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  5. › Prototyp: App Store für Linux

Sinn zweifelhaft

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  1. Sinn zweifelhaft

    Autor: Franz Josef 16.02.10 - 12:00

    Wie schon anderswo ausführlich diskutiert (die News ist von gestern): Bislang hat niemand so richtig verstanden warum es neben den existierenden Lösungen nun auch noch PAPPI braucht. Der Entwickler selbst hat sich ja nicht die Mühe gemacht den Markt vorher zu analysieren und sieht den Vorteil seiner Lösung in der "Einfachheit". Eine "Einfachheit" die im Vergleich zu einfachen Installern und Lösungen wie 0install nicht existiert.

    PAPPI ist derzeit nur "einfach" weil es weder Signaturen (der Artikel liegt da falsch, die gibt es noch nicht) noch Dependencies noch ein Update-Konzept (was passiert wenn es im App Store eine neue Version gibt) noch eine Definition einer Laufzeit-Umgebung gibt. Es ist einfach nur ein Shell-Script das eine tar.bz2-Datei nach ~/.PersonalApps/ entpackt, und das Tool kann die Verzeichnisse auch wieder löschen. Jeder Hersteller muss sich selbst darum kümmern wie er Libraries, verschiedene Distributionen etc. handhabt.

    Die Idee mit der Einbindung von Emulatoren ist nett. Allerdings ist das im Falle von DOS bzw. Spielkonsolen kein großer Markt, und im Falle von Wine begibt man sich auf extrem komplexes Pflaster. Nicht umsonst existieren CrossOver und Cedega.

    Einen echten "App Store" gibt es in dem Konzept derzeit auch überhaupt nicht, die Archive werden einfach via Webseite und HTTP heruntergeladen. Da kein DRM existiert kann der Anbieter nicht kontrollieren was mit einem PAPPI-Paket passiert.

    PAPPI hat IMO nicht nur eine geringe Erfindungshöhe, es ist im Vergleich zu 0install sogar ein enormer Rückschritt.

  2. Re: Sinn zweifelhaft

    Autor: gaga 16.02.10 - 13:19

    zur ergänzung.

    eigentlich gibt es doch auch schon ähnliche initiativen, ... nannte sich irgendwie 1-click oder so und installierte die anwendungen ohne root rechte ins home verzeichnis.

    meiner meinung nach sind solche versuche recht sinnlos. wenn ein rechner von verschiedenen benutzern genutzt wird ist das klassische konzept immer noch überlegen. bei einzelnen anwendern erübrigen sich solche ansätze total.

  3. Re: Sinn zweifelhaft

    Autor: Tou 16.02.10 - 13:25

    2l;dr

  4. Streit um Nebensächlickeiten

    Autor: chris109 16.02.10 - 16:37

    Irgendwie scheint nicht ganz klar zu sein, dass hier kein neuer Installer "erfunden" wurde.

    - Es gibt schon dutzende gute Installer für Linux.

    - Es gibt hundert tausende Applikationen, die unter Linux zum laufen gebracht werden können.

    Nach wie vor gibt es aber keinen ausreichend effizienten Weg, diese an den Endnutzer zu vertreiben. Der Installer ist im Konzept nur ein Werkzeug, das sich zudem noch am Anfang der Entwicklung befindet.

  5. Re: Sinn zweifelhaft

    Autor: blaykberry-software 16.02.10 - 17:35

    Franz Josef schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Die Idee mit der Einbindung von Emulatoren ist nett. Allerdings ist das im
    > Falle von DOS bzw. Spielkonsolen kein großer Markt, und im Falle von Wine
    > begibt man sich auf extrem komplexes Pflaster. Nicht umsonst existieren
    > CrossOver und Cedega.

    (Kostenlose und insbesondere bezahlte) Davik(?)-Android-Apps usw. auf einem x86-Netbook laufen lassen wäre schon ein Markt.
    Kann ich auf nem Apple-Laptop/PC meine Iphone-Apps nutzen ? Und wieso nicht ? Die habe ich doch bezahlt und im Store gekauft. Und die Rechenleistung langt auch locker.

    Pappi ist nur die Infrastruktur. Die Appstores entstehen drumherum.

    Ansonsten stimme ich Dir aber überwiegend zu.
    KLIK gibts auch noch: klik.atekon.de
    Leider etwas unstrukturiert, aber ansonsten einfach zu nutzen.
    Die Wikipedia-Artikel zu klik und vermutlich auch 0install nennen vielleicht weitere solche Systeme.

    Der Programmierer hat halt Glück gehabt und ein Redakteur hats berichtet und alle anderen auch. Dafür wäre google-news als Logfile welche Site wann berichtet hat, ganz nett.

    Andere viel sinnvollere Ideen hier aus dem Forum hingegen werden ständig ignoriert.
    Man berichtet voll betroffen über Probleme, die es nicht mehr gäbe, wenn man gleich konsequenz Lösungen beispielswesie aus dem Forum berichtet hätte, so das den Verantwortlichen nichts übrig bleibt. Das wäre die Aufgabe von Presse. Anstatt Unfug zu verbreiten und Alternativen untern Tisch fallen zu lassen. Ignorieren ist was anderes. Man kennt die Ideen ja aus dem Forum. Z.b. bei Spiegel-online oder hier.

    Halb-OT aber passt in den Kontext subjektiver Pseudo-Qualitäts-Journalismus-Berichterstattung bzw von Ignoranz und Weglassen: Lobo sammelt Schwarm-Aussagen oder sowas.
    Lobo schreibt dann den Schwarmtext als FAZ(?)-Bericht aber selber. Siehe meedia-Interview mit ihm. Ich würde den Schwarm Formulierungen und Alternativen vorschlagen lassen und die Schwarm-Fliegen kreisen dann jeweils um die Formulierungen, für die sie "voten". Lobo und andere schlaue Leute kicken dann Unfug heraus und suchen die besten Formulierungen heraus und passen ggf. Teile an, damit sinnvolle Absätze entstehen.
    Ein Wort-Dokument, wo jeder dran schreiben kann. Aber die anderen Sätze gehen nicht verloren sondern man voted dafür. Und alle Sätze (ohne Beleidigungen) sind sichtbar aber wie in einer Tag-Cloud sind die beliebtesten Sätze als erstes und/oder fetter gedruckt.
    Dann pickt man sich raus, was man für sinnvoll hält, wenn man schon einen FAZ(?)-Bericht schreiben "muss"/"will"/"darf"/"soll"... .

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