes Talent für sowas hat und wenn es nur darin besteht ausgebildete Designer in die richtige Richtung zu lenken, muss es reissen. Ganz besonders Metro aber sieht nach nichts dergleichen aus und auch dieses neue KDE Design ist definitiv nicht der große Sprung.

  5. Re: sollte eine GUIs Trends hinterherhecheln?

    Autor: Moriati 15.07.14 - 20:35

    smurfy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Einer der Ziele von Frameworks 5 / Plasma 5 war es genau dies zu erreichen.
    > Die verschiedenen Oberflächen für Desktop und Mobile wurden zu einer
    > Oberfläche vereint, die bei Bedarf umgeschaltet werden kann. Lies dir doch
    > mal die Blogs zu KDE (planetkde.org in den letzten 12 Monaten durch. Da
    > wirst du einige Beiträge dazu finden. Ob es nun in sich Konsistent ist,
    > oder ob die Umsetzung noch nicht ausgereift ist, darüber kann man sich
    > natürlich streiten. Aber das Ziel zu Plasma 5 ist von der KDE-Community
    > dennoch klar vorgebracht worden.

    Ich will ja auch kein abschließendes Urteil fällen und bin durchaus bereit mir die nächsten Entwicklungsschritte anzuschauen. In der aktuellen Variante sieht es für mich in der Desktopvariante aber leider deutlich zu sehr nach Reduktion aus. Aber wenn genau der Punkt, den ich oben angesprochen habe, das Ziel des Konzeptes ist, dann werde ich es auf jeden Fall aufmerksam verfolgen.

  6. Re: sollte eine GUIs Trends hinterherhecheln?

    Autor: pythoneer 15.07.14 - 20:38

    F4yt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > GNOME ist bei Mac OS <= 10.7 „angekommen“.

    Das erklärt auch warum der neue Safari in Yosemite wie eine 1:1 Kopie vom Gnome Browser aussieht, weil Gnome jetzt bei MacOS 10.7 ist ...



    Gnome ist laut deiner Auffassung bestimmt schon so alt, dass MacOS wieder auf "Retro" macht und an alte Konzepte zyklisch anschließt. Darum sieht es für den "unbedarften" Betrachter jetzt so aus als würde Apple bei Gnome klauen. Der schlaue Apple User weiß allerdings, dass Gnome so sehr MacOS hinterherhinkt, dass wenn Gnome eine Sache von Apple kopiert hat, es bei Apple schon wieder sooo aaaalt ist, dass man es wieder als RetroDesign einführen kann. Demnach hängt Gnome hier zwei Generationen hinterher! Du hast völlig recht!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.07.14 20:43 durch pythoneer.

  7. Re: sollte eine GUIs Trends hinterherhecheln?

    Autor: Nephtys 15.07.14 - 20:54

    Moriati schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vorab: Ich finde das Design extrem hässlich. Sowas ist aber halt
    > Geschmackssache.
    >
    > Der Mode zu flachen Designs hin hinterherzuhecheln, halte ich aber
    > -unabhängig davon wie mein persönliches Geschmacksempfinden ist- einfach
    > nur für kurzsichtig.
    >
    > Man muss ja nicht wie bei Microsoft vor Windows 8 3D Effekte und
    > Spielzeuglook ins Extrem treiben, aber Kontraste und auch Tiefeneffekte
    > können durchaus sinnvolle Designelemente einer GUI sein, denn sie dienen
    > zur optischem Abgrenzung von Funktionsbereichen.
    > Der Hintergrund ist natürlich sicherlich der Ansatz die GUI für mobile
    > Touch-Geräte anzupassen, aber wieso den Fehler Microsofts nachmachen, wenn
    > selbst die mit ihrer gigantischen Marktmacht daran scheitern?

    Absolut irrsinnige Idee. Metro und Co. wurden nicht für Touch-Geräte erdacht, sondern für heutige Bildschirme die viel größere DPI Zahlen und Farbräume abdecken als die von einst, und auch noch heller sind. Ergo kann man besser mit Schatierungen arbeiten. Und genau das tun diese Designs wie Metro auch. Zu sagen das Design vereinfacht nur alles auf 2D und einfarbig ist viel zu kurzsichtig.

