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Und die Pro-User schreiben sich die Finger wund...

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  1. Und die Pro-User schreiben sich die Finger wund...

    Autor: luxamman 14.01.20 - 10:46

    Aber was, wenn das eben nicht für die Profis ist, sondern für den normalen User? Internet surfen, Emails (meist auch im Browser), bissl Bilder verwalten und bearbeiten...?

    Hab das mit Elementary OS bei einem unversierten Freund getestet und seit über 2 Jahren Ruhe. Ja das geht auch mit Win10 ähnlich problemlos, auch auf älterer Hardware. Am Laptop hab ich Ubuntu und komme öfter mal in Sackgassen, aber meist bei komplizierteren Angelegenheiten. Bin sonst aber auch auf die Adobe Suite angewiesen.

    Aber ehrlich, für den normalen User: LibreOffice, Thunderbird, Firefox/Chromium/Chrome, Fotoverwaltung+Bearbeitung, vielleicht GIMP (wenn man er/sie sich wirklich interessiert) und VLC oder der standard Player... Steam (!)... Ausreichend! Gerade Google Drive geht manchmal ab (wo ich privat mit Nextcloud die Schulter zucke).

    Und kaum jemand schert sich in Wirklichkeit um die Oberfläche (außer: "oh das sieht aus wie Mac" oder "wo ist den da was und wie geht das" oder "sieht ja besser aus als Windows und ist einfacher").

    Viele Linux-Desktops sind eben noch nicht komplett bis ins Detail auf Mac/Win Höhe, aber genau das ist ja das Witzige: Weil es eigentlich ausreicht für einen riesigen Teil der PC User.

    Stichwort: Der Heimanwender.

  2. Re: Und die Pro-User schreiben sich die Finger wund...

    Autor: trinkhorn 14.01.20 - 10:50

    Aber als nicht-profi-Heimanwender bekomme ich es mit hilfe eines Artikels von chip (!) hin, Win 7 auf Win 10 zu updaten. Ganz legal und kostenfrei. Der Aufwand ist gering, alle meine Daten sind weiterhin dort. Hat eine Freundin ohne PC-Ahnung zwischen den Feiertagen selbstständig gemacht. Habe erst Panik gekriegt als sie das sagte (das kann ja nicht gut gehen!) - aber läuft alles.
    Wo ist für so einen Heimanwender nun der Vorteil von Linux? ja, es geht AUCH, aber allein schon das sich rein lesen und testen der verschiedenen Desktops ist doch völlig überflüssig, wenn man eh nur
    > Internet surfen, Emails (meist auch im Browser), bissl Bilder verwalten und bearbeiten...?

  3. Re: Und die Pro-User schreiben sich die Finger wund...

    Autor: Megusta 14.01.20 - 10:57

    luxamman schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber ehrlich, für den normalen User: LibreOffice, Thunderbird,
    > Firefox/Chromium/Chrome, Fotoverwaltung+Bearbeitung, vielleicht GIMP (wenn
    > man er/sie sich wirklich interessiert) und VLC oder der standard Player...
    > Steam (!)... Ausreichend! Gerade Google Drive geht manchmal ab (wo ich
    > privat mit Nextcloud die Schulter zucke).

    sehe ich genau so, deswegen haben meine Schwiegereltern jetzt auch Linux installiert bekommen und dürfen jetzt eMails mit Rechnung.pdf.exe öffnen, da die kein Root-Passwort haben, dürfte erstmal nichts schief gehen :)


    > Und kaum jemand schert sich in Wirklichkeit um die Oberfläche (außer: "oh
    > das sieht aus wie Mac" oder "wo ist den da was und wie geht das" oder
    > "sieht ja besser aus als Windows und ist einfacher").

    das schöne ist, das Aussehen lässt sich einfach anpassen

  4. Re: Und die Pro-User schreiben sich die Finger wund...

    Autor: luxamman 14.01.20 - 11:01

    Stimmt natürlich, ich gehe aber davon aus, dass viele Bastler hier unterwegs sind (so wie ich eben auch) und zumindest bei mir war das Update auf Win10 erst nach Neuinstallation wirklich fein.

