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Man hat keine Ressourcen?

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  1. Man hat keine Ressourcen?

    Autor: boerzel 03.11.11 - 17:44

    Hm.

    Bei Ubuntu /Canonical haben sie also nicht die Ressourcen, um Unity konfigurierbar zu machen?

    Was hätte Mark Shuttleworth dazu gesagt, wenn man während seines Ausfluges zur ISS festgestellt hätte, daß man doch nicht die Ressourcen habe, um ihn wieder zurück zu holen?

    Quo vadis, Ubuntu? Wäre ich ein Unternehmer mit 50 MitarbeiterInnen, der ernsthaft darüber nachdenkt, mit seinen Firmen-PCs zu Linux und dabei zu Ubuntu zu wechseln, und würde ich dann lesen, daß man bei Ubuntu eine Oberfläche namens Unity einführt, für deren Betreuung und Stabilisierung und Konfigurierbarkeit jedoch die Ressourcen fehlen, dann würde ich jedem, der mir Ubuntu Linux empfiehlt, einen ganz großen Vogel zeigen!

    Unity taucht nix, Gnome 3.2 ist unter Ubuntu höchst fehlerhaft, Ubuntu wirkt seit 10.10 völlig unausgereift und buggy. Wo soll das hinführen?

    Mal davon abgesehen, daß auch Gnome 3.2 mindestens von der Bedienung her ganz großer Käse ist.

    Weshalb bitte fühlten sich die Gnome-Macher gezwungen, das Rad neu zu erfinden?

    Anstelle das stabile Gnome 2.32 weiter zu entwickeln, bauen sie den Gnome3.x-Unfug, von dem sich nahezu alle langjährigen Linux-Anwender ebenso mit Grausen abwenden, wie von Unity auch.

    Quo vadis, Gnome?

    b.

  2. Re: Man hat keine Ressourcen?

    Autor: Benjamin_L 03.11.11 - 17:57

    Was genau funktioniert denn bei Gnome 3.2 unter Ubuntu nicht? Habe nichts gemerkt bisher.

  3. Re: Man hat keine Ressourcen?

    Autor: boerzel 03.11.11 - 18:08

    Benjamin_L schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was genau funktioniert denn bei Gnome 3.2 unter Ubuntu nicht? Habe nichts
    > gemerkt bisher.

    Tja, viele andere merken reichlich - man lese in den deutschen und englischen Ubuntu-Foren...

    Ich hab mir Ubuntu 11.10 angeschaut, und weder Unity, noch Gnome 3 konnten mich zum bleiben überreden, ich arbeite nun mit openSUSE 11.4 und dem alten Gnome 2.32.

    Doch selbst bei openSUSE werd ich in spätestens einem Jahr auf den Murks mit Gnome 3.x wechseln müssen - habe aber die Hoffnung, daß das Teil bis dahin soweit konfigurierbar ist, daß man praktisch die Bedienung des alten Gnome 2.32 zurück hat.

    Oder, daß Gnome 3.x sich, weils generell Unfug ist, selbst ins Knie schießt und die Anwender solange meutern, bis 2.32 wieder auflebt.

    Wie gesagt: was reitet die GNOME-Leute, das Rad neu zu erfinden?

    Ärgerlicher, sinnloser Murks ist das, nichts anderes.

    b.

  4. Gnome 2.x ist tot, es lebe LXDE

    Autor: Crass Spektakel 03.11.11 - 18:40

    Gnome 2.x ist tot. Es finden sich ja nichtmal Freiwillige um reine Bugfixes weiter zu warten.

    Ich für meinen Teil werde wohl versuchen mit Ubuntu12.04+Unity zurecht zu kommen aber wenns nicht klappt bin ich ganz schnell bei Debian+LXDE welches von Spirit her dem klassischen Unixdesktop am nähesten kommt - schlank, modular, wenig Dependencies. Das hat wenigstens noch Betreuer und ist so weit fertig daß keine bösen Überraschungen mehr drohen.

  5. Re: Gnome 2.x ist tot, es lebe LXDE

    Autor: Wahrheitssager 03.11.11 - 18:44

    > Ich für meinen Teil werde wohl versuchen mit Ubuntu12.04+Unity zurecht zu kommen aber wenns nicht klappt bin ich ganz schnell bei Debian+LXDE welches von Spirit her dem klassischen Unixdesktop am nähesten kommt - schlank, modular, wenig Dependencies. Das hat wenigstens noch Betreuer und ist so weit fertig daß keine bösen Überraschungen mehr drohen.

