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  5. › Ubuntu 17.10 im Test: Unity ist…

Darum wird sich Linux nie so richtig durchsetzen

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  1. Darum wird sich Linux nie so richtig durchsetzen

    Autor: AllDayPiano 20.10.17 - 07:11

    Ubuntu ist ein tolles Betriebssystem. Ich bin Linux Dau. Mir ist vollkommen wurst, welche Technik im Hintergrund die UI macht, mir ist vollkommen egal, ob die IDE jetzt Unity oder Wayland oder wie auch immer heißt ...

    Das sind alles Dinge, die intressieren einen Anwender nicht!

    Bei Windows bekomme ich, als jemand, der den ganzen Tag vor dem PC sitzt, und Abends die Zeit ohne wirklich zu schätzen weiß, ein stimmiges und funktionierendes Gesamtpaket. Gleiches gilt natürlich für Apple.

    Klar - über Design und Bedienentscheidungen der Firmen kann man streiten. Prinzipiell findet die hälfte aller Windows Nutzer Microsofts "innovationen" scheiße und prinzipiell findet die halbe Welt sowieso Apple scheiße aber dennoch haben diese Produkte Kontinuität. Man weiß, woran man ist, was man bekommt, und dass es funktioniert.

    Selbst wenn mich MS jetzt so ankotzen würde, dass ich auf Linux umsteigen wollte ... Linux wird von Menschen entwickelt, die sowas unsagbar geil finden. Das sind technikaffine und verliebte. Das sind Menschen, für die ist das Betriebssystem nicht nur ein notwendiges Übel, sondern eine Profession.

    Für mich als Linux Dau ist es irgendwie zu verwirrend, welche Distributionen es überhaupt gibt. Und hat man dann schlussendlich mal eine gefunden, sich in die übermäßig verkomplizierte Bedienung von Linux eingearbeitet, dann riskiert man ständig, dass durch irgendwelche Querelen und Alleingänge alles wieder eingestampft und kastriert wird.

    So wird das halt einfach nie was mit dem großen Linux Hype.

    Es ist ein tolles OS (bzw. eine tolle Basis) und es gibt super Distributionen. Ubuntu als komplette Volltrottel-Oberlfäche wie mich war da schon ein bisschen Türöffner.

    Aber sonst ...

  2. Re: Darum wird sich Linux nie so richtig durchsetzen

    Autor: david_rieger 20.10.17 - 07:42

    > Langer Text

    Alles schön und gut und sachlich auch nicht falsch. Aber: Linux kommt nicht aus der Knete, weil Linux nicht aus der Knete kommen will.

    Dahinter steht eben nicht das eine Unternehmen Google (Android), Apple (iOS), Microsoft (Windows) oder sonstwer.
    Es fehlt schlicht der Antrieb, einen Markt zu erobern, ein 99%-System zu werden. Oder wie bei Android z.B. das Betriebssystem als reines Vehikel oder Trojanisches Pferd, um darauf dann mit den Play-Services Geld zu machen.
    MS verkauft Windows und darauf läuft dann Office. Apple baut iPhones, auf denen dann iOS läuft und darauf läuft dann der iTunes-Store.
    Wo ist Linux dagegen erfolgreich? Da, wo es der private Anwender gar nicht wirklich nutzt. Auf Routern und Servern läuft das unsichtbar. Und ohne Anschaffungskosten. Dort könnte dann aber auch wirklich alles laufen, der Linux-Erfolg ließe sich da auch mit anderen Systemen erzielen.

    Auf Desktops installiert man sich Linux. Und dann? Kann es nicht alles im Gesamtpaket signifikant besser.

    Dieser Beitrag wurde in einem Fertigungsbetrieb hergestellt, in dem auch Sarkasmus verarbeitet wird.

  3. Re: Darum wird sich Linux nie so richtig durchsetzen

    Autor: AllDayPiano 20.10.17 - 08:01

    Jo stimmt schon. Es fehlt die Monetarisierung.

    Aber stell Dir mal vor - ein Unternehmen würde jetzt DAS LINUX entwickeln, würde zig Millionen in die Entwicklung stecken und eine Horde von 1000 Affen 24/7 programmieren lassen... Was das für ein Aufschrei der Community gäbe, weil ohne hinterher das Produkt teuer zu verkaufen würde das kein Hersteller machen.

