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  5. › Steam Play und Proton: Wie Valve…

Warum?

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  1. Warum?

    Autor: McWiesel 19.12.18 - 09:27

    Schaut man sich den Software Survey an, kommt man kaum auf nicht mal 1% Marktanteil für Linux: https://store.steampowered.com/hwsurvey

    Linux: 0.80% +0.08%

    Jede andere Firma cancelt solche Projekte aufgrund von quasi nicht vorhandenem Marktanteil. Warum werden hier Ressourcen investiert und verschwendet, die man für andere Verbesserungen einsetzen könnte, die den Spielern tatsächlich was bringen? Da wäre MacOS um Welten interessanter, 300% mehr Marktanteil als Linux! Und dieses System hat bei Privatanwendern (wo es doch bei Steam maßgeblich geht) Zukunft...

    Bei sowas glaube ich echt, dass an entscheidender Stelle immer noch ein Fanboy sitzt, für den die Win/Linux-Grabenkämpfe immer noch nicht ausgetragen sind. Das nächste, was dann nach paar Monaten wieder sang und klanglos eingestellt wird, genauso wie die Steam Machine.



    5 mal bearbeitet, zuletzt am 19.12.18 09:33 durch McWiesel.

  2. Re: Warum?

    Autor: demon driver 19.12.18 - 09:28

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Linux0.80%+0.08%

    Deswegen?

  3. Re: Warum?

    Autor: SirebRaM 19.12.18 - 09:39

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > McWiesel schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Linux0.80%+0.08%
    >
    > Deswegen?
    Ich sehe da aber auch kein Sinn drin. Wenn ich Spielen will und das geht ja von einem selber aus muss ich schauen: Hab ich die Hardware um das Spiel so zu Spielen wie ich will (VR, 4K, FullHD uws) und was Kostet mich das Spiel (Einmalig, Abo, Service Game) und was wird noch gebraucht zb Windows.

    Super wäre es schon wenn alles auch auf Linux und MacOS laufen würde direkt von den Entwicklern, aber das Linux User Pissig werden weil Sie nicht dies und das auf Linux Spielen können nervt. Also entweder will ich was und oder ich will es nicht und mimimimi :D

  4. Re: Warum?

    Autor: ChoMar 19.12.18 - 09:40

    Weil? Der niedrige Anteil an Linux dürfte auch daran liegen, das Linux von wenigen Spielen unterstützt wird. Wenn Steam hier Lösungen findet können sie es auch wieder mit dem kompletten eigenen Ökosystem (Steam Machine) versuchen.
    Oh, und bei Indie-Titeln schaue ich grundsätzlich auf den Linux-Support. Warum? Weil ich gerne Multiplayer spiele. Und bei Titeln ohne Linux-Support (zumindest für Server) ist der Multiplayer normalerweise schlecht implementiert. Da besteht jetzt eigentlich kein direkter Zusammenhang, ist aber so eine Erfahrung.

  5. Re: Warum?

    Autor: Sinnfrei 19.12.18 - 09:42

    Da der einzige Grund dafür das sich so viele Menschen noch mit Windows rumärgern ist, dass viele Spiele dort nicht funktionieren. Windows in der derzeitigen Form ist eine Plage.

    __________________
    ...

  6. Re: Warum?

    Autor: Tamaskan 19.12.18 - 09:44

    Das ist eine strategische Entscheidung. Microsoft kann Steam jederzeit verdrängen durch seinen eigenen Store (siehe Windows S). Für Apple gilt das gleiche. Unter Linux haben sie das Problem nicht, daher hat Valve ein Interesse daran Steam OS als Spieleplattform zu etablieren. Das geht nur, wenn Spiele verfügbar sind. Deshalb Proton.

  7. Re: Warum?

    Autor: pythoneer 19.12.18 - 09:48

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jede andere Firma cancelt solche Projekte aufgrund von quasi nicht
    > vorhandenem Marktanteil. Warum werden hier Ressourcen investiert und
    > verschwendet, die man für andere Verbesserungen einsetzen könnte, die den
    > Spielern tatsächlich was bringen?

