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Gründe für geschlossene Treiber

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  1. Gründe für geschlossene Treiber

    Autor: NochEinLeser 25.10.12 - 18:27

    Bei normaler Software kann ich ja die kommerzielle Interessen verstehen, Closed Source zu verwenden.
    Aber welchen Vorteil, vom marktwirtschaftlichen Standpunkt aus gesehen, bieten geschlossene Treiber?

  2. Re: Gründe für geschlossene Treiber

    Autor: Anonymer Nutzer 25.10.12 - 18:43

    Treiber greifen direkt auf die Hardware zu. Damit wäre auch die Hardware ein Scheunentor - für die Konkurrenz.

  3. Re: Gründe für geschlossene Treiber

    Autor: satriani 25.10.12 - 19:04

    Das ist eine weit verbreitete Vermutung, doch was die Menschen anscheinend nicht wissen ist, dass die Konkurrenz gar keine Treiber brauchen um sich die Scheunentor zu verschaffen.
    Mit richtiger Technik, sind die Entwickler in der Lage jede Hardware bis auf 100% zu analysieren.

    ╔═══════════════════════════════════════════╗
      Was hat FreeBSD mit einem massiven Sonnensturm gemeinsam?
      Das Aus für Hacker !
    ╚═══════════════════════════════════════════╝

  4. Re: Gründe für geschlossene Treiber

    Autor: SCF 25.10.12 - 21:31

    Manche Firmen wie zB NVIDIA begründen das damit, dass ihre Software Teil ihres Alleinstellungsmerkmals auf dem Markt ist, wo Techniken angewandt werden, die aus ihrer Sicht einen wettbewerblichen Vorteil verschaffen.

    Man kann diese Binärtreiber zwar analysieren, aber dies ist ein sehr langsamer, schwieriger Prozess. Es gibt genug Beispiele die zeigen wie lang es dauert bis man so zu einem OpenSource Treiber kommt. Dazu gilt es zu beachten, dass man nur sauberes Cleanroom Reverse Engineering betreiben darf, ansonsten bekommt man in den USA mit dem DMCA Probleme (also Dekompilieren ist offiziell nicht erlaubt).

    Ich befürworte diese Methoden in keinster Weise, aber so ist nunmal der Status Quo. Man kann nur hoffen, dass es hier noch einsichtige Firmen gibt.

  5. [gelöscht]

    Autor: [gelöscht] 25.10.12 - 23:53

    [gelöscht]

  6. Re: Gründe für geschlossene Treiber

    Autor: HabeHandy 25.10.12 - 23:56

    Ein Grund für Closed Source ist das die Hersteller teile des Quellcodes bei externen Firmen einkaufen und daher nicht die rechtliche Möglichkeit besitzen den Quellcode zu veröffentlichen.

    Ein weiterer Grund könnten die Lizenzbestimmungen der (Video)Codecs sein, denn mit einen vollständigen OS-Treiber könnte man die Hardwarebeschleunigung ohne Lizenzzahlungen nutzen.

    Ich könnte mir auch vorstellen das der Quellcode aus Angst vor Patentklagen nicht veröffentlicht wird. Dank der unzähligen Trivalpatente kann in jeder simpelsten Codezeile ein Prozessrisiko stecken.

  7. Re: Gründe für geschlossene Treiber

    Autor: Hello_World 26.10.12 - 02:56

    burzum schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Abgesehen davon möchte ich den GPL/OSS-Futzies auch mal mit ihrem eigenen
    > Argumenten kommen: Andere sollen die GPL respektieren und deren Nötigung zu
    > dem was die FSF als "Freiheit" definiert,
    Ach Gott, dieser Blödsinn schon wieder. Auch wenn ihr Anti-GPL-Trolle das 1000mal wiederholt: die GPL zwingt einen zu gar nichts, weil sie dazu gar nicht in der Lage ist. Man büßt eben nur das Recht ein, ein abgeleitetes Werk des betreffenden Programms zu verteilen.

    > ergo sollen die FSF-Futzies auch
    > das Recht und den Standpunkt der Firmen akzeptieren ihre Sachen als Closed
    > Source anzubieten.
    Abgesehen davon, dass Dave Airlie und Luc Verhaegen meines Wissens keine Mitglieder der FSF sind, ist dieser Vorschlag vollkommen absurd, weil die FSF eben gerade der Auffassung ist, dass keiner das Recht hat, Software unter proprietären Lizenzen zu verbreiten. Es ist, als würdest Du Greenpeace vorschlagen, doch endlich einzusehen, dass es doch BPs gutes Recht ist, ölplattformen in den Golf von Mexiko zu bauen - kann ja schließlich keiner ahnen, dass die dann irgendwann auslaufen...