    Vergiss nicht Lubuntu das ebenfalls nen LXDE Desktop auf Basis von Ubuntu mit sich bringt.

  6. Re: Gnome 2.x ist tot, es lebe LXDE

    Autor: Crass Spektakel 03.11.11 - 18:48

    Lubuntu kenne ich aber wenn ich schon auf das Rundumgesamtpaket "Standard-Ubuntu" verzichten muß dann kann ich auch gleich zu Debian (zurück)wechseln.

    Debian6.0 hat bei mir viel Boden wieder gut gemacht, ich könnte sofort und ohne Jammern von Ubuntu zurück zu Debian. Und Debian ist nunmal die Wurzel aller .deb-Distributionen.

  7. Re: Man hat keine Ressourcen?

    Autor: sacridex 03.11.11 - 19:39

    Och troll dich...
    Du hast das Release Modell nicht verstanden.

  8. Re: Man hat keine Ressourcen?

    Autor: ubuntu_user 03.11.11 - 20:38

    boerzel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hm.
    >
    > Bei Ubuntu /Canonical haben sie also nicht die Ressourcen, um Unity
    > konfigurierbar zu machen?
    >
    > Was hätte Mark Shuttleworth dazu gesagt, wenn man während seines Ausfluges
    > zur ISS festgestellt hätte, daß man doch nicht die Ressourcen habe, um ihn
    > wieder zurück zu holen?
    >

    du hast keine ahnung vom entwickeln oder?
    aktuell dürfte da viel hardgecodet sein.
    wenn da irgendwo steht x=3 und man das konfigurierbar machen möchte, dann brauch man z.b. nen xml-parser, überprüfung auf fehlerhafte werte, tests, tests, tests

    wenn man dann noch ein generelles system haben möchte und nicht 1.000 configdateien dann braucht das auch planung. zumal dann auch weiterentwicklungen kommen die die hacks voraussetzen.

  9. Re: Man hat keine Ressourcen?

    Autor: Benjamin_L 03.11.11 - 22:08

    boerzel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Tja, viele andere merken reichlich - man lese in den deutschen und
    > englischen Ubuntu-Foren...

    Ich habe aber dich gefragt. Ich finde Gnome3 einen genialen Fortschritt, man kann damit effizienter und besser arbeiten. Ich komme damit super klar und will nicht wieder zurück. Für alle, die damit nicht klar kommen, wird es sicher bald Add-Ons geben, die den 2er Modus imitieren. Aber die Codebasis von 2.x ist tot, daran gibt es nichts zu rütteln.

  10. Re: Man hat keine Ressourcen?

    Autor: BLi8819 03.11.11 - 22:51

    Wenn Gnome 2.x so toll ist, kannst du ja dazu aufrufen es weiter zu entwickeln!
    Wenn es so viele Leute gibt, die Gnome 2.x so toll finden und das neue Gnome so doof, dann werden sich wohl auch genug Entwickler finden lassen. ;-)

  11. Re: Man hat keine Ressourcen?

    Autor: kmork 03.11.11 - 23:44

    Ich find es auch schwach, dass Canonical mit Unity die gefühlt hundertste Desktopumgebung aus dem Boden zu stampft und nun darauf kommt, dass die Ressourcen am Limit sind.

    Nichtsdestotrotz kann ich die hier geäußerte Kritik nicht nachvollziehen, von wegen dass man sich mit Gnome 3 und Unity quälen müsse. Mit einem kleinen Blick über den Tellerand findet nun wirklich jeder was für seinen Geschmack. Ich fänd es auch völlig daneben, Gnome 2.x weiterleben zu lassen, wo es bspw. Xfce und LXDE gibt, die imho weit besser sind als Gnome es je war.

  12. Re: Man hat keine Ressourcen?

    Autor: Anonymer Nutzer 04.11.11 - 04:59

    kmork schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich find es auch schwach, dass Canonical mit Unity die gefühlt hundertste
    > Desktopumgebung aus dem Boden zu stampft und nun darauf kommt, dass die
    > Ressourcen am Limit sind.

    Also komm, es ist ja wohl mehr als verständlich, dass Canonical jetzt eine eigene Desktopumgebung haben will. Die hätten die Einführung von Unity zwar ruhig um ein Jahr verschieben können, aber vermutlich wollten sie nicht, dass sich der neue Gnome-Desktop ungehindert etabliert. Der einzige Kritikpunkt an Unity ist (für mich) ohnehin die festsitzende Launchbar. Wenn man die loswerden könnte, wäre Unity für mich perfekt!

