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schon wieder ein neuer server?

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  1. Re: schon wieder ein neuer server?

    Autor: /mecki78 07.03.13 - 00:59

    PyCoder schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > 4) Es gibt genau zwei relevante Init-System: SystemD und Upstart

    Es gibt auch immer noch SysVinit. Das ist z.B. nach wie vor das Default Init System von Debian und Debian ist nach wie vor eine der weit verbreiteten Distributionen (vor allem im Serverbereich; aber ich kenne auch viele Old School Desktop Nutzer, die Debian allen anderen Distris vorziehen). Auch basieren viele Distributionen auf Debian und bei weiten nicht alle haben bereits von SysVinit weg migriert.

    Es gibt auch OpenRC, das Init System von Gentoo und auf Gentoo basierenden Dsitris, wie z.B. Sabayone, das zwar auf Gentoo basiert, aber fast ausschließlich Binärpakete statt Sourcepakete verwendet.

    > 5) Es gibt genau zwei relevante Desktops: Gnome und KDE

    Umm... komisch. Da nennst du oben Upstart, das Init System von Ubuntu (andere haben das zwar übernommen, aber entwickelt wurde es für Ubuntu und gewartet wird es von Canonical Mitarbeitern), ignorierst dann aber Ubuntu's Desktop in deiner Aufzählung. Dabei wurde doch gerade Unity erst hier im Artikel erwähnt.

    Auch steigt die Zahl der Mate Nutzer täglich an. Viele Nutzer sind mit Gnome 3 unzufrieden, aber Gnome 2 wird nicht weiterentwickelt (höchstens noch kritische Bugs gefixed). Mate ist ein Gnome 2 Fork, d.h. er behält Look & Feel von Gnome 2, wird aber sehr aktiv weiterentwickelt. D.h. Mate ist sozusagen das, was Gnome 3 geworden wäre, wenn sie nicht alle Konzepte und die komplette UI über den Haufen geworden hätten.

    Auch vergisst du einen Desktop den ich sehr gerne mag und der auch relativ viele Nutzer hat, vor allem auf schwachen Maschinen, weil er eben sehr wenig Resourcen braucht: Xfce. Wenn ich die Wahl habe, ist mir Xfce am liebsten. Der Desktop ist zwar extrem minimalistisch, aber genau das gefällt mir so. Und Xfce ist ein echter Desktop, nicht nur ein Fenstermanager: er hat eine Task Leiste, er hat einen Start Button, er liefert einen Dateimanager mit und Windowsnutzer, die sich noch an die die Pre-XP Zeit erinnern, werden in der Regel sehr schnell warm mit Xfce.

    > 7) Es gibt genau einen relevanten Sound-Daemon: PulseAudio

    Naja, bis KDE 3 gab es noch ats, den Sound Daemon von KDE. Erst mit KDE4 wurde der entsorgt. ats ist heute tatsächlich legacy. Jetzt nutzt KDE Phonom. Phonom wiederum nutzt zur Audioausgabe entweder Gstreamer oder VLC und die wiederum können dann auf PulseAudio oder direkt auf ALSA aufsetzen; wobei seit KDE 4.5 arbeiten die KDE Entwickler daran, das Phonom direkt auf Pulse Audio aufsetzen kann (seit 4.6 geht das sogar schon richtig gut).

    Es gibt aber immer noch ESD (Enlightened Sound Daemon), der für Enlightment entwickelt wurde und früher auch der Sound Daemon von Gnome war. Mittlerweile hat Gnome den zwar entsorgt, aber Enlightment verwendet ihn nach wie vor. Außerdem war das der aller erste Sound Daemon seiner Art, weswegen er immer noch von sehr vielen Apps direkt unterstützt wird (die zwar meistens schon etwas älter, aber deswegen noch lange nicht unbrauchbar sind). Wie wichtig ESD ist bzw. war sieht man daran, das PulseAudio es direkt emulieren kann... bzw. konnte, ich glaube dieser Code ist mittlerweile rausgeflogen.

