1. Foren
  2. Kommentare
  3. OpenSource
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Subsystem für Linux: Microsoft…

Was für eine Flickschusterei.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Was für eine Flickschusterei.

    Autor: Atalanttore 25.04.16 - 20:03

    Das leistungsfähigere System (Linux) muss die Grundlage bilden und das weniger leistungsfähigere System (Windows) darauf aufbauen.

  2. Re: Was für eine Flickschusterei.

    Autor: Yeeeeeeeeha 25.04.16 - 20:11

    Troll *lach*

    Yeeeeeeeeha - Nur echt mit 2^3 e
    Perl-Monk, Java-Trinker, Objective-C Wizard, PHP-Kiddie, unfreiwilliger FreeBSD-/Linux-Teilzeitadmin

  3. Re: Was für eine Flickschusterei.

    Autor: RaThRo 25.04.16 - 20:14

    Artikel nicht gelesen? Oder einfach nicht verstanden? Oder beides. Ich frag ja nur, weil es ja genau anders rum ist...

  4. Re: Was für eine Flickschusterei.

    Autor: heubergen 25.04.16 - 21:59

    +1

  5. Hat man ja gemacht

    Autor: t_e_e_k 26.04.16 - 08:13

    ... halt war die Realität nur anders herum

  6. Re: Was für eine Flickschusterei.

    Autor: Wander 26.04.16 - 11:15

    Atalanttore schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das leistungsfähigere System (Linux) muss die Grundlage bilden und das
    > weniger leistungsfähigere System (Windows) darauf aufbauen.

    Weißt du, als Softwareentwickler unter Linux habe ich den letzten Wochen und Monaten sehr oft neidisch auf Windows blicken müssen, gerade was das Filesystem betrifft.

    Kleine Beispiele:
    Der Linux Kernel hat große Defizite in Bezug auf APIs für Benachrichtigungen über Dateisystemänderungen. inotify ist ein schlechter Witz. Es war im Prinzip nur dafür gedacht vereinzelte Ordner bzw. Dateien zu überwachen. Möchte man aber rekursiv einen Verzeichnisbaum überwachen kostet das nicht nur unglaublich viele Resourcen (Zeit für das Installieren der inotify-watches (teilweise mehrere Minuten) und Arbeitsspeicher), die Zahl der Watches ist auch stark limitiert (je nach Distribution bzw. deren Konfiguration) und einzelne Userspace Anwendungen müssen sich die limitierte Anzahl an möglichen Watches auch noch teilen. Noch dazu ist inotify sehr schwer zu nutzen, wenn man Race Conditions vermeiden möchte.

    fanotify löst zwar viele dieser Probleme, jedoch taugt es noch weniger, weil es Dateiänderungen, Löschungen oder Umbenennungen bzw. Verschiebungen nicht berücksichtigt, also für die meisten Fälle vollkommen unbrauchbar.

    Unter Windows (und eigentlich den meisten anderen modernen Betriebssystemen) funktioniert das einfach. Punkt.

    Bei Windows geht es aber sogar noch weiter. Dort bietet NTFS mit dem USN Journal eine unglaublich mächtige Lösung um Dateisystemänderungen nicht nur während der Laufzeit einer Anwendung zu erhalten. Man kann sie auch rückwirkend mithilfe des USN Journals erhalten. Damit erspart man sich teure Indexierungsvorgänge beim Start einer Anwendung, weil einem das USN Journal einfach mitteilt, welche Dateien verändert, erstellt, verschoben oder gelöscht wurden. Und nein, das rein gar nichts mit dem Journal eines journaling-fähigen Dateisystems zu tun.

    Das sind übrigens einige der Gründe weshalb Tracker, Baloo bzw. damals Nepomuk, Dropbox, Syncthing, viele Audio- bzw. Multimediaplayer... unter Linux so viele Probleme haben wenn mal etwas mehr Dateien indexiert werden sollen.

