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Der neue Trend ...

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  1. Der neue Trend ...

    Autor: Linuxschaden 08.06.15 - 17:19

    ... und auch verdammt fehleranfällig. Jedes Mal, wenn ich 'nen neuen Kernel kompiliere, darf ich erst mal die neue Firmware für den WiFi-Treiber runterladen, manuell installieren, linken, und im Kernel registrieren. Die Karte ist auch von Intel. Und die Spinner, die sich das Konzept ausgedacht haben, sollen noch in der Hölle schmoren, nachdem der Papst sie abgeschafft hat.

    Die nVidia-Firmware funktioniert überhaupt nicht. Nicht nur, dass ich erst einen mmio-Trace machen musste, um die Firmware zu extrahieren - nein, jedes Mal, wenn die Firmware geladen wird, schmiert der Kernel auch noch komplett ab.

    Und den Aspekt über die sehr viel schwierige Softwareanalyse ohne Quellcode habe ich dabei noch gar nicht angesprochen. Wäre ich Verschwörungstheoretiker, dann würde ich in Richtung NSA schielen ...

  2. Re: Der neue Trend ...

    Autor: tingelchen 08.06.15 - 17:48

    Was hat denn die NSA bitte davon, wenn der Kernel ständig abschmiert? Ohne laufenden Kernel kann man weder Daten von der Platte noch vom Speicher auslesen und auch kein Bot-Netz installieren ;)

    Es ist daher durchaus im Sinne der NSA stabil laufende Systeme zu haben, die Stundenlang, am besten 24h/7t durchlaufen. Denn wenn das System instabil ist, werden erst Treiber getauscht, dann das OS neu aufgesetzt und wenn das auch nicht hilft, die Hardware ausgetauscht. Wenn letzteres passiert, muss man alle komplett neu infizieren. Ein Haufen unnötiger Arbeit ;)

    Was das Upgrade des Kernels angeht. Das liegt weniger an den Blobs sondern eher viel mehr an den Installationsscripten. Einige sind nämlich so schlau und schauen nur nach ob das Kernel Modul vorhanden ist, aber prüfen nicht nach, ob es auch für den richtigen Kernel kompiliert wurde ;) Die Scripte werden im übrigen von den Distributionsentwicklern geschrieben. Die Hardwarehersteller liefern lediglich das Firmware Blob.
    Ich hatte bis jetzt aber noch keine Probleme damit. Für VirtualBox müssen z.B. auch immer neue Kernelmodule erstellt werden. Das ging bis jetzt immer zu 100% fehlerfrei. Die einzige Zicke war immer das Modul für die ISDN AVM Fritz Karten ^^

  3. Re: Der neue Trend ...

    Autor: CraWler 08.06.15 - 18:07

    Das gefrickel mit den Graphik Treibern ist einer der Hauptgründe warum es linux nicht auf den Desktop schafft. Die Hersteller bieten da einfach im gegensatz zu windoofs oftmals keine stabilen Treiber an. Ich hab jedenfalls keinen Bock bei jeder 2ten Treiber installation oder OS Update erstmal den Kernel zu reparieren oder die Xserver Config wieder grade zu biegen nachdem diese mal wieder geschrottet wurde.

    Schade eigentlich würde es ja reichen alles frei zu geben dann würde die community ja funktionierende Treiber bauen, ok vielleicht nicht mit allen features aber dafür wohl stabiler als das was da so von offizieller Seite kommt.

  4. Re: Der neue Trend ...

    Autor: oleid 08.06.15 - 18:56

    Also mit dem open source Treiber von AMD kann ich beschriebene Probleme nicht nachvollziehen. Kernel Updates und X Updates laufen da problemlos...

  5. Re: Der neue Trend ...

    Autor: nille02 08.06.15 - 19:26

    CraWler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schade eigentlich würde es ja reichen alles frei zu geben dann würde die
    > community ja funktionierende Treiber bauen, ok vielleicht nicht mit allen
    > features aber dafür wohl stabiler als das was da so von offizieller Seite
    > kommt.

    Von welchem Treiber redest du denn? Denn eins hat man schon gesehen. "Alles frei geben und die Community machen lassen" funktioniert nicht. AMD hat es versucht und die Community ist nicht in der Lage einen funktionierenden Treiber zu schreiben. Moderne GPUs sind hierfür viel zu Komplex. Selbst mit AMDs Hilfe geht es bei der Performance eher schleppen voran.

  6. Re: Der neue Trend ...

    Autor: Stebs 08.06.15 - 19:43

    CraWler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das gefrickel mit den Graphik Treibern ist einer der Hauptgründe warum es
    > linux nicht auf den Desktop schafft. Die Hersteller bieten da einfach im
    > gegensatz zu windoofs oftmals keine stabilen Treiber an. Ich hab jedenfalls
    > keinen Bock bei jeder 2ten Treiber installation oder OS Update erstmal den
    > Kernel zu reparieren oder die Xserver Config wieder grade zu biegen nachdem
    > diese mal wieder geschrottet wurde.
    Blödsinn, jede normale Distribution macht das alles für dich; den gewünschten proprietären oder freien Treiber in einer GUI anklicken und das wars. Bei jedem Kernelupdate wird im Hintergrund alles notwendige erledigt, eine Xorg Config gibt es in den meisten Distributionen gar nicht mehr.
    Und ich rede nicht nur von Ubuntu und Konsorten, z.B. auch Arch-basierte Distibutionen machen das so...
    Es gibt freilich noch welche, das muss man das alles händisch machen, dann sollte man sich aber nicht darüber beschweren, man wollte es ja so.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.06.15 19:44 durch Stebs.