    Damit meine ich in erster Linie, dass wenn man Interesse daran hat Linux Desktops zu fördern, kann man das eben genau bei solchen Personen machen und nicht sich damit aufhalten, warum man selbst nicht umsteigen kann (wobei ich bezweifle, dass viele das auch wirklich tun würden). Natürlich sollte man eine Ahnung hat was man tut^^

    Vorteil ist für den Normalo tatsächlich ein schwieriges Argument. Manche finden es gut, dass sie nicht so sehr ausspioniert werden (was dann über Google-Account passiert, klar), viele sind Windows überdrüssig und manche wollen einfach kein Geld ausgeben.

    Da find ich das Argument: "Bekommst mal Linux auf deine alte Kiste und schau wie es dir geht" fast noch ab besten :)

  5. "schon das sich rein lesen und testen der verschiedenen Desktops ist doch völlig überflüssig"

    Autor: grutzt 14.01.20 - 11:05

    Und? Dann nimmt man halt den erstbesten. Wenn der irgendwann nicht gefällt, wechselt man halt. Total unwichtig.

  6. Re: Und die Pro-User schreiben sich die Finger wund...

    Autor: tomatentee 14.01.20 - 11:06

    Der Vorteil ist, dass Linux stabiler und sicherer ist.


    Bevor die Windows-Fans jetzt alle losschreien:

    Stabiler ist vor allem auf die Updates bezogen: Die machen deutlich weniger kaputt, verändern keine Usereinstellungen und große Funktionsupdates, nach denen der User sich umgewöhnen muss, sind wesentlich seltener und aktualisieren das gesamte OS incl. Anwendungen (dazu laufen die noch schneller und brauchen keinen Reboot, aber anderes Thema^^).

    Sicherer ist Linux auf dem Desktop vor allem durch den Workflow, wie Software installiert wird: Softwarecenter öffnen, Programm suchen, installieren klicken, fertig. Keine OK-Button orgien, keine Binary-Downloads aus irgendwelchen Dubiosen Quellen mit diversen Toolbars und sonst was huckepack.
    Selbst wenn jetzt ein User einen Virus der auf Linux laufen würde per Mail mit .pdf.bin bekommt, sieht er erstmal direkt, dass die Dateiendung komisch ist, müsste diesen dann trotzdem auf Platte kopieren und ausführbar machen. Das ist erstens so ungewöhnlich, dass man zwischendrin drüber nachdenkt (unter Windows ist Datei runterladen und doppelklicken einfach antrainiertes Verhalten) und die Kategorie User, die selbst dann noch denken das wäre ne gute Idee, wissen nicht, wie sie die Datei executable bekommen.

    Das ist der riesige Vorteil von Paketmanagern...

  7. Re: Und die Pro-User schreiben sich die Finger wund...

    Autor: tux. 14.01.20 - 11:07

    Megusta schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > sehe ich genau so, deswegen haben meine Schwiegereltern jetzt auch Linux
    > installiert bekommen und dürfen jetzt eMails mit Rechnung.pdf.exe öffnen,
    > da die kein Root-Passwort haben, dürfte erstmal nichts schief gehen :)

    Mir scheint, deine Schwiegereltern haben da ein tief sitzendes Sicherheitsproblem, dem du mit einem Wechsel des Betriebssystems keinen Riegel vorschieben kannst. Warum mussten sie denn unter Windows ihre E-Mails mit Rootpasswort öffnen? Warum waren denn unter Windows ihre Dateierweiterungen ausgeblendet?

  8. Re: Und die Pro-User schreiben sich die Finger wund...

    Autor: Megusta 14.01.20 - 11:12

    ein anderes Argument gegen Linux ist einfach der Gewohnheit geschuldet, ich hab sehr lange gebraucht, um auf Linux umzustellen. Es fängt schon bei der Erstinstallation an:
    - wie viel Platz brauch ich?
    - was ist ext4 usw.

    Dann kam der Unity Desktop -> wo bin ich hier gelandet?! Wo sind die Einstellungen, was stell ich überhaupt ein?

    Es nimmt einfach viel Zeit, um sich zu informieren. Es fängt schon bei den Programmen an, wenn es nicht von dem selben Hersteller gibt, muss man wieder Zeit investieren

    > Mir scheint, deine Schwiegereltern haben da ein tief sitzendes Sicherheitsproblem, dem du mit einem Wechsel des Betriebssystems keinen Riegel vorschieben kannst. Warum mussten sie denn unter Windows ihre E-Mails mit Rootpasswort öffnen?

    die hatten einen eigenen Account im Windows, root (Admin) war mit Passwort geschützt. Trotzdem haben die es geschafft trotz Antivirus, sich was einzufangen und das mehrmals.

