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Der Umstieg ist und bleibt hart und arbeitsintensiv

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  1. Re: Der Umstieg ist und bleibt hart und arbeitsintensiv

    Autor: User_x 14.01.20 - 20:36

    Michael H. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > User_x schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Was du beschreibst ist ein Umdenken. Das hat man selbst, wenn man von
    > Audi
    > > auf BMW wechselt.
    >
    > Nur ist beim Wechsel von Audi auf BMW das Kupplungspedal nicht auf einmal
    > beim Beifahrer, die Bremse an der Sonnenblende und der Motor in der Mitte
    > des Autos während die Karosserie von außen schick aussieht, aber nicht
    > dicht ist und es reinregnet, durchzieht und scheppert.
    >
    > Nur um mal ein Gefühl zu vermitteln, wie es sich "anfühlt" wenn man von ner
    > Windows 10 Kiste auf ne Linuxkiste geht.

    Da fängt die Subjektivität auch schon an. Ein 40 Tonner gegen ein PKW. Am besten gleich Affinity Serif gegen Corel Draw gegen Photoshop gegen Inkacape gegen Krita und Gimp. Alle haben vor und Nachteile und das Sogar auf der gleichen Plattform.

  2. Re: Der Umstieg ist und bleibt hart und arbeitsintensiv

    Autor: coffeeshop-reloaded 15.01.20 - 11:48

    User_x schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Onsdag schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > User_x schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Aber es gibt auch Entwarnung: mehr und mehr Anwendungen laufen im Web
    > > und
    > > > sind daher Plattformunabhängig und mit der Zeit werden es noch mehrere
    > > > werden. Auch das Office 365 gibts mit Chrome unter Linux im Web. Oder
    > > der
    > > > mit gravit.io ein Vektor-Editor im Web.
    > > Bin mir jetzt nicht sicher inwieweit dies privatsphäretechnisch einer
    > > Entwarnung entspricht, aber okay ...
    > >
    > > Auch den Ansatz daß man dutzende Electron-basierte, mehr oder weniger
    > > "lokale", (Web-)Anwendungen hat die alle auf verschiedenen Versionen von
    > > Chromium basieren, finde ich nicht zielführend. Da war Microsoft mit dem
    > > Uralt-Internet-Explorer schonmal weiter (wenn auch in anderer Hinsicht
    > > bedenklich!) ...
    >
    > Der Weg ist mit PWA (Progressive Web Apps) aber schon gelegt, und das mit
    > Chrome und Firefox die offline Speicher für webapps vorhalten unter Windows
    > eher geregelt als Linux.


    Siehst du denn, dass sich diese Progressive Web Apps auf breiter Front durchsetzen? Ich habe im Hinterstübchen, dass sich Google & Co. eher wieder davon verabschieden. Es müsste wohl eine Schicht sein, die Betriebssystemhersteller unterstützen, einbauen und optimieren, auch wenn der Ansatz von Java, C# & Co. nicht den Siegeszug angetreten haben. Aber alles im Web vorzuhalten, ständiges hoch- und runterladen, wird wohl nicht effizient und schnell sein und das Netz irgendwann zum kollabieren bringen, oder? Gegenmeinung erwünscht.

  3. Re: Der Umstieg ist und bleibt hart und arbeitsintensiv

    Autor: derdiedas 16.01.20 - 17:37

    >Auch LibreOffice hat in vielen Haushalten das MS-Office abgelöst.
    Weil das so ist verkauft Microsoft auch nur millionenfach Office Home und Studenten...

    >CAD? 3D?? Privat???
    Ja - schließlich werden 3D Drucker ebenfalls Millionenfach verkauft

    >Blender ist eigentlich für Animationen gedacht, was selbst für ganze Filme funktioniert. Gimp >hingegen ist ein wirklich hervorragender Ersatz für Photoshop, das kann man ja wohl mit Blender >nicht vergleichen!
    GIMP ist funktional super, aber die Usability ist grausam und absolut nirgendwo intuitiv

    >Wer benötigt das privat? Kaum jemand, also fällt aus wegen Bodennebel!
    Es werden nur millionanfach spezialhardware verkauft. Angefangen von USB Microskope über USB Messgeräte - und XP-Pen ist nur eines der Topseller bei Amazon usw... usw...
    99% der China gadget laufen ebenfalls nicht unter Linux, bzw. man muss erst ermitteln welcher Chip in dem gadget steckt damit man damit arbeiten kann.

