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Der Umstieg ist und bleibt hart und arbeitsintensiv

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  1. Der Umstieg ist und bleibt hart und arbeitsintensiv

    Autor: derdiedas 14.01.20 - 09:59

    da braucht man sich nichts vormachen, und wer abseits von Mail und Office etwas anderes behauptet lügt schlicht und ergreifend.

    1. Kommen wir zu den negativen Dingen

    1.1. Office
    LibreOffice ist eine Alternative, aber das fehlen von Outlook als Mailclient schmerzt immer. Denn was da als Alternativen angeboten wird ist in Ordnung aber die Usability ist meist ein Graus.

    1.2 CAD, 3D und Photo
    FreeCad ist genial, und kann vieles was man zumindest für's Hobby auch gebrauchen kann. Aber die Nutzerführung ist sehr eigen und man muss sich relativ lange beschäftigen bis es einen Arbeitsfluss gibt.

    Blender, ja des ist richtig gut. Aber auch hier eine so dermaßen verschrobene UI das man lange braucht um darin eine Logik zu erkennen. Bei Gimp gilt das gleiche, Funktionalität super - UI beschissen.

    Und so zieht sich das durch so gut wie alle Alternativen zu kostenpflichtigen (meist teuren) Lösungen. Die Funktionalität ist meist vorhanden, aber die Benutzerführung ist so richtig schlecht.
    Dafür aber bekommt man die Funktionen auch ohne tausende Euros auf den Tisch zu legen oder wie bei Adobe zu Abos genötigt wird.

    3. Hardware Support und Einrichtung des OS:
    Da würde ich mittlerweile Parität zu Windows vermelden. Vieles läuft bei Linux bereits von Haus aus oder die Treiberinstallation ist absolut simpel (Etwa AMD oder Nvidia Treiber). Was eher selten funktioniert sind Spezialhardware wie etwa XP-Pen bei denen es keine Treiber für Linux gibt, bzw. diese nur eine Distribution unterstützen und auf anderen nicht laufen.

    Nun was bekommt man denn für seine Mühen und oft auch Geduld und Leidensfähigkeit?

    Man bekommt ein echtes Betriebssystem bei dem man selber Besitzer und nicht Gast des Systems ist. Es fließen keinerlei Daten ab, die Software ist und bleibt in der Regel kostenfrei und so gut wie nichts wird abgekündigt und funktioniert irgendwann dann doch nicht mehr. Man hat halt nicht mehr das Gefühl das überall wie an Baumharz Daten kleben bleiben und man ausgequetscht wird wie eine Zitrone (Daten und Kohlemäßig).

    Kurzum - man ärgert sich weitaus weniger.

    Gruß DDD

  2. Re: Der Umstieg ist und bleibt hart und arbeitsintensiv

    Autor: User_x 14.01.20 - 10:04

    Was du beschreibst ist ein Umdenken. Das hat man selbst, wenn man von Audi auf BMW wechselt.

    Aber es gibt auch Entwarnung: mehr und mehr Anwendungen laufen im Web und sind daher Plattformunabhängig und mit der Zeit werden es noch mehrere werden. Auch das Office 365 gibts mit Chrome unter Linux im Web. Oder der mit gravit.io ein Vektor-Editor im Web.

    Es bleibt der Einzelfall und fehlende Anwendungen für eine Plattform. Wenn dein Programm unter Windows strauchelt, gibt es auch keine Alternative als ein anderes zu suchen.

    Ich denke eher, es ist eben wie von mir anfangs erwähnt, einmal Audi immer Audi oder umgekehrt. Genau diese religiöse Denke hat sich mittlerweile so tief in uns hineingefressen, das wir für nichts anderes mehr offen sind. Apple versus Android, ach was, das siehst du überall mittlerweile.

  3. Re: Der Umstieg ist und bleibt hart und arbeitsintensiv

    Autor: Faksimile 14.01.20 - 10:17

    Also zurück zum Grossrechner mit "dummen Terminals"?
    Eine WebApp ist doch nicht viel anders als eine Terminal-Session

  4. Re: Der Umstieg ist und bleibt hart und arbeitsintensiv

    Autor: derdiedas 14.01.20 - 10:20

    Also ich musst mich bei keinem Auto länger als 1h umgewöhnen ;-) Und ich wechsle öfters die Marke und als Leihwagen muss ich eh alles fahren was da so kommt.