  13. Re: Man hat keine Ressourcen?

    Autor: DooMRunneR 04.11.11 - 09:36

    boerzel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Anstelle das stabile Gnome 2.32 weiter zu entwickeln, bauen sie den
    > Gnome3.x-Unfug, von dem sich nahezu alle langjährigen Linux-Anwender ebenso
    > mit Grausen abwenden, wie von Unity auch.

    Absoluter Käse den du da gerade von dir gibst.

    Bei 3.0 war der Aufschrei noch groß, einige Probleme wurden in 3.1 beseitigt, in 3.2 sind größtenteils die Kritiker schon verstummt.

  14. Re: Man hat keine Ressourcen?

    Autor: boerzel 04.11.11 - 11:36

    Moinsen alle,

    es ist nunmal so, daß ich seit 1988 mit PCs arbeite, etwas später dann auch beruflich, und es auch Hobby geblieben ist, und ich daher selbst schon ganz gut weiß, was ich als Anwender brauche, und was meine Bekannten und Kunden brauchen.

    Mag es sein, daß Gnome 3.x die Zukunft ist, ist es Unity auf gar keinen Fall. Ubuntu ist für mich daher abgehakt, weil die es einfach mit der Neueritis zu weit treiben und einfach zuviel fummeln am Linux, obwohl sie nicht genug Leute haben, um ihre Ideen auch stabil laufend umzusetzen. Mit der Erkenntnis kann ich derzeit und wohl bis auf weiteres niemandem mehr Ubuntu Linux empfehlen.

    Dankbar bin ich Ubuntu und seinen MacherInnen trotzdem, denn ohne deren gigantische Leistung als Wegbereiter eines einfacher zu benutzenden Linux-Desktop wäre das freie Betriebssystem heute nicht, wo es jetzt ist.

    Gnome geht weiter, auch in anderen Distributionen, und das ist gut so.

    Mag es sein, daß man/frau sich an Gnome 3.x gewöhnen kann, ich kanns derzeit zumindest nicht, und viele Bekannte und Kunden, die mit Linux arbeiten und schon älter sind, eben auch nicht.

    Klüger wäre es seitens Gnome gewesen, wenn man die neuen Sachen schrittweise und auch dadurch stabil eingeführt hätte, aber per Hauruck-Verfahren, wie es geschehen ist, ist es nicht gut.

    Ja, ich hoffe, daß sich in den nächsten Wochen und Monaten genügend findige Leute die freundliche Mühe machen, Patches zu entwickeln für Gnome 3.x, damit man weitestgehend wieder die herkömmliche Bedienungsweise zurück erhält und dadurch dann doch noch auf Gnome 3.x wechseln kann.

    Warum ich das selbst nicht tue?

    Ich kann es nicht, habe noch nie in meinem Leben eine Zeile programmiert, weil ich von Mathe und solchen Sachen keine Ahnung habe.

    Ich bin ein guter Schrauber, kann gut Systeme installieren und gebrauchsfertig einrichten und kann gut Leute schulen. Das reicht mir auch, damit hab ich genug zu tun und bin zufrieden damit.

    Jedoch kenne ich z.B. niemanden, der/die mit einem Smartphone oder Tablet ins Internet geht und dafür auch noch sowas wie Unity oder eben Gnome 3.x braucht.

    Mögen Smartphones und Tablets die Zukunft sein - ich und viele andere aus meinem Bekannten- und Kundenkreis haben sich solche Teile noch nicht mal näher angeschaut, weil wir sie nicht brauchen. Ich hab zwar, weils ein Geschenk war, derzeit noch ein Smartphone, telefoniere und simse damit aber nur, Internet ist deaktiviert, denn dafür hab ich zuhause und im Büro PCs.

    Tja, und was mich an den ach so tollen Smartphones am meisten stört: ist man draussen an der frischen Luft, sieht man das Display nicht mehr, und wir sind hier jetzt mit mehreren, die sich gute Mobil-Tastaturtelefone kaufen, damit wir wieder gescheit mobil kommunizieren können - eben telefonieren und simsen über echte Tasten, und ohne Internet-Zugang, Unity und ähnlich für uns völlig überflüssigen Murks.

    ;-)

    b.