    Du hast nicht verstanden, warum Valve das macht. Das machen die nicht um die armen lieben Linux User mit Spielen zu beglücken, sondern um sich der Knute Microsofts zu widersetzen. Das Projekt begann faktisch mit der Einführung des Windows Stores 2012 und der Befürchtung Valves durch diesen ersetzt zu werden. Für Valve ist das Vorhaben von MS glücklicherweise gescheitert. Nicht desto trotz machen sie weiter ihr Portfolio auf anderen Plattformen lauffähig zu machen für einen eventuellen – nicht von ihnen selber angetriebenen – Exit vorzubereiten. Ein weiteres Puzzelstück ist die "Store Apps Only" policy die Microsoft fährt und fahren wird. Mit Einführung von Versionen von Windows die nur noch Store Applikationen ausführen können sieht die Gefahr wieder akuter aus als jemals zuvor. Es ist aus unternehmerischer Sicht für Valve nur Sinnvoll an eine Exit-Strategie zu denken um sich von der Abhängigkeit Microsofts zu befreien. Plattformen wie Playstation, und die von Nintendo zeigen das Ziel. Mit Linux kann sich Valve so eine eigene Plattform etablieren.

    > Da wäre MacOS um Welten interessanter, 300% mehr Marktanteil als Linux! Und dieses System hat bei Privatanwendern (wo es doch bei Steam maßgeblich geht) Zukunft...

    Hier besteht genau das gleiche Problem wie mit Windows und darum kümmert sich Valve auch nicht darum, dass Proton da nicht läuft, auch wenn das Prinzipiell gehen würde. MacOS ist nur ein zweites Windows und da Apple selber wenig Interesse an Spielern hat auch noch etwas weniger interessant.


    > Bei sowas glaube ich echt, dass an entscheidender Stelle immer noch ein
    > Fanboy sitzt, für den die Win/Linux-Grabenkämpfe immer noch nicht
    > ausgetragen sind.

    Das ist schade für dich, dass du das glaubst.

    > Das nächste, was dann nach paar Monaten wieder sang und
    > klanglos eingestellt wird, genauso wie die Steam Machine.

    Weder wurden die Steam Machines eingestellt noch wird das Projekt sang und klanglos eingestellt. Das Bestreben von Valve Linux zu einer Plattform zu machen wo ihr Portfolio lauffähig ist, geht nun schon mehrere Jahre. Seit 14. Februar 2013 können sich Linux User über einen Steam Client freuen der immer besser wird. Warum das nach ein paar Monaten eingestellt werden sollte – nach nun fast sechs Jahren – ist mir ein Rätsel und wird aus deinen Argumenten auch nicht ersichtlich.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.12.18 09:50 durch pythoneer.

  8. Re: Warum?

    Autor: demon driver 19.12.18 - 09:57

    SirebRaM schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > > McWiesel schrieb:
    > > ---------------------------------------------------------------------------
    > > > Linux0.80%+0.08%
    > >
    > > Deswegen?
    > Ich sehe da aber auch kein Sinn drin. Wenn ich Spielen will und das geht ja
    > von einem selber aus muss ich schauen: Hab ich die Hardware um das Spiel so
    > zu Spielen wie ich will (VR, 4K, FullHD uws) und was Kostet mich das Spiel
    > (Einmalig, Abo, Service Game) und was wird noch gebraucht zb Windows.
    >
    > Super wäre es schon wenn alles auch auf Linux und MacOS laufen würde direkt
    > von den Entwicklern, aber das Linux User Pissig werden weil Sie nicht dies
    > und das auf Linux Spielen können nervt. Also entweder will ich was und oder
    > ich will es nicht und mimimimi :D

    Wieso sollte sich Valve oder ich mich dafür interessieren, was dich nervt? Vielleicht hat Valve ja ganz andere Gründe, die mit den Wünschen der Linux-Community so viel gar nicht zu tun haben? Vielleicht will man einfach von Microsoft unabhängig werden? Vielleicht plant man einen zweiten Anlauf für eigene Hardware, die dann tatsächlich ohne Windows (und ohne entsprechende Lizenzzahlungen) funktionieren könnte? Es gibt durchaus mehr potenzielle Gründe, aus denen man Windows-Spiele unter Linux lauffähig bekommen wollen könnte, als nur der Linux-Community einen Gefallen tun zu wollen.