    Klar gibt es Autos die besser fahren und andere deren Fahrspaß eher mau ist, aber alle lassen sich zu 90%+ gleich bedienen.

    Bei OS Anwendungen aber habe ich das Gefühl das kaum einer sich um die Benutzerfreundlichkeit kümmert oder es schlichtweg kann. Und O365 als WebApp, das ist auch nur eine Krücke, denn ich möchte meine Mails auch gerne offline unterwegs lesen können (Etwa die Adresse des Hotels das für mich gebucht wurde).

    Als Server ist Linux unschlagbar, als DesktopOS muss man ganz genau schauen. Am besten funktioniert Linux für Softwareentwickler, 3D Design geht auch noch da vieles wie Maya auch unter Linux funktioniert. Andere Dinge wie CAD für meine CNC Fräse nur mit so viel "kotzen" das ich dafür eine dedizierte Windowsmaschine habe (eigentlich 2, da Mach3 auch nur unter Windows 7 32 Bit läuft).

    Gruß DDD

  5. Re: Der Umstieg ist und bleibt hart und arbeitsintensiv

    Autor: gentux 14.01.20 - 10:32

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > LibreOffice ist eine Alternative, aber das fehlen von Outlook als
    > Mailclient schmerzt immer. Denn was da als Alternativen angeboten wird ist
    > in Ordnung aber die Usability ist meist ein Graus.

    Finde Outlook (zumindest bis und mit 2019) auch ein Graus, einen kopierten Mailtext so ausformatieren, dass der Empfänger sieht, dass es ein Zitat ist, geht nicht mit einer Aktion. Besonders wenn mehrere Leute schon geantwortet haben, verliert man ohne die entsprechende Formatierung den Überblick.

    Weiter kann ich aus irgendwelchen Gründen kein Bild inline einfügen, nur noch als Anhang, egal welches Format ich wähle.

    Ich gebe ja zu, Lotus Notes ist noch schlimmer, aber ein Usability-Segen ist Outlook auch nicht, man hat sich einfach dran gewöhnt.

    > Kurzum - man ärgert sich weitaus weniger.

    Dem kann ich nur zustimmen.

  6. Re: Der Umstieg ist und bleibt hart und arbeitsintensiv

    Autor: foobarJim 14.01.20 - 10:34

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > 1.2 CAD, 3D und Photo
    > FreeCad ist genial, und kann vieles was man zumindest für's Hobby auch
    > gebrauchen kann. Aber die Nutzerführung ist sehr eigen und man muss sich
    > relativ lange beschäftigen bis es einen Arbeitsfluss gibt.

    Ja, hier sieht es leider nicht gut aus. Ich verwende Linux wahnsinnig gerne als Desktop und ist mir hier lieber als Windows ode MacOS. Auch beruflich als Softwareentwickler ziehe ich es den beiden genannten System vor. Allerdings fehlen mir im Privatbereich einfach einige wichtige Programme für die ich auf Windows wechseln muss. Im Bereich Foto gibt es zu Lightroom oder CapureOne unter Linux einfach keine Alternative. Im Bereich CAD mag ich Fusion360 deutlich besser als FreeCAD und für Privatanwender gibt es das für lau. Allerdings läuft das auch nicht unter Linux.

    Da ich die oben genannten Programme nicht mal nur so kurz zwischendurch benutze, lohnt es sich für mich durchaus dafür zu Windows zu wechseln. Ich kann allerdings durchaus verstehen, dass der Otto-Normalanwender keine Lust hat auf mehr als einem System zu arbeiten und bei entsprechendem Bedarf für Programme, die nicht unter Linux laufen, bei Windows bleibt.

  7. Re: Der Umstieg ist und bleibt hart und arbeitsintensiv

    Autor: g0r3 14.01.20 - 11:21

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 1.1. Office
    > LibreOffice ist eine Alternative, aber das fehlen von Outlook als
    > Mailclient schmerzt immer. Denn was da als Alternativen angeboten wird ist
    > in Ordnung aber die Usability ist meist ein Graus.