    Übrigens hat Google bereits den nächsten Schritt gemacht, mit Material. Das optimiert auch noch das visuelle Feedback bei Interaktionen mit der GUI. Daran mangelt es Desktop-GUIs noch.

    Die Entwicklung aber grundsätzlich abzulehnen ist idiotisch. Warum sollte man den früheren Trend fortsetzen, immer kompliziertere 3D-Effekte zu erzeugen, mit verschiedenen Transparenzen, gewölbten Oberflächen und Co?
    Niemand benutzt floating WMs wirklich noch mit vielen Fenstern. Tiling ist beliebt, auch bei Windows, Mate, Cinnamon, Gnome, Unity und KDE. Das benutzen die Endnutzer dann im Endeffekt auch für Multitasking.
    Da macht es keinen Sinn auf Transparenz zu setzen, oder auf 3D-Wölbungen um eine Tiefe zu erzeugen.
    Stattdessen arbeitet man doch besser mit einfachem Schattenwurf und harten Kanten. Das unterstützt den Trend zum Tiling.

    Wer ehrlich ist, sieht das auch ein. Niemand hat mehr 20 Fenster offen und ordnet sie hintereinander an. Stattdessen benutzt man den Raum entweder mit Fullscreen-Programmen (vorallem beim Browser) oder Splitscreen-Modus. Oder eben etwas komplizierte Aufteilungen, die aber trotzdem mit Tiling arbeiten.

    Usability profitiert von diesen neuen Pseudo-2D-Designs. Diejenigen, die dagegen etwas sagen, haben eher anderswo Probleme. Z.B. nehmen viele an, dass Splitscreen so wie in Windows 8.0 wäre... oder dass es einen Zwang zu Fullscreen gibt wie mit Metro-Apps. Diese Angst ist weitgehend unbegründet. Microsoft hat hier nur den ersten Schritt gemacht, und eben experimentiert mit dem, was die wirklichen Nutzer am Ende wie gut annehmen.
    Könnte Windows in Zukunft einen Splitscreen von 2x2 mit beliebiger Kombination pro Bildschirm ermöglichen, ich würde lauter Metro-Apps verwenden. Denn mehr als 4 Ecken unterstützt beim Tiling nichtmal KDE.

    Usability > Gewohnheit. So muss die Ungleichung aussehen. Auch wenn man im Golem-Board dann wieder doofe Sprüche ertragen muss.

    Und nein, das ganze hat NICHTS mit Touch zu tun, sondern mit Chrome, Firefox und Co. Seht das bitte ein. Wer dies nicht einsieht, der kommt niemals zu einer richtigen Begründung für die UI-Trends, die in den letzten 10 Jahren aufkamen.

  8. Re: sollte eine GUIs Trends hinterherhecheln?

    Autor: pythoneer 15.07.14 - 21:03

    Nephtys schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Denn mehr als 4 Ecken unterstützt beim Tiling nichtmal KDE.

    Ach wirklich?
    https://www.youtube.com/watch?v=TAnGqRq45sE

  9. Re: sollte eine GUIs Trends hinterherhecheln?

    Autor: violator 15.07.14 - 21:15

    Moriati schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > aber wieso den Fehler Microsofts nachmachen, wenn
    > selbst die mit ihrer gigantischen Marktmacht daran scheitern?

    MS ist damit gescheitert, weil MS als uncool gilt und alles was sie machen ist falsch und schlecht. Hätte Apple damit angefangen wäre Flatdesign jetzt das beste und tollste überhaupt.

    Ausserdem ist es Quatsch einen Stil als "schlecht" zu bezeichnen. Schlecht kann nur die Umsetzung sein aber nicht der Stil an sich. Eigentlich ist Minimalismus sogar wesentlich besser für eine GUI geeignet, weil man eben alles unnötige entfernt und auf das Nötigste reduziert, damit eben der eigentliche Inhalt im Vordergrund steht. Aber Minimalismus ist eben schwer gut umzusetzen, auch wenn viele denken dass das ja viel einfacher ist, weil man viel weniger Elemente nutzen muss.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.07.14 21:17 durch violator.