    > Wenn die Welt so phöse und closed für sie ist sollen sie
    > halt was anderes benutzen oder ihre eigene Hardware bauen... Und mit
    > mangelhafter Höflichkeit würden solche Vögel bei mir eh auf taube Ohren
    > stoßen
    Es ist keine mangelnde Höflichkeit, wenn man sich nicht verarschen lässt. Denn nichts anderes tut Broadcom hier: erst einen auf Open Source und frei und offen und hastenichtgesehen machen, und dann doch alle interessanten Teile zurückhalten.

  8. Re: Gründe für geschlossene Treiber

    Autor: Thaodan 26.10.12 - 06:14

    HabeHandy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein Grund für Closed Source ist das die Hersteller teile des Quellcodes bei
    > externen Firmen einkaufen und daher nicht die rechtliche Möglichkeit
    > besitzen den Quellcode zu veröffentlichen.
    Das ist natürlich je nach Komponente sehr hart, könnte aber durch OSS Code ersetzt werden wenn die Manpower reicht.
    > Ein weiterer Grund könnten die Lizenzbestimmungen der (Video)Codecs sein,
    > denn mit einen vollständigen OS-Treiber könnte man die
    > Hardwarebeschleunigung ohne Lizenzzahlungen nutzen.
    Erst mal seit wann enthält ein GPU Treiber Codes (wohl beachtet, das Kernel Modul obwohl der Rest auch nichts enthalten sollte) und selbst wenn müsste man diesen durch OSS Code ersetzen.
    > Ich könnte mir auch vorstellen das der Quellcode aus Angst vor Patentklagen
    > nicht veröffentlicht wird. Dank der unzähligen Trivalpatente kann in jeder
    > simpelsten Codezeile ein Prozessrisiko stecken.
    Was den jetzigen OSS Treiber hätte auch passieren können was aber nicht der Fall war.

    Wahrung der Menschenrechte oder Freie fahrt am Wochenende.
    -- Georg Schramm

  9. Re: Gründe für geschlossene Treiber

    Autor: rangnar 26.10.12 - 07:40

    Zugekaufte Funktionalität, Patente, Lizenzen. Man muss sich mal von der Vorstellung befreien, nVidia, AMD, Qualcom und Broadcom würden alles selbst schreiben. Und selbst wenn man dies tut, stehen für DVD & Co. Dekodierungen, Unterstützungen, MPeg Wiedergabe immer Lizenzen im Weg.

    Ferner könnte ein (vorgeschobener) Grund sein, das zum Beispiel nVidia ziemlich Stolz auf eine Funktion ist, die ihre Hardware oder besser gesagt die Hardware & Software-Kombination, besonders gut erledigt. Was eventuell einen Vorteil im Verkauf bedeutet. Würden die Treiber mit solchen Optimierungen offen liegen, könnte niemand verhindern, dass AMD die gleiche Optimierung nutzt.

    Tatsächlich ist es so, dass die die Treiber deshalb nicht veröffentlichen, weil der Shitstorm über die genutzten, schmutzigen, dreckigen Tricks zum Benchmark-Optimieren so groß wäre, dass die Kunden über Jahre der Marke fern bleiben würden. Aber ohne gehypte Spiele-Benchmarks funktioniert scheinbar der Verkauf nicht.

    Es ist fehlender Wettbewerb. Sonst könnten sich die sich das mit geschlossenen Treibern nicht erlauben.

  10. Re: Gründe für geschlossene Treiber

    Autor: Lala Satalin Deviluke 26.10.12 - 09:32

    So ist es. Aber das versteht die arroganteste Community der Welt nicht in 20 Jahren...

    Grüße vom Planeten Deviluke!

  11. Re: Gründe für geschlossene Treiber

    Autor: Hello_World 26.10.12 - 16:25

    > Treiber greifen direkt auf die Hardware zu. Damit wäre auch die Hardware ein Scheunentor - für die Konkurrenz.
    Das ist Bloedsinn, man kann durch einen Treiber genauso wenig auf die Interna der Hardware schließen, wie man vom x86-Befehlssatz auf die Interna von Intel- und AMD-Prozessoren schließen kann. Intel und AMD geben ja auch Hardwaredokumentation heraus, das würden sie sicher nicht tun, wenn sie damit Hardware-Details herausgeben würden.

    Der Grund liegt woanders: mittlerweile fließt ein großer Teil des Know-Hows nicht mehr in die Hardware, sondern eben in den Treiber. Dieser enthält Sachen wie den Shader-Compiler mit zahlreichen hochkomplexen Optimierungsalgorithmen, und dieses Know-How will man nicht weitergeben. Und deswegen ist der Catalyst-Treiber, trotz offengelegter Hardware-Doku, noch immer proprietäre Software.

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