    LibreOffice finde ich (für meine Heimnutzeranforderungen) eigentlich mehr als ok. Ich muss halt recht oft googlen und die Doku im Internet ist halt nicht so umfangreich wie für MS Office. Beim Mailclient nehme ich es umgekehrt war: Mit der krankhaften Adipositas-Sofware namens Outlook, die am Ende doch nichts besonderes macht, kann man mich jagen. Simple Mail unter Linux war der (für mich) bislang beste E-Mail-Client, der mir untergekommen ist. Da ich gerade KDE benutze, ist es derzeit Kmail. Immer noch weit besser als Outlook aber leidet m.e. auch schon zu sehr unter Featuritis.

    > 1.2 CAD, 3D und Photo
    > FreeCad ist genial, und kann vieles was man zumindest für's Hobby auch
    > gebrauchen kann.

    Hier nehme ich Linux als Wüste wahr. Ich nutze einen 3D-Drucker und mochte FreeCad mal so gar nicht. Ich habe es auch als ziemlich unausgereift wahrgenommen. Ich würde mir Fusion360 wünschen, derweil tut es Onshape. Kikad schaut gut aus, konnte ich bislang aber noch nicht viel verwenden.

    > Blender, ja des ist richtig gut. Aber auch hier eine so dermaßen
    > verschrobene UI das man lange braucht um darin eine Logik zu erkennen. Bei
    > Gimp gilt das gleiche, Funktionalität super - UI beschissen.

    Aber gerade bei diesen beiden hat sich doch mit den letzten Major Releases viel getan. Du beziehst dich darauf?

    > 3. Hardware Support und Einrichtung des OS:
    > Da würde ich mittlerweile Parität zu Windows vermelden. Vieles läuft bei
    > Linux bereits von Haus aus oder die Treiberinstallation ist absolut simpel
    > (Etwa AMD oder Nvidia Treiber). Was eher selten funktioniert sind
    > Spezialhardware wie etwa XP-Pen bei denen es keine Treiber für Linux gibt,
    > bzw. diese nur eine Distribution unterstützen und auf anderen nicht laufen.

    Dito. Ich halte den Workflow hier mittlerweile einfacher als unter Windows. Und ~50 Update-Pakete pro Woche unter Arch Linux fühlen sich runder als 5 Updates pro Monat unter Windows an. Dank AUR und Pamac ist Software extrem einfach nachinstalliert. Aber speziell bei Arch bezahlt man das damit, dass man eine verdammt steile Lernkurve bewältigen muss, selbst wenn man davor wie in meinem Fall davor bereits für ein Jahr unter Ubuntu geübt hat.

    > Nun was bekommt man denn für seine Mühen und oft auch Geduld und
    > Leidensfähigkeit?
    >
    > Man bekommt ein echtes Betriebssystem bei dem man selber Besitzer und nicht
    > Gast des Systems ist. Es fließen keinerlei Daten ab, die Software ist und
    > bleibt in der Regel kostenfrei und so gut wie nichts wird abgekündigt und
    > funktioniert irgendwann dann doch nicht mehr. Man hat halt nicht mehr das
    > Gefühl das überall wie an Baumharz Daten kleben bleiben und man
    > ausgequetscht wird wie eine Zitrone (Daten und Kohlemäßig).
    >
    > Kurzum - man ärgert sich weitaus weniger.

    Kann ich soweit bestätigen. Ich nehme den ganzen Betriebsystem-Unterbau als so viel besser und durchdachter als Windows wahr, dass ich definitiv nicht mehr zurück wechseln würde. Das oft geschumpfene Terminal nutzt man oft nicht, weil man es braucht. Sondern weil es so gut funktioniert. BTRFS ist fantastisch und etwas Vergleichbares wäre mit dem Update-Russisch-Roulette unter Windows bitter notwendig. Wenn etwas nicht passt, kann man es mit etwas Googlen sehr wahrscheinlich anpassen. Großer Nachteil: Irgendwas passt immer nicht und man googelt viel. Anderswo schluckt man es dagegen ganz fatalistisch einfach runter und erledigt seine Arbeit.

    Ein weiterer Punkt: Selbst wenn sich unter Linux viele Dinge sehr viel einfacher als bspw. unter Windows bewältigen lassen würden - man ist derzeit Mitglied einer Minderheit und muss die Abwesenheit so mancher populärer Tools und die Bequemlichkeit vieler Sofware- und Hardware-Produzenten mit doch einigem an Eigeninitiative kompensieren, die auch permanent notwendig bleibt. Das sollte einem klar sein, wenn man wechseln will.