    Abgesehen davon: Es gibt nicht nur Hardcore-Gamer, ich zum Beispiel bin schon lange keiner mehr. Ich bin aber 2017 privat und nebenberuflich komplett auf Linux umgestiegen, weil ich keine Lust mehr auf Windows hatte. Der absehbar bevorstehende Zwangsumstieg auf das unsägliche Windows 10, mit dem ich mich schon im Hauptjob herumschlagen muss, gab mir den letzten Anstoß, es endlich doch mal zu versuchen – und es stellte sich schnell als die richtige Entscheidung heraus, ich bin total glücklich damit. Und wenn ich jetzt weniger Spiele spielen kann, ist es halt so und geht mir grundsätzlich am Allerwertesten vorbei – aber wenn ich durch Steam-Proton künftig dann doch öfter mal interessante Spiele sehe, die auch potenziell unter Linux laufen, dann schaue ich mir die halt auch mal an und kaufe sie. Ansonsten bin ich halt nicht interessiert. So einfach ist das.

  9. Re: Warum?

    Autor: Oktavian 19.12.18 - 10:14

    > Jede andere Firma cancelt solche Projekte aufgrund von quasi nicht
    > vorhandenem Marktanteil. Warum werden hier Ressourcen investiert und
    > verschwendet, die man für andere Verbesserungen einsetzen könnte, die den
    > Spielern tatsächlich was bringen?

    Das könnte auch an der etwas "besonderen" Struktur von Valve liegen. Valve ist das Musterbeispiel eines nur sehr lose geführten Unternehmens. In der Systemtheorie nennen man das "Selbstlernende Organisation".

    Es gibt hier keine starre Hierarchie und Entscheidungswege. Wenn ein Entwickler eine Idee hat, versucht er Kollegen zu begeistern. Diese versuchen, ein Team von Freiwilligen zu finden, die ihre Idee mit ihrer Zeit unterstützen. Auf die Art entsteht oft Unsinn, hin und wieder aber auch echt geniale Dinge.

    Ein ähnliches Vorgehen haben viele Unternehmen, indem sie ihren Leuten eine gewisses Zeitkontingent für solche "Spinnereien" geben, aber bei Valve beträgt das Kontingent annähnernd 100%.

    So etwas hört sich nach totalem Chaos an und ist es irgendwie auch. Ich kenne noch ein paar weitere Firmen, die so arbeiten. Die große Herausforderung ist, die richtigen Leute dafür zu finden und auch viel Unsinn zu akzeptieren.

  10. Re: Warum?

    Autor: McWiesel 19.12.18 - 10:15

    Das letzte, was der PC-Spiele-Markt noch braucht, ist eine weitere Fragmentierung. Gott sei Dank hat sich Windows als Spieleplattform durchgesetzt - wenn Hersteller jetzt noch zu Linux-Versionen getrieben werden, verabschieden sie sich eher komplett von der PC-Plattform, die bei vielen Spielen eh bestenfalls ein Nuller-Geschäft ist.

    Die Angst vor einem reinen UWP-Windows als Standard ist unbegründet. Ja, so Überlegungen gibt es, aber auch MS kann Gegenwind von Kunden verspüren und wenn Windows keine normalen W32-Anwendungen mehr ausführt, sind die paar Spiele das geringste Problem, sondern eher der wegbrechende Geschäftskundenmarkt, der dann seine ganzen eigenen Anwendungen nicht mehr ausführen könnte. Aber auch keiner würde dann ein Store-Only-Windows für ein Gaming-PC nutzen, wo dann noch weniger Spiele drauf laufen als unter Linux (die älteren Titel werden gewiss nicht in den Windows-Store portiert).

    Ich sehe den Windows-Store als reinen weiteren Client wie Uplay, Origin und Steam. Leider muss man sie heutzutage alle haben. Und da kann Valve noch so viel auf Linux machen, solange da nicht alle mitziehen und ich für ein Ubisoft-Spiel weiterhin Windows brauche, gibt es für ein Gamer kein Grund für Linux.

