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  5. › Ubuntu 17.10 im Test: Unity ist…

Besiegelung und Zukunft

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  1. Besiegelung und Zukunft

    Autor: tux. 19.10.17 - 12:19

    Von der alten Weisheit, dass Unity als bloßer Klon der alten NeXT-Oberfläche (unter Linux als "Window Maker" bekannt) rein optisch - hui, das Dock ist immer sichtbar!!11 - nicht besonders innovativ ist, möchte ich jetzt erst mal nichts schreiben, das müsste ich unter jeden Ubuntu-Artikel schreiben und dann käme ich zu nichts anderem mehr.

    Spannend aber:

    "Die Zukunft des Wayland-Desktops und der langsame Tod von X11 sollte damit endgültig besiegelt sein. (...) Allerdings herrscht hier in der Linux-Community über Ubuntu und Gnome hinaus auch keine Einigkeit über die Zukunft der Paketformate."

    Das Standard-Paketformat des Linuxstandards LSB ist RPM. Klar, Standards sind so 20. Jahrhundert, aber dann soll man doch bitte nichts von einer Vereinheitlichung erzählen. Interessant auch die Frage, wieso X11 unbedingt "sterben" muss - im Gegensatz zu Wayland ist es in der Unixwelt eigentlich überall zu finden. Warum sollte Linux da unbedingt seinen eigenen Weg gehen und damit auf Kompatibilität verzichten?

  2. Re: Besiegelung und Zukunft

    Autor: ubuntu_user 19.10.17 - 12:22

    tux. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Standard-Paketformat des Linuxstandards LSB ist RPM. Klar, Standards
    > sind so 20. Jahrhundert, aber dann soll man doch bitte nichts von einer
    > Vereinheitlichung erzählen.

    Ist aber eigentlich nicht so gut das Format.
    Zumal das auch nicht wirklich kompatibel ist.

    > Interessant auch die Frage, wieso X11 unbedingt
    > "sterben" muss - im Gegensatz zu Wayland ist es in der Unixwelt eigentlich
    > überall zu finden. Warum sollte Linux da unbedingt seinen eigenen Weg gehen
    > und damit auf Kompatibilität verzichten?

    X11 ist langsam, kompliziert und fehleranfällig.
    Die Unixwelt ist eigentlich tot, außerhalb von Linux.

  3. Re: Besiegelung und Zukunft

    Autor: superdachs 19.10.17 - 12:30

    tux. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Von der alten Weisheit, dass Unity als bloßer Klon der alten
    > NeXT-Oberfläche (unter Linux als "Window Maker" bekannt) rein optisch -
    > hui, das Dock ist immer sichtbar!!11 - nicht besonders innovativ ist,
    > möchte ich jetzt erst mal nichts schreiben, das müsste ich unter jeden
    > Ubuntu-Artikel schreiben und dann käme ich zu nichts anderem mehr.
    >
    > Spannend aber:
    >
    > "Die Zukunft des Wayland-Desktops und der langsame Tod von X11 sollte damit
    > endgültig besiegelt sein. (...) Allerdings herrscht hier in der
    > Linux-Community über Ubuntu und Gnome hinaus auch keine Einigkeit über die
    > Zukunft der Paketformate."
    >
    > Das Standard-Paketformat des Linuxstandards LSB ist RPM. Klar, Standards

    Es gibt doch keinen Paketstandard, warum sollte es den auch geben. So ein Unsinn. Das Paketformat bestimmt derjenige der ein Linuxbasiertes System distributiert. Und das ist auch völlig in Ordnung.
    > sind so 20. Jahrhundert, aber dann soll man doch bitte nichts von einer
    > Vereinheitlichung erzählen. Interessant auch die Frage, wieso X11 unbedingt
    > "sterben" muss - im Gegensatz zu Wayland ist es in der Unixwelt eigentlich
    Niemand sagt x11 muss sterben. Es ist nur für den Desktop unzweckmäßig. Für andere Formate ist es deutlich besser geeignet und kann dort doch auch weiter benutzt werden.
    > überall zu finden. Warum sollte Linux da unbedingt seinen eigenen Weg gehen
    > und damit auf Kompatibilität verzichten?

  4. Re: Besiegelung und Zukunft

    Autor: LH 19.10.17 - 12:38

    tux. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Standard-Paketformat des Linuxstandards LSB ist RPM.

    RPM ist in einer Minimalversion zwar bei RPM das Standard-Paketformat, aber RPM ist nicht der Standard Paketmanager. Darüber sagt LSB aus gutem Grund nichts aus.
    Jede Distribution, die solche minimalen RPM Pakete verarbeiten kann, erfüllt den Standard.
    Debian-Distries können dies z.B. über die Umwandlung der Pakete. Damit ist der Sache genüge getan.

  5. Re: Besiegelung und Zukunft

    Autor: tux. 19.10.17 - 12:52

    > Es gibt doch keinen Paketstandard, warum sollte es den auch geben. So ein Unsinn.

    ... Lies doch bitte mal die Linux Standard Base (das POSIX für Leute, die Unix nicht mögen).