  8. Re: Der Umstieg ist und bleibt hart und arbeitsintensiv

    Autor: kn4llfr0sch 14.01.20 - 11:31

    Meinen Erfahrungen nach bleiben die Grafiktreiber ein Gefrickel, selbst unter Ubuntnu. Einmal etwas anders eingestellt bei der Desktop-Ansicht, dist-upgrade und schon sitzte vor nem schwarzen Bildschirm und kannst das übers Terminal fixen (aufrufbar nur über vorher bekannte Tastenkombinationen, denn es wird ja nichts angezeigt!), mit deinem Lieblings-Terminal-Texteditor und seinen geilen Shortcuts zum Speichern.

    Ja, äh. Ne. Ist als Informatiker erträglich, aber alle anderen in der Familie wollen so etwas nicht.

  9. Re: Der Umstieg ist und bleibt hart und arbeitsintensiv

    Autor: tux. 14.01.20 - 11:36

    Faksimile schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also zurück zum Grossrechner mit "dummen Terminals"?

    Die waren wenigstens zuverlässig... :-)

  10. Re: Der Umstieg ist und bleibt hart und arbeitsintensiv

    Autor: coffeeshop-reloaded 14.01.20 - 12:27

    g0r3 schrieb:

    >Kann ich soweit bestätigen. Ich nehme den ganzen >Betriebsystem-Unterbau als so viel besser und >durchdachter als Windows wahr, dass ich definitiv >nicht mehr zurück wechseln würde.

    Was ist denn besser am Unterbau?

    > Das oft geschumpfene Terminal nutzt man oft > nicht, weil man es braucht.

    Hat Windows kein Terminal?

    >BTRFS ist
    > fantastisch und etwas Vergleichbares wäre mit dem Update-Russisch-Roulette
    > unter Windows bitter notwendig.

    Du vermisst BTRFS unter Windows? Einen LVM-Manager etwa auch?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.01.20 12:31 durch coffeeshop-reloaded.

  11. Re: Der Umstieg ist und bleibt hart und arbeitsintensiv

    Autor: DASPRiD 14.01.20 - 16:01

    kn4llfr0sch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Meinen Erfahrungen nach bleiben die Grafiktreiber ein Gefrickel, selbst
    > unter Ubuntnu. Einmal etwas anders eingestellt bei der Desktop-Ansicht,
    > dist-upgrade und schon sitzte vor nem schwarzen Bildschirm und kannst das
    > übers Terminal fixen (aufrufbar nur über vorher bekannte
    > Tastenkombinationen, denn es wird ja nichts angezeigt!), mit deinem
    > Lieblings-Terminal-Texteditor und seinen geilen Shortcuts zum Speichern.
    >
    > Ja, äh. Ne. Ist als Informatiker erträglich, aber alle anderen in der
    > Familie wollen so etwas nicht.

    Du musst da irgendwas kaputtgefrickelt haben, war hier noch nie der Fall, seit die Treiber über das Ubuntu-Repository laufen.

  12. Re: Der Umstieg ist und bleibt hart und arbeitsintensiv

    Autor: Michael H. 14.01.20 - 16:28

    User_x schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was du beschreibst ist ein Umdenken. Das hat man selbst, wenn man von Audi
    > auf BMW wechselt.

    Nur ist beim Wechsel von Audi auf BMW das Kupplungspedal nicht auf einmal beim Beifahrer, die Bremse an der Sonnenblende und der Motor in der Mitte des Autos während die Karosserie von außen schick aussieht, aber nicht dicht ist und es reinregnet, durchzieht und scheppert.

    Nur um mal ein Gefühl zu vermitteln, wie es sich "anfühlt" wenn man von ner Windows 10 Kiste auf ne Linuxkiste geht.

  13. Re: Der Umstieg ist und bleibt hart und arbeitsintensiv

    Autor: Onsdag 14.01.20 - 16:46

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 1.1. Office
    > LibreOffice ist eine Alternative, aber das fehlen von Outlook als
    > Mailclient schmerzt immer. Denn was da als Alternativen angeboten wird ist
    > in Ordnung aber die Usability ist meist ein Graus.
    Outlook ist in der Tat immer ein Graus ... aber der Nicht-Mailclient Outlook paßt sehr gut zum Nicht-Mailserver Exchange. So gesehen ...