  7. Re: Der neue Trend ...

    Autor: Linuxschaden 08.06.15 - 20:54

    tingelchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was hat denn die NSA bitte davon, wenn der Kernel ständig abschmiert? Ohne
    > laufenden Kernel kann man weder Daten von der Platte noch vom Speicher
    > auslesen und auch kein Bot-Netz installieren ;)

    Und jetzt lies dir noch einmal diesen Absatz durch, in dem ich auf die Analyse der Software hinweise:

    > Und den Aspekt über hdie sehr viel schwierige Softwareanalyse ohne Quellcode habe
    > ich dabei noch gar nicht angesprochen. Wäre ich Verschwörungstheoretiker, dann
    > würde ich in Richtung NSA schielen ...

    Ich glaube, jetzt kommst du dir ziemlich blöd vor, was? Der Seitenhieb bezog sich eben NICHT auf die Qualität der Firmware - aber dazu hätte man den Post lesen müssen, und auch verstehen ...


    > Was das Upgrade des Kernels angeht. Das liegt weniger an den Blobs sondern
    > eher viel mehr an den Installationsscripten.

    Ich verwende ein Gentoo-System mit Vanilla-Kernel. Und da geht auch dieses Argument flöten.

    > Die Scripte werden im übrigen von den Distributionsentwicklern geschrieben. Die
    > Hardwarehersteller liefern lediglich das Firmware Blob.

    Korrekt. Aber darüber habe ich mich auch nicht ausgekotzt. Sondern darum, dass die Hersteller in letzter Zeit eine schwerer zu analysierende binäre Firmware anbieten. Aber dazu hätte man ... nee, das wiederhole ich nicht.

    CraWler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das gefrickel mit den Graphik Treibern ist einer der Hauptgründe warum es
    > linux nicht auf den Desktop schafft. Die Hersteller bieten da einfach im
    > gegensatz zu windoofs oftmals keine stabilen Treiber an. Ich hab jedenfalls
    > keinen Bock bei jeder 2ten Treiber installation oder OS Update erstmal den
    > Kernel zu reparieren oder die Xserver Config wieder grade zu biegen nachdem
    > diese mal wieder geschrottet wurde.

    Der Intel-Treiber lief bisher super stabil bei mir - die i915/i965.
    Das Problem ist eher das X-System, welches eine verdammt miese Performance hat. Ich mache häufiger Livestreams unter Linux mit 60 FPS, und oft überspringt das System einfach Frames, die eigentlich gezeichnet werden sollten. Das Problem ist nicht die CPU - ich vermute eher langsamen Festplatten-I/O oder zu viele Locks. Und letzteres würde ich sogar verstehen können, weil das nicht unbedingt ein Stirnklatscher ist, sondern doch schon, wie man sowas naiv, aber dennoch nicht dumm implementiert.

    Stebs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Blödsinn, jede normale Distribution macht das alles für dich; den
    > gewünschten proprietären oder freien Treiber in einer GUI anklicken und das
    > wars. Bei jedem Kernelupdate wird im Hintergrund alles notwendige erledigt,
    > eine Xorg Config gibt es in den meisten Distributionen gar nicht mehr.
    > Und ich rede nicht nur von Ubuntu und Konsorten, z.B. auch Arch-basierte
    > Distibutionen machen das so...

    Gentoo ist wohl nicht Arch-basiert. Aber wir reden hier eh über den Vanilla-Kernel, da wäre der einzig korrekte Weg, das über die Kernel-Installationsskripte zu machen, wenn man den Kernel baut - im Speziellen, wenn man die Firmware installieren will. make firmware_install. Wissen schon. Ein Verzeichnis, welche Module welche Firmware laden wollen und aus welchem Repository das kommen soll, herunterladen, und nach /lib/firmware schieben. Oder halt in den Kernel, das mache ich bisher so.

    Aber während ich dies schreibe, wird mir klar, warum die Kernel-Devs das nicht machen - zu viel Aufwand, die Liste zu pflegen, und wenn jemand es schafft, am anderen Ende Malware unterzuschieben, haben wir ein schönes Sicherheitsproblem, von dem dann viele Leute betroffen sind. Und die Firmware mitliefern verursacht Probleme mit der GPL. Zu der Situation gibt es keine einfache Lösung, außer halt, dass die Kernel-Devs sagen, dass keine Hardware mehr unterstützt wird, die externe Firmware benötigt. Aber ich glaube, um für einen Eindruck in den Gewinnen zu sorgen, dafür hat Linux nicht die nötige Marktpräsenz.

    Beschissene Situation, das. :/

    > Es gibt freilich noch welche, das muss man das alles händisch machen, dann
    > sollte man sich aber nicht darüber beschweren, man wollte es ja so.

    Manuell != dumm. Ich verstehe vollkommen, warum ich <manuell> den Kernel herunterladen und entpacken muss, warum ich <manuell> die Config-Datei erstellen muss, warum ich <manuell> bauen und installieren muss. Dies liegt in der Funktionalität begründet. Das ./configure, make und make install-Konzept, das kennt jeder, der sich einige Zeit tiefgründig mit Linux beschäftigt hat - das hat Tradition und sich bewehrt. Es gibt mir viel Kontrolle über den Prozess, und ich kann es dennoch automatisieren.

    Was ich nicht verstehe, ist warum ich manuell externe Pakete herunterladen und in den Kernel tun muss.

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