  6. Re: Besiegelung und Zukunft

    Autor: tux. 19.10.17 - 12:53

    > Die Unixwelt ist eigentlich tot, außerhalb von Linux.

    Der Unixwelt ist Linux scheißegal. Aber wie kommst du auf das schmale Brett, dass Unix "eigentlich tot" sei?

  7. Re: Besiegelung und Zukunft

    Autor: ubuntu_user 19.10.17 - 13:01

    tux. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Die Unixwelt ist eigentlich tot, außerhalb von Linux.
    >
    > Der Unixwelt ist Linux scheißegal. Aber wie kommst du auf das schmale
    > Brett, dass Unix "eigentlich tot" sei?

    es gibt noch nen paar legacy-versionen mit supportverträgen.
    Dazu noch community-sachen wie bsd, aber die sind sehr klein in Vergleich zu Linux.
    Und OSX ist schon recht weit weg vom tradiotionellem UNIX.

    Aber das was früher so der Unix-Einsatzzweg war, ist heute eigentlich von Linux übernommen worden. Bei Workstations auch eher durch Windows/Visualstudio/adobe(im kreativbereich)

  8. Re: Besiegelung und Zukunft

    Autor: tux. 19.10.17 - 13:15

    > Dazu noch community-sachen wie bsd, aber die sind sehr klein in Vergleich zu Linux.

    Echt? So klein habe ich iOS und das NetBSD-Userland gar nicht in Erinnerung. :-)
    Und nein, Linux ist in puncto Zuverlässigkeit, Stabilität und Enterprisefunktionen immer noch Lichtjahre von AIX und Solaris entfernt.

  9. Re: Besiegelung und Zukunft

    Autor: ubuntu_user 19.10.17 - 13:21

    tux. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Echt? So klein habe ich iOS und das NetBSD-Userland gar nicht in
    > Erinnerung. :-)

    ios ist kein community-unix

    > Und nein, Linux ist in puncto Zuverlässigkeit, Stabilität und
    > Enterprisefunktionen immer noch Lichtjahre von AIX und Solaris entfernt.

    die entwickeln ja auch nicht mehr weiter

  10. Re: Besiegelung und Zukunft

    Autor: tux. 19.10.17 - 13:25

    > ios ist kein community-unix

    Sondern? Enterprise?

    > die entwickeln ja auch nicht mehr weiter

    Das ist völliger, entschuldige, Schwachsinn. Oracle beschäftigt auch nach den Entlassungen "neulich" noch eine dreistellige Zahl an Entwicklern für ausschließlich Solaris (Quelle: Oracle-Mitarbeiter im persönlichen Gespräch), für IBM ist AIX das zweitgrößte (Software-)Standbein.

  11. Re: Besiegelung und Zukunft

    Autor: ubuntu_user 19.10.17 - 13:33

    tux. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sondern? Enterprise?

    proprietäres OS von apple?
    wo kannst du denn ios bauen und ohne probleme auf ioshardware wieder laufen lassen?
    Und unter ios verstehst du tradiotionelles UNIX?


    > Das ist völliger, entschuldige, Schwachsinn. Oracle beschäftigt auch nach
    > den Entlassungen "neulich" noch eine dreistellige Zahl an Entwicklern für
    > ausschließlich Solaris (Quelle: Oracle-Mitarbeiter im persönlichen
    > Gespräch), für IBM ist AIX das zweitgrößte (Software-)Standbein.

    Die alle im Wesentlichen an der Pflege und Support verdienen. Genauso wie es noch cobol-Entwickler gibt, die gut Geld verdienen

  12. Re: Besiegelung und Zukunft

    Autor: tux. 19.10.17 - 13:37

    > Und unter ios verstehst du tradiotionelles UNIX?

    Naja-a: "Unix-ähnliches BSD". Die letzten "echten" Unices - also SystemV-basiert -, die noch aktiv gepflegt und unterstützt werden, sind AIX und Solaris (sowie dessen diverse Open-Source-Ableger wie OmniOS, SmartOS und OpenIndiana).

    > Genauso wie es noch cobol-Entwickler gibt, die gut Geld verdienen

    Ist ja auch eine prima Sprache für viele Einsatzzwecke. :-) Und nein, sowohl Solaris als auch AIX werden aktiv weiterentwickelt.

  13. Re: Besiegelung und Zukunft

    Autor: ubuntu_user 19.10.17 - 14:59

    tux. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja-a: "Unix-ähnliches BSD". Die letzten "echten" Unices - also
    > SystemV-basiert -, die noch aktiv gepflegt und unterstützt werden, sind AIX
    > und Solaris (sowie dessen diverse Open-Source-Ableger wie OmniOS, SmartOS
    > und OpenIndiana).

    bei solaris fährt oracle ja immer mehr runter. Die haben auch ihr "eigenes" Linux
    Das wird aber kurz oder lang eingestellt.
    Und IOS unterscheidet sich von Bedienung und UseCase schon gravierend vom tradiotionellem UNIX.
    Und außer apple macht da auch keiner was am IOS-Kernel.