    Google hatte mit Android nur deshalb erfolg, weil sie a) eine solide Basis dafür eingekauft haben (Android ist ja m.W.n. keine Google-Entwicklung) und b) das System in eine Form gebracht haben, die es nutzbar werden ließ. Keine Konsole, keine Root-Rechte, einfach nur ein benutzbares OS.

    Welcher Linux-Fan würde das freiwillig mit sich machen lassen?

    Die Interessen divergieren einfach viel zu stark.

  4. Re: Darum wird sich Linux nie so richtig durchsetzen

    Autor: david_rieger 20.10.17 - 08:05

    > Aber stell Dir mal vor - ein Unternehmen würde jetzt DAS LINUX entwickeln,
    > würde zig Millionen in die Entwicklung stecken und eine Horde von 1000
    > Affen 24/7 programmieren lassen... Was das für ein Aufschrei der Community
    > gäbe, weil ohne hinterher das Produkt teuer zu verkaufen würde das kein
    > Hersteller machen.

    Valve hat SteamOS auch nicht gemacht, weil sie es als Produkt verkaufen wollen, sondern genauso als Vehikel für etwas anderes, in dem Fall Steam (VR) selbst, geschaffen. Linux als Desktop-OS-Produkt mit einem Kaufpreis dran? Oder gar ohne? Welches Unternehmen hätte ein Interesse daran?

    Dieser Beitrag wurde in einem Fertigungsbetrieb hergestellt, in dem auch Sarkasmus verarbeitet wird.

  5. Re: Darum wird sich Linux nie so richtig durchsetzen

    Autor: stiGGG 20.10.17 - 09:21

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber stell Dir mal vor - ein Unternehmen würde jetzt DAS LINUX entwickeln,
    > würde zig Millionen in die Entwicklung stecken und eine Horde von 1000
    > Affen 24/7 programmieren lassen... Was das für ein Aufschrei der Community
    > gäbe, weil ohne hinterher das Produkt teuer zu verkaufen würde das kein
    > Hersteller machen.

    Genau das hat Shuttleworth doch mit Ubuntu gemacht. Anstatt das Produkt nachher teuer zu verkaufen, hat er jedem der wollte auf der ganzen Welt sogar kostenlose Datenträger per Post gesendet.
    Die Linux Community hasst ihn trotzdem :-/

  6. Re: Darum wird sich Linux nie so richtig durchsetzen

    Autor: DetlevCM 20.10.17 - 09:22

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ubuntu ist ein tolles Betriebssystem. Ich bin Linux Dau. Mir ist vollkommen
    > wurst, welche Technik im Hintergrund die UI macht, mir ist vollkommen egal,
    > ob die IDE jetzt Unity oder Wayland oder wie auch immer heißt ...
    >
    > Das sind alles Dinge, die intressieren einen Anwender nicht!
    >
    > Bei Windows bekomme ich, als jemand, der den ganzen Tag vor dem PC sitzt,
    > und Abends die Zeit ohne wirklich zu schätzen weiß, ein stimmiges und
    > funktionierendes Gesamtpaket. Gleiches gilt natürlich für Apple.
    >
    > Klar - über Design und Bedienentscheidungen der Firmen kann man streiten.
    > Prinzipiell findet die hälfte aller Windows Nutzer Microsofts
    > "innovationen" scheiße und prinzipiell findet die halbe Welt sowieso Apple
    > scheiße aber dennoch haben diese Produkte Kontinuität. Man weiß, woran man
    > ist, was man bekommt, und dass es funktioniert.
    >
    > Selbst wenn mich MS jetzt so ankotzen würde, dass ich auf Linux umsteigen
    > wollte ... Linux wird von Menschen entwickelt, die sowas unsagbar geil
    > finden. Das sind technikaffine und verliebte. Das sind Menschen, für die
    > ist das Betriebssystem nicht nur ein notwendiges Übel, sondern eine
    > Profession.
    >
    > Für mich als Linux Dau ist es irgendwie zu verwirrend, welche
    > Distributionen es überhaupt gibt. Und hat man dann schlussendlich mal eine
    > gefunden, sich in die übermäßig verkomplizierte Bedienung von Linux
    > eingearbeitet, dann riskiert man ständig, dass durch irgendwelche Querelen
    > und Alleingänge alles wieder eingestampft und kastriert wird.
    >

    Was für eine komplizierte Bedienung??
    Schon mal openSUSE mit KDE benutzt? Oder überhaupt KDE?
    Wenn man mit Dolphin arbeitet, fühlt sich der Windows ewxplorer schnell wie ein primitives Stück Schrottsoftwarew an.... (es fehlen Tabs, Split View - und die Befehlszeile, allerdings ist letztere unter Windows eine Krücke und unter Linux extremst nützlich.)