    > Warum waren denn unter Windows ihre Dateierweiterungen ausgeblendet?

    da hätte ich erstmal erklären müssen was eine Dateierweiterung ist und welche gefährlich sind. Nach zwei Sekunden hätten sie nicht mehr zugehört, da sie das wenig interessiert und solche Sachen sich nicht merken können / wollen.
    Es ist schon ein Problem für die, die eMail aufzumachen. Es ist das Gleiche als würde ich meinem 1 Jährigen Sohn Sprinten beibringen



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.01.20 11:23 durch Megusta.

  9. Re: Und die Pro-User schreiben sich die Finger wund...

    Autor: tux. 14.01.20 - 11:17

    tomatentee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Stabiler ist vor allem auf die Updates bezogen: Die machen deutlich weniger
    > kaputt, verändern keine Usereinstellungen und große Funktionsupdates, nach
    > denen der User sich umgewöhnen muss, sind wesentlich seltener

    systemd würde gern mal ein Wort mit dir wechseln ...

    > und
    > aktualisieren das gesamte OS incl. Anwendungen (dazu laufen die noch
    > schneller und brauchen keinen Reboot, aber anderes Thema^^).

    https://chocolatey.org

    > Sicherer ist Linux auf dem Desktop vor allem durch den Workflow, wie
    > Software installiert wird: Softwarecenter öffnen, Programm suchen,
    > installieren klicken, fertig.

    Du meinst, so wie der Microsoft App Store? Erzähl mir mehr ...
    Ansonsten nochmals: https://chocolatey.org :-)

    > Selbst wenn jetzt ein User einen Virus der auf Linux laufen würde per Mail
    > mit .pdf.bin bekommt, sieht er erstmal direkt, dass die Dateiendung komisch
    > ist

    Wie unter einem anständig konfigurierten Windows, meinst du?

    > (unter Windows ist Datei runterladen und doppelklicken einfach
    > antrainiertes Verhalten)

    Deshalb hat Windows seit langem "so was wie sudo", also die Sicherheitsabfrage vorm Ausführen. Wer das einfach wegklickt, dem hilft Linux auch nicht.

    > Das ist der riesige Vorteil von Paketmanagern...

    https://chocolatey.org

  10. Re: Und die Pro-User schreiben sich die Finger wund...

    Autor: tomatentee 14.01.20 - 11:18

    tux. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum waren denn unter Windows ihre
    > Dateierweiterungen ausgeblendet?
    >
    Frag das bitte Microsoft. Allein diese Default-Einstellung ermöglicht eine ganze Klasse von Sicherheitsproblemen und wäre völlig problemlos zu ändern. Man sieht daran, wie wenig MS verstanden hat und/oder wie wichtig ihnen Security ist.

  11. Re: Und die Pro-User schreiben sich die Finger wund...

    Autor: tux. 14.01.20 - 11:20

    "Die Defaulteinstellungen sind doof, deswegen nehm ich ein anderes System" ...

  12. Re: Und die Pro-User schreiben sich die Finger wund...

    Autor: kingspride 14.01.20 - 11:32

    manno, ich will auch so einfache "Kunden".

    Meine haben alle Spezialfälle, die nur auf Windows laufen (oder OS X aber Mac ist ja zu teuer......)
    Adobe Software (PS, Illustrator ...)
    CAD Software verschiedener Couleur
    Spiele

    Lediglich meine Oma könnte ich umstellen, aber da gibts ein anderes schwerwiegendes Problem:
    Displayskalierung.
    Und das funktioniert jetzt erst (!) grade so halbwegs zuverälssig unter ubuntu 1910 mit ruckeligen Fenstern und hin und wieder noch unlesbar verschobenen Menüleisten und Fenstern.
    Bis das vernünftig läuft, werde ich auf keinem Rechner mit 4k Display eine Linux Distri installieren.
    Unter Unity funktionierte das witzigerweise mal gut, so 2016 rum. Dann wurde unity ein letztes mal gepatcht, die skalierung ging dabei kaputt und danach wurde es abgesetzt.