    Ich bin ja ein großer Fan von Linux, aber genau diese Anforderungen sind es die extrem viele Menschen von Linux abbringt. Denn all die Vorteile bringen nichts wenn der Umsteigewillige seinen GDI Drucker unter Linux nicht zum laufen bekommt oder sein Scanner des Multifunktionsdruckers nicht erkannt wird.

    Für die meisten Dinge(>99%) gibt es Lösungen in den communities, aber leider ist ein Großteil der User schon sprachlich (das meiste ist halt in Englisch) überfordert. Fachlich scheitert es dann auch an den userrechten wo ein simples Executebit fehlt.


    Linux ist ein OS das toll ist, aber leider so weit weg von einer Usability für die Allgemeinheit das es daran auch scheitert.

    Das beste Linux/Unix für die Massen ist und bleibt Anroid und iOS. Und diese Betriebssysteme werden nicht nur Linux oder MacOS verdrängen - nein die werden auch in Zukunft Windows obsolet machen.

    Der Enduser interessiert sich (Entschuldigung für die drastischen Worte) für das OS einen Scheiss und will damit auch nicht belastet werden. Der will nur Anwendugen installieren und Gadgets anstecken - und das machen Android und iOS nahezu perfekt DAU sicher.

    Wer ein iPad besitzt benötigt eigentlich privat keinen dedizierten Rechner mehr.

    Gruß DDD

  4. Re: Der Umstieg ist und bleibt hart und arbeitsintensiv

    Autor: Megusta 16.01.20 - 18:04

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Der Enduser interessiert sich (Entschuldigung für die drastischen Worte)
    > für das OS einen Scheiss und will damit auch nicht belastet werden. Der
    > will nur Anwendugen installieren und Gadgets anstecken - und das machen
    > Android und iOS nahezu perfekt DAU sicher.


    Ja, das ist war. Wenn ich mir mein Freundeskreis anschaue, dann stimmt es zu 100%. Ob jetzt IE oder Firefox installiert ist, ist den absolut egal. Bei manchen ist Chrome installiert, weil sie von einem Freund und der von einem Kollegen gehört haben, dass es besser und schneller ist. Und so ist es mit dem Rest auch, durch Zufall wird die eine oder andere Anwendung installiert. Wenn etwas schlecht ist oder nicht funktioniert, dann wird nicht nach einer Lösung recherchiert. Es wird beim nächsten mal einfach das gekauft was "funktioniert"

  5. Re: Der Umstieg ist und bleibt hart und arbeitsintensiv

    Autor: TmoWizard 16.01.20 - 23:05

    Oh schreck!

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weil das so ist verkauft Microsoft auch nur millionenfach Office Home und
    > Studenten...

    Ja genau, das sehe ich in meinem nicht gerade kleinem Umfeld. MS-Office wird da von einer einzigen Person verwendet:

    Der macht das beruflich als Ausbilder, externer Supporter für mehrere Firmen, Dozent und keine Ahnung was noch. Seine Familie (Frau und zwei inzwischen erwachsene Kinder) verwenden alle drei LibreOffice, aber immerhin als Zugeständnis für ihn unter Windows 10! :-D

    > Ja - schließlich werden 3D Drucker ebenfalls Millionenfach verkauft

    Meinst Du die Geschenke an Weihnachten und Ostern, die voriges Jahr als Retour die Lager von Hermes und DHL füllten?

    > GIMP ist funktional super, aber die Usability ist grausam und absolut
    > nirgendwo intuitiv

    Ach, deswegen wird Gimp inzwischen auch professionell in Fotostudios und Copyshops verwendet!

    Übrigens gebe ich diese Behauptung zurück, ich kann genau aus dem Grund nichts mit Photoshop anfangen. Über den Preis reden wir gar nicht erst!


    > Es werden nur millionanfach spezialhardware verkauft. Angefangen von USB
    > Microskope über USB Messgeräte - und XP-Pen ist nur eines der Topseller bei
    > Amazon usw... usw...