    Ich würde aber noch JACK nennen. Gerade im professionellen Audiobereich ist JACK immer PulseAudio vorzuziehen, da es einfach um Welten niedrigere Latenzen hat. Mit Professionell meine ich Apps wie Ardour oder LinuxSampler.

    > 2) Es gibt die LSB

    Die fast alle Distributionen irgendwo irgendwie verletzen, und zwar meistens sogar mit Absicht.

    Abgesehen davon, dass ich sie schwachsinnig finde. Zum einen basiert sie auf einem alten Legacy UNIX Dateisystem, das nicht "mit einem Master Plan" erstellt wurde, sondern aus der Not heraus geboren ist. Bestimmt bist du schon mal über eine Datei oder ein Verzeichnis gestolpert und hast dich gefragt "Warum liegt das dort und da? Warum heißt das so und nicht so?" und die LSB gibt da auch keine Antwort, sie sagt halt, muss so sein. Wenn man dann aber mal nachschaut, warum das damals so gemacht wurde (und damals heißt lange bevor Linus eine Zeile Linux Kernel Code geschrieben hatte), dann stellt man fest, dass es schon damals keinen Sinn ergeben hat, aber man es so machen musste, weil es damals nicht anders ging (z.B. aufgrund von Hardware Limitierungen).

    z.B. "/usr" wurde aus keinen der Gründe geboren, die man heute vorschiebt. "/usr" wurde gemacht, weil kein Platz mehr auf der Diskette für weitere Befehle in "/bin" war, also hat man neue Befehle auf das "/bin" Verzeichnis einer zweiten Diskette in einem zweiten Diskettenlaufwerk ausgelagert und diese ganze Diskette wurde nach "/usr" gemounted, deswegen teilen sich die Programme in "/bin" und "/usr/bin" auf. DAS ist der einzig wahre Grund! Auch folgt die Aufteilung entgegen aller Behauptungen keinen logischen Muster, sie ist praktisch zufällig, bzw. zeitlich. Alle Befehle die erst dann geschrieben wurden, als die erste Diskette voll waren, landeten eben auf der zweiten. Und solche Idiotien ziehen sich durch den ganzen LSB. "/sbin" hat z.B. nichts mit System- oder privilegierten Befehlen zu tun, denn S steht nicht für System, S steht für STATISCH. Dort lagen statische Binaries, die keine externen Libraries benutzten.

    Und zum anderen behindert es den Fortschritt. So kann man nicht einfach Konfigurationsdateien woanders hin schieben oder ihr Format ändern, da die LSB vorschreibt wo diese Dateien liegen müssen, wie sie heißen und damit indirekt auch deren Format (denn natürlich wird erwartet, dass diese Dateien an dieser Position mit diesem Namen auch einen Inhalt in einem ganz bestimmten Format haben - Skripte verlassen sich z.B. darauf). Statt dass man so etwas offen lässt und stattdessen vorschreibt, es muss einen Befehl geben (Binary oder Skript), der eben bestimmte Informationen in einem bestimmten Format ausgibt. Ob er die jetzt eins zu eins so aus einer Datei nimmt (Skript mit Inhalt "cat /etc/whatever") oder von ganz woanders holt, dann konvertiert und dann im geforderten Format ausgibt, das könnte dem Skript das diese Informationen parsen will, völlig egal sein.

    Nicht umsonst wurden solche Dinge im POSIX Standard absichtlich nicht spezifiziert. Überhaupt macht der POSIX Standard so gut wie keine Angaben welche Dateien wo zu liegen haben und was deren Inhalt sein muss (mit einigen, wenigen Ausnahmen, wie z.B. cron.allow and cron.deny)