  15. Re: Man hat keine Ressourcen?

    Autor: DooMRunneR 04.11.11 - 12:54

    boerzel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Moinsen alle,
    >
    > es ist nunmal so, daß ich seit 1988 mit PCs arbeite, etwas später dann auch
    > beruflich, und es auch Hobby geblieben ist, und ich daher selbst schon ganz
    > gut weiß, was ich als Anwender brauche, und was meine Bekannten und Kunden
    > brauchen.

    Genau das gleiche Problem hatte ich am anfang mit den Beta Releases von Gnome 3.
    Da ich den Desktop nun aber seit rund 1 Jahr durchgehend jeden Tag verwende habe ich mich schon vollkommen daran gewöhnt und die Vorteile von Gnome 3 lieben gelernt.

    Beim Majo-Release von Gnome 2 ist ebenfalls das große Jammern durch die Community gegangen, hauptsächlich wegen den vielen Konfigurationsmöglichkeiten die man beim Sprung von Gnome 1 auf Gnome 2 aus dem System entfernte. Vieles was man dann in Gnome 2 vermisste ist später besser und benutzerfreundlicher integriert worden, zwar bei weitem nicht alles, aber doch einiges.

    > Mag es sein, daß Gnome 3.x die Zukunft ist, ist es Unity auf gar keinen
    > Fall. Ubuntu ist für mich daher abgehakt, weil die es einfach mit der
    > Neueritis zu weit treiben und einfach zuviel fummeln am Linux, obwohl sie
    > nicht genug Leute haben, um ihre Ideen auch stabil laufend umzusetzen. Mit
    > der Erkenntnis kann ich derzeit und wohl bis auf weiteres niemandem mehr
    > Ubuntu Linux empfehlen.

    Ubuntu war bei mir noch niemals ein wirkliches Thema, (immer schon RPM basierte Syteme verwendet).
    Jedoch habe ich es auch mal ausprobiert und für meine Zwecke als nicht ausreichent erklärt.
    Das hatte nichts mit Ubuntu an sich zu tun, nur ist mir eine private Systemumgebung die beinahe gleich ist wie meine Arbeitsumgebung viel viel lieber um mich nicht mit zwei verschiedenen Konzepten rumzuschlagen. (Hierbei geht es um das System ansich, nicht um einen Desktop da ich als Server-Admin keine Desktops sehen will ;) )

    Auch beim umstieg auf Unity habe ich mir Ubuntu nochmals kurz angesehen und war eigentlich recht enttäuscht.
    Die Usability und der Aufbau sind stark ähnlich zu Gnome 3 und ich frage mich heute noch warum Ubuntu den Linux-Desktop noch stärker fragmentiert anstatt Man-Power in Gnome 3 zu stecken.

    Nun stoßen sie an ein Problem das schon lange bekannt ist, die Userbase von Ubuntu ist im Linuxumfeld beinahe einzigartig, die Developerbase jedoch nicht, darunter leidet die Qualität, speziell bei Projekten die nur Ubuntu-Spezifisch sind.

    > Dankbar bin ich Ubuntu und seinen MacherInnen trotzdem, denn ohne deren
    > gigantische Leistung als Wegbereiter eines einfacher zu benutzenden
    > Linux-Desktop wäre das freie Betriebssystem heute nicht, wo es jetzt ist.

    Da gebe ich dir nur teilweise recht, Ubuntu wurde zwar immer einfacher, andere Distributionen zogen jedoch mit ihrer Benutzerfreundlichkeit nach oder waren zum teil sogar vor Ubuntu mit speziellen Tools und Abläufen am start. (Siehe z.b. Graphische installer, den Suse lange vor Ubuntu hatte)

    > Gnome geht weiter, auch in anderen Distributionen, und das ist gut so.

    Absolut.

    > Mag es sein, daß man/frau sich an Gnome 3.x gewöhnen kann, ich kanns
    > derzeit zumindest nicht, und viele Bekannte und Kunden, die mit Linux
    > arbeiten und schon älter sind, eben auch nicht.

    Siehe Anfang meines Posts.
    Ich kann mich gut an die Umstellungen von Mac OS 9 auf OS X errinnern, für einige war das ein Horror, heute weint keiner mehr dem OS 9 Desktop nach. So ähnlich wird es wohl bald auch von Windows 7 auf Windows 8 aussehen. Den Alternativen Desktop von Windows 8 schon geshen (also nicht die Windows Phone-Desing Oberfläche)? Hat mit einem normalen Windows 7 Desktop auch nicht mehr viel gemeinsam.