    Kurz gesagt: Es währe wesentlich hilfreicher wenn man sich nicht ständig über die Defizite von Windows, NTFS und Co. lustig machen würde, sondern sich stattdessen auf deren Stärken konzentriert und davon lernt, um es unter Linux eventuell besser oder zumindest gleich gut, anstatt viel schlechter, zu machen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.04.16 11:16 durch Wander.

  7. Re: Was für eine Flickschusterei.

    Autor: chefin 26.04.16 - 13:08

    Atalanttore schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das leistungsfähigere System (Linux) muss die Grundlage bilden und das
    > weniger leistungsfähigere System (Windows) darauf aufbauen.


    Also wir aus der Industrie schauen auf jeden Ct und wenn etwas auch nur für 10ct mehr Leistung bringt wird es benutzt. Stellenweise kommt sogar eine Änderung wegen 0,5ct ins Haus.

    Meinst du wirklich wir würden Linux nicht benutzen, wäre es leistungsfähiger? Für eine 100Euro Lizens bekomme ich mindestens 2 Std Support. RedHat verlangt dafür 98Euro/h. Oder ich muss es alleine machen.

    Ja, es gibt einsatzbereiche in denen Linux punktet. An den Aussengrenzen zum Internet zb. Aber versuche garnicht erst damit produktiv zu arbeiten, das kannst du nicht bezahlen. Siehe München. Inzwischen flucht jeder nur, darf es aber nicht öffentlich sagen, weil es politisch nicht gewollt ist. Die fangen quasi bei Null an und müssen sich alles erst neu zusammen stricken. Um dann festzustellen, das 50% der OpenSource Anwendungen so penetrant sind, alles was von MS kommt abzulehnen. Man muss schon Klimmzüge machen und immer wieder Meldungen wegklicken, wenn man Microsoftformate als Default haben will. Darauf hat ein User keinen Bock, er will seine Arbeit so einfach und so schnell als Möglich machen und sich nicht mit Grabenkriege der Systeme beschäftigen.

    Nur das muss er andauernd, weil dieses Zwanghafte: ihr müsst endlich alle offene Formate nutzen einfach nur nervt. So wie auch dein Beitrag wieder mal nur polemisch ist, aber nichts dazu beiträgt Linux voran zu bringen. Die Welt wie du sie kennst wurde schliesslich mit Windows gebaut, wieso willst du mir nun erklären es wäre Scheisse. Fast alle Maschinen in der Produktion wurden mit Windows programmiert und bauen dir Smartphones und Co. Glaubst du allen ernstes es gäbe ein Layoutprogramm unter Linux, das ein Motherboard entflechten kann und auch produktiv benutzt wird?

  8. Re: Was für eine Flickschusterei.

    Autor: emarci 09.08.16 - 13:42

    chefin schrieb:
    > Um dann festzustellen, das 50% der OpenSource Anwendungen so
    > penetrant sind, alles was von MS kommt abzulehnen.

    DIe Anwendung entscheidet nicht, der Benutzer entscheidet, deshalb frägt die Anwendung. Das lässt sich auch abstellen (zumindest in den Produkten die ich kenne). Du meintest wohl eher Microsoftprofukte, die gar nichts anderes zu lassen als ihr Format zu verwenden.

    Aber mal so generell, überlege mal wie gut es ist wenn sämtliche Staaten und Industrien von einem einzigen Unternehmen abhängen. Also ich würde mal sagen da kann sich ein Staat gleich die Unabhängigkeit wieder streichen.
    Das wirkt sich auch auf Endbenutzer schlecht aus. Siehe die (kaum vorhandenen) Möglichkeiten der Datenschutzeinstellungen in Windows 10. Microsoft kann sich das erlauben, weil du gar keine Möglichkeit hast etwas anderes zu verwenden. Und wenn die Firma mehr Daten will, na dann kaufen die sich ein Gesetz mit anschließendem Zwangsupdate.