  10. Re: sollte eine GUIs Trends hinterherhecheln?

    Autor: F4yt 15.07.14 - 21:42

    Genau, wir machen den Desktop am Browser fest, ganz großes Tennis.

    Abgesehen davon geht's um die Annäherung von GNOME an Mac OS und nicht umgekehrt, Während Mac OS seit den ersten Designs so ziemlich unverändert blieb, hat sich GNOME mit der Version 3 sehr an Mac OS angenähert. Ob der Umstand, dass Apple nun das Browser-Design bei GNOME geklaut hat (setzt den Browser überhaupt wer ein? Bei RHEL ist immer Firefox vorinstalliert...), nun positiv oder negativ (für wen auch immer) zu werten ist, bleibt jedem selbst überlassen.

    Bei Mac OS hat sich seit der Umstellung zu Unified auch nicht mehr so wahnsinnig viel getan. Von daher halte ich meinen 10.7 Vergleich immernoch für gerechtfertigt.

    Abgesehen sprechen deine... na ja, wie soll ich's nennen... Strohmann-Argumente(?) (passt nicht ganz...) nicht gerade für dich...

  11. Re: sollte eine GUIs Trends hinterherhecheln?

    Autor: Anonymer Nutzer 15.07.14 - 22:19

    @ pythoneer

    Ich würde nicht alles was ein Blogger(der nicht mehr als sieben Leser hat) schreibt,sofort und ohne es zu hinterfragen glauben.

    Das ist Safari in der Version 3.0.3 von 2007


    Du kannst ja selber mal in Erfahrung bringen wie Epiphany zu der Zeit ausgesehen hat. Oder du guckst dir einfach das Bild hier an.Und das ist sogar erst von 2009. Du bist schlicht und einfach auf eine Aussage von jemanden hereingefallen, der selbst keine Ahnung hat,oder einfach nur Stimmung machen will.
    Es ist nämlich ganz leicht und völlig eindeutig belegbar, dass die Sache genau umgekehrt ablief.

  12. Re: sollte eine GUIs Trends hinterherhecheln?

    Autor: Fedelix 15.07.14 - 22:37

    Es ist offensichtlich (und das meine ich nicht im negativen Sinn), dass sich das Gnome-Team damals bei Mac OS X etwas abgeschaut hat und die Gestaltung des Betriebssystems stärker an Mac OS X angelehnt hat und weniger an Windows.

    Das fällt z. B. dort auf (beziehe mich auf Ubuntu):

    * Mac OS X: Menüleiste am oberen Bildschirmrand, Gnome: ebenfalls, Windows: im Fenster eingebaut
    * Mac OS X: Gestaltung des Finders, Gnome: „Files“ hat exakt den gleichen Aufbau, Windows: Baumansicht auch links aufrufbar, Ribbon
    * Mac OS X: Papierkorb (mit einer „Entleeren“-Leiste), Gnome: „Trash“ hat ebenfalls exakt den gleichen Aufbau mit dieser Leiste, Windows: gibt’s nicht
    * Mac OS X: Rechter Mausklick auf den Schreibtisch - Anordnung der Kontextmenüpunkte, Gnome: hier nahezu identisch
    * Mac OS X: Systemeinstellungen, Gnome: „System Settings“ vom Aufbau und der Gestaltung nahezu identisch, Windows: komplett anders
    * Ansonsten sind viele Menüs vom Aufbau stärker an Mac OS X angelehnt als an Windows (wenn man die Menüs nebeneinander vergleicht)
    * Mac OS X: Fensterelemente (Schließen, Verkleinern) oben links, Gnome: ebenfalls oben links, Windows: oben rechts

    Wie gesagt, das ist nicht negativ gemeint, sondern ich finde es super, dass sich die Entwickler von Gnome etwas abgeschaut haben. Das zeigt vor allem den Willen, ein nutzerfreundliches System schaffen zu wollen.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 15.07.14 22:39 durch Fedelix.

  13. Re: sollte eine GUIs Trends hinterherhecheln?

    Autor: Wander 15.07.14 - 22:50

    pythoneer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ach wirklich?
    > www.youtube.com

    Wobei man sagen muss, dass die im Video beschriebene Implementation schon vor ein oder zwei Jahren aus Kwin entfernt wurde - der Code wurde nicht gepflegt und hatte einige Probleme mit dem Multi-Monitor-Betrieb.

