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Eine klare Strategie gibt es für Snaps ja leider nicht mehr.

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  1. Eine klare Strategie gibt es für Snaps ja leider nicht mehr.

    Autor: brotiger 17.12.18 - 16:02

    Snaps sind so ein Überbleibsel aus der Zeit, als Canonical noch Mobilgeräte, Server, Desktops, Embdedded etc. unter einen Hut bringen wollte. Die Zeiten sind vorbei. Seitdem wird das ganze Snap-Ökosystem mehr oder weniger "nebenbei" vom Desktop-Team gepflegt, welche aber auch keine großen Pläne mehr dafür haben. Kein Wunder, das Desktop-Team besteht ja nur noch aus einer Handvoll Leuten. Die haben immer noch genug damit zu tun, den Umstieg von Unity auf GNOME abzufedern. Snaps sind zu einer Art "glorifiziertem Tarball" für alle jene Nutzer verkommen, welche eine neuere Version eines einzelnen Paketes benötigen oder Software installieren wollen, welche im Debian/Ubuntu-Paketarchiv nicht existiert. Während Canonical weiterhin wie gehabt die gesamte Distribution auf DEB-Pakete aufbaut.

    Einen Umstieg auf "All Snaps", wie vor wenigen Jahren noch angekündigt, wird es nicht mehr geben. Die ganzen ehemaligen Vorteile (Sicherheit, Confinement, keine Abhängigkeiten etc.) von Snaps sind in der Praxis dahin. Der einzige verbleibende Vorteil ist die Tatsache, dass als Snaps ausgelieferte Anwendungen in einer virtuellen Umgebung laufen, in welcher das virtuelle Basis-System ("core"-Snap) immer das selbe ist, egal, welche Version welcher Distribution der Nutzer gerade tatsächlich benutzt. Für Anwendungsentwickler ist das schon nett. Allerdings basiert das core-Snap immer noch auf Ubuntu 16.04 und es gibt nicht mal eine ordentliche Entwicklungsumgebung, mit welcher man Snaps unter neueren Ubuntu-Versionen bauen könnte. Die allermeisten Snaps im Store werden bereits nicht mehr gepflegt.

    Bei Flatpak sieht es da halt eben ganz anders aus. Da gibt es eine klare Strategie (Fedora Atomic), eine klare Notwendigkeit (Fedora Atomic braucht zwingend Flatpak), ein klares und offenes Design (jeder kann sein eigenes Flatpak-Repository betreiben, aber nur Canonical den Snap Store) und zielgerichtete Weiterentwicklung.

  2. Re: Eine klare Strategie gibt es für Snaps ja leider nicht mehr.

    Autor: birdy 17.12.18 - 16:18

    Die Frage ist nicht ob, sondern wann Ubuntu von Snap auf Flatpack umschwenkt.
    Ich vermute mal es wird 2020 so weit sein.

  3. Re: Eine klare Strategie gibt es für Snaps ja leider nicht mehr.

    Autor: bionade24 17.12.18 - 16:25

    Auch warum Snap proprietär sein muss, ist für mich unverständlich. Ich mag zwar auch Flatpak nicht, aber wenigstens sollen sie sich mal einigen.

    Bitte BBCode nutzen und nicht einfach Links reinpasten, wir sind hier schließlich in einem IT-Forum!

  4. Re: Eine klare Strategie gibt es für Snaps ja leider nicht mehr.

    Autor: Kmartinho8 17.12.18 - 19:46

    Snapcraft und snapd sind beide oss

    Es gibt mehrere stores, musst es einfach hosten...

    Probiere einfach snapcraft aus anstatt halb wahrheiten

  5. Re: Eine klare Strategie gibt es für Snaps ja leider nicht mehr.

    Autor: bionade24 17.12.18 - 21:23

    Dies ist der einzige Artikel der etwas über deinen eigenen "Snap Store" erzählt. In Wahrheit ist das aber lediglich ein Snap mit nem Webserver drin, auf dem du natürlich deine hosten konntest. Auch wurde das Github repo entfernt:
    >snapstore was a minimalist example of a "store" for snaps, but is not compatible with the current >snapd implementation. As a result I have removed the contents here to avoid further confusion.
    Also ist der Snap Store proprietär, dessen Source Code nirgendwo zu finden. Damit hast du getrollt und ich nicht, wie im anderen Thread empfehle ich dir genauer zu lesen bevor du Personen beschimpfst. Außerdem hast du wohl auch überlesen, dass ich Snap benutzt habe.

    Bitte BBCode nutzen und nicht einfach Links reinpasten, wir sind hier schließlich in einem IT-Forum!

  6. Re: Eine klare Strategie gibt es für Snaps ja leider nicht mehr.

    Autor: Tamaskan 17.12.18 - 23:54

    Kmartinho8 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Snapcraft und snapd sind beide oss
    >
    > Es gibt mehrere stores, musst es einfach hosten...

    Theoretisch hast du Recht, allerdings kann snap nicht mit mehreren Repositories/Stores umgehen. Man kann also nicht gleichzeitig den Snap Store von Canonical und einen alternativen Store benutzen. Es heißt entweder oder. Und bisher hostet soweit ich weiß niemand einen alternativen Snap Store.