    > Blender, ja des ist richtig gut. Aber auch hier eine so dermaßen
    > verschrobene UI das man lange braucht um darin eine Logik zu erkennen. Bei
    > Gimp gilt das gleiche, Funktionalität super - UI beschissen.
    Die meisten Entwickler sind keine GUI-Designer. Die wenigsten machen daraus einen Hehl. Aber da diese Projekte auf Zuarbeiten setzen, wäre es hier vielleicht an der Zeit einmal Zeit zu investieren um allen (inklusive sich selbst) zu nutzen. Das ist ja gerade der Witz, man muß noch nicht einmal Softwareentwickler sein um einem Projekt zuzuarbeiten.

    > 3. Hardware Support und Einrichtung des OS:
    > Da würde ich mittlerweile Parität zu Windows vermelden. Vieles läuft bei
    > Linux bereits von Haus aus oder die Treiberinstallation ist absolut simpel
    > (Etwa AMD oder Nvidia Treiber). Was eher selten funktioniert sind
    > Spezialhardware wie etwa XP-Pen bei denen es keine Treiber für Linux gibt,
    > bzw. diese nur eine Distribution unterstützen und auf anderen nicht laufen.
    Schonmal versucht einen Multifunktionsdrucker zum Scannen zu überreden? Schonmal das Modell eines anderen Herstellers versucht? nVidia-Karten ohne Binärtreiber betrieben? ... da existiert keine Parität im engeren Sinne. Allenfalls eine große Schnittmenge und verschiedene Prioritäten.

    > Kurzum - man ärgert sich weitaus weniger.
    Ich würde sagen man ärgert sich vor allem an anderen Stellen.

    Aber ob die Standardprogramme funktionieren ist häufig nicht so wichtig, weil der Dealbreaker vielfach das Programm XYZ ist, welches MS Office erweitert und deshalb darauf angewiesen ist, daß MS Office und eben nicht LibreOffice läuft. Oder weil der Anbieter der themenspezifischen Erweiterung des durchaus portablen CAD-Programms sich weigert Windows zu unterstützen (obwohl der Aufwand augenscheinlich überschaubar wäre!) ...

    (... ganz traurig sind dann die Fälle wo Makros von MS Office genutzt werden ... auch aus Sicht der Sicherheit)

  14. Re: Der Umstieg ist und bleibt hart und arbeitsintensiv

    Autor: Onsdag 14.01.20 - 16:52

    User_x schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber es gibt auch Entwarnung: mehr und mehr Anwendungen laufen im Web und
    > sind daher Plattformunabhängig und mit der Zeit werden es noch mehrere
    > werden. Auch das Office 365 gibts mit Chrome unter Linux im Web. Oder der
    > mit gravit.io ein Vektor-Editor im Web.
    Bin mir jetzt nicht sicher inwieweit dies privatsphäretechnisch einer Entwarnung entspricht, aber okay ...

    Auch den Ansatz daß man dutzende Electron-basierte, mehr oder weniger "lokale", (Web-)Anwendungen hat die alle auf verschiedenen Versionen von Chromium basieren, finde ich nicht zielführend. Da war Microsoft mit dem Uralt-Internet-Explorer schonmal weiter (wenn auch in anderer Hinsicht bedenklich!) ...

  15. Re: Der Umstieg ist und bleibt hart und arbeitsintensiv

    Autor: Onsdag 14.01.20 - 16:59

    coffeeshop-reloaded schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was ist denn besser am Unterbau?
    Das habe ich mich auch gefragt. Der Unterbau von Windows ist erstaunlich elegant. Das was der Benutzer zu Gesicht bekommt, ist aber eben nicht mehr der Unterbau.

    > Hat Windows kein Terminal?
    Kein so gutes. Gebe ich recht. Hier ist aber vermutlich nicht das echte Terminal auf Linux gemeint (wobei das auch schon allein besser ist), sondern vermutlich der jeweilige Terminalemulator. Auf Windows kann man aber ConEmu als Alternative benutzen oder bspw. die Bash-Shell von Git for Windows.

    > Du vermisst BTRFS unter Windows? Einen LVM-Manager etwa auch?
    Den Logical Volume Manager-Manager? Wer würde den nicht vermissen ;-Þ

  16. Re: Der Umstieg ist und bleibt hart und arbeitsintensiv

    Autor: Onsdag 14.01.20 - 17:16

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Als Server ist Linux unschlagbar, [...]
    Schon von FreeBSD gehört? Ich frag nur ...

