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  5. › Relizenzierung: VLC will auf LGPL…

@golem

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  1. @golem

    Autor: jayrworthington 09.09.11 - 15:23

    Disclamer: IchBinKeinAnwalt(tm).

    Am "Apple-Problem" aendert ein Wechsel zu LGPL gar nichts, der wesentlich unterschied zwischen GPL und LGPL ist, das ein proprietaeres Projekt, dessen Source nicht veroeffentlich wird, trotzdem gegen LGPL Librarys gelinkt sein darf (das L stand urspruenglich fuer Librarys). Eine LGPL Lizensierte Version von VLC kann nach den iSteve-Lizensbedinungen trotzdem nicht veroeffentlich werden, da diese die Veroeffentlichung des Sources verbietet. An der Veroeffentlichungspflicht fuer LGPL Software beim vertrieb von binarys aendert das nichts. Selbst, wenn eine proprietaere Software nur schon eine LGPL Library benutzt, koennte Apple das als verstoss interpretieren, da der Source der Library widerum an anderer stelle als im iSteve-Shop zur verfuegung steht.

    Im Prinzip ist BSD die einzige Opensource-Lizens, die iSteve-kompatibel ist...

  2. Re: @golem

    Autor: akurei 09.09.11 - 16:22

    Danke für die Klarstellung!

  3. Re: @golem

    Autor: Yeeeeeeeeha 09.09.11 - 16:34

    jayrworthington schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eine LGPL
    > Lizensierte Version von VLC kann nach den iSteve-Lizensbedinungen trotzdem
    > nicht veroeffentlich werden, da diese die Veroeffentlichung des Sources
    > verbietet.

    Das ist definitiv nicht richtig und steht auch nirgends in den App Store Guidelines. Es ist nicht erlaubt, Binaries anders als über den App Store zur Verfügung zu stellen (AdHoc und Enterprise Distribution ausgenommen), die Sourcen dürfen aber natürlich veröffentlicht werden. Der weiteren verlangt auch die GPL nicht, dass der Quellcode mit den Binaries zusammen zur Verfügung gestellt werden muss, sondern nur dass er überhaupt veröffentlicht wird.

    Eines der führenden Argumente im Fall VLC (ähnlich übrigens auch bei OpenTTD) war vielmehr, dass die GPL (angeblich) verlangt, dass man mit dem Quellcode auch etwas anfangen kann, was bei iOS eben nur möglich ist, wenn man auch registrierter Entwickler ist (wobei das nur so halb stimmt - das SDK mit dem Simulator bekommt jeder).
    Ich denke, es lag eher an einer grundsätzlichen Abneigung der Entwicklercommunity gegenüber dem System App Store.

    Yeeeeeeeeha - Nur echt mit 2^3 e
    Perl-Monk, Java-Trinker, Objective-C Wizard, PHP-Kiddie, unfreiwilliger FreeBSD-/Linux-Teilzeitadmin

  4. Re: @golem

    Autor: jayrworthington 09.09.11 - 17:07

    Yeeeeeeeeha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Eine LGPL Lizensierte Version von VLC kann nach den
    > > iSteve-Lizensbedinungen trotzdem nicht veroeffentlich
    > > werden, da diese die Veroeffentlichung des Sources
    > > verbietet.
    >
    > Das ist definitiv nicht richtig und steht auch nirgends in den App Store
    > Guidelines. Es ist nicht erlaubt, Binaries anders als über den App Store
    > zur Verfügung zu stellen (AdHoc und Enterprise Distribution ausgenommen),
    > die Sourcen dürfen aber natürlich veröffentlicht werden. Der weiteren
    > verlangt auch die GPL nicht, dass der Quellcode mit den Binaries zusammen
    > zur Verfügung gestellt werden muss, sondern nur dass er überhaupt
    > veröffentlicht wird.

    Hmmmm, bin mir jetzt nicht ganz sicher wer Recht hat: https://www.golem.de/1101/80607.html

    "Während die GPL jedem Nutzer das Recht einräumt, eine Software zu verändern und weiterzuverteilen, unterbinden dies Apples Regeln für den App Store und hebeln damit die GPL aus."

    Ich meinte eben mich erinnern zu koennen, das Apple es untersagt, den Source zu veroeffentliche, aber ok, ist im Prinzip auch irrelevant, GPL vs LGPL hat keinen Einfluss auf die Veroeffentlichung des Sources, nur ob Non-GPL Software gelinkt werden darf.