    Ich weiß ja nicht was ihr so denk, aber ich lebe lieber in einer vielfältigen Demokratie, als unter einem diktatorischem Monopol!
    fsf ftw

  9. Re: Was für eine Flickschusterei.

    Autor: Yeeeeeeeeha 09.08.16 - 21:07

    emarci schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber mal so generell, überlege mal wie gut es ist wenn sämtliche Staaten
    > und Industrien von einem einzigen Unternehmen abhängen.
    [...]
    > Ich weiß ja nicht was ihr so denk, aber ich lebe lieber in einer
    > vielfältigen Demokratie, als unter einem diktatorischem Monopol!

    Das kannst du gerne tun. In der Wirtschaft aber gibt es oft noch ein paar mehr Gesichtspunkte, die hier üblicherweise überhaupt nicht bedacht werden.

    Zum Beispiel die Frage von Garantien und Haftung. Der übliche Anwender fragt sich zum Beispiel, warum man viel Geld für eine so genannte "Profi-Grafikkarte" ausgeben sollte, wenn da doch auch keine andere GPU draufsitzt als auf der Consumer-Karte? Ganz einfach: Weil dir der Hersteller dafür _garantiert_, dass Karte und Treiber mit AutoCAD oder wasauchimmer dein Unternehmen benutzt funktioniert und dafür haftet, falls dem mal nicht so ist.

    Und genau den Shizzle hast du bei großen Softwareumgebungen auch. Du gehst als Konzern ja nicht zu MS und kaufst dir einfach einen Stapel Windows-Lizenzen, sondern du kaufst eine komplette Lösung, die auch Garantien umfasst. Verkackt MS seinen Teil, gibt es eine Konventionalstrafe.
    Selbstverständlich könnte man das auch bei Redhat oder anderen bekommen. Das ist dann aber nicht mehr unbedingt billiger. Und du bist auch wieder von einem einzelnen Unternehmen abhängig, weil die vertraglichen Zusicherungen halt auch foo sind, wenn jemand anderes das System anfasst.

    Ein weiteres Beispiel: Warum kauft man Supercomputer in der Regel teuer von IBM, Cray oder anderen Konzernen, wenn es doch inzwischen alles offen und viel billiger gibt und sogar Giganten wie Google auf blöd gesagt Bastellösungen laufen? Weil du IBM, Cray und Co auf die Füße steigen kannst, wenn nicht das geliefert wird, was vertraglich abgemacht hast. Bei der Bastellösung kannst du allenfalls deine eigenen Mitarbeiter rauswerfen, was dir die in den Sand gesetzten 100 Millionen aber auch nicht zurückbringt.

    Ihr stellt euch das oft so einfach vor. Ist es auch für einen Consumer oder eine kleine Firma. In größerem Maßstab geht es aber schnell um sehr viel mehr, was im OSS-Bereich oft einfach nicht geleistet werden kann. Beim OS noch am ehesten (da es dort eben einige Firmen gibt, die Enterprise-Lösungen anbieten), die meisten Projekte hätten aber noch nicht einmal die Ressourcen, um so etwas überhaupt anbieten zu können.

    Yeeeeeeeeha - Nur echt mit 2^3 e
    Perl-Monk, Java-Trinker, Objective-C Wizard, PHP-Kiddie, unfreiwilliger FreeBSD-/Linux-Teilzeitadmin

  10. Re: Was für eine Flickschusterei.

    Autor: emarci 13.08.16 - 16:50

    Yeeeeeeeeha schrieb:
    > Das ist dann aber nicht mehr unbedingt billiger. Und du bist auch wieder
    > von einem einzelnen Unternehmen abhängig, weil die vertraglichen
    > Zusicherungen halt auch foo sind, wenn jemand anderes das System anfasst.

    Das wird oft missverstanden. Es geht nicht darum etwas billiger zu machen. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, wie du ja selbst geschrieben hast.

