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Die Geister, die ich rief
Autor: flauschi123 16.01.21 - 22:41
Ein Klassiker aus dem Leben ist immer wieder, wenn man den Chef fragt, dass man tool X fuer $Y braucht und als Antwort bekommt, dass es da doch sicherlich irgendwo Open Source fuer lau gibt.
Dann gibt es da das drollige Argument, dass man mit Service bei OSS Geld verdient.
Ich arbeite in einem grossen IT Unternehmen und da wird nirgendwo ein Service-Vertrag fuer OSS abgeschlossen.
Erst hat also OSS die kommerziellen Anbieter gekillt, damit den Markt monopolisiert und jetzt stellt man fest, dass das Businessmodell nicht funktioniert. Great job ... -
Re: Die Geister, die ich rief
Autor: sosohoho 17.01.21 - 00:32
flauschi123 schrieb:
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> Erst hat also OSS die kommerziellen Anbieter gekillt, damit den Markt
> monopolisiert
xD
Kannst Du bitte nachdenken, bevor Du etwas postest? Danke.... -
Re: Die Geister, die ich rief
Autor: flauschi123 17.01.21 - 04:44
Eine Nullaussage von Dir hier also ...
Wo sind denn all die OSS Companies, die profitabel sind?
Elastic - Verlust
MongoDB - Verlust
Cloudera - Verlust
Chef - Verlust
Confluent - Verlust
Docker - Verlust
Hortonworks - Verlust
Mag ja sein, dass man als Consultant mit Open Source Geld verdienen kann, aber jenseits von RedHat wird es doch sehr schnell arg duenn auf der Herstellerseite - und darum ging es bei meinem Kommentar. -
Re: Die Geister, die ich rief
Autor: chefin 18.01.21 - 15:59
sosohoho schrieb:
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> flauschi123 schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
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>
> > Erst hat also OSS die kommerziellen Anbieter gekillt, damit den Markt
> > monopolisiert
>
> xD
> Kannst Du bitte nachdenken, bevor Du etwas postest? Danke....
Hat er und viele andere auch und festgestellt das er recht hat.
Und nun?
Hast du ausser Platitüden auch Argumente? Vieleicht mal einer der großen OSS Firmen die wirklich reich geworden sind. Die nicht jeden Tag um Spenden betteln müssen um ihre Mitarbeiter zu bezahlen.
OSS wird immer so hingestellt als würde die ganze Welt, jeder einzelne sich ein paar Zeilen Code ausdenken und hinzufügen und somit wäre das doch alles ein Freizeitprojekt. Das ist aber nichtmal ansatzweise so. OSS ist genauso kostenintensiv wie Closed Source. Lediglich bei der Endkontrolle lagert man einiges zum Nutzer aus. Je nach dem wen es trifft, der zahlt dann für die Bugs, weil er Mehrarbeit hat um die Fix zu coden oder anzutriggern und dann die Software einzuspielen bzw die Fehler auszubessern, die entstanden sind. zB Datenverlust, der ein Restore aus dem Backup nötig macht, das einiges an Arbeitsstunden und zusätzlich Ausfallzeiten bringt. -
Re: Die Geister, die ich rief
Autor: bofhl 19.01.21 - 13:26
.. und auch RedHat WAR nie direkt mit OSS profitabel - nahezu alle OSS-Produkte hatten eigene weiterentwickelte Business-Produkte die für Big-Money zu haben sind.
Und jetzt wo RedHat nichts anderes mehr ist als eine Abteilung von IBM wird da das ganze Software-Portfolio den Weg von Rational, usw. gehen (d.h. was Geld bringt bleibt und wird Closed-Source, was kaum Geld bringt wird über OSS-Basis-Tool-Entwicklung mit nachfolgender Closed-Source-Business-Entwicklung weiter entwickelt, der Rest bleibt einige Zeit wie gehabt und wandert dann zur Resteverwertung an die Apache Foundation oder verschwindet auf GitHub etc.)



