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Warum nicht zu KDE? Unity 8 basiert(e) auf QT!

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  1. Warum nicht zu KDE? Unity 8 basiert(e) auf QT!

    Autor: eddie8 06.04.17 - 11:52

    Unity 7/8 wurde oft zu schlecht gemacht, es hatte seine Vorzüge, gerade bei einfachen Endanwendern. Mein Vater (70) zB kommt damit hervorragend klar, was man von anderen Desktopumgebungen nie sagen konnte. Hätten die mit Unity 8 auf Wayland gesetzt, hätte es m.E. aufgehen können: Ein Alleinstellungsmerkmal und Konvergenz vom Handy bis Desktop. Für einen Displayserver UND eine geräteunabhängige Oberfläche fehlen einer so kleinen Firma einfach die Entwickler. Dass weder Apple noch Google bisher ein solches Produkt angekündigt haben, und Microsoft seit Windows 8 sich daran mehr schlecht als recht versucht, zeigt ja schon, dass es nicht so einfach ist. Und das mit weniger Leuten ohne Unterstützung der Community bewerkstelligen? Nun ja, mich hat sowieso gewundert, wieso die so lange insbesondere an MIR festgehalten haben.

    Etwas verwunderlich finde ich, dass jetzt auf Gnome gesetzt wird. Unity 8 wurde doch neu mit QT aufgesetzt? Und KDE macht doch gerade sehr viel in genau die Richtung: Telefon, Koisk-Mode, Netbook-Oberfläche bis hin zu vollwertigem Desktop. Man hat sich jetzt Jahrelang mit QT-Programmierung beschäftigt, und nutzt das plus die gemeinsamen Ziele nicht, sondern geht wieder zurück zu Gnome? Nicht gegegen Gnome, aktuell mein bevorzugter Desktop, aber als Firma hätte ich anders entschieden.

  2. Re: Warum nicht zu KDE? Unity 8 basiert(e) auf QT!

    Autor: lumks 06.04.17 - 12:07

    Warum sollte Canonical Teil der KDE werden? Oder meinst du Ubuntu soll Plasma als Desktop nutzen?

    Das Problem bei Plasma ist schlicht die Stimmung seitens der Community, KDE, auf Canonical und Ubuntu. Canonical war der Sponsor von Kubuntu für viele Jahre, bis man sich dann auf Unity konzentrierte, die Finanzielle Hilfe, welche an KDE ging stoppte, Kubuntu den "offiziellen Status" Aberkannte, als dies kommerziell erfolgreich wurde (Limux, einige Schulen in Brasilien glaube), Lügen über KWin verbreitete, MGreassling (Kwin entwickler) direkt angriff, Jriddel (damals Kubuntu Projetleiter) aus der Kubuntu Gemeinde raus trieb, weil er fragen zu finanziellen Dingen fragte, welche man nicht beantworten wollte und damit der ganzen KDE zeigte, dass sie es nicht wert sind.

    Wirklich gut auf Ubuntu zu sprechen ist die KDE also nicht und auch wenn Canonical nun wieder ein Sponsor der KDE ist, hat sich die Einstellung der Community dahinter nicht geändert.

  3. Re: Warum nicht zu KDE? Unity 8 basiert(e) auf QT!

    Autor: eddie8 06.04.17 - 13:10

    Okay, vom Streit mit der KUbuntu Abspaltung hab ich gehört, den Rest nicht so wirklich... Mir ging es jetzt mehr um technische Gründe, die mir vll unbekannt sind... aber heutzutage ist eh 90% Politik, vermutlich hast du Recht. Schade ist es trotzdem, denn wie gesagt halte ich die technische Ausrichtung für ähnlich, die QT Erfahrungen sind vorhanden und nicht zuletzt gab es ja auch mit KDE Neon einen Neuanfang, da hätte man sicher anknüpfen können, gerade wenn man einmal alles neu ausrichtet und alte Zöpfe abschneidet... Wäre ein guter Punkt gewesen, dass auch politisch zu tun.

  4. Re: Warum nicht zu KDE? Unity 8 basiert(e) auf QT!

    Autor: felix.schwarz 06.04.17 - 13:26

    eddie8 schrieb:
    > Etwas verwunderlich finde ich, dass jetzt auf Gnome gesetzt wird. Unity 8
    > wurde doch neu mit QT aufgesetzt? Und KDE macht doch gerade sehr viel in
    > genau die Richtung: Telefon, Koisk-Mode, Netbook-Oberfläche bis hin zu
    > vollwertigem Desktop. Man hat sich jetzt Jahrelang mit QT-Programmierung
    > beschäftigt, und nutzt das plus die gemeinsamen Ziele nicht, sondern geht
    > wieder zurück zu Gnome?