  11. Re: Warum?

    Autor: RipClaw 19.12.18 - 10:21

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schaut man sich den Software Survey an, kommt man kaum auf nicht mal 1%
    > Marktanteil für Linux: store.steampowered.com
    >
    > Linux: 0.80% +0.08%

    Das ist das Ergebnis einer Umfrage und nicht eine Auswertung der Nutzerzahlen. Die Umfrageergebnisse schwanken so massiv das anzunehmen ist das sie nicht die realen Marktanteile wiederspiegeln.

    > Jede andere Firma cancelt solche Projekte aufgrund von quasi nicht
    > vorhandenem Marktanteil. Warum werden hier Ressourcen investiert und
    > verschwendet, die man für andere Verbesserungen einsetzen könnte, die den
    > Spielern tatsächlich was bringen? Da wäre MacOS um Welten interessanter,
    > 300% mehr Marktanteil als Linux! Und dieses System hat bei Privatanwendern
    > (wo es doch bei Steam maßgeblich geht) Zukunft...

    Wine gibt es auch auf MacOS. Also bringt es auch MacOS Nutzern etwas.

    > Bei sowas glaube ich echt, dass an entscheidender Stelle immer noch ein
    > Fanboy sitzt, für den die Win/Linux-Grabenkämpfe immer noch nicht
    > ausgetragen sind. Das nächste, was dann nach paar Monaten wieder sang und
    > klanglos eingestellt wird, genauso wie die Steam Machine.

    Ich bin Linux Nutzer und spiele auch auf Linux. Ich habe einfach keine Lust ein Windows zu pflegen das ich dann eh nur zum Spielen nutze.

  12. Re: Warum?

    Autor: blaub4r 19.12.18 - 10:27

    Einfache Erklärung. Aktuell nutze ich Windows nur noch weil die spiele nicht auf Linux laufen. Würde das Thema nicht mehr sein gäbe es keinen Grund mehr Windows zu benutzen.

    Ich freue mich wenn das so irgend wann kommt. Habe Linux mal probiert aber mir fehlen da meine spiele.

  13. Re: Warum?

    Autor: most 19.12.18 - 10:34

    Sehe ich auch so, dass Valve das eigene Plattformkonzept mit SteamOS, SteamMachines, Controller und Link gestartet hat, um sich von MS unabhängig zu machen und vielleicht auch, um dem Trend Richtung Konsole nicht zu verpassen.

    Als klar wurde, dass der MS Store auf dem Niveau eines Itemstores eines drittklassigen Handyspiels agiert und tortz der steigenden Konsolenverbereitung das Wachstum der Steam User nicht gebremst wurde, haben sie den Fuß vom Gas genommen (andere würden sagen, sind voll in die Bremsen gestiegen und haben SteamOS, SteamMachines und Steamlink fallengelassen)

    Die Bedrohung kam nicht von MS, die aktuelle Bedrohung kommt von den Plattformen der anderen Hersteller, Uplay, Origin, Gog, Bethesda Launcher, jetzt EPIC mit 12% Kostenanteil. Der Angriff läuft auf Hochtouren.

    Jetzt erinnern sie sich an ihre alten Schlachtpläne und wollen sich auf eine unerreichbare Insel retten mit den verbleibenden Spieleherstellern, die sie weiter auspressen können.

  14. Re: Warum?

    Autor: Sharra 19.12.18 - 10:37

    Eben genau darum. WEIL Linux so einen geringen Anteil hat, obwohl es mehr sein könnte. "Jede andere Firma" traut sich eben nichts. Wenn der Markt nicht schon da ist, ignoriert man das einfach. Neue Märkte schaffen ist aber eben auch ein Ding.

    Ganz davon abgesehen ist diese Entwicklung bei Steam eine ganz pragmatische. Microsoft versucht ja (mal wieder) alles unter seine hauseigene Kontrollmaschine zu bekommen. Games for Windows Live ist gestorben, und sie heben den Windows Store aus der Taufe.
    Das ist ein direkter Angriff auf Steams Geschäftsmodell.
    Nur können sie nichts direkt dagegen tun. Also suchen sie andere Wege. Und da MS keine Kontrolle über die Distribution auf Linux hat, wäre das ein Ansatz in dem sich Steam unmittelbar 1. hervortun, und 2. gegen MS absichern/abgrenzen könnte.