    > Klüger wäre es seitens Gnome gewesen, wenn man die neuen Sachen
    > schrittweise und auch dadurch stabil eingeführt hätte, aber per
    > Hauruck-Verfahren, wie es geschehen ist, ist es nicht gut.

    Gnome wurde oft nachgesagt zu wenig innovativ zu sein, sich auf alten Desktop-Modellen auszuruhen, nicht genug innitiative im Design bereich zuzulassen.

    Darauf hin wurde das Gnome 3 Projekt ins leben gerufen, bei dem jeder, auch "Nicht-Programmierer", mitarbeiten konnte. Es wurden viele Umfragen gemacht zu Designfragen, Klopapierlange diskussionen auf den Mailinglisten geführt.
    Jeder hatte die möglichkeit seinen "Senf" dazu zu geben.

    Am Ende hat man sich für einen harten Release-Übergang entschieden.

    > Ja, ich hoffe, daß sich in den nächsten Wochen und Monaten genügend findige
    > Leute die freundliche Mühe machen, Patches zu entwickeln für Gnome 3.x,
    > damit man weitestgehend wieder die herkömmliche Bedienungsweise zurück
    > erhält und dadurch dann doch noch auf Gnome 3.x wechseln kann.

    Die gibt es jetzt schon. http://piecesoflint.wordpress.com/2011/04/06/how-to-tweak-gnome-3-to-your-needs/
    Ist aber meines erachtens nach am Ziel vorbei, ein Markt und dessen Technologien bewegen sich, man kann nicht immer den alten Dingen nachweinen.

    > Jedoch kenne ich z.B. niemanden, der/die mit einem Smartphone oder Tablet
    > ins Internet geht und dafür auch noch sowas wie Unity oder eben Gnome 3.x
    > braucht.

    Nur weil du niemanden kennst der soetwas nicht verwendet heist es nicht das es keiner braucht.
    Ich verwende meinen Tablet sehr wohl sehr oft fürs Internet, genau gleich wie mein Smartphone, ob ich dafür nun Gnome 3 oder Unity brauch ist jedoch wieder eine ganz andere Frage, man sollte aber für fortschritt offen sein sowie Erfindungen und Innovationen nicht vonherein als "schlecht" abtun.

    > Mögen Smartphones und Tablets die Zukunft sein - ich und viele andere aus
    > meinem Bekannten- und Kundenkreis haben sich solche Teile noch nicht mal
    > näher angeschaut, weil wir sie nicht brauchen. Ich hab zwar, weils ein
    > Geschenk war, derzeit noch ein Smartphone, telefoniere und simse damit aber
    > nur, Internet ist deaktiviert, denn dafür hab ich zuhause und im Büro PCs.

    Siehe einen absatz weiter oben ;)

    > Tja, und was mich an den ach so tollen Smartphones am meisten stört: ist
    > man draussen an der frischen Luft, sieht man das Display nicht mehr, und
    > wir sind hier jetzt mit mehreren, die sich gute Mobil-Tastaturtelefone
    > kaufen, damit wir wieder gescheit mobil kommunizieren können - eben
    > telefonieren und simsen über echte Tasten, und ohne Internet-Zugang, Unity
    > und ähnlich für uns völlig überflüssigen Murks.

    Für euch vielleicht, ja....
    Neue Smartphones haben kraftvolle Displays die auch bei Sonneneinstrahlung gut ablesbar sind, es gibt auch welche mit Hardware-Tastatur unter einem Touchscreen zum ausfahren, sowie Smartphones im alt bekannten Blackberry Block Design.

    Grüße



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.11.11 12:56 durch DooMRunneR.

  16. Re: Man hat keine Ressourcen?

    Autor: boerzel 04.11.11 - 14:39

    Moinsen DooMRunneR,

    danke für Deine Zeilen. Sicherlich hat jede/r einen anderen Blickwinkel auf dies und jenes, und das ist ja auch gut so.

    Hätten die Gnome-Macher gesagt: ok, wir machen was Neues, aber wir treten das Altbewährte nicht abrupt in die Tonne, wäre es ok gewesen.

    Aber einfach so knallhart einen völlig neuartigen Desktop einführen?

    Viele Menschen arbeiten mit dem PC unter Linux und Gnome täglich, und haben einfach gar nicht die Zeit, sich tagelang neben der Arbeit in einen neuen und viel zu verspielten und damit unnötigen Desktop einzuarbeiten.