  13. Re: Und die Pro-User schreiben sich die Finger wund...

    Autor: tomatentee 14.01.20 - 12:07

    tux. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > tomatentee schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Stabiler ist vor allem auf die Updates bezogen: Die machen deutlich
    > weniger
    > > kaputt, verändern keine Usereinstellungen und große Funktionsupdates,
    > nach
    > > denen der User sich umgewöhnen muss, sind wesentlich seltener
    >
    > systemd würde gern mal ein Wort mit dir wechseln ...
    >
    Und wann wurde Systemd ausgerollt? Ah, 2014. Ja mensch, da muss man sich ja ständig umgewönen, nach kaum 25 Jahren nen neues Init-System :D
    Bezüglich der Stabilität sind die großen Kathatsrophen nebenbei auch ausgeblieben...halt mal die Windows Probleme im gleichen Zeitraum daneben ;) Bei der Migration hat's sicher hier und da mal geknallt. Windows setzt du bei Updates in der Größenordnung halt neu auf, bei Linux musst du das nicht unbedingt, kann dann aber holprig werden, so ist das Leben.


    > > und
    > > aktualisieren das gesamte OS incl. Anwendungen (dazu laufen die noch
    > > schneller und brauchen keinen Reboot, aber anderes Thema^^).
    >
    > chocolatey.org
    >

    > 'chocolatey.org' is not recognized as an internal or external command,
    > operable program or batch file.
    >
    Oder muss ich dafür erst irgendwelche Executables aus mehr oder minder zuverlässigen Quellen aus dem Internet lutschen und ausführen?

    Und nur mal so am Rande:

    > https://chocolatey.org/docs/community-packages-disclaimer
    > As an individual using Chocolatey, you are more likely okay if something breaks
    > when setting up your personal machines - the Community Package Repository is typically fine
    > for you.

    > https://chocolatey.org/docs/security
    > We don't require cryptographically signing packages yet, that is a future enhancement

    > https://chocolatey.org/docs/moderation
    > Please note that the underlying software may contain crapware/malware (although it is usually
    > not installed when allowing Chocolatey to install silently). This is not checked for currently, but
    > we have plans for checking this in licensed versions of Chocolatey because a feature doing that
    > is not free for us to provide.


    Also sorry, das ist nicht vergleichbar mit apt, yum oder sonst einem Linux-Paketmanager...

    Zumal da nicht mal Office, die wohl am häufigsten installierte Software auf Windows, enthalten ist...


    > > Selbst wenn jetzt ein User einen Virus der auf Linux laufen würde per
    > Mail
    > > mit .pdf.bin bekommt, sieht er erstmal direkt, dass die Dateiendung
    > komisch
    > > ist
    >
    > Wie unter einem anständig konfigurierten Windows, meinst du?
    >
    In der Standardeinstellung blendet Windows Dateieindungen aus. Klar kann man das Ändern. Wer das tut, klickt aber ohnehin nicht auf sowas.

    > > (unter Windows ist Datei runterladen und doppelklicken einfach
    > > antrainiertes Verhalten)
    >
    > Deshalb hat Windows seit langem "so was wie sudo", also die
    > Sicherheitsabfrage vorm Ausführen. Wer das einfach wegklickt, dem hilft
    > Linux auch nicht.
    >
    Genau das hab ich dir grade erklärt: Weiter klicken ist unter Linux kein übliches Veralten. Du hast nicht diese Myriaden an Dialogen und PopUps, die du wegklicken musst um irgendwas machen zu können. Wenn ein Dialog mit Aufforderung zur Eingabe des Passwort kommt und du nicht grade Updates fährst ist das sehr, sehr unüblich...

    Bei meinem Windows 10 kommt schon beim Hochfahren eine UAC-Meldung von der Software für die Soundkarte (Asus Xonar U7 MK II)

  14. Re: Und die Pro-User schreiben sich die Finger wund...

    Autor: tomatentee 14.01.20 - 12:09

    Die Defaulteinstellungen sind nicht nur doof, sie sind ein Sicherheitsproblem.