    Mittlerweile scheint Tiling aber als Kwin-Skript realisiert worden zu sein. Ob das allerdings etwas taugt kann ich nicht sagen.

  14. Re: sollte eine GUIs Trends hinterherhecheln?

    Autor: Wander 15.07.14 - 23:07

    Ein paar kleine Korrekturen:

    Fedelix schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist offensichtlich (und das meine ich nicht im negativen Sinn), dass
    > sich das Gnome-Team damals bei Mac OS X etwas abgeschaut hat und die
    > Gestaltung des Betriebssystems stärker an Mac OS X angelehnt hat und
    > weniger an Windows.
    >
    > Das fällt z. B. dort auf (beziehe mich auf Ubuntu):

    Ubuntu hat aber nur bedingt etwas mit GNOME zu tun -- etliche Design-Entscheidungen wurden von Canonical getroffen und finden sich nur unter Unity wieder.

    > * Mac OS X: Menüleiste am oberen Bildschirmrand, Gnome: ebenfalls, Windows:
    > im Fenster eingebaut

    GNOME hat keine eigentliche Menüleiste am oberen Bildschirmrand, du meinst Unity. GNOME 3 trennt Anwendungs- und Fenster-spezifische Menüpunkte jeweils in einem eigenen Dropdown-Menü.

    > * Mac OS X: Gestaltung des Finders, Gnome: „Files“ hat exakt
    > den gleichen Aufbau, Windows: Baumansicht auch links aufrufbar, Ribbon

    Nein der Aufbau ist ähnlich, nicht exakt gleich. Die Suchleiste hat eine andere Position, die Baumansicht und Toolbar ist anders strukturiert und Nautilus/Files verfügt über keine derartige Statusleiste.

    > * Mac OS X: Fensterelemente (Schließen, Verkleinern) oben links, Gnome:
    > ebenfalls oben links, Windows: oben rechts

    GNOME hatte die Fensterelemente schon immer auf der rechten Seite, du meinst Unity.

    > Wie gesagt, das ist nicht negativ gemeint, sondern ich finde es super, dass
    > sich die Entwickler von Gnome etwas abgeschaut haben. Das zeigt vor allem
    > den Willen, ein nutzerfreundliches System schaffen zu wollen.

    Das sehe ich ähnlich.

  15. Re: sollte eine GUIs Trends hinterherhecheln?

    Autor: Nephtys 15.07.14 - 23:33

    Wander schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > pythoneer schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ach wirklich?
    > > www.youtube.com
    >
    > Wobei man sagen muss, dass die im Video beschriebene Implementation schon
    > vor ein oder zwei Jahren aus Kwin entfernt wurde - der Code wurde nicht
    > gepflegt und hatte einige Probleme mit dem Multi-Monitor-Betrieb.
    >
    > Mittlerweile scheint Tiling aber als Kwin-Skript realisiert worden zu sein.
    > Ob das allerdings etwas taugt kann ich nicht sagen.


    Wobei dieses Tiling nicht wirklich Tiling ist, sondern eben nur per Script das Layout erzeugt. Ohne direktes Snapping und ohne gleitende Kanten.
    Ist natürlich nett, und hab ich auch schon häufiger probiert... aber es ist einfach nur ein Script, und nicht fest integriert. Da sind die Möglichkeiten eben begrenzt

  16. Re: sollte eine GUIs Trends hinterherhecheln?

    Autor: Seitan-Sushi-Fan 16.07.14 - 00:45

    F4yt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genau, wir machen den Desktop am Browser fest, ganz großes Tennis.

    Der Dunkel-Modus von Yosemite sieht aus wie Gnome Shell.

  17. Re: sollte eine GUIs Trends hinterherhecheln?

    Autor: Seitan-Sushi-Fan 16.07.14 - 00:56

    Moriati schrieb:
    -----------------------------------------------------

    > Der Mode zu flachen Designs hin hinterherzuhecheln, halte ich aber
    > -unabhängig davon wie mein persönliches Geschmacksempfinden ist- einfach
    > nur für kurzsichtig.

