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  4. Ubuntu 18.04 LTS erschienen: Gnome kommt, um zu bleiben

Warum nicht KDE?

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  1. Warum nicht KDE?

    Autor: holaBrien 28.04.18 - 06:39

    Spätestens seit "Plasma", ist KDE eines der besten, wenn nicht sogar das beste Desktop Environment, das den Namen auch verdient hat. Alleine so Sachen wie die "KDE Connect App" sind nicht nur innovativ, sondern funktionieren auch noch.

    Klar gibt es Geräte, Umgebungen und Leute bei denen / die lieber etwas schlankere Desktops benutzen (dann eben ohne echtes "Environment"), aber als benutzbare und auch mal attraktive Basis würde es schon ganz gut reichen.

  2. Re: Warum nicht KDE?

    Autor: chodo 28.04.18 - 10:24

    Ubuntu hat schon immer Gnome verwendet. Bei den Anwendungen ändert sich durch den Wechsel zurück zu Gnome wenig. Nautilus bleibt Nautilus, etc.
    Ein Wechsel zu KDE wäre ein tiefer Einschnitt. Außerdem wird KDE von Drittanbietern kaum unterstützt. Gnome ist der de facto-Standard.

  3. Re: Warum nicht KDE?

    Autor: Tamaskan 28.04.18 - 14:20

    Das stimmt, die einzige größere Distribution, die standardmäßig KDE verwendet, ist openSUSE, wobei der kommerzielle Ableger SLED ebenfalls auf GNOME setzt. KDE wurde aus SLED sogar mal ganz rausgeschmissen, weil die das nicht supporten wollten, ich weiß nicht, ob es inzwischen wieder drin ist.

  4. Re: Warum nicht KDE?

    Autor: lestard 28.04.18 - 15:00

    Es gibt doch Kubuntu genau dafür. Oder stimmt damit irgendwas nicht?

  5. Re: Warum nicht KDE?

    Autor: Hello_World 29.04.18 - 09:48

    holaBrien schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Alleine so
    > Sachen wie die "KDE Connect App" sind nicht nur innovativ, sondern
    > funktionieren auch noch.
    Das entspricht nicht meiner Erfahrung. Wenn man eine größere Anzahl Bilder gleichzeitig zum PC übertragen möchte, bricht er einfach irgendwann mit einer Fehlermeldung ab. Und die Funktion, mit der man das Handy klingeln lassen kann, wenn man es nicht findet, ist zwar nett gedacht, aber in der Praxis nutzlos. Wenn die App auf dem Handy gerade nicht läuft, funktioniert es nicht, und da Android Apps irgendwann von selbst schließt, ist das meistens der Fall.

  6. Re: Warum nicht KDE?

    Autor: corruption 29.04.18 - 14:02

    Kubuntu 18.04 wurde doch schon released.

  7. Re: Warum nicht KDE?

    Autor: Sylos 29.04.18 - 14:47

    Geht eben darum, was der Default ist. Viele Leute verwenden einfach den Default, egal was ihnen eigentlich gefällt.

    Als Extrembeispiel habe ich heute schon ein Posting gesehen, in dem zugegebenermaßen ein Linux-Anfänger das neue Standard-Ubuntu installiert hat und dann zahlreiche Schritte unternahm, um die Oberfläche mehr an Windows anzupassen, und sogar darin erwähnt, dass das wohl auch bei KDE so ähnlich aussehen würde. Auf die Idee Kubuntu zu installieren, wo auch gerade derartige Umbauten quasi zum Standard-Repertoire gehören, ist er aber nicht gekommen.

  8. Re: Warum nicht KDE?

    Autor: Sylos 29.04.18 - 14:49

    Wäre auch trivial gewesen, Unity in KDE nachzubauen, anstatt GNOME mühsam anzupassen.

  9. Re: Warum nicht KDE?

    Autor: violator 29.04.18 - 17:50

    chodo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gnome ist der de facto-Standard.

    Dann sollte man schnell was dagegen unternehmen. Standards gehören sich unter Linux nicht, Vielfalt ist wichtiger!

  10. Re: Warum nicht KDE?

    Autor: Hello_World 29.04.18 - 18:24

    http://www.islinuxaboutchoice.com/

  11. Re: Warum nicht KDE?

    Autor: Tamaskan 29.04.18 - 18:47

    Sylos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wäre auch trivial gewesen, Unity in KDE nachzubauen, anstatt GNOME mühsam
    > anzupassen.

    Das Gegenteil ist der Fall. Das alte Unity basierte ja bereits auf GNOME, das einzige was sie gemacht haben ist die Erweiterung "Dash to Dock" standardmäßig auszuliefern. Die Anwendungen (Nautilus als Dateimanager, Evince als PDF-Betrachter etc.) sind ja sowieso mit GNOME identisch, sodass sich die Benutzer nicht umstellen müssen.

    Es mag sein, dass man in KDE schön die Panels durch die Gegend schieben und die Größe anpassen kann, aber es ist eben eine andere Welt. Dolphin, Okular etc. sind nun mal andere Anwendungen, man hätte das Theme portieren müssen und die Administrationswerkzeuge etc.