    Privat wie im Artikel beschrieben? Wohl kaum, aber ich kann mich ja mal heimlich bei dem Maurer unter mir umsehen. Vielleicht hat er ja seinen Nachbarn neben sich als Versuchskaninchen zweckentfremden und dessen Wohnung als Labor umgebaut!

    <°((((><

    > 99% der China gadget laufen ebenfalls nicht unter Linux, bzw. man muss erst
    > ermitteln welcher Chip in dem gadget steckt damit man damit arbeiten kann.

    China? Hier vertraue ich auf Trump und seinen Handelskrieg, der regelt das schon "aus Versehen". Kommt Zeit, kommt Rat, aber Trump ist schon da! ;-) Zudem will China wie viele andere Länder auch ja komplett umsteigen auf Linux, das ist also das geringste Problem.

    > Ich bin ja ein großer Fan von Linux, aber genau diese Anforderungen sind es
    > die extrem viele Menschen von Linux abbringt. Denn all die Vorteile bringen
    > nichts wenn der Umsteigewillige seinen GDI Drucker unter Linux nicht zum
    > laufen bekommt oder sein Scanner des Multifunktionsdruckers nicht erkannt
    > wird.

    Zu GDI-Druckern kann ich nichts sagen, habe ich noch nie verwendet und kenne auch absolut niemanden mit solch einem Gerät.

    Anders sieht es aber mit Multifunktionsgeräten aus, denn da muß schon arg was schief gegangen sein. Meistens wohl wie ursprünglich bei mir und meinem Gerät von Samsung, das die Treiber nicht richtig installiert wurden.

    Für das Ding hier gibt es nämlich drei Dateien, welche man in einer bestimmten Reihenfolge installieren muß. Allerdings findet man diese Info nur bei HP, da diese inzwischen den Support für den Treiber übernommen haben! Auf sowas muß man erst einmal kommen, ohne entsprechende Hilfe ist man hier wirklich aufgeschmissen.

    > Für die meisten Dinge(>99%) gibt es Lösungen in den communities, aber
    > leider ist ein Großteil der User schon sprachlich (das meiste ist halt in
    > Englisch) überfordert. Fachlich scheitert es dann auch an den userrechten
    > wo ein simples Executebit fehlt.

    WTF? Seit wann sind die wirklich guten deutschen Foren von Ubuntu, Suse, Fedora oder Mint denn englisch? Sorry, aber so viele Fische habe ich gerade nicht auf Lager!

    > Linux ist ein OS das toll ist, aber leider so weit weg von einer Usability
    > für die Allgemeinheit das es daran auch scheitert.

    Installieren und läuft, KDE z.B. ist nicht viel anders zu bedienen wie Windows 7! Ich sehe hier nichts, wieso das ausgerechnet an der Usability scheitern soll. Oder meinst Du etwa die Konsole? Auch diese benötigt man nur sehr selten... wenn überhaupt! config-Dateien habe ich in den inzwischen 10 Jahren nur eine verändern müßen, da ich ClamAV um die Virendefinition von SafeBrowsing erweitert habe. Da finde ich die Registry von Windows wesentlich grausamer, das ist ja eine Zumutung3!

    > Das beste Linux/Unix für die Massen ist und bleibt Anroid und iOS.

    Auf dem Desktop immer noch *buntu, Mint, Suse und eventuell Fedora, das wird sich so schnell auch nicht ändern. Übrigens kenne ich immer mehr Leute, die vom Smartphone wieder umsteigen zu einfachen Handys.

    > Und diese Betriebssysteme werden nicht nur Linux oder MacOS verdrängen - nein
    > die werden auch in Zukunft Windows obsolet machen.

    Das wird wohl nicht einmal mein Sohn erleben, welcher erst vor ein paar Wochen 18 wurde. Wobei dank Trump und seinem Handelskrieg wie oben erwähnt *eventuell* das Ende von Windows näher ist wie das von Linux., denk mal darüber nach!

    > Der Enduser interessiert sich (Entschuldigung für die drastischen Worte)
    > für das OS einen Scheiss und will damit auch nicht belastet werden. Der
    > will nur Anwendugen installieren und Gadgets anstecken - und das machen
    > Android und iOS nahezu perfekt DAU sicher.