    > Eines der führenden Argumente im Fall VLC (ähnlich übrigens auch bei
    > OpenTTD) war vielmehr, dass die GPL (angeblich) verlangt, dass man mit dem
    > Quellcode auch etwas anfangen kann, was bei iOS eben nur möglich ist, wenn

    Jein, es muesste bei GPLv2 einfach der Source veroeffentlicht werden mit denen ein Binary compiliert wurde, erst bei GPLv3 gibt es die "TiVoisierungklausel" die verlangt das auch evntl. noetige Signatur-Keys veroeffentlicht werden muessen um den *Einsatz* einer Software zu ermoeglichen.

  5. Re: @golem

    Autor: Pablo 09.09.11 - 18:27

    jayrworthington schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > "Während die GPL jedem Nutzer das Recht einräumt, eine Software zu
    > verändern und weiterzuverteilen, unterbinden dies Apples Regeln für den App
    > Store und hebeln damit die GPL aus."

    Ja Journalisten halt. Die AppStore-Regeln verbieten die Veröffentlichung des Source nicht. Beispielsweise gibt es Doom für iOS seit kurzem als Source-Code beim Hersteller.

    http://www.iphoneblog.de/2011/09/09/source-code-fur-doom-classic-in-v2-1/
    http://www.idsoftware.com/doom-classic/



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 09.09.11 18:29 durch Pablo.

  6. Re: @golem

    Autor: Netspy 10.09.11 - 09:26

    jayrworthington schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > "Während die GPL jedem Nutzer das Recht einräumt, eine Software zu
    > verändern und weiterzuverteilen, unterbinden dies Apples Regeln für den App
    > Store und hebeln damit die GPL aus."

    Das Problem ist, dass die Binaries für jeden Nutzer signiert sind und sich eben nicht beliebig weiterverwenden lassen. Das soll angeblich einen Verstoß gegen die GPL darstellen.

    > Ich meinte eben mich erinnern zu koennen, das Apple es untersagt, den
    > Source zu veroeffentliche,

    Apple macht keinerlei Vorschriften, was du mit deinem Quellcode machst!

    > aber ok, ist im Prinzip auch irrelevant, GPL vs
    > LGPL hat keinen Einfluss auf die Veroeffentlichung des Sources, nur ob
    > Non-GPL Software gelinkt werden darf.

    Doch, das kann schon ein entscheidender Unterschied sein. Die VLC-App für iOS wäre dann proprietär (oder unter einen toleranteren OS-Lizenz) und die App würde nur die VLC-Libs linken. Damit sollte es auch im Apple-AppStore keine Probleme mit der LGPL geben.

  7. Re: @golem

    Autor: Flying Circus 10.09.11 - 11:56

    Yeeeeeeeeha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Des weiteren verlangt auch die GPL nicht, dass der Quellcode mit den Binaries zusammen
    > zur Verfügung gestellt werden muss, sondern nur dass er überhaupt
    > veröffentlicht wird.

    Jein. Zumindest auf Anfrage ist der Quellcode zur Verfügung zu stellen, wobei durchaus angemessene Kosten in Rechnung gestellt werden können, z.B. für den Versand einer CD.

    > dass die GPL (angeblich) verlangt, dass man mit dem
    > Quellcode auch etwas anfangen kann

    Man hat unter der GPL die Freiheit, den Quellcode weiter zu entwickeln, zu verändern etc. - das ist in der Tat eine Bedingung der GPL, das angeblich kannst Du also streichen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.09.11 11:57 durch Flying Circus.

  8. Re: @golem

    Autor: Yeeeeeeeeha 10.09.11 - 16:58

    Nein darum ging es mir nicht. iOS-Quellcode kann man auch verändern und weiterentwickeln, aber man kann ihn dann nicht auf einem Gerät laufen lassen, außer wenn man von Apple dafür sozusagen zugelassen wird.
    Das wurde als Argument gebracht.

    Yeeeeeeeeha - Nur echt mit 2^3 e
    Perl-Monk, Java-Trinker, Objective-C Wizard, PHP-Kiddie, unfreiwilliger FreeBSD-/Linux-Teilzeitadmin

  9. Re: @golem

    Autor: Netspy 10.09.11 - 18:56

    Nein, das wurde AFAIR nicht als Argument gebracht. Es ging um den Kopierschutz des Binary.

  10. lol

    Autor: spanther 11.09.11 - 11:22

    Das wird eh nie gelingen. Der Code bleibt GPL, so! :P



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.09.11 11:24 durch spanther.

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