    Und natürlich kommt eben auch dazu, dass immer mehr Leute einfach die Schnauze voll von Windows haben. Viele hätten gerne eine Alternative, können diese aber nicht nutzen, weil ihr Zeug unter Linux einfach nicht läuft. Würde Steam es jetzt zumindest mit den Spielen hinbekommen, wäre das ein verdammt großer Schritt.

  15. Re: Warum?

    Autor: deutscher_michel 19.12.18 - 10:42

    Ehrlich gesagt sehe ich das komplett anders - mit Windows 10 geht man eine Abhängigkeit ein, die wesentlich höher ist als zuvor bei WIndows-Versionen (Cortana, Zwangs-Updates, Shop- & Account-Bindung etc. etc.)

    Gäbe es eine freiere Alternative, auf der die Spiele auch laufen, würden vermutlich viele wechseln..

  16. Re: Warum?

    Autor: Oktavian 19.12.18 - 10:43

    RipClaw schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > McWiesel schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Schaut man sich den Software Survey an, kommt man kaum auf nicht mal 1%
    > > Marktanteil für Linux: store.steampowered.com
    > >
    > > Linux: 0.80% +0.08%
    >
    > Das ist das Ergebnis einer Umfrage und nicht eine Auswertung der
    > Nutzerzahlen. Die Umfrageergebnisse schwanken so massiv das anzunehmen ist
    > das sie nicht die realen Marktanteile wiederspiegeln.

    Nach alles Umfagen und statistischen Auswertungen landet man für Linux-Desktops immer im sehr kleinen, einstelligen Prozentbereich, also irgendwo unter 2%. Jetzt ziehe noch alle Open-Source-Fantiker ab, die nie einen proprietären Treiber, ein Binary oder etwas anderes ohne Quellcode installieren würden, und alle, die parallel zum Spielne noch Windows installiert haben.

    Erstere sind für die Spieleindustrie uninteressant, letzter muss man nicht unbedingt versorgen, da sie ja eine Alternative haben, die sie auch zu nutzen bereit sind.

    > Wine gibt es auch auf MacOS. Also bringt es auch MacOS Nutzern etwas.

    Das würde mich für die Macerer freuen. Allerdings scheitert es hier gerne an chronisch veralteter Hardware insbesondere im Bereich der Grafik. Zumindest für hochpreisige, modernere Spiele wieder eher uninteressant. Zudem sind eben viele Macs dedizierte Büro-Rechner, auf denen selten gespielt wird.

    Aber immerhin bringen es die Macerer bei Umfragen auf 3%.

    > Ich bin Linux Nutzer und spiele auch auf Linux. Ich habe einfach keine Lust
    > ein Windows zu pflegen das ich dann eh nur zum Spielen nutze.

    Das ist ja auch okay. Aber du versteht ja auch, dass Hersteller keine Lust haben, für ein System zu entwickeln, dass ca. 1% Marktanteil hat und dann noch heftigst fragmentiert ist. Wenn Steam das für einige Spiele hinbekommt, das zu emulieren, finde ich das super. Ich befürchte nur, dass dem relativ schnell viele große Hersteller einen Riegel vorschieben werden.

  17. Re: Warum?

    Autor: pythoneer 19.12.18 - 10:44

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das letzte, was der PC-Spiele-Markt noch braucht, ist eine weitere
    > Fragmentierung. Gott sei Dank hat sich Windows als Spieleplattform
    > durchgesetzt - wenn Hersteller jetzt noch zu Linux-Versionen getrieben
    > werden, verabschieden sie sich eher komplett von der PC-Plattform, die bei
    > vielen Spielen eh bestenfalls ein Nuller-Geschäft ist.