    Ich denke, die UI-Philosophie hinter Unity ist GNOME wesentlich ähnlicher - minimalistisch, gute Defaults, dafür nicht umfassend (durch den Nutzer über die UI) konfigurierbar. Es hatte schon seinen Grund, warum Ubuntu am Anfang GNOME (2) verwendete.

    Außerdem sieht es für mich so aus, als ob Canonical in Zukunft Geld verdienen möchte/muss. Daher erwarte ich (Spekulation!), dass Canonical auf dem Desktop nicht mehr besonders viele Ressourcen investiert. Eine Entwicklung auf Basis von Plasma wäre erneut aufwändig gewesen (aber immer noch wesentlich einfacher als Mir+Unity fertigzustellen).

    So kann man jetzt mit 2-3 GNOME Shell-Erweiterungen Unity weitgehend nachbauen. Die Theme-API ist jetzt auch stabil, da wird es nicht mehr viele Probleme geben. Letztlich ist fällt die Entscheidung zwischen GTK und QT nicht wirklich ins Gewicht, wenn man eine "normale" Desktop-Umgebung bauen will (ohne "Konvergenz"). IMHO ist wesentlich relevanter, welche Umgebung (GNOME shell, Plasma, ...) man als Basis nimmt, dort steckt die Komplexität.

    Dazu kommt ev. noch die Bewertung, welchem Projekt (KDE/GNOME) man eher zutraut, als verlässliche Basis mit inkrementellen Verbesserungen zu dienen.

    Canonical musste/wollte jetzt schnell eine Entscheidung herbeiführen, damit 18.04 ein gutes LTS-Release mit neuen Desktop-Features wird. Damit hat Canonical etwa noch 3-4 Monate Zeit, um effektiv neues zu entwickeln. Nach 17.10 werden wohl kaum noch grundlegende Features hinzukommen. In diesem Zeitrahmen kann man ein paar GNOME Erweiterungen mit JavaScript+CSS umsetzen, so dass es Unity-ähnlich aussieht, aber keine neue Desktop-Umgebung bauen.

  5. Re: Warum nicht zu KDE? Unity 8 basiert(e) auf QT!

    Autor: honk 06.04.17 - 13:31

    Kubuntu gibt es ja immer noch, genauso wie KDE in den Ubuntu Paketquellen, man kann also auch unter Ubuntu KDE nutzend.

    Neben den Spannungen mit Teilen der KDE Community passt das KDE Entwicklungskonzept aber auch nicht zu Ubuntu. KDE ist mehr oder weniger eine Dauerbaustelle, die immer dem neusten Trend hinterher rennt aber Null Interesse an einer Langezeitunterstützung älterer Versionen hat. Damit ist KDE eigentlich nur für Distributionen mit Rolling Release oder sehr kurzen Releasecyclen geeignet, nicht aber für lange Supporträume von 3 oder 5 Jahren wie Canonical sie bei Ubuntu anbietet.

    KDE unter Ubuntu (oder auch Debian) war daher schon immer nie so optimal integriert und Bugs wurden kaum behoben.

    Als Ergänzung für Technik Enthusiasten ok, aber nicht als Standard Desktop für Produktivumgebungen.

    Da ist Gnome wirklich die naheliegest Wahl, da es durch die Unterstützung von RedHat von Haus aus entsprechend lange Supporträume bietet.

  6. Ist doch egal

    Autor: miauwww 06.04.17 - 13:46

    Es gibt doch genug DEs - und man kann alle problemlos selber wechseln / testen.

  7. Re: Warum nicht zu KDE? Unity 8 basiert(e) auf QT!

    Autor: regiedie1. 06.04.17 - 14:21

    Unity basierte nicht auf QuickTime, sondern auf Qt. </klugscheiß>

  8. Re: Warum nicht zu KDE? Unity 8 basiert(e) auf QT!

    Autor: eddie8 06.04.17 - 20:08

    Danke, ihr habt mit euren Argumenten sicher Recht!

    Irgendwie freut es mich auch: Was hat Gnome mit der Version 3 Kritik einstecken müssen, obwohl mir persönlich das Konzept sehr gut gefallen hat... Jetzt setzen 2 große Player mit Gnome auf den Default Desktop... kann Gnome nur gut tun.

  9. Re: Warum nicht zu KDE? Unity 8 basiert(e) auf QT!

    Autor: Proctrap 07.04.17 - 17:29

    Wobei Kubuntu auch LTS releases hat:
    http://www.kubuntu.org/getkubuntu/

    Und trotz seiner Macken bekommt mich doch keiner von KDE weg, am Ende machen se's doch wieder wett.

    ausgeloggt kein JS für golem = keine Seitenhüpfer

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