    /Mecki

  2. Re: schon wieder ein neuer server?

    Autor: Thaodan 07.03.13 - 01:15

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > PyCoder schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > 4) Es gibt genau zwei relevante Init-System: SystemD und Upstart
    >
    > Es gibt auch immer noch SysVinit. Das ist z.B. nach wie vor das Default
    > Init System von Debian und Debian ist nach wie vor eine der weit
    > verbreiteten Distributionen (vor allem im Serverbereich; aber ich kenne
    > auch viele Old School Desktop Nutzer, die Debian allen anderen Distris
    > vorziehen). Auch basieren viele Distributionen auf Debian und bei weiten
    > nicht alle haben bereits von SysVinit weg migriert.
    >
    > Es gibt auch OpenRC, das Init System von Gentoo und auf Gentoo basierenden
    > Dsitris, wie z.B. Sabayone, das zwar auf Gentoo basiert, aber fast
    > ausschließlich Binärpakete statt Sourcepakete verwendet.
    >
    > > 5) Es gibt genau zwei relevante Desktops: Gnome und KDE
    >
    > Umm... komisch. Da nennst du oben Upstart, das Init System von Ubuntu
    > (andere haben das zwar übernommen, aber entwickelt wurde es für Ubuntu und
    > gewartet wird es von Canonical Mitarbeitern), ignorierst dann aber Ubuntu's
    > Desktop in deiner Aufzählung. Dabei wurde doch gerade Unity erst hier im
    > Artikel erwähnt.
    Unity ist GNOME nur eben mit Unity stat GNOME Shell, wenn man auf Qt umstelt wird man entweder die fehlenden DE bezogenen Dinge neu machen müssen oder sie zb. von KDE nehmen (vieles wird auf Dauer auch nach Qt5 davon kommen)
    > Auch steigt die Zahl der Mate Nutzer täglich an. Viele Nutzer sind mit
    > Gnome 3 unzufrieden, aber Gnome 2 wird nicht weiterentwickelt (höchstens
    > noch kritische Bugs gefixed). Mate ist ein Gnome 2 Fork, d.h. er behält
    > Look & Feel von Gnome 2, wird aber sehr aktiv weiterentwickelt. D.h. Mate
    > ist sozusagen das, was Gnome 3 geworden wäre, wenn sie nicht alle Konzepte
    > und die komplette UI über den Haufen geworden hätten.
    Bei Mate ist das Problem das man ähnlich wie bei Trinity gleich ganz GNOME geforked hat und jetzt das ganze updaten muss, geschweige den es auf GTK3 upgraden muss.

    > > 7) Es gibt genau einen relevanten Sound-Daemon: PulseAudio
    >
    > Naja, bis KDE 3 gab es noch ats, den Sound Daemon von KDE. Erst mit KDE4
    > wurde der entsorgt. ats ist heute tatsächlich legacy. Jetzt nutzt KDE
    > Phonom. Phonom wiederum nutzt zur Audioausgabe entweder Gstreamer oder VLC
    > und die wiederum können dann auf PulseAudio oder direkt auf ALSA aufsetzen;
    > wobei seit KDE 4.5 arbeiten die KDE Entwickler daran, das Phonom direkt auf
    > Pulse Audio aufsetzen kann (seit 4.6 geht das sogar schon richtig gut).
    du hgast nicht verstanden was Phonon ist, Phonon ist ein Wrapper für Audio/Video Schnittstellenn wie GStreamer oder VLC, aber nicht für die Audio Ausgabe Generell.
    Phonon ist Übrigends auch offizieller Bestandteil von Qt.

    > Es gibt aber immer noch ESD (Enlightened Sound Daemon), der für Enlightment
    > entwickelt wurde und früher auch der Sound Daemon von Gnome war.
    > Mittlerweile hat Gnome den zwar entsorgt, aber Enlightment verwendet ihn
    > nach wie vor. Außerdem war das der aller erste Sound Daemon seiner Art,
    > weswegen er immer noch von sehr vielen Apps direkt unterstützt wird (die
    > zwar meistens schon etwas älter, aber deswegen noch lange nicht unbrauchbar
    > sind). Wie wichtig ESD ist bzw. war sieht man daran, das PulseAudio es
    > direkt emulieren kann... bzw. konnte, ich glaube dieser Code ist
    > mittlerweile rausgeflogen.
    Pulseaudio emuliert ESD nicht es stellt den Dienst dazu direkt bereit