    Monokultur war noch nie ein Treiber für Innovation. Genau das ist es, was der PC-Spiele-Markt braucht, damit er nicht an sich selbst erstickt. Wenn es die PC-Plattform in Form von "Windows-Only" nicht überlebt weil es Konkurrenz gibt, dann war das Fundament eh sehr brüchig und ein Scheitern wäre sehr begrüßenswert. Denn eine Plattform die Konkurrenz nicht ertragen kann und an der es scheitert – soll bitte früher als Später scheitern. Wo uns Monokultur hin treibt haben wir bei Intel gesehen, die über viele Jahre quasi keine Fortschritte in Sachen CPU gemacht hat eben weil AMD selber ziemlich schwach aufgestellt war. Auf diesem Tron hat sich Intel seit Jahren ausgeruht – das Ergebnis sehen wir heute. Ein offener Schlagabtausch und Innovation im CPU Segment findet jetzt erst wieder statt seit AMD etwas zum entgegensetzen hat. Das kommt AMD UND Intel Kunden zu gute. Selbes Spiel mit dem Internet Explorer – Innovation im Web findet nur statt wenn Konkurrierende Browser Hersteller es voran treiben mit Wettbewerb. Ein zweiter Internet Explorer wird mit Chrome gerade geboren. Eine gesunde(re) PC-Plattform kann nur mit Konkurrenz und Wettbewerb entstehen und erhalten werden. Windows Monokultur ist für alle schädlich – auch Microsoft Kunden.

    > Die Angst vor einem reinen UWP-Windows als Standard ist unbegründet. Ja, so
    > Überlegungen gibt es, aber auch MS kann Gegenwind von Kunden verspüren und
    > wenn Windows keine normalen W32-Anwendungen mehr ausführt, sind die paar
    > Spiele das geringste Problem, sondern eher der wegbrechende
    > Geschäftskundenmarkt, der dann seine ganzen eigenen Anwendungen nicht mehr
    > ausführen könnte. Aber auch keiner würde dann ein Store-Only-Windows für
    > ein Gaming-PC nutzen, wo dann noch weniger Spiele drauf laufen als unter
    > Linux (die älteren Titel werden gewiss nicht in den Windows-Store
    > portiert).

    Was heißt denn bitte schön, dass es die "Überlegungen" gibt? Es gibt doch schon längst Versionen von Windows, die "Store Only" sind. Das ist keine Zukunft, das ist im Hier und Jetzt. Und diese "Hätte wenn und aber" als Henne Ei Problem dargestellt, dass es _MOMENTAN_ keine Spiele im Store etc. gibt hat Microsoft nicht. Microsoft hat gute Verbindungen in die Spiele Welt und selber Studios. Wenn die es wirklich wollen würden, dann könnten die das Finanziell stemmen. Ein kostenloses Windows wo nur Store Anwendungen laufen und eine Hand voll guter Spiele könnte für eine Minderheit interessant genug sein, das mit zu machen. Das ließe sich sicherlich langfristig skalieren, sodass privat Anwender sich mit dem Gedanken anfreunden könnten. Für Geschäftskunden gab und gibt es schon immer anderen Versionen von Windows – aber auf denen wird nicht gespielt und sind für die Diskussion völlig uninteressant.

    > Ich sehe den Windows-Store als reinen weiteren Client wie Uplay, Origin und
    > Steam. Leider muss man sie heutzutage alle haben. Und da kann Valve noch so
    > viel auf Linux machen, solange da nicht alle mitziehen und ich für ein
    > Ubisoft-Spiel weiterhin Windows brauche, gibt es für ein Gamer kein Grund
    > für Linux.

    Ich finde es interessant, wie du das Problem die ganze Zeit versuchst nur aus "Deiner Sicht" zu erklären. Es geht hier aber nicht um deine Perspektive (deine Gamer-Perspektive im allgemeinen) sondern um die Perspektive von Valve. Für dich persönlich mag das keinen Sinn machen, für Valve aber schon. Schade, dass du über deinen eigenen Horrizont nicht hinaus blicken möchtest. Es gibt viele Entscheidungen die aus deiner Sicht, deinem persönlichen Empfinden, keinen Sinn machen oder dir keine Vorteile bringen. Nur bist du nicht das Zentrum der Welt und darum gibt es Parteien am Markt die sich um deine Perspektive auch nicht kümmern. Dein "Es bringt mir nichts" ist nicht von Relevanz für Valve.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.12.18 10:46 durch pythoneer.