  15. Re: Und die Pro-User schreiben sich die Finger wund...

    Autor: tomatentee 14.01.20 - 12:14

    Wenn das deine Kunden sind ist's doch super: Die bezahlen dich alle 2 Jahre weil die Kiste langsam ist und du sie neu aufsetzen musst. Mit Win10 noch häufiger, weil ein Update mal wieder was zerlegt hat. Dass die von Windows nicht weg kommen: Steady flow of income :)

    Bei uns wollen sie grade alle eher weg von Windows, weil Kubernetes da ja nicht drauf läuft. Aber die Desktops bleiben ja noch über Jahrezehnte ein stetiger Quell der Einnahmen, ich bin nur froh, dass ich mich um den Mist nicht kümmern muss :D

  16. Re: Und die Pro-User schreiben sich die Finger wund...

    Autor: tux. 14.01.20 - 12:14

    tomatentee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und wann wurde Systemd ausgerollt? Ah, 2014. Ja mensch, da muss man sich ja
    > ständig umgewönen, nach kaum 25 Jahren nen neues Init-System :D

    Das immer mehr Daemons absorbiert und bei jedem zweiten Update den Boot- oder Shutdownprozess zerschießt.
    Was bin ich froh, da raus zu sein ...

    > Oder muss ich dafür erst irgendwelche Executables aus mehr oder minder
    > zuverlässigen Quellen aus dem Internet lutschen und ausführen?

    Ja, genau wie beim Installieren aus irgendwelchen Packagemanagern halt auch.

    > Zumal da nicht mal Office, die wohl am häufigsten installierte Software auf
    > Windows, enthalten ist...

    SoftMaker Office ist in apt auch nicht drin.

  17. Re: Und die Pro-User schreiben sich die Finger wund...

    Autor: tomatentee 14.01.20 - 12:57

    tux. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > tomatentee schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Und wann wurde Systemd ausgerollt? Ah, 2014. Ja mensch, da muss man sich
    > ja
    > > ständig umgewönen, nach kaum 25 Jahren nen neues Init-System :D
    >
    > Das immer mehr Daemons absorbiert und bei jedem zweiten Update den Boot-
    > oder Shutdownprozess zerschießt.
    > Was bin ich froh, da raus zu sein ...
    >
    Haha, was eine argumentation :D
    Ich hatte bisher null Probleme mit systemd und nu?

    > > Oder muss ich dafür erst irgendwelche Executables aus mehr oder minder
    > > zuverlässigen Quellen aus dem Internet lutschen und ausführen?
    >
    > Ja, genau wie beim Installieren aus irgendwelchen Packagemanagern halt
    > auch.
    >
    Eben grade nicht. Der Paketmanager zieht die Pakete aus einer kleinen Anzahl definierter Quellen und verifiziert dann die Signatur (was chocolatey nicht). Er löst die Abhängigkeiten auf (sodass du jede Lib nur ein mal auf dem system hast) und nur wenn du der Signatur vertraust wird der Paketinhalt auf dem System installiert, der Paketmanager weiß dabei, was er wohin schiebt und kann es daher auch sauber wieder deinstallieren.

    Chocolatey übernimmt nur einen sehr, sehr kleinen Teil davon.

    Das war aber gar nicht der Punkt: Durch einen Paketmanager (auch Chocolatey) ist der Workflow ein anderer - Du bist nicht mehr dran gewöhnt einfach irgendwas aus dem Netzt zu ziehen und draufzuklicken. Das ist der Ssicherheitsaspekt auf den ich hinauswollte. Ist schön, dass es das mittlerweile auch unter Windows gibt, aber sind wir mal ehrlich: Wie weit ist Chocolatey verbreitet? Da ist noch ein langer, langer Weg zu beschreiten, bis der Workflow nichtn mehr so leicht angreifbar ist.

    > > Zumal da nicht mal Office, die wohl am häufigsten installierte Software
    > auf
    > > Windows, enthalten ist...
    >
    > SoftMaker Office ist in apt auch nicht drin.

    a) Ist Softmaker kein de facto-Standard
    b) Ist Softmaker eine krasse Ausnahme, in aller Regel hast du zumindest snaps oder flatpaks
    c) Lädst du selbst dabei keine Binaries aus dem Netz und führst diese blind aus. rpm, deb gehen über den Paketmanager und tgx ist 'nen archiv. Das ist nicht sauber und man kann sich dabei Viren fangen, ist aber noch immer weit weg von der Vollkatastrophe, die unter Windows der Standard-Weg (!) ist. Und ich fange jetzt nicht mit den MS Office-Makros an, die noch viel katastrophaler sind...