  12. Re: Warum nicht KDE?

    Autor: Thaodan 29.04.18 - 19:09

    Seit wann hat SLED per default GNOME?

    Wahrung der Menschenrechte oder Freie fahrt am Wochenende.
    -- Georg Schramm

  13. Re: Warum nicht KDE?

    Autor: Seitan-Sushi-Fan 30.04.18 - 04:37

    Tamaskan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das alte Unity basierte ja bereits auf GNOME

    Unsinn.

  14. Re: Warum nicht KDE?

    Autor: Sylos 30.04.18 - 05:16

    Tamaskan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Gegenteil ist der Fall. Das alte Unity basierte ja bereits auf GNOME,
    > das einzige was sie gemacht haben ist die Erweiterung "Dash to Dock"
    > standardmäßig auszuliefern.

    Nein, die grafische Oberfläche war eine komplette Eigenproduktion. Unity war z.B. auch ein Plugin für Compiz, wohingegen GNOME ein Plugin für Mutter ist.
    Unity "basierte" in sofern auf GNOME, dass eben wie du gesagt hast, größtenteils die gleichen Anwendungen verwendet wurden.
    Diese hätte man im Zweifelsfall aber auch unter KDE Plasma betreiben können.

    Und das Theme zu portieren kann auch nicht so schwer gewesen sein. Hat die Community innerhalb kürzester Zeit mal zum Spaß gemacht, einfach nur um zeigen zu können, dass sie ihr Unity fast 1:1 in KDE Plasma nachbauen könnten.

  15. Re: Warum nicht KDE?

    Autor: mali1 30.04.18 - 07:09

    Ich werde immer Ubuntu als mein zweites OS benutzen!

  16. Re: Warum nicht KDE?

    Autor: Niaxa 03.05.18 - 15:04

    Und ich werde immer Schuhe mit Schnürsenkel tragen.

  17. Re: Warum nicht KDE?

    Autor: Tamaskan 13.05.18 - 15:38

    Sylos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tamaskan schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das Gegenteil ist der Fall. Das alte Unity basierte ja bereits auf
    > GNOME,
    > > das einzige was sie gemacht haben ist die Erweiterung "Dash to Dock"
    > > standardmäßig auszuliefern.
    >
    > Nein, die grafische Oberfläche war eine komplette Eigenproduktion. Unity
    > war z.B. auch ein Plugin für Compiz, wohingegen GNOME ein Plugin für Mutter
    > ist.

    Ja, sie haben den Fenstermanager ausgetauscht. Ubuntu nutze schon länger Compiz statt Metacity, dann haben sie gnome-panel durch Unity ersetzt. Und statt GDM wurde LightDM genutzt. Das wars dann auch aber schon, der Rest war GNOME, was Anwendungen, Bibliotheken und Hintergrunddiensten (z.B gconf/dconf, gvfsd) angeht.

    Es gibt in der Linux-Welt nur zwei unabhängige, vollwertige Desktop-Umgebungen: GNOME und KDE. Aller anderen bauen nur auf einen der beiden anderen auf, oder es handelt sich nur um einfache Fenstermanager.

    > Unity "basierte" in sofern auf GNOME, dass eben wie du gesagt hast,
    > größtenteils die gleichen Anwendungen verwendet wurden.
    > Diese hätte man im Zweifelsfall aber auch unter KDE Plasma betreiben
    > können.

    Das wäre dann aber eine seltsame Chimäre gewesen mit dem entsprechenden Wartungsaufwand. Dann lieber reines GNOME oder reines KDE verwenden und von der Arbeit des Upstreams profitieren. Sonst hätten sie ja gleich bei Unity bleiben können.

    > Und das Theme zu portieren kann auch nicht so schwer gewesen sein. Hat die
    > Community innerhalb kürzester Zeit mal zum Spaß gemacht, einfach nur um
    > zeigen zu können, dass sie ihr Unity fast 1:1 in KDE Plasma nachbauen
    > könnten.

    Habe ich gesehen, z.B hier: https://medium.com/kdeok/how-to-create-a-theme-that-looks-and-feels-like-unity-using-plasmas-desktop-scripting-api-efe33d36bec6

    Sieht aber viel weniger nach Unity aus als der neue GNOME-basierte Desktop. Ich habe mich früher auch mit Desk-Modding beschäftigt und es hat Spaß gemacht, aber das ist nichts was man an den "Endkunden" ausliefern möchte, viel zu inkonsistent und bei einer neuen Version muss man ggf. alles wieder von vorne machen.

  18. Re: Warum nicht KDE?

    Autor: Tamaskan 13.05.18 - 15:42

    Thaodan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Seit wann hat SLED per default GNOME?

    Laut Golem-Artikel (https://www.golem.de/news/sled-12-im-test-die-sinnhaftigkeit-eines-kostenpflichtigen-linux-desktops-1502-112435.html) schon seit SLED 10 der Fall, im aktuellen SLED 12 kann man KDE nicht mal mehr nachinstallieren. Wie es bei SLED 15 aussehen wird, weiß ich nicht.

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