    Wahrung der Menschenrechte oder Freie fahrt am Wochenende.
    -- Georg Schramm

  3. Re: schon wieder ein neuer server?

    Autor: Anonymer Nutzer 07.03.13 - 02:55

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > PyCoder schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > 4) Es gibt genau zwei relevante Init-System: SystemD und Upstart
    >
    > Es gibt auch immer noch SysVinit. Das ist z.B. nach wie vor das Default
    > Init System von Debian und Debian ist nach wie vor eine der weit
    > verbreiteten Distributionen (vor allem im Serverbereich; aber ich kenne
    > auch viele Old School Desktop Nutzer, die Debian allen anderen Distris
    > vorziehen). Auch basieren viele Distributionen auf Debian und bei weiten
    > nicht alle haben bereits von SysVinit weg migriert.

    Dir ist klar, dass die Debian Leutchen schon darüber nachdenken systemd als Standard zu nehmen?

    Dir ist auch klar das systemd schon länger für Debian verfügbar ist?
    http://wiki.debian.org/systemd

    > Es gibt auch OpenRC, das Init System von Gentoo und auf Gentoo basierenden
    > Dsitris, wie z.B. Sabayone, das zwar auf Gentoo basiert, aber fast
    > ausschließlich Binärpakete statt Sourcepakete verwendet.

    Ich sprach von "relevant" und das ist OpenRC nun mal nicht!

    Und auch hier gibts schon systemd als Option und auch wurde schon darüber geredet ob man nicht systemd als Standard nehmen soll!!!

    gentoo ~ # emerge -s systemd
    Searching...
    [ Results for search key : systemd ]
    [ Applications found : 4 ]

    * sys-apps/systemd
    Latest version available: 197-r1
    Latest version installed: [ Not Installed ]
    Size of files: 2,006 kB
    Homepage: http://www.freedesktop.org/wiki/Software/systemd
    Description: System and service manager for Linux
    License: GPL-2 LGPL-2.1 MIT


    Das sag ich dir als Gentoo User!

    > > 5) Es gibt genau zwei relevante Desktops: Gnome und KDE
    >
    > Umm... komisch. Da nennst du oben Upstart, das Init System von Ubuntu
    > (andere haben das zwar übernommen, aber entwickelt wurde es für Ubuntu und
    > gewartet wird es von Canonical Mitarbeitern), ignorierst dann aber Ubuntu's
    > Desktop in deiner Aufzählung. Dabei wurde doch gerade Unity erst hier im
    > Artikel erwähnt.

    Die Basis von Unity ist GNOME!

    > Auch steigt die Zahl der Mate Nutzer täglich an. Viele Nutzer sind mit
    > Gnome 3 unzufrieden, aber Gnome 2 wird nicht weiterentwickelt (höchstens
    > noch kritische Bugs gefixed). Mate ist ein Gnome 2 Fork, d.h. er behält
    > Look & Feel von Gnome 2, wird aber sehr aktiv weiterentwickelt. D.h. Mate
    > ist sozusagen das, was Gnome 3 geworden wäre, wenn sie nicht alle Konzepte
    > und die komplette UI über den Haufen geworden hätten.

    1) Mate ist ein GNOME Fork
    2) Hat Mate nicht die relevant und Verbreitung des "original" Gnome
    3) Im Business Bereich spielt Mate keine Rolle

    > Auch vergisst du einen Desktop den ich sehr gerne mag und der auch relativ
    > viele Nutzer hat, vor allem auf schwachen Maschinen, weil er eben sehr
    > wenig Resourcen braucht: Xfce. Wenn ich die Wahl habe, ist mir Xfce am
    > liebsten. Der Desktop ist zwar extrem minimalistisch, aber genau das
    > gefällt mir so. Und Xfce ist ein echter Desktop, nicht nur ein
    > Fenstermanager: er hat eine Task Leiste, er hat einen Start Button, er
    > liefert einen Dateimanager mit und Windowsnutzer, die sich noch an die die
    > Pre-XP Zeit erinnern, werden in der Regel sehr schnell warm mit Xfce.