    Die Bedienung von Programmen wie Firefox oder Thunderbird ist identisch. Mit Kwrite gibt es unter Linux auch einen Editor der funktioniert (na ja, Gedit geht auch) - im Gegensatz zu Notepad was für nichts zu gebrauchen ist...

    Und bei manchen Details realisiert man erst später was für weinen Schrott Microsoft produziert: um in Exel eine neue Spalte einzufügen muss man auf die Trendlinie clicken... ich weiß nicht wer sich den Unsinn ausgedacht hat.
    In Libre Office clickt man auf die Spalte und wählt links/recht einfügen aus, fertig.
    (Wobei dann R doch wieder ewine ganze Stufe flotter ist - und R unter Windows funktioniert ist aber auch eine leichte Zumutung...)

    > So wird das halt einfach nie was mit dem großen Linux Hype.
    >
    > Es ist ein tolles OS (bzw. eine tolle Basis) und es gibt super
    > Distributionen. Ubuntu als komplette Volltrottel-Oberlfäche wie mich war da
    > schon ein bisschen Türöffner.
    >
    > Aber sonst ...

  7. Re: Darum wird sich Linux nie so richtig durchsetzen

    Autor: Dummer Mensch 20.10.17 - 09:43

    Chrome OS

    Monetarisiert und wird komerzeill auf Chromebooks vertreiben, trotzdem ist Linux kein 90% OS.
    Hat auch kein Root, sowie kein Terminal und eine einheitliche Oberfläche.

    Ich denke Mal damit wären fast alle Argumente in diesem Thread widerlegt, warum Linux nicht erfolgreich ist.

    Ich sehe da das Problem eher beim Anwender:"Programm X,Y,Z läuft nicht unter Linux, ich bleibe bei Windows".
    Diese Leute kann ich eigentlich komplett verstehen, warum sollten sie sich an eine neue Oberfläche von einem anderen OS gewöhnen und zusätzlich noch an die andere Oberfläche der Alternativen Programme, da ihre Lieblingsprogramme ja unter Linux nicht laufen.

  8. Re: Darum wird sich Linux nie so richtig durchsetzen

    Autor: david_rieger 20.10.17 - 09:47

    > Ich denke Mal damit wären fast alle Argumente in diesem Thread widerlegt,
    > warum Linux nicht erfolgreich ist.

    Nein, Dummer Mensch, das sehe nicht nicht so. ChromeOS ist genauso wie Android kein Linux im engeren Sinne, sondern schlicht das Vehikel, auf dem der Play Store und die (Daten abgreifenden) Services zum Anwender transportiert werden. ChromeOS ist sozusagen der Türöffner für das, was Google eigentlich als Geschäftszweck verfolgt.

    Dieser Beitrag wurde in einem Fertigungsbetrieb hergestellt, in dem auch Sarkasmus verarbeitet wird.

  9. Re: Darum wird sich Linux nie so richtig durchsetzen

    Autor: Trollversteher 20.10.17 - 09:50

    >Chrome OS

    >Monetarisiert und wird komerzeill auf Chromebooks vertreiben, trotzdem ist Linux kein 90% OS.

    Äh nein, Chrome OS hat das gleiche Modell, wie das hier ebenfalls erwähnte Android - es wird nicht als eigenständiges OS verkauft, sondern dient Google als weitere Datensammel-Plattform für ihre Dienste. Es ist ja nicht mal wirklich für den offline-Betrieb gedacht, sondern bietet nur als Online- "ThinClient" System die volle Funktionalität. Und die einzige Nische, in denen es halbwegs erfolgreich ist, ist das US Bildungssystem, weil hier der Lobbyismusweltmeister Google seinen Einfluss genutzt hat, um es als Lernterminal in den Schulen durchzusetzen.

    >Hat auch kein Root, sowie kein Terminal und eine einheitliche Oberfläche.

    Und ist offline kaum zu gebrauchen.

    >Ich denke Mal damit wären fast alle Argumente in diesem Thread widerlegt, warum Linux nicht erfolgreich ist.

    Nein, im Gegenteil, Du hast zu den bereits erwähnten Beispielen nur ein weiteres hinzu gefügt.