    Es gibt auch einen Unterschied ob man von einem Unternehmen einen Vertrag abschließt oder ob man abhängig von einem Unternehmen ist Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. Beispiel ist hier OpenOffice und Oracle.Während Oracle so gut wie alle Entwickler (bis auf einen, wenn man sich die Commits ansieht) abgezogen hat konnte das Projekt geforkt werden (LibreOffice) und ist jetzt recht erfolgreich unterwegs.Auch wenn man z.B. einen Wartungsvertrag mit Oracle hatte, ist man dennoch unabhängig, da das Projekt von jemand anderem weiterentwickelt wird und man die Möglichkeit hat den Anbieter zu wechseln. Anderes Beispiel wäre die node.js, deren Richtung von der Community als Fehleinwicklung empfunden hatte. Auch hier konnte erfolgreich ein Fork (io.js) erstellt werden, das später wieder in node.js integriert wurde.

    Yeeeeeeeeha schrieb:
    > Ein weiteres Beispiel: Warum kauft man Supercomputer in der Regel teuer von IBM,
    > Cray oder anderen Konzernen, wenn es doch inzwischen alles offen und viel billiger
    > gibt und sogar Giganten wie Google auf blöd gesagt Bastellösungen laufen? Weil
    > du IBM, Cray und Co auf die Füße steigen kannst [...]

    Ich rede hier zwar nur von Software, aber ich denke mal das soll ein Beispiel sein.
    Das eine hat wieder mit dem anderen nichts zu tun. Was der Wartungsvertrag beinhaltet ist völlig unabhängig vom Unternehmen/Produkt. Wenn man einen entsprechenden Wartungsvertrag abschließt mit einem Unternehmen, egal ob freie Software oder proprietäre Software, kann man entsprechend Rechtliche Schritte einleiten als "Opfer" einer schlechten Wartung/Produkts.

    Die Argumentation verstehe ich ehrlich gesagt nicht wirklich, da ja (wie bereits geschrieben) der Wartungsverstag nichts mit der Softwarelizenz zu tun hat.

    Es ist wichtig, dass wir solche Klischees aus dem Weg räumen.
    - "Freie Software versucht alles kostenlos zu machen"
    - "Freie Software ist das gleiche wie Open Source"
    - "Mit freier Software lässt sich kein Geld verdienen"

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. CodeMonks GmbH, Nürnberg (Home-Office möglich)
  2. AUSY Technologies Germany AG, verschiedene Standorte
  3. CompuGroup Medical SE & Co. KGaA, Koblenz, Saarbrücken
  4. Universität Stuttgart, Stuttgart

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,86€
  2. 5,99€
  3. 3,50€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Vivo X51 im Test: Vivos gelungener Deutschland-Start hat eine Gimbal-Kamera
Vivo X51 im Test
Vivos gelungener Deutschland-Start hat eine Gimbal-Kamera

Das Vivo X51 hat eine gute Kamera mit starker Bildstabilisierung und eine vorbildlich zurückhaltende Android-Oberfläche. Der Startpreis in Deutschland könnte aber eine Herausforderung für den Hersteller sein.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Software-Entwicklung Google veröffentlicht Android Studio 4.1
  2. Jetpack Compose Android bekommt neues UI-Framework
  3. Google Android bekommt lokale Sharing-Funktion

Philips-Leuchten-Konfigurator im Test: Die schicke Leuchte aus dem 3D-Drucker
Philips-Leuchten-Konfigurator im Test
Die schicke Leuchte aus dem 3D-Drucker

Signify bietet mit Philips My Creation die Möglichkeit, eigene Leuchten zu kreieren. Diese werden im 3D-Drucker gefertigt - und sind von überraschend guter Qualität. Golem.de hat eine güldene Leuchte entworfen.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Smarte Leuchten mit Kurzschluss Netzteil-Rückruf bei Philips Hue Outdoor
  2. Signify Neue Lampen, Leuchten und Lightstrips von Philips Hue
  3. Signify Neue Philips-Hue-Produkte vorgestellt

Big Blue Button: Das große blaue Sicherheitsrisiko
Big Blue Button
Das große blaue Sicherheitsrisiko

Kritische Sicherheitslücken, die Golem.de dem Entwickler der Videochat-Software Big Blue Button meldete, sind erst nach Monaten geschlossen worden.
Eine Recherche von Hanno Böck