    Das ist nicht kurzsichtig, das ist einfach Mode und wenn man der Mode nicht folgt, meckern die anderen. In zwei bis fünf Jahren werden GUIs wieder plastischer sein.
    Dieses Hin und Her gibt es seit es GUIs gibt. Also entspann dich und wähle einfach ein anderes Theme aus. Fertig.



    > Ein wirklich innovatives Konzept wäre einen Desktopmanager für beide
    > Oberflächen (Mouse und Touch bzw. Mobil) zu gestalten und damit meine ich
    > nicht, dass ich unter Linux unter tausend Alternativen auswählen kann,
    > sondern ein in sich konsistentes Konzept mit zwei Varianten. Wer das
    > hinbekommt, der könnte sicher den Markt damit umkrempeln.

    Genau das ist der Ansatz von Plasma:
    https://commons.wikimedia.org/wiki/File:KDE_Plasma_Workspaces_4.8.png

  18. "..vor dem iPhone Smartphones fast durchgehend inkonsistente und schrottige Konzepte anboten"

    Autor: Yes!Yes!Yes! 16.07.14 - 08:07

    Alles klar... Welches Smartphone hast du denn vor dem iPhone gekannt?
    Ich hatte 2 "Windows Mobile"-Geräte im Einsatz. Da war nichts "inkonsistent" oder "schrottig". Lediglich "Active Sync" hat genervt, wurde ja aber von Apple mit iTunes perfekt nachgebaut...

  19. Re: sollte eine GUIs Trends hinterherhecheln?

    Autor: Moriati 16.07.14 - 09:08

    Nephtys schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Absolut irrsinnige Idee. Metro und Co. wurden nicht für Touch-Geräte
    > erdacht, sondern für heutige Bildschirme die viel größere DPI Zahlen und
    > Farbräume abdecken als die von einst, und auch noch heller sind. Ergo kann
    > man besser mit Schatierungen arbeiten. Und genau das tun diese Designs wie
    > Metro auch. Zu sagen das Design vereinfacht nur alles auf 2D und einfarbig
    > ist viel zu kurzsichtig.

    Das ist jawohl ein schlechter Witz von dir oder? Metro benutzt eine Handvoll (grauenhaft hässlicher) Farben und wenn ich mir die Umsetzungen bei den Anwendungen wie dem Office-Paket anschaue, dann haben die jegliche Kontraste auf ein Minimum reduziert. Gerade Outlook ist da ein perfektes Beispiel dafür, wie man dadurch Übersicht verliert, jedenfalls dann, wenn man damit etwas umfangreicher mit einer Vielzahl eingebundener Postfächer arbeitet. Ich habe das ca. ein halbes Jahr versucht, bin dann aber irgend wann entnervt zu 2010 zurück.

    > Die Entwicklung aber grundsätzlich abzulehnen ist idiotisch. Warum sollte
    > man den früheren Trend fortsetzen, immer kompliziertere 3D-Effekte zu
    > erzeugen, mit verschiedenen Transparenzen, gewölbten Oberflächen und Co?

    Ich habe die vorherigen Konzepte nicht als die ideale Lösung bezeichnet.

    > Niemand benutzt floating WMs wirklich noch mit vielen Fenstern. Tiling ist
    > beliebt, auch bei Windows, Mate, Cinnamon, Gnome, Unity und KDE. Das
    > benutzen die Endnutzer dann im Endeffekt auch für Multitasking.

    Metro ist jawohl weit mehr als das.

    > Wer ehrlich ist, sieht das auch ein. Niemand hat mehr 20 Fenster offen und
    > ordnet sie hintereinander an. Stattdessen benutzt man den Raum entweder mit
    > Fullscreen-Programmen (vorallem beim Browser) oder Splitscreen-Modus. Oder
    > eben etwas komplizierte Aufteilungen, die aber trotzdem mit Tiling
    > arbeiten.