  18. Re: Und die Pro-User schreiben sich die Finger wund...

    Autor: Saftschubse 14.01.20 - 13:00

    tomatentee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Vorteil ist, dass Linux stabiler und sicherer ist.
    >
    > Bevor die Windows-Fans jetzt alle losschreien:
    >
    > Stabiler ist vor allem auf die Updates bezogen: Die machen deutlich weniger
    > kaputt, verändern keine Usereinstellungen und große Funktionsupdates, nach
    > denen der User sich umgewöhnen muss, sind wesentlich seltener und
    > aktualisieren das gesamte OS incl. Anwendungen (dazu laufen die noch
    > schneller und brauchen keinen Reboot, aber anderes Thema^^).
    Das tut auch nur, bei einem Wechsel der Minorversion. Wenn die Majorversion wechselt ist auch Vorsicht angebracht. Die Wechsel von KDE 1. auf 2. auf 3. auf 4 auf 5 waren allesamt nicht so trivial und da hat sich dann doch einiges geändert. Der Wechsel von Ubuntu auf unity und zurück war auch lustig - und hat keinen so richtig Freude gemacht. Die Historie von Linux ist voll von Updates die schief gegangen sind. Das ist nun kein Alleinstellungsmerkmal von Windows ;)

    Aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen, dass mir ein Linuxupdate schon ein paar Mal ein System zerschossen hat, Windows seit Win 7 und aktuell Win 10, noch nie.

    > Sicherer ist Linux auf dem Desktop vor allem durch den Workflow, wie
    > Software installiert wird: Softwarecenter öffnen, Programm suchen,
    > installieren klicken, fertig. Keine OK-Button orgien, keine
    > Binary-Downloads aus irgendwelchen Dubiosen Quellen mit diversen Toolbars
    > und sonst was huckepack.
    Je nach dem. Bei Linux Mint gibt es z.B. keine KDE Software mehr dabei. Sprich, digikam kann ich dann nicht installieren oder nur von der Website. Da bringt mir der Paketmanager genau nichts. Oder ich suche mir eine dubiose Quelle, die ich dann einbinde - auch nicht besser.
    Dummerweise ist Linux Mint aber eine der wenigen Distributionen in der meine nVidia Lösung im Laptop Out-of-the-Box mit den nVidia Treibern funktioniert. Bei den meisten anderen, z.B. Manjaro, geht das gar nicht. Nicht wirklich tragisch für mich, aber fällt halt auf.
    Der nfs Zugriff auf mein (altes) NAS klappt unter Manjaro deutlich fixer und schneller als unter LinuxMint - warum auch immer.

    > Selbst wenn jetzt ein User einen Virus der auf Linux laufen würde per Mail
    > mit .pdf.bin bekommt, sieht er erstmal direkt, dass die Dateiendung komisch
    > ist, müsste diesen dann trotzdem auf Platte kopieren und ausführbar machen.
    > Das ist erstens so ungewöhnlich, dass man zwischendrin drüber nachdenkt
    > (unter Windows ist Datei runterladen und doppelklicken einfach
    > antrainiertes Verhalten) und die Kategorie User, die selbst dann noch
    > denken das wäre ne gute Idee, wissen nicht, wie sie die Datei executable
    > bekommen.
    Persönlich glaube ich, dass sich das unter Linux auch ändern würde, sollte es jemals die kritische Masse an unbedarften Anwendern haben. Dann wird einiges noch vereinfacht und simpler werden - und damit fehleranfälliger. Je mehr man die Komplexität verstecken will (was Linux Mint und Co ja tun), desto anfälliger ist das Ganze für Missbrauch. Nur lohnt sich der Aufwand bei Linux schlicht nicht, weil zu wenig User und die eher in der Kategorie "Hat Ahnung".

    Was mich an Linux schon immer am Meisten genervt hat (seit 1996) ist die Vielfalt und das Weg A bei Distribution B nicht tut, bei C aber schon und bei D nur ab und an, siehe mein nVidia oder nfs "Problem".
    Window ist natürlich auch problematisch, wegen dem Datenschutzproblem. Aber dieses Ausblenden der Linuxprobleme hilft da auch nicht weiter.

    saftschubse

  19. Re: Und die Pro-User schreiben sich die Finger wund...

    Autor: tux. 14.01.20 - 13:05

    tomatentee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hatte bisher null Probleme mit systemd und nu?