    Und übrigens ist Windows ein durchaus mächtiges Serversystem.

    https://speakerdeck.com/trent/pyparallel-how-we-removed-the-gil-and-exploited-all-cores?slide=38

    https://en.wikipedia.org/wiki/Proactor_pattern vs. https://en.wikipedia.org/wiki/Reactor_pattern

    Daß bspw. viele der von unixoiden Systemen portierten Server nicht optimal auf Windows laufen und deshalb der ein oder andere Entwickler dieser Server seinen Frust auf Windows ablädt, hat wohl eher mit Unwissen als mit Mißständen bei Windows zu tun. Wer sein "Portieren" damit abgeschlossen sieht 1:1 auf BSD-Socket oder Winsock umzustellen, hat eben von IOCPs (https://en.wikipedia.org/wiki/Input/output_completion_port) noch nix gehört und sollte lieber still sein ...

  17. Re: Der Umstieg ist und bleibt hart und arbeitsintensiv

    Autor: DASPRiD 14.01.20 - 17:17

    Onsdag schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schonmal versucht einen Multifunktionsdrucker zum Scannen zu überreden?
    > Schonmal das Modell eines anderen Herstellers versucht? nVidia-Karten ohne
    > Binärtreiber betrieben?

    Bei Multifunktionsdruckern würde ich wegen HPLip auf Linux immer zu HP-Geräten greifen. Das System erkennt, dass es ein HP-Drucker ist und installiert automatisch HPLip.

    Und wieso sollte man NVidia-Karten ohne die Binärtreiber betreiben? Macht auf Windows doch auch keiner.

  18. Re: Der Umstieg ist und bleibt hart und arbeitsintensiv

    Autor: TmoWizard 14.01.20 - 19:00

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > da braucht man sich nichts vormachen, und wer abseits von Mail und Office
    > etwas anderes behauptet lügt schlicht und ergreifend.

    Na, das will ich jetzt mal anhand deiner Beispiel prüfen!

    > 1. Kommen wir zu den negativen Dingen
    >
    > 1.1. Office
    > LibreOffice ist eine Alternative, aber das fehlen von Outlook als
    > Mailclient schmerzt immer. Denn was da als Alternativen angeboten wird ist
    > in Ordnung aber die Usability ist meist ein Graus.

    Hast Du den Artikel eigentlich gelesen? Da geht es hauptsächlich um Privatanwender, die verwenden kaum mehr ein extra Programm für E-Mails! Webmail oder wenn schon, dann Thunderbird. Auch LibreOffice hat in vielen Haushalten das MS-Office abgelöst.

    > 1.2 CAD, 3D und Photo
    > FreeCad ist genial, und kann vieles was man zumindest für's Hobby auch
    > gebrauchen kann. Aber die Nutzerführung ist sehr eigen und man muss sich
    > relativ lange beschäftigen bis es einen Arbeitsfluss gibt.

    CAD? 3D?? Privat??? Richtest Du dir täglich deine Wohnung neu ein oder für was benötigst Du das?

    > Blender, ja des ist richtig gut. Aber auch hier eine so dermaßen
    > verschrobene UI das man lange braucht um darin eine Logik zu erkennen. Bei
    > Gimp gilt das gleiche, Funktionalität super - UI beschissen.

    Blender ist eigentlich für Animationen gedacht, was selbst für ganze Filme funktioniert. Gimp hingegen ist ein wirklich hervorragender Ersatz für Photoshop, das kann man ja wohl mit Blender nicht vergleichen!

    > Und so zieht sich das durch so gut wie alle Alternativen zu
    > kostenpflichtigen (meist teuren) Lösungen. Die Funktionalität ist meist
    > vorhanden, aber die Benutzerführung ist so richtig schlecht.
    > Dafür aber bekommt man die Funktionen auch ohne tausende Euros auf den
    > Tisch zu legen oder wie bei Adobe zu Abos genötigt wird.

    Privat? Wohl kaum!

    > 3. Hardware Support und Einrichtung des OS:
    > Da würde ich mittlerweile Parität zu Windows vermelden. Vieles läuft bei
    > Linux bereits von Haus aus oder die Treiberinstallation ist absolut simpel
    > (Etwa AMD oder Nvidia Treiber).