    Ach so, ich bin also mir selbst gegenüber unehrlich, wenn ich nach einem Jahr Metro-Versuch es aufgegeben habe, weil es einfach nur einschränkt und das Arbeiten verlangsamt? Diese GUI ist in keinster Weise Desktop-tauglich.
    Und wer benutzt denn bitte sehr einen Browser auf einem 16:9 Display ab 24" im Fullscreen? Das macht absolut keinen Sinn, es sei denn man steht darauf links und rechts im Browser endlos leere Flächen zu haben. Das letzte Mal, dass ich einen Browser im Fullscreenmodus benutzt habe war zu 4:3 Displayzeiten.

    > Usability profitiert von diesen neuen Pseudo-2D-Designs. Diejenigen, die
    > dagegen etwas sagen, haben eher anderswo Probleme. Z.B. nehmen viele an,
    > dass Splitscreen so wie in Windows 8.0 wäre... oder dass es einen Zwang zu
    > Fullscreen gibt wie mit Metro-Apps. Diese Angst ist weitgehend unbegründet.

    Das Problem mit Metro ist der ständige Bruch und der Versuch Desktop und Touch in nur einer GUI zusammenzuführen. Das macht Metro sowohl bei Touch als auch auf dem Desktop einfach nur schlecht. Und ja, ich habe damit Job-bedingt auf beiden Plattformen ständig zu tun und der Bruch im Bedienkonzept ist ebenso auch auf Touch-Geräten vorhanden. Praktisch alle wichtigen administrativen Tätigkeiten landen dort auf dem Desktop und sind somit mittels Touch nur sehr eingeschränkt und langsam zu bedienen.

    > Microsoft hat hier nur den ersten Schritt gemacht, und eben experimentiert
    > mit dem, was die wirklichen Nutzer am Ende wie gut annehmen.

    Ach, die "wirklichen Nutzer"? Komischerweise bin ich täglich berufsbedingt in Kontakt mit genau dieser Gruppe und höre von denen eigentlich nie etwas Positives über Windows 8 sagen. Klar, ist nicht repräsentativ, aber dass Microsoft mit Windows 9 Metro standardmäßig deaktivieren will, wird wohl doch irgendwo eine Basis haben... und nicht nur aufgrund ein paar ewig gestriger Meckerheinis entschieden worden sein.

    > Usability > Gewohnheit. So muss die Ungleichung aussehen. Auch wenn man im
    > Golem-Board dann wieder doofe Sprüche ertragen muss.

    Falsch. 95% der Menschen wollen Gewohnheit, weil Computer für sie nur ein Arbeitswerkzeug sind und ständige Veränderungen verlangsamen ihr Arbeiten ohne auch nur irgendwie einen Mehrwert zu liefern. MS hat das in der Vergangenheit eigentlich schon sehr richtig gemacht indem sie Veränderungen in der GUI nur sehr schleichend umgesetzt haben und meistens sogar Einstellungsmöglichkeiten für ein komplettes zurück vorhanden waren.

    > Und nein, das ganze hat NICHTS mit Touch zu tun, sondern mit Chrome,
    > Firefox und Co. Seht das bitte ein. Wer dies nicht einsieht, der kommt
    > niemals zu einer richtigen Begründung für die UI-Trends, die in den letzten
    > 10 Jahren aufkamen.

    Ich brauch keine Begründungen dafür. Ich bin seit Mitte der 80er im Thema und das reicht mir aus um zu wissen, dass das nichts weiter als ein Trend ist und ganz sicher noch nicht einmal ansatzweise eine Entwicklung darstellt, die so in die Zukunft fortgeschrieben wird. Wir können uns ja gerne in 10 Jahren hier noch mal sprechen...

  20. Re: sollte eine GUIs Trends hinterherhecheln?

    Autor: F4yt 16.07.14 - 10:53

    Du, kann gut sein, habe mit Yosemite nichts am Hut.

    Meinen Mac habe ich vor gut zwei Jahren weiter gegeben, als ich ein Arbeitsnotebook gestellt bekommen habe. Zwei Geräte mit mir rumzuschleppen war dann doch irgendwann anstrengender als zunächst gedacht.

    Bevor das Teil nur in der Ecke rumliegt und der Akku vergammelt... hat aber auch noch 10.7 drauf, glaube ich. Wollte dem Besitzer den Umstieg auf alles danach kommende erstmal ersparen.

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