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Der Umkehrschluss ist interessant

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  1. Der Umkehrschluss ist interessant

    Autor: Katsuragi 21.06.16 - 15:48

    man muss anhand dieses Vorgehens ja nun davon ausgehen, dass Paypal dies auch mit anderen Geschäftskunden macht und diese offenbar mitmachen.
    Das kann also als (starkes) Indiz für Totalüberwachung z.B. bei Dropbox gesehen werden. Außerdem drängt sich anhand der angefragten Daten ("detaillierte Statistiken zu Dateitypen") auch die Frage auf, inwiefern sich der "Zahlungsdienstleister" bei anderen Großkunden mit Daten bedient. Das riecht schon mindestens nach Industriespionage, und bei der Frechheit des Vorgehens ist das sicher kein Einzelfall.

    Schöne neue Welt.

  2. Re: Der Umkehrschluss ist interessant

    Autor: Trockenobst 21.06.16 - 16:10

    Katsuragi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das kann also als (starkes) Indiz für Totalüberwachung z.B. bei Dropbox
    > gesehen werden.

    Filetypen ist erst mal keine Inhaltsüberwachung. Die wollen sich absichern, dass Seafile nichts weiteres als ein verkappter Sharehoster ist, der so tut als wäre er was anderes.

    Da sich Seafile etwas quer gestellt hat, beschloss das Risk Management dass sich keine Lust haben sich im Klein-Klein zu nerven und die Reißleine zu ziehen.

    Das es so aussieht, als wenn gewisse andere Anbieter in den USA dann diesen Bedingungen zustimmen (wenn 90% deiner Filetypen .mp3 und .avi sind, und nicht .doc will man wohl darauf schließen dass man ein verkappter Sharehoster ist?), dann sagt das mehr darüber aus wer Paypal in der Mangel hat: die Content Industrie.

    Das die Ami-Unternehmen wohl keinerlei Probleme mit diesen Infos haben und man daraus stricken kann dass sie diesen ""Vorteil"" gegenüber anderen Firmen nutzen, um sich der Konkurrenz zu entledigen - geschenkt. Im Business herrscht Krieg, da nutzt man alle Optionen. Wenn man "moralisch" schon verloren hat, kann man das wenigstens für irgendwas verwenden.

  3. Re: Der Umkehrschluss ist interessant

    Autor: Katsuragi 21.06.16 - 18:35

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Katsuragi schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das kann also als (starkes) Indiz für Totalüberwachung z.B. bei Dropbox
    > > gesehen werden.
    >
    > Filetypen ist erst mal keine Inhaltsüberwachung. Die wollen sich absichern,
    > dass Seafile nichts weiteres als ein verkappter Sharehoster ist, der so tut
    > als wäre er was anderes.

    Das ist ein Argument, dem ich mich anschließe. Allerdings erwähnt der Artikel auch, dass sie von Seafile verlangt haben die Inhalte automatisch zu überprüfen. Nach welchem Recht steht nicht dort, aber es dürfte sich um US-Amerikanisches handeln, wo ja so einiges "illegal" ist, mit dem wir hier nicht viele Probleme haben. Insofern denke ich, dass der Begriff "Totalüberwachung" hier durchaus seine Berechtigung hat.

    Wie schnell aus so etwas ernsthafte Konsequenzen werden können, zeigt dieser Fall:
    https://www.lawblog.de/index.php/archives/2015/01/12/eine-datei/

    "Der Hinweis auf die einzelne Bilddatei genügte der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth, einen Durchsuchungsbeschluss zu beantragen, den das Amtsgericht Nürnberg auch erließ."
    ^^ Das klingt für mich so, als wenn die deutschen Behörden die "Bilddatei", die die Amerikaner automatisiert als Kinderpornographie eingestuft haben, noch nicht einmal gesehen haben. Aber das Leben des Beschuldigten ist verpfuscht, denn die gesamte Nachbarschaft wird den Grund der Durchsuchung erfahren.
    Leider gibt es dazu meines Wissens nach kein Followup.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.06.16 18:35 durch Katsuragi.

  4. Re: Der Umkehrschluss ist interessant

    Autor: Anonymer Nutzer 22.06.16 - 07:00

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Katsuragi schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das kann also als (starkes) Indiz für Totalüberwachung z.B. bei Dropbox
    > > gesehen werden.
    >
    > Filetypen ist erst mal keine Inhaltsüberwachung. Die wollen sich absichern,
    > dass Seafile nichts weiteres als ein verkappter Sharehoster ist, der so tut
    > als wäre er was anderes.
    >
    > Da sich Seafile etwas quer gestellt hat, beschloss das Risk Management dass
    > sich keine Lust haben sich im Klein-Klein zu nerven und die Reißleine zu
    > ziehen.
    >
    > Das es so aussieht, als wenn gewisse andere Anbieter in den USA dann diesen
    > Bedingungen zustimmen (wenn 90% deiner Filetypen .mp3 und .avi sind, und
    > nicht .doc will man wohl darauf schließen dass man ein verkappter
    > Sharehoster ist?), dann sagt das mehr darüber aus wer Paypal in der Mangel
    > hat: die Content Industrie.
    >
    > Das die Ami-Unternehmen wohl keinerlei Probleme mit diesen Infos haben und
    > man daraus stricken kann dass sie diesen ""Vorteil"" gegenüber anderen
    > Firmen nutzen, um sich der Konkurrenz zu entledigen - geschenkt. Im
    > Business herrscht Krieg, da nutzt man alle Optionen. Wenn man "moralisch"
    > schon verloren hat, kann man das wenigstens für irgendwas verwenden.

    Datentypen sagen auch nichts aus. CD gekauft, in MP3 getippt, backup in die cloud -> dürfte das von dem was ich so gelesen habe legal sein wenn man die nur für den Eigenbedarf ist/nicht für Dritte ist, sprich eine Sicherungskopie.
    (in England dürfte man die MP3s gar nicht erstellen, aber die sind da bisschen zurückgeblieben...)
    => schon hat man Musik in der cloud ohne ein sharehoster zu sein.

    Avi sagt auch nichts aus - können genausogut eigene Filme sein. Und eigene Filme kann mna auch mit anderen Leuten teilen ohne das irgendwelche Copyrights verletzt werden, so dass das reine Datenvolumen auch nichts aussagt.
    (12 Minuten Video auf einer 5D MK II sind 4GB)

    Sprich man muss wirklich den Inhalt untersuchen - oder versuchen über Hashes Dateien zu vergleichen. (Wobei bei letzterem kleine Änderungen den Hash schon ändern)

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