    Sag mal sprech ich Chinesisch oder verstehst du das Wort relevant nicht?

    Von mir aus kannst du noch gerne LXDE, OpenBox, Enlightment, Fluxbox, Red, AwesomeWM usw usf aufzählen.

    Die sind aber alle nicht relevant!

    Sie haben nicht die Verbreitung und nicht den Stellenwert den KDE/Gnome haben!!!


    > > 7) Es gibt genau einen relevanten Sound-Daemon: PulseAudio
    >
    > Naja, bis KDE 3 gab es noch ats, den Sound Daemon von KDE. Erst mit KDE4
    > wurde der entsorgt. ats ist heute tatsächlich legacy. Jetzt nutzt KDE
    > Phonom. Phonom wiederum nutzt zur Audioausgabe entweder Gstreamer oder VLC
    > und die wiederum können dann auf PulseAudio oder direkt auf ALSA aufsetzen;
    > wobei seit KDE 4.5 arbeiten die KDE Entwickler daran, das Phonom direkt auf
    > Pulse Audio aufsetzen kann (seit 4.6 geht das sogar schon richtig gut).

    Meine Güte...
    KDE 3 ist seit 2008 offiziell eingestellt!

    Phonon ist ein Framework, kein Sounddaemon!

    Desweiteren wurde Phonon zu einer Zeit entwickelt als PulseAudio noch garnicht existierte!

    > Es gibt aber immer noch ESD (Enlightened Sound Daemon), der für Enlightment
    > entwickelt wurde und früher auch der Sound Daemon von Gnome war.
    > Mittlerweile hat Gnome den zwar entsorgt, aber Enlightment verwendet ihn
    > nach wie vor. Außerdem war das der aller erste Sound Daemon seiner Art,
    > weswegen er immer noch von sehr vielen Apps direkt unterstützt wird (die
    > zwar meistens schon etwas älter, aber deswegen noch lange nicht unbrauchbar
    > sind). Wie wichtig ESD ist bzw. war sieht man daran, das PulseAudio es
    > direkt emulieren kann... bzw. konnte, ich glaube dieser Code ist
    > mittlerweile rausgeflogen.

    Wieder verstehst du das Wort "RELEVANT" nicht!

    Es gibt auch noch sicher irgendwelche Distrubtionen die, bestimmt noch einen 2.4 Kernel haben mit OSS und bestimmt noch ESD, artsD oder sonst was laufen, aber die sind nicht relevant.

    > Ich würde aber noch JACK nennen. Gerade im professionellen Audiobereich ist
    > JACK immer PulseAudio vorzuziehen, da es einfach um Welten niedrigere
    > Latenzen hat. Mit Professionell meine ich Apps wie Ardour oder
    > LinuxSampler.

    JACK, ist aber nicht der STANDARD sondern PulseAudio!