    Tja und der "Markt"? Heute schreit alles, daß es nach dem "Markt" gehen müsse. Was fürn "Markt"? Das ist doch nur eine billige Befriedigung der Wünsche von bestimmten Herstellern.

    Was zählt, ist nicht der "Markt", sondern die Anwender. Die Menschen, die Linux auf ihren PCs benutzen, die und deren Wünsche allein zählen. Und die wollen in der Masse funktionierende, aussagekräftig anzuwendende Desktops unter Linux, und kein billiges Nachäffen von Windows 8.

    Wenn ich allein schon lese, daß man künftig wieder alles per Tastatur machen und mir dann hunderte Tastaturbefehle einprägen soll, kann ich nur den Kopf schütteln und lachen - denn ich bin ein Mausschubser, der die Tastatur zum Tippen von Zeilen wie diesen benötigt, aber für mehr nicht.

    Gnome 3.x wird, so es denn scheitert, eben daran scheitern, daß man herging, und neben Techniker und Programmierern auch irgendwelche Designer mit dazu ließ, und vor allem alles ewig lang durchsabbelte, anstelle einfach die 2.32 weiter zu entwickeln. Zu viele Laien-Köche verderben jeden Brei...

    "Der Markt" ist eine neoliberal-kapitalitische Aussage (ohne das jetzt Dir gegenüber wertend zu meinen) und sowohl Neoliberalismus, als auch Kapitalismus sind doch grandios gescheitert, wie man nicht zuletzt auch gerade an der Euro-Kacke und Griechenland sieht und an der Tatsache, daß die Industrienation Deutschland mit weit über zwei Billionen Euro verschuldet ist und weit über 20 Millionen tatsächlicher Erwerbsloser hat, die keine Jobs mehr bekommen, was wiederum den deutschen Binnenmarkt zerstört hat, und was dadurch mit zu den Billionen-Schulden beiträgt.

    "Märkte" sind Bullshit.

    Die Menschen sind es, die zählen, nicht irgendwelche spinnerten "Märkte", die eh meist nur in den zusammengelogenen Bilanzen irgendwelcher Hauruck-Hirngespinst-Unternehmen eine zunehmend lächerliche Rolle spielen, weil diese Läden nur zu oft schneller in der Pleite versinken, als sie gegründet werden...

    Scheißt auf "Märkte", berücksichtigt die Menschen.

    b.

  17. Re: Man hat keine Ressourcen?

    Autor: DooMRunneR 04.11.11 - 17:09

    boerzel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Moinsen DooMRunneR,
    >
    > danke für Deine Zeilen. Sicherlich hat jede/r einen anderen Blickwinkel auf
    > dies und jenes, und das ist ja auch gut so.
    >
    > Hätten die Gnome-Macher gesagt: ok, wir machen was Neues, aber wir treten
    > das Altbewährte nicht abrupt in die Tonne, wäre es ok gewesen.

    Naja, dadurch hätte man das gleiche Problem wie bei einem möglichen Gnome 2 Fork, man teilt Programmierresourscen auf 2 Projekte was wiederrum Gnome 3 beim vorankommen schadet.

    Intelligenter wäre es wenn sich die XFCE Community den gefrusteten Gnome 3 Usern annehmen würde da XFCE auf GTK2 basiert und mit nicht all zu großem Aufwand an ein Gnome 2 Look and Feel angepasst werden kann.

    > Aber einfach so knallhart einen völlig neuartigen Desktop einführen?

    Da hat man nun das Problem, wie weit will man mit Gnome 3 gehen? Dabei entschied man sich für "ganz oder garnicht".

    > Viele Menschen arbeiten mit dem PC unter Linux und Gnome täglich, und haben
    > einfach gar nicht die Zeit, sich tagelang neben der Arbeit in einen neuen
    > und viel zu verspielten und damit unnötigen Desktop einzuarbeiten.

    Schau dir doch wie gesagt XFCE an, es gibt auch einige Distributionen die zur Zeit noch Gnome 2 weiterpflegen, es wird jedoch sicherlich bald in Vergessehneit geraten.

    > Tja und der "Markt"? Heute schreit alles, daß es nach dem "Markt" gehen
    > müsse. Was fürn "Markt"? Das ist doch nur eine billige Befriedigung der
    > Wünsche von bestimmten Herstellern.

    Das mit dem Markt hast du wohl etwas in den falschen Hals bekommen, wurde aber auch wirklich blöd von mir formuliert, vorallem in bezug auf ein OSS Projekt.