  18. Re: Warum?

    Autor: panicx 19.12.18 - 10:49

    Danke an pythoneer, ich dachte eigentlich intelligentes Leben wäre auf Golem schon lange nicht mehr anwesend, aber Ausnahmen bestätigen die Regel.

    Ohne Witz, seit 4 Jahren kann man sich hier nicht mehr aufhalten, da sich hier wirklich der Bodensatz der vernunftbegabten Technikinteressierten tummelt. Artikel sowie die Kommentare hier gleichen dem Angebot der GamesCom, d.h. ein Besuch ist eine aufreibende Zeitverschwendung. Auf heise fand auch schon eine allgemeine Verabschiedung der Vernunft statt, aber auf Golem ist es wirklich extrem. Umso erstaunlicher, dass man hier noch einmal den Begriff "Argument" vernehmen durfte. Aber vielleicht wusste pythoneer auch einfach nicht, was es heißt, sich auf Golem zu begeben. Willkommen auf einem irrelevanten Portal voller kleingeistiger Großmäuler.

    Jaja, keine Sorge, ich halte dann mal wieder vier Jahre Abstand von diesem Loch.

  19. Re: Warum?

    Autor: Michael H. 19.12.18 - 10:49

    Sinnfrei schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da der einzige Grund dafür das sich so viele Menschen noch mit Windows
    > rumärgern ist, dass viele Spiele dort nicht funktionieren. Windows in der
    > derzeitigen Form ist eine Plage.

    Bitte schließe nicht von dir auf andere.

    In meinen Kreisen ist es überwiegend das beste Windows aller Zeiten.
    Mal von den Spielen abgesehen, läuft es einfach.

    Ich hab beruflich noch nie so wenig Probleme mit einem OS aus dem Hause MS gehabt wie mit Windows 10... sehen Kollegen und Freunde/Bekannte aus unserem Berufssektor ebenso. Viel weniger Stress mit dem OS.

    Bei den Zockern in meinem Freundes-/Bekanntenkreis setzt niemand mehr das träge Win7 oder 8/8.1 ein...

    Meiner Mutter hatte ich mal ne Linux Mint Maschine hingesetzt.. die is damit einfach nicht klar gekommen... Windows 7 fand se auch nicht so dralle... Windows 10 kommt se super mit klar. Dazu muss man sagen, dass sie vorher noch nie einen PC besaß... Hauswirtschafterin... ergo beruflich auch noch nie was mit PC´s zu tun gehabt.

    Ich finds klasse dass Valve das macht. Ich nutz auch gerne Linux.. jedoch würde ich geschäftlich sowie privat niemals was anderes als Windows nutzen...
    Geschäftlich weil es konkurrenzlos ist... es gibt fast nichts, was es nicht als Geschäftsanwendung auf Windows gibt... es gibt aber sehr vieles, was es nicht, bzw. nur als Speziallösung für Linux gibt. Vielleicht mag ein großes Cluster für diverse Sachen sinn machen... aber sobald es weg von der Produktion und statischen Anwendungen geht hinweg in den Officesektor, Buchhaltung, Steuer... ich sag mal Linux ist gut aufgehoben in der Produktionsebene, gerne auch die vollautomatische, sobald es an die menschlichere Verkaufsebene geht... ist es nur Last...

  20. Re: Warum?

    Autor: most 19.12.18 - 10:53

    Sharra schrieb:
    -------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Und natürlich kommt eben auch dazu, dass immer mehr Leute einfach die
    > Schnauze voll von Windows haben. Viele hätten gerne eine Alternative,
    > können diese aber nicht nutzen, weil ihr Zeug unter Linux einfach nicht
    > läuft. Würde Steam es jetzt zumindest mit den Spielen hinbekommen, wäre das
    > ein verdammt großer Schritt.

    Wenn man sich die SteamSurvey so ansieht, kann man das nicht erkennen, sonst wäre der Linux anteil doch schon mal über die 1% gestiegen. Gibt doch mittlerweile einige Sachen, die unter Linux laufen. So schlimm ist der Leidensdruck dann doch nicht, zumindest bei Spielern.

    https://store.steampowered.com/hwsurvey/directx/

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