    > > 2) Es gibt die LSB
    >
    > Die fast alle Distributionen irgendwo irgendwie verletzen, und zwar
    > meistens sogar mit Absicht.
    >
    > Abgesehen davon, dass ich sie schwachsinnig finde. Zum einen basiert sie
    > auf einem alten Legacy UNIX Dateisystem, das nicht "mit einem Master Plan"
    > erstellt wurde, sondern aus der Not heraus geboren ist. Bestimmt bist du
    > schon mal über eine Datei oder ein Verzeichnis gestolpert und hast dich
    > gefragt "Warum liegt das dort und da? Warum heißt das so und nicht so?" und
    > die LSB gibt da auch keine Antwort, sie sagt halt, muss so sein. Wenn man
    > dann aber mal nachschaut, warum das damals so gemacht wurde (und damals
    > heißt lange bevor Linus eine Zeile Linux Kernel Code geschrieben hatte),
    > dann stellt man fest, dass es schon damals keinen Sinn ergeben hat, aber
    > man es so machen musste, weil es damals nicht anders ging (z.B. aufgrund
    > von Hardware Limitierungen).
    >
    > z.B. "/usr" wurde aus keinen der Gründe geboren, die man heute vorschiebt.
    > "/usr" wurde gemacht, weil kein Platz mehr auf der Diskette für weitere
    > Befehle in "/bin" war, also hat man neue Befehle auf das "/bin" Verzeichnis
    > einer zweiten Diskette in einem zweiten Diskettenlaufwerk ausgelagert und
    > diese ganze Diskette wurde nach "/usr" gemounted, deswegen teilen sich die
    > Programme in "/bin" und "/usr/bin" auf. DAS ist der einzig wahre Grund!
    > Auch folgt die Aufteilung entgegen aller Behauptungen keinen logischen
    > Muster, sie ist praktisch zufällig, bzw. zeitlich. Alle Befehle die erst
    > dann geschrieben wurden, als die erste Diskette voll waren, landeten eben
    > auf der zweiten. Und solche Idiotien ziehen sich durch den ganzen LSB.
    > "/sbin" hat z.B. nichts mit System- oder privilegierten Befehlen zu tun,
    > denn S steht nicht für System, S steht für STATISCH. Dort lagen statische
    > Binaries, die keine externen Libraries benutzten.
    >
    > Und zum anderen behindert es den Fortschritt. So kann man nicht einfach
    > Konfigurationsdateien woanders hin schieben oder ihr Format ändern, da die
    > LSB vorschreibt wo diese Dateien liegen müssen, wie sie heißen und damit
    > indirekt auch deren Format (denn natürlich wird erwartet, dass diese
    > Dateien an dieser Position mit diesem Namen auch einen Inhalt in einem ganz
    > bestimmten Format haben - Skripte verlassen sich z.B. darauf). Statt dass
    > man so etwas offen lässt und stattdessen vorschreibt, es muss einen Befehl
    > geben (Binary oder Skript), der eben bestimmte Informationen in einem
    > bestimmten Format ausgibt. Ob er die jetzt eins zu eins so aus einer Datei
    > nimmt (Skript mit Inhalt "cat /etc/whatever") oder von ganz woanders holt,
    > dann konvertiert und dann im geforderten Format ausgibt, das könnte dem
    > Skript das diese Informationen parsen will, völlig egal sein.
    >
    > Nicht umsonst wurden solche Dinge im POSIX Standard absichtlich nicht
    > spezifiziert. Überhaupt macht der POSIX Standard so gut wie keine Angaben
    > welche Dateien wo zu liegen haben und was deren Inhalt sein muss (mit
    > einigen, wenigen Ausnahmen, wie z.B. cron.allow and cron.deny)

    Toll, alle brüllen nach Standard und dann kommst du mit "sie behindern den Fortschritt" *rofl*

    Davon abgesehen gibts genau wie bei der FHS immer wieder Neuauflagen der LSB.



    PS. Relevant ist was die meiste Verbreitung hat und somit Standard.
    PPS. Schlag doch bitte mal nach was laut LPIC (Jaha die Prüfung meine ich) relevant ist.

  4. Re: Was genau muss denn unbedingt erneuert werden?

    Autor: bstea 07.03.13 - 06:24

    Das Video ist doch ein Beweis dafür, dass ein Großteil ohnehin nicht in der Lage ist plattformneutral zu programmieren und auch nicht gewillt ist, X zu erneuern. Das Gefrickel ist doch seit Jahren an der Tagesordnung von den Schönheitskorrekturen mal abgesehen passiert nicht viel.
    Ist ja keine Neuigkeit, dass Intel wenig Interesse an ein modernes X hat.

    BTW, die Stärken des Videos liegen in der Unterhaltung nicht im Informationsgehalt. Die gleichen Fakten gabs schon damals vom Glatzkopf Keith Jahre zuvor auf derselben Veranstaltung ohne Wayland Updates, den ich vom Hauptentwickler besser erklärt bekommen hätte.

    --
    Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!