    > Ist ja auch eine prima Sprache für viele Einsatzzwecke. :-) Und nein,
    > sowohl Solaris als auch AIX werden aktiv weiterentwickelt.

    geupdatet...
    Der Trend geht da aber auch immer mehr in Richtung Linux

  14. Re: Besiegelung und Zukunft

    Autor: tux. 19.10.17 - 15:27

    ubuntu_user schrieb:

    > bei solaris fährt oracle ja immer mehr runter.

    Ist aber das einzige Oracle-System mit einer nennenswerten, immer noch großen und einigermaßen zufriedenen Kundenbasis. Oracle Linux ist ein Treppenwitz dagegen und für das Unternehmen verzichtbar. Solaris ist das Heimsystem von SPARC und da haben sie gerade erst neue Modelle vorgestellt.

    > geupdatet...

    Wird der COBOL-Standard auch. Ebenso übrigens Solaris. (Bei AIX weiß ich es nicht so genau.)

  15. Re: Besiegelung und Zukunft

    Autor: hum4n0id3 19.10.17 - 15:31

    ubuntu_user schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und OSX ist schon recht weit weg vom tradiotionellem UNIX.

    MacOS ist ein waschechtes UNIX.

  16. Re: Besiegelung und Zukunft

    Autor: tux. 19.10.17 - 15:37

    Mach-Kernel und FreeBSD-Userland sind nun kein "traditionelles UNIX".

  17. Re: Besiegelung und Zukunft

    Autor: Tuxgamer12 19.10.17 - 16:03

    tux. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Von der alten Weisheit, dass Unity als bloßer Klon der alten
    > NeXT-Oberfläche (unter Linux als "Window Maker" bekannt) rein optisch -
    > hui, das Dock ist immer sichtbar!!11 - nicht besonders innovativ ist,
    > möchte ich jetzt erst mal nichts schreiben, das müsste ich unter jeden
    > Ubuntu-Artikel schreiben und dann käme ich zu nichts anderem mehr.
    >
    > Spannend aber:
    >
    > "Die Zukunft des Wayland-Desktops und der langsame Tod von X11 sollte damit
    > endgültig besiegelt sein. (...) Allerdings herrscht hier in der
    > Linux-Community über Ubuntu und Gnome hinaus auch keine Einigkeit über die
    > Zukunft der Paketformate."
    >
    > Das Standard-Paketformat des Linuxstandards LSB ist RPM. Klar, Standards
    > sind so 20. Jahrhundert, aber dann soll man doch bitte nichts von einer
    > Vereinheitlichung erzählen. Interessant auch die Frage, wieso X11 unbedingt
    > "sterben" muss - im Gegensatz zu Wayland ist es in der Unixwelt eigentlich
    > überall zu finden. Warum sollte Linux da unbedingt seinen eigenen Weg gehen
    > und damit auf Kompatibilität verzichten?

    Äh, Standards müssen nun mal ab und zu erneuert werden.

    X11 ist aus dem Jahre 1987 (!). Sorry, aber schau dir mal ein bisschen die technischen Details an, dann wirst feststellen, wieso X11 keine Zukunft mehr hat. Das hat nun mal aus heutiger Perspektive viel zu viele Designfehler.

    Dass Linux mit Wayland einen eigenen Weg geht kann man übrigens so auch nicht sagen. Wayland wird z.B. auch bereits von FreeBSD adaptiert.

    Zu den Packetformaten: Sorry, aber wenn du von Standard sprichst. Ein openSUSE-RPM kannst nicht ohne erhebliches Risiko auf ein Fedora installieren. Sowohl Flatpak als auch Snap kannst überall ohne Probleme installieren und es läuft.

    Nur so als Gedanke...

  18. Re: Besiegelung und Zukunft

    Autor: pythoneer 19.10.17 - 16:06

    tux. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mach-Kernel und FreeBSD-Userland sind nun kein "traditionelles UNIX".

    Völlig egal was da mit "traditionell" gemeint sein soll – das kann alles heißen. Fakt ist, verschiedene Versionen von MacOS sind UNIX zertifiziert und damit mehr UNIX als so viele andere.

  19. Re: Besiegelung und Zukunft

    Autor: hum4n0id3 19.10.17 - 16:09

    tux. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mach-Kernel und FreeBSD-Userland sind nun kein "traditionelles UNIX".

    Ob es ein traditionelles UNIX ist, kann ich nicht sagen. MacOS ist aber als UNIX zertifiziert. Also ist es ein waschechtes UNIX.

  20. Re: Besiegelung und Zukunft

    Autor: tux. 19.10.17 - 16:10

    UNIX-Zertifizierung ist etwas völlig anderes als UNIX-Herkunft. Mit Inspur K/UX gibt es sogar ein "GNU/Linux", das UNIX-zertifiziert ist - und das, obwohl das GNU-Projekt mehrfach ausdrücklich betont hat, dass es weit davon entfernt ist, "so was wie Unix" sein zu wollen, daher auch der Name.

    Das SysV-Subset vom alten Windows NT war auch "UNIX(R)". Nur halt kein Unix.

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