    Ich nutze es ebenfalls.

    > Eben grade nicht. Der Paketmanager zieht die Pakete aus einer kleinen
    > Anzahl definierter Quellen und verifiziert dann die Signatur

    Was inwiefern Schadsoftware verhindert?

    > Er löst die Abhängigkeiten auf (sodass du jede Lib nur
    > ein mal auf dem system hast)

    ... in x verschiedenen Versionen, weil statisches Linken von irgendeinem Pfosten als "das ist ih-bah!" deklariert wurde.

    > Wie weit ist Chocolatey verbreitet?

    Weiter als yum. ;-)

    > b) Ist Softmaker eine krasse Ausnahme, in aller Regel hast du zumindest
    > snaps oder flatpaks

    Was ja auch nix anderes ist als .exes... und genau so vertrauenswürdig.

  20. Re: Und die Pro-User schreiben sich die Finger wund...

    Autor: Trockenobst 14.01.20 - 13:13

    Saftschubse schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was mich an Linux schon immer am Meisten genervt hat (seit 1996) ist die
    > Vielfalt und das Weg A bei Distribution B nicht tut, bei C aber schon und
    > bei D nur ab und an, siehe mein nVidia oder nfs "Problem".

    Das ist das selbe Problem das irgendwie auch Android hatte: unterliegende Treibersystem/Betriebsystem und die obere Schicht waren zu stark verzahnt. Updates schwierig.
    Dann hat Google beschlossen, das zu trennen. OS/Treiber/Zwischenschicht. Damit kann Google Android Updates rausbringen, ohne die GUI/OS Schicht anzufassen.

    90% der Ubuntu-Clones sind fast gleich, vor allem wenn man die unnötigten Remakes und Not-Invented-Here-Idiotie vom Dateimanager, Browsern und anderen Zeug abzieht. Uuu, die Icons gefallen mir nicht, lasst uns doch 10GB an Source forken 8^()

    Die meisten ""frickeln"" doch sowieso nur am Desktop rum. Es wäre an Ubuntu/Redhat hier mal eine Basisdistro zu bauen, die frei von Desktop ist (also wirklich weglassen) und dort aber die gesamte Treiberstruktur auf dem neuesten Stand zu halten. Mit Blutooth ist das nämlich auch so eine Sache, das mit den wechseln der Geräte während Audio weiterstreamt geht nämlich erst seit Kernel 5.x so ungefähr stabil und richtig.

    Wenn ich aber für einen Major Kernelwechsel auch mein KDE 3.x Spezial3d Desktop verliere, bin ich genervt. Und ich will sicherlich keine Arch-Rolling Release mehr auf meiner Box haben.

    Dann könnte man den Desktop komplett unabhängig vom Kernel (und Distro) betreiben. Das würde 80% der doppelten Arbeit sparen, und jeder hätte immer die neuesten Treiber und Funktionen, auch wenn er an seinem Xfce Superfork mit Icons RECHTS noch arbeitet ;)

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    Qualcomm nutzt RISC-V in Snapdragon-Chips

    Einer der größten SoC-Entwickler setzt mittlerweile auf RISC-V: Qualcomm integriert Kerne mit der offenen Befehlssatzarchitektur für den Embedded-Einsatz in aktuellen und zukünftigen Snapdragon-Chips.

  2. Lenovo: Thinkpad-Firmware soll gegen defekte USB-Anschlüsse helfen
    Lenovo
    Thinkpad-Firmware soll gegen defekte USB-Anschlüsse helfen

    Viele Thinkpads haben offenbar fehlerhafte Controller, so dass nach einiger Zeit USB-Typ-C-Buchsen und Thunderbolt 3 ausfallen. Eine neue Firmware von Lenovo soll diesen Bug beheben. Eine große Anzahl an Geräten ist betroffen.

  3. Spaceway-1: Defekter US-Fernsehsatellit könnte explodieren
    Spaceway-1
    Defekter US-Fernsehsatellit könnte explodieren

    Der US-Satellitenbetreiber DirecTV hat bei der US-Regulierungsbehörde FCC eine Sondergenehmigung beantragt, um einen Satelliten unverzüglich aus seiner Umlaufbahn zu entfernen. Das irreguläre Manöver soll verhindern, dass der Satellit explodiert und zu Weltraumschrott wird.


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