    Das stimmt allerdings.

    > Was eher selten funktioniert sind
    > Spezialhardware wie etwa XP-Pen bei denen es keine Treiber für Linux gibt,
    > bzw. diese nur eine Distribution unterstützen und auf anderen nicht laufen.

    Wer benötigt das privat? Kaum jemand, also fällt aus wegen Bodennebel!

    > Nun was bekommt man denn für seine Mühen und oft auch Geduld und
    > Leidensfähigkeit?
    >
    > Man bekommt ein echtes Betriebssystem bei dem man selber Besitzer und nicht
    > Gast des Systems ist. Es fließen keinerlei Daten ab, die Software ist und
    > bleibt in der Regel kostenfrei und so gut wie nichts wird abgekündigt und
    > funktioniert irgendwann dann doch nicht mehr. Man hat halt nicht mehr das
    > Gefühl das überall wie an Baumharz Daten kleben bleiben und man
    > ausgequetscht wird wie eine Zitrone (Daten und Kohlemäßig).
    >
    > Kurzum - man ärgert sich weitaus weniger.

    Also für privat genau das Richtige, womit Du Linux als Ersatz praktisch bestätigt hast! ;-)

    Allerdings hast Du einen wirklich sehr großen Teil der Anwender vergessen, nämlich die Gamer. Mich juckt das nicht, da ich schon seit Jahren kaum mehr zocke.

    Gerade aktuelle Games gibt es nur ganz selten für Linux, genau hier ist dann der große Knackpunkt! Browsergames sind ja kein Problem, außer sie verlangen einen bestimmten Browser. Aber die gibt es ja wohl für jedes Betriebssystem, allen voran natürlich Chrome und Firefox.

    Mit "richtigen" Games sieht es da schon ganz anders aus, den größten Teil sucht man für Linux meistens vergeblich!

    > Gruß DDD

    Viele Grüße aus Augsburg mit Kubuntu 18.04 und SeaMonkey

    Mike

    *** TmoWizard ***

    Kleinigkeiten erledige ich sofort, Wunder dauern etwas länger und ab Mitternacht wird gezaubert! ;)

  19. Re: Der Umstieg ist und bleibt hart und arbeitsintensiv

    Autor: violator 14.01.20 - 19:51

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Funktionalität super - UI beschissen

    Das ist halt das Hauptproblem. Programme von Technikfreaks ohne Ahnung von Design, geschrieben für Technikfreaks, die sich nicht für Design interessieren.

    Hauptsache das Officeprogramm hat 400 Icons oben in ner Leiste und macht auf dem Papier das gleiche wie Programm XY, dann ist man schon glücklich.

  20. Re: Der Umstieg ist und bleibt hart und arbeitsintensiv

    Autor: User_x 14.01.20 - 19:53

    Onsdag schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > User_x schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Aber es gibt auch Entwarnung: mehr und mehr Anwendungen laufen im Web
    > und
    > > sind daher Plattformunabhängig und mit der Zeit werden es noch mehrere
    > > werden. Auch das Office 365 gibts mit Chrome unter Linux im Web. Oder
    > der
    > > mit gravit.io ein Vektor-Editor im Web.
    > Bin mir jetzt nicht sicher inwieweit dies privatsphäretechnisch einer
    > Entwarnung entspricht, aber okay ...
    >
    > Auch den Ansatz daß man dutzende Electron-basierte, mehr oder weniger
    > "lokale", (Web-)Anwendungen hat die alle auf verschiedenen Versionen von
    > Chromium basieren, finde ich nicht zielführend. Da war Microsoft mit dem
    > Uralt-Internet-Explorer schonmal weiter (wenn auch in anderer Hinsicht
    > bedenklich!) ...

    Der Weg ist mit PWA (Progressive Web Apps) aber schon gelegt, und das mit Chrome und Firefox die offline Speicher für webapps vorhalten unter Windows eher geregelt als Linux.

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    Lenovo
    Thinkpad-Firmware soll gegen defekte USB-Anschlüsse helfen

    Viele Thinkpads haben offenbar fehlerhafte Controller, so dass nach einiger Zeit USB-Typ-C-Buchsen und Thunderbolt 3 ausfallen. Eine neue Firmware von Lenovo soll diesen Bug beheben. Eine große Anzahl an Geräten ist betroffen.


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