    >Ich sehe da das Problem eher beim Anwender:"Programm X,Y,Z läuft nicht unter Linux, ich bleibe bei Windows".
    >Diese Leute kann ich eigentlich komplett verstehen, warum sollten sie sich an eine neue Oberfläche von einem anderen OS gewöhnen und zusätzlich noch an die andere Oberfläche der Alternativen Programme, da ihre Lieblingsprogramme ja unter Linux nicht laufen.

    Das stimmt, erklärt aber nicht, warum dann MacOS auf dem Desktop immer noch deutlich erfolgreicher ist, als Desktop-Linux.

  10. Re: Darum wird sich Linux nie so richtig durchsetzen

    Autor: countzero 20.10.17 - 11:53

    DetlevCM schrieb:
    -------------------------------------------------------------------------------
    > Und bei manchen Details realisiert man erst später was für weinen Schrott
    > Microsoft produziert: um in Exel eine neue Spalte einzufügen muss man auf
    > die Trendlinie clicken... ich weiß nicht wer sich den Unsinn ausgedacht
    > hat.

    Bitte was? Ich benutze Excel seit Office 97. Das habe ich aber noch nie gehört. Wenn ich eine Zeile oder Spalte in Excel einfügen möchte, markiere ich z.B. eine komplette Spalte und klicke dann im Kontextmenü auf Zellen einfügen.
    Der einzige für mich erkennbare Unterschied bei Open Office ist, dass ich entscheiden kann, ob die neue Spalte links oder rechts von der markierten erscheint. Bei Excel erscheint sie immer links.

  11. Re: Darum wird sich Linux nie so richtig durchsetzen

    Autor: david_rieger 20.10.17 - 12:02

    > um in Exel eine neue Spalte einzufügen...
    > In Libre Office clickt man auf die Spalte...

    In beiden Suiten gibt es ein oder mehrere Symbole dafür, sowie ein eigenes Menü oder Menüpunkte.
    Sowas muss man auch nicht als primäre Aktion per Kontextmenü auslösen, weil man so für jede mögliche Aktion auf markierte Zellen / Zeilen / Spalten argumentieren könnte und somit das Menü hoffnungslos überfrachten würde. Einfach sämtliche Formatierungsmöglichkeiten ins Rechtsklick-Menü, wer will das?

    Dieser Beitrag wurde in einem Fertigungsbetrieb hergestellt, in dem auch Sarkasmus verarbeitet wird.

  12. Re: Darum wird sich Linux nie so richtig durchsetzen

    Autor: DetlevCM 20.10.17 - 12:27

    countzero schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DetlevCM schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > ----
    > > Und bei manchen Details realisiert man erst später was für weinen
    > Schrott
    > > Microsoft produziert: um in Exel eine neue Spalte einzufügen muss man
    > auf
    > > die Trendlinie clicken... ich weiß nicht wer sich den Unsinn ausgedacht
    > > hat.
    >
    > Bitte was? Ich benutze Excel seit Office 97. Das habe ich aber noch nie
    > gehört. Wenn ich eine Zeile oder Spalte in Excel einfügen möchte, markiere
    > ich z.B. eine komplette Spalte und klicke dann im Kontextmenü auf Zellen
    > einfügen.
    > Der einzige für mich erkennbare Unterschied bei Open Office ist, dass ich
    > entscheiden kann, ob die neue Spalte links oder rechts von der markierten
    > erscheint. Bei Excel erscheint sie immer links.

    Genau das war das Problem als ich vor einigen Wochen mit einem Freund/Kollegen geredet habe und er Excel auf hatte... Spalte einfügen? Wie zum Teufel geht das jetzt...

    Von Excel habe ich mich allerdings schon früher verabschiedet weil das Programm zu Sprachgebunden ist und nur Probleme bereitet wenn man zwischen Deutsche und Englisch wechselt...
    Andererseits ist die Unterstützung von mehreren Sprache sowieso etwas bei dem Microsoft versagt... das kann Linux/Libre Office besser (und bereitet mir im Gegenzug zu Microsoft-Produkten in dem Punkt keine Dauerfrustration).

  13. Re: Darum wird sich Linux nie so richtig durchsetzen

    Autor: unbuntu 21.10.17 - 09:31

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Selbst wenn mich MS jetzt so ankotzen würde, dass ich auf Linux umsteigen
    > wollte ... Linux wird von Menschen entwickelt, die sowas unsagbar geil
    > finden. Das sind technikaffine und verliebte. Das sind Menschen, für die
    > ist das Betriebssystem nicht nur ein notwendiges Übel, sondern eine
    > Profession.