    Ich meine damit die Zustimmung/Ablehnung der Benutzer.
    Sollte Gnome 3 wirklich aus Designgründen scheitern, wird der Entwicklungsbeitrag stark zurückgehen und das Gnome Projekt wird sich gedanken machen müssen was hier falsch lief.

    Grüße

  18. Re: Man hat keine Ressourcen?

    Autor: boerzel 04.11.11 - 22:26

    Moinsen @all,

    grad habe ich mir hier auf golem.de das Video über Gnome 3 angesehen, und mich packte das Grausen.

    In dem Video wird gezeigt, daß Gnome 3 Daten und Informationen so verknüpft, daß darauf die wiederum so (aus meiner Sicht) bescheuerte Sozialnetzworks wie Feesbuk o.ä. zugreifen können - genauso, wie unter Windows 7.

    Was reitet da die Gnome-Leute?

    Ich benutze Linux gerade deshalb, weil Windows so furchtbar unsicher und lückenhaft ist und eben solchen Spionageteilen wie Feesbuk und Konsorten Tor und Tür, Bits und Bytes weit öffnet - und genau sowas will ich nicht, wollen viele nicht, die Linux nutzen. Und Bullshit wie Feesbuk nutze ich natürlich auch nicht.

    Aber nööö, Gnome 3 macht es nun möglich, daß man auch unter Linux verknüpft und per Feesbuk und Co. ausgeholt wird - logische Frage also: lässt sich dieser Sch..ß, also der Datenverküpfungsunfug unter Gnome 3 deinstallieren, so daß die eigenen Daten eben nicht mit Hinz und Kunz, Kreti und Pleti, Bund, Trojaner, Feesbuk und Internet und was weiß ich noch mit wem verknüpft werden?

    Mann, Mann, Mann, was soll das werden? Der große Gnome-Kotau vor Windows?

    Es geht hier also nicht nur um Frust, DooMRunneR, sondern viele scheinen noch gar nicht bemerkt zu haben, daß Gnome 3 alle Voraussetzungen bietet, sie unter Linux ebenso auszuspionieren, wie das bei Windows längt der Fall ist. Dank dem Video hier auf golem.de weiß ich es wenigstens jetzt...

    Mir stehen die wenigen Haare, die ich noch aufm Kopp habe, steil ab zu Berge.

    XFCE hab ich mit drei verschiedenen Distris (Xubuntu, LMDE mit XFCE und openSUSE mit XFCE) ausprobiert, aber es ist für jene, die professionell tagtäglich mit dem PC arbeiten müssen, einfach zu buggy.

    Panels kommen und gehen, Icons und die XFCE-eigenen Programme tun dasselbe usw., und Lösungen gibts dafür keine - wobei sich mir der Eindruck aufdrängt, daß die Leute, die XFCE machen, nicht im schlimmsten Alptraum damit rechneten, als Ersatz für Gnome 2.32 herhalten zu müssen, und deshalb nun von den vielen Fehlermeldungen aus aller Welt zu XFCE schier überrannt werden.

    Wohlgemerkt: XFCE ist ein geiles Teil, ich mag es sehr. Aber ich muß mit dem PC eben arbeiten, er ist nur zu einem kleinen Teil für Hobby und Freizeit da. Und da muß halt alles funktionieren, täglich basteln und nach Bugfixes suchen ist da nicht machbar. Deshalb habe ich openSUSE 11.4 mit Gnome 2.32 am Laufen und bleibe auch erstmal dabei.

    By the way: ich habe die letzten Tage und Wochen in meiner spärlichen Freizeit viel über Gnome 3 gelesen, im Internet, und auch in einigen Fachzeitschriften.

    Nichts davon, aber wirklich gar nichts davon begeistert mich.

    Nee, mich graust es.

    Vielleicht sollte die Gnome3-Macher überlegen, auf Jahrmärkten so eine Gruselshow für Computeranwender anzubieten, wo sie dann Gnome 3.x laufen lassen...

    ;-)

    Grüsse
    b.

    P.S.:
    Was mir vor allem gar nicht verständlich wird, ist, wie man mit solch abrupten und harten Schnitten in die Bedienung einer langjährig bewährten Desktop-Oberfläche wie Gnome neue Anwender für Linux gewinnen will.

    Windows 7 wird von vielen allein schon wegen dem völlig bescheuerten neuen Startmenü angelehnt - und dann schrieb jemand ein kleines Programm namens Classic Start Menue, und hat damit seither Bombenerfolg. Hätte er das Teil nicht als Freeware, sondern als Kommerzware für nur 10.- Euro oder so angeboten, wäre er heute reich.