    Windows und zum Teil Linux ebenfalls, sonst wäre ich nicht seit über 10 Jahren mit Kubuntu unterwegs!

    > Wer ein iPad besitzt benötigt eigentlich privat keinen dedizierten Rechner
    > mehr.

    Ach, deswegen kenne ich auch niemanden mit solch einem überteuerten Designerspielzeug. Fährst Du öfter mal mit öffentlichen Verkehrsmitteln? Wenn ja, dann schau mal genauer hin! Den angefaulten Apfel findest Du auf den wenigsten Geräten, in meinem Umfeld sind sogar das Windows Phone (hat genau eine Person) und das onetouch mit Firefox OS (das liegt bei mir im Schrank) weiter verbreitet.

    > Gruß DDD

    Grüße aus Augsburg

    Mike

    *** TmoWizard ***

    Kleinigkeiten erledige ich sofort, Wunder dauern etwas länger und ab Mitternacht wird gezaubert! ;)

  6. Re: Der Umstieg ist und bleibt hart und arbeitsintensiv

    Autor: User_x 16.01.20 - 23:32

    coffeeshop-reloaded schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Siehst du denn, dass sich diese Progressive Web Apps auf breiter Front
    > durchsetzen? Ich habe im Hinterstübchen, dass sich Google & Co. eher wieder
    > davon verabschieden. Es müsste wohl eine Schicht sein, die
    > Betriebssystemhersteller unterstützen, einbauen und optimieren, auch wenn
    > der Ansatz von Java, C# & Co. nicht den Siegeszug angetreten haben. Aber
    > alles im Web vorzuhalten, ständiges hoch- und runterladen, wird wohl nicht
    > effizient und schnell sein und das Netz irgendwann zum kollabieren bringen,
    > oder? Gegenmeinung erwünscht.

    Dagegen steht die App Müdigkeit, was bedeutet dass immer mehr User immer weniger Apps installieren und die Dienste eben Geräteunabhängig haben wollen.

    Auch ist nicht Linux sondern Google, Apple und Microsoft der Vorreiter. Als Beispiel das Cloud-basierte Windows Konto das in den USA gar nicht mehr nicht verwendet werden kann. Oder Stadia von Google.

    Es wird zwangsläufig alles im Web sein, mit Linux kannst du dir nur hoffentlich eine kleine Insel erhalten. mit Windows 10 definitiv nicht.

  7. Re: danke!

    Autor: x-beliebig 19.01.20 - 16:52

    gut geschrieben!

  8. Re: Der Umstieg ist und bleibt hart und arbeitsintensiv

    Autor: x-beliebig 19.01.20 - 16:55

    du willst einem privatanwender tatsächlich Office 386 Anempfehlen? Ich dachte gerade genau darin besteht der Vorteil von Linux, dass man nicht Abbomodellen ausgeliefert ist. Ich jedenfalls benötige kein Microsoft Office. Nicht mal in der Firma. Kommt heute nur noch ganz selten vor.

  9. Re: Der Umstieg ist und bleibt hart und arbeitsintensiv

    Autor: x-beliebig 19.01.20 - 17:01

    ich gehe mal nur auf Fusion360 und FreeCAD ein: ich betreibe 3D-Druck und wüsste nicht, warum ich irgend etwas anderes, als FreeCAD und openSCAD benutzen sollte. Damit habe ich im Sketchmode (FreeCAD) schon durchaus komplizierte Dinge konstruiert und eine SpaceMouse kann man auch unter Linux gut verwenden, so dass es sich locker arbeiten lässt. Ich wüsste gar nicht, warum ich mich in ein Abbomodell hinein drängen lassen sollte, das die Gefahr birgt, dass die "für Lau" Politik nicht nächstes Jahr vorbei ist und ich nicht mehr an meine Modelle gelange. Dann lieber FreeCAD lernen (und dabei etwas leiden) geht aber mit den vielen Video-Tutorials gut und man sollte vielleicht nicht unbedingt die neutesten Versionen gleich als erster verwenden müssen (aktuell verwende ich vorsichtshalber lieber 0.17, statt 0.18, damit bin ich böse auf die Nase gefallen).

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