    Das triffts eigentlich ganz gut. Techniker, die zwar toll mit technischen Dingen umgehen können, aber null Ahnung von Design und UX haben und für die das OS das Wichtigste überhaupt an nem PC ist. Scheiss auf die Software, hauptsache das OS ist toll und wenn man nur OpenSchlechtekopie v.0.0.16b mit 30 Forks verwenden kann, statt nem brauchbaren Programm.

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein

  14. Re: Darum wird sich Linux nie so richtig durchsetzen

    Autor: unbuntu 21.10.17 - 09:35

    Und selbst so ist SteamOS eher ein Flop, kaum einer nutzt es.

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein

  15. Re: Darum wird sich Linux nie so richtig durchsetzen

    Autor: michriko 21.10.17 - 10:19

    Zunächst einmal zum Threadtitel selbst:
    Linux hat sich längst durchgesetzt, nur eben nicht auf Desktops.
    In fast allen anderen Bereichen, wo ein stark angepasstes OS nötig ist, ist ein Linuxkernel zu finden.

    Das Argument mit der Oberfläche zieht m.M.n. auch nicht.
    Gerade weil man sich eine Oberfläche aussuchen kann und diese anpassen kann, ist es nutzerfreundlicher als Windows. Mein Liebling ist LXDE, leichtgewichtig, übersichtlich und ohne viel Schnickschnack. Einmal aufgesetzt und läuft und es ändert sich nur, wenn ich es will. Das sieht bei Microsoft mit den Umstellungen von Win7 auf Win8, 8.1 und Win10 ganz anders aus. Da bekam jedes Windows ja ein anderes Startmenü, Einstellungen sind nicht mehr alle in der Systemsteuerung sondern irgendwie ohne erkennbares Schema auf die App-ähnlich designten Computereinstellungen und die alte Systemsteuerung aufgeteilt. Da muss man sich bei jedem Update umgewöhnen.
    Da ist Linux deutlich strukturierter und einheitlicher.

    Und für den ganz normalen EDVler, der sowieso nur eine Handvoll von Programmen nutzt, der merkt gar nicht, ob es ein Linux oder ein Windows ist, was unter seinen Programmen läuft. Die meisten Nutzer kommen so selten mit betriebssystemspezifischen Dingen in Kontakt, dass es keine Rolle spielt.
    Es ist nur eine Umgewöhnung der Symbolik, wie man den PC herunterfährt oder was das Explorer-Pendant ist etc.

    Ich kenne einige die einfach Angst davor hatten zu Linux zu wechseln, weil sie dachten, dass sie alles mit der Komandozeile lösen müssten und dann aus Bequemlichkeit bei Windows geblieben sind. Davon konnte ich aber den meisten Linux schmackhaft machen. Ein einfaches Ubuntu mit einfacher Desktopoberfläche, und sie arbeiteten genauso wie bisher, vielleicht sogar performanter.

    Damit Linux auch auf Desktoprechnern weiter verbreitet wird, muss einfach die Hemmung genommen werden es mal auszuprobieren.

  16. Re: Darum wird sich Linux nie so richtig durchsetzen

    Autor: matzems 21.10.17 - 11:35

    Es hat zwar jeder recht, aber das wichtigste Argument ist nunmal das Microsoft das Monopol im Desktop hat. Weder Apple noch Linux haben da was zu melden. Umgekehrt siehts beim "Handy-Desktop" aus. Da ist Android-Linux vor Apple führend und Microsoft hat dort kapituliert. Microsoft entwickelt nun alle Apps für Android Linux. Welch Ironie.
    Denke einfach das die Os Welt nur 1-2 System im grossen stil verträgt.
    Finde persönlich Linux, Mac Os, Win10 mittlerweile alles echt super. Stabil, sicher....
    Früher war das anders. Linux ging nur für freaks, windows hatte ständig blue screen und Mac OS war kurz vor der Bedeutungslosigkeit und Apple pleite.

  17. Re: Darum wird sich Linux nie so richtig durchsetzen

    Autor: BLi8819 21.10.17 - 13:59

    > um in Exel eine neue Spalte einzufügen muss man auf die Trendlinie clicken...

    Du kannst irgend eine Spalte anklicken und eine Spalte einfügen. Ebenso für Zeilen.
    Ober man nutzt die Ribbons dafür.

    https://support.office.com/de-de/article/Einf%C3%BCgen-oder-L%C3%B6schen-von-Zeilen-oder-Spalten-7450f58a-517f-48ae-bace-248346e52275

    Da muss man keine Linie treffen.