    Das gilt für vieles andere unter Windows 7 auch. Wenn also der neumodische Unsinn schon unter Windows 7 nicht funktioniert, weil ihn die große Masse der User ablehnt (mal von einigen Smartphone/Tablet-Yusies abgesehen), wie soll dann ein ähnlicher Quatsch unter Linux mit Gnome 3 klappen???

    Ich sage: Gnome 3 erweist Linux einen Bärendienst.

  19. Re: Man hat keine Ressourcen?

    Autor: BLi8819 05.11.11 - 00:18

    Dir ist schon klar, dass du die Funktion in Gnome drei nicht nutzen musst (und zum Nutzen musst du es erst autorisieren)?
    Und ich weiß gar nicht was du da unter Windows meinst?

    Und anstatt von Gnome 3 zu lesen, solltest du es einfach mal selber ausprobieren.

    Die große Masse lehnt Windows 7 zudem auch nicht ab. Das ist wohl deine subjektive Einschätzung.

    Aber du kannst ja weiter auf deine Vorurteile beharren. Mehr ist das nicht, was du hier von dir gibst.

    Gnome3 hat positive sowie negative Seiten. Ebenso Windows 7. Ein Schwarz Weiß Denken ist da fehl am Platz.

  20. Re: Man hat keine Ressourcen?

    Autor: Hello_World 05.11.11 - 01:28

    DooMRunneR schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Neue Smartphones haben kraftvolle Displays die auch bei Sonneneinstrahlung
    > gut ablesbar sind
    Kann man aber trotzdem nicht vernünftig lesen, weil sie nicht entspiegelt sind und man mehr von der Umgebung sieht als von den Inhalten, die dargestellt werden.

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  2. Buffer Overflow Exim-Sicherheitslücke beim Verarbeiten von TLS-Namen
  3. Sicherheitslücke Buffer Overflow in Dovecot-Mailserver

Jobs: Spielebranche sucht Entwickler (m/w/d)
Jobs
Spielebranche sucht Entwickler (m/w/d)

Die Hälfte aller Gamer ist weiblich. An der Entwicklung von Spielen sind aber nach wie vor deutlich weniger Frauen beteiligt.
Von Daniel Ziegener

  1. Medizinsoftware Forscher finden "rassistische Vorurteile" in Algorithmus
  2. Mordhau Toxische Spieler und Filter für Frauenhasser

Minikonsolen im Video-Vergleichstest: Die sieben sinnlosen Zwerge
Minikonsolen im Video-Vergleichstest
Die sieben sinnlosen Zwerge

Golem retro_ Eigentlich sollten wir die kleinen Retrokonsolen mögen. Aber bei mittelmäßiger Emulation, schlechter Steuerung und Verarbeitung wollten wir beim Testen mitunter über die sieben Berge flüchten.
Ein Test von Martin Wolf


    1. Datendiebstahl: Facebook warnt eigene Mitarbeiter erst nach zwei Wochen
      Datendiebstahl
      Facebook warnt eigene Mitarbeiter erst nach zwei Wochen

      Nach dem Diebstahl von Festplatten mit unverschlüsselten Gehaltsabrechnungen und persönlichen Daten hat sich Facebook laut einem Medienbericht offenbar sehr viel Zeit gelassen, die betroffenen Mitarbeiter zu informieren.

    2. Ultimate Rivals: Apple Arcade eröffnet Sportspielreihe mit Hockey
      Ultimate Rivals
      Apple Arcade eröffnet Sportspielreihe mit Hockey

      Eishockeylegende Wayne Gretzky gegen Fußball-Weltmeisterin Alex Morgan oder andere Sportstars: Das ist die Idee hinter einer neuen Sportspielserie auf Apple Arcade. Nach dem Hockey-Auftakt namens The Rink geht es im Frühjahr mit Basketball weiter.

    3. T-Mobile: John Legere warnt US-Richter vor Scheitern von Fusion
      T-Mobile
      John Legere warnt US-Richter vor Scheitern von Fusion

      Mehrere US-Bundesstaaten kämpfen gegen die Fusion von Sprint mit T-Mobile in den USA. Dessen Chef John Legere hat sich jetzt bei der Gerichtsverhandlung zu dem Thema geäußert - aber die Aktionäre verlieren offenbar die Geduld.


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