  5. Re: Was genau muss denn unbedingt erneuert werden?

    Autor: Thaodan 07.03.13 - 08:35

    bstea schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Video ist doch ein Beweis dafür, dass ein Großteil ohnehin nicht in der
    > Lage ist plattformneutral zu programmieren und auch nicht gewillt ist, X zu
    Das Problem ist das X Plattformeutral war in dem man Funktionen in es eingebaut die eigentlich in das OS bzw. einen anderen Dienst gehören, so waren GPU Treiber und OpenGL Libs Teilweise in X11 als Extentionbzw. Treiber Implementiert und teilweise im System des OS. Bei Wayland will man weg von dem ganzen so das diese Dinge nicht mehr direkt vom Display Server gemacht werden oder ganz in den Kernel gehen. Und wandern diese Funktionen direkt in den Kernel und brauche neuen Libs da die aktuelle OpenGL Implementation an X gebunden ist.
    > erneuern. Das Gefrickel ist doch seit Jahren an der Tagesordnung von den
    > Schönheitskorrekturen mal abgesehen passiert nicht viel.
    Wie die Entwickler in dem Video schon beschrieben haben, tut X11 zu viel und ist schwer zu warten. Man hat das Protokoll nicht angerührt und immer nur Extentions gebaut, nach Grundlegenden Änbderungen wäre X11 eh nicht mehr X11.
    > Ist ja keine Neuigkeit, dass Intel wenig Interesse an ein modernes X hat.

    Wahrung der Menschenrechte oder Freie fahrt am Wochenende.
    -- Georg Schramm

  6. Re: Was genau muss denn unbedingt erneuert werden?

    Autor: bstea 07.03.13 - 11:52

    Verfolge einmal die Diskussion rundum Wayland, dann sieht man warum Wayland, der Meinung der Entwickler nach, so überlegen ggü. X ist. Kein Neutralität/ifdef erwünscht, kaum Abstraktionsschichten für betriebssystemspez. Implementierungen überhaupt, spezifizieren und dann entwickeln/dokumentieren besitzt kaum Priorität.
    Ich sehe es ja ein, X ist den Ansprüchen eines Desktops heute nicht gewachsen, aber Wayland ist schon jetzt ein Gefrickel, was versucht mit den Gegebenheiten/Features des Linux Kernel mitzuhalten.

    Zusatz: Bevor hier jemand wieder kommt, Wayland bedient sich intensiv Linux Only Libs/Tools die wiederum ständig angepasst werden müssen an den akt. Kernel Features.

    --
    Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.03.13 11:55 durch bstea.

  7. Re: Was genau muss denn unbedingt erneuert werden?

    Autor: Slark 07.03.13 - 13:01

    Wayland ist primaer eine Spezifikation... daher spezifizieren sie laut dir nichts.... interessant...

  8. Re: Was genau muss denn unbedingt erneuert werden?

    Autor: bstea 07.03.13 - 13:11

    Wayland ist die Implementierung seines eigenen Protokolls.

    --
    Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!

  9. Re: Was genau muss denn unbedingt erneuert werden?

    Autor: Thaodan 07.03.13 - 15:46

    Nein das ist Weston, KWin etc.

    Wahrung der Menschenrechte oder Freie fahrt am Wochenende.
    -- Georg Schramm

  10. Re: Was genau muss denn unbedingt erneuert werden?

    Autor: bstea 07.03.13 - 16:23

    Komisch, die Entwickler sehen das anders: "Wayland is a protocol for a compositor to talk to its clients as well as a C library implementation of that protocol."

    --
    Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!

  11. Re: Was genau muss denn unbedingt erneuert werden?

    Autor: Thaodan 07.03.13 - 16:25

    Ja die Lib ist die Basis dazwischen Implementiert aber noch Lange keinen Kompositor.

    Wahrung der Menschenrechte oder Freie fahrt am Wochenende.
    -- Georg Schramm

  12. Re: schon wieder ein neuer server?

    Autor: mag 07.03.13 - 17:56

    Sehr interessanter und fundierter Beitrag. Danke dafür!

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