  18. Dann eben nicht

    Autor: vinLeiger 21.10.17 - 15:11

    Ich finde es eigentlich sogar besser, wenn Linux sich nicht im Massenmarkt durchsetzt. Viele der Dinge, die oft als nicht massenmarktkompatibel angekrittelt werden (Konsole, freie Auswahl und Konfigurierbarkeit von fast allem, austauschbare Desktopumgebungen, Wahlfreiheit aufgrund mehrerer parallel existierender Lösungen, die mehr oder weniger das Gleiche machen und können), sind genau das, was ich an Linux so liebe. Wenn der Massenmarkt das nicht will, bin ich auch damit zufrieden, mit meinem Betriebssystem von Nerds für Nerds in meiner Nerd-Nische zu sitzen und Linux toll zu finden, während der Rest der Welt Windows nutzt und damit im Schnitt wahrscheinlich nur so mittel zufrieden ist. Das soll nicht elitistisch klingen, ich freue mich über alle, die sich Linux mal ansehen aber wenn das weltweit halt nur 1% ist, dann ist das halt so und ich genieße die Vorteile: Eine nicht signifikante Anzahl an Viren, ein Betriebssystem, das mich als Zielgruppe hat und nicht versucht, es jedem recht zu machen und natürlich das gute Gefühl, das dem Schwimmen gegen den Mainstream intrinsisch ist.

    Wenn ihr mich fragt...WIR FRAGEN DICH NICHT!!! (Marc-Uwe Kling)

  19. Re: Dann eben nicht

    Autor: matzems 21.10.17 - 17:30

    vinLeiger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich finde es eigentlich sogar besser, wenn Linux sich nicht im Massenmarkt
    > durchsetzt. Viele der Dinge, die oft als nicht massenmarktkompatibel
    > angekrittelt werden (Konsole, freie Auswahl und Konfigurierbarkeit von fast
    > allem, austauschbare Desktopumgebungen, Wahlfreiheit aufgrund mehrerer
    > parallel existierender Lösungen, die mehr oder weniger das Gleiche machen
    > und können), sind genau das, was ich an Linux so liebe. Wenn der
    > Massenmarkt das nicht will, bin ich auch damit zufrieden, mit meinem
    > Betriebssystem von Nerds für Nerds in meiner Nerd-Nische zu sitzen und
    > Linux toll zu finden, während der Rest der Welt Windows nutzt und damit im
    > Schnitt wahrscheinlich nur so mittel zufrieden ist. Das soll nicht
    > elitistisch klingen, ich freue mich über alle, die sich Linux mal ansehen
    > aber wenn das weltweit halt nur 1% ist, dann ist das halt so und ich
    > genieße die Vorteile: Eine nicht signifikante Anzahl an Viren, ein
    > Betriebssystem, das mich als Zielgruppe hat und nicht versucht, es jedem
    > recht zu machen und natürlich das gute Gefühl, das dem Schwimmen gegen den
    > Mainstream intrinsisch ist.

    Bin 100%bei dir. Linus T hat damals geschrieben "nothing big,just for fun" und genau das habe ich, einfach fun.
    Als IT interessierter Bastler macht es mir einfach spass per terminal rumzufrickeln und das OS auseinander zu nehmen bis nix mehr geht. ;-)
    Bei Windows und Mac OS sitz ich nur noch wie ein unmündinger vor einer verschlossenen Kiste. Funktioniert zwas perfekt, aber wo bleibt der spass beim basteln?
    Will nicht nur stupide mit der maus auf vorgegeben stylische buttons drücken. Hatte aus spass auch schon arch drauf und werde es bald wieder drauf spielen.

  20. Re: Darum wird sich Linux nie so richtig durchsetzen

    Autor: violator 21.10.17 - 22:38

    michriko schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Damit Linux auch auf Desktoprechnern weiter verbreitet wird, muss einfach
    > die Hemmung genommen werden es mal auszuprobieren.

    Also für mich ist die Software das Wichtigste, nicht das Betriebssystem. Das ist sogar ziemlich uninteressant. Wenn die nicht vorhanden ist oder man nur Krüppelalternativen hat, brauch ichs gar nicht erst auszuprobieren.

    Bei ner Spielekonsole guckst du ja auch nicht auf das Betriebssystem, sondern nur auf die vorhandenen Spiele und entscheidest danach ob du dir ne PS4 oder ne Wii holst.

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