    Flatpak hingegen ist von Anfang an auf mehrere Repositories ausgelegt. Du kannst Flathub benutzten, musst es aber nicht. LibreOffice etwa betreibt ein eigenes Flatpak-Repository. Das ist klar das technisch bessere Konzept.

    Für Snap spricht hingegen die größere Verbreitung, da es einfach sehr viele Ubuntu-Installationen gibt, und es gibt auch mehr Snaps als Flatpaks weil die Software-Hersteller sich eher auf Ubuntu konzentrieren.

  7. Re: Eine klare Strategie gibt es für Snaps ja leider nicht mehr.

    Autor: Tamaskan 17.12.18 - 23:58

    birdy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Frage ist nicht ob, sondern wann Ubuntu von Snap auf Flatpack
    > umschwenkt.
    > Ich vermute mal es wird 2020 so weit sein.

    Snap-Anwendungen kann man gegen Geld kaufen und man muss dafür den Store von Canonical benutzen, wodurch sie Provisionen verdienen. Das haben sie schon mal versucht mit dem Software Center, damals waren es Debian-Pakete, die in per HTTP-Auth abgesicherten APT-Repositories lagen, damit man sie nicht einfach so herunterladen kann.

    Ein Umstieg auf Flatpak wird also erst erfolgen, sobald man damit irgendwie Bezahlanwendungen umsetzen kann und zwar so, dass Canonical mitverdient. Die wollen einfach unbedingt das lukrative Geschäftsmodell von Apple und Google übernehmen.

  8. Re: Eine klare Strategie gibt es für Snaps ja leider nicht mehr.

    Autor: birdy 18.12.18 - 07:49

    Tamaskan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein Umstieg auf Flatpak wird also erst erfolgen, sobald man damit irgendwie
    > Bezahlanwendungen umsetzen kann und zwar so, dass Canonical mitverdient.
    > Die wollen einfach unbedingt das lukrative Geschäftsmodell von Apple und
    > Google übernehmen.

    Da Canonical "den Client" (Desktop/Mobile/...) als Geschäftsfeld aufgegeben hat, glaube ich das nicht. Die Zeiten wo Mark Shuttleworth solche Projekte "ewig" vor-finanziert sind vorbei. Er (und sein Geld) ist mittlerweile schon längst bei "Cloud" und "IoT".

  9. Re: Eine klare Strategie gibt es für Snaps ja leider nicht mehr.

    Autor: brotiger 18.12.18 - 09:56

    birdy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Frage ist nicht ob, sondern wann Ubuntu von Snap auf Flatpack
    > umschwenkt.
    > Ich vermute mal es wird 2020 so weit sein.

    Ich denke auch, dass 2020 eine große Entscheidung fällig sein wird. Dann wäre schließlich ganz einfach 20.04 LTS fällig, welches wieder bis 2025 gepflegt werden muss. Entweder steigt Canonical endgültig aus und der Desktop wird nur noch ein von der Community gepflegter Spin. Oder sie pflegen den Desktop aus strategischen Gründen weiter, so wie Red Hat, geben aber die ganzen sinnlosen Eigenentwicklungen auf. Immerhin hinken Snaps jetzt schon massiv hinter Flatpaks her. Im Flatpak-Umfeld wird beispielsweise sehr viel für Sicherheit getan, siehe Portals, Wayland, PipeWire und so weiter. Canonical hat in der Richtung nichts mehr gemacht oder übernimmt höchstens einfach die existierende Arbeit von Flatpak, während die Entwickler von Snap-Paketen sowieso einfach den "Classic"-Mode wählen und damit die ganze Isolierung umgehen. Damit pervertiert man den ganzen Sinn von Snaps und degradiert diese halt wirklich nur noch zu besseren Tarballs.

    Die GNOME-Entwickler beginnen auch zunehmend damit, die ganzen für Flatpak entwickelten Funktionen auch zu nutzen. Irgendwann ist das dann so wie damals mit systemd. Man kann zwar glauben, dass es auch ohne geht, aber die Anwendungsentwickler schaffen einfach Fakten und setzen das Vorhandensein der Funktionen voraus. Letztendlich wird es Snaps so gehen wie Unity. Man kann nicht auf Dauer ganz alleine an irgendwas basteln. Eigentlich hatte ich gehofft, dass Shuttleworth das mittlerweile verstanden hat.

    Kmartinho8 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt mehrere stores, musst es einfach hosten...

    Nein, gibt es nicht. Man kann eine Umgebungsvariable setzen und den lokalen Client auf einen anderen HTTP-Endpunkt umbiegen, aber weder kann Snap mit mehreren Stores umgehen, noch gibt es freien Quellcode für einen Store oder einen gepflegten alternativen Store.

    Tamaskan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Snap-Anwendungen kann man gegen Geld kaufen und man muss dafür den Store
    > von Canonical benutzen, wodurch sie Provisionen verdienen.

    ...in der Theorie. Der Client kennt zwar das Kommando "snap buy", aber es gibt keine Snaps, welche man kaufen könnte, und ich bin mir nicht sicher, ob die Infrastruktur dafür überhaupt vollständig funktionieren würde.

    birdy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da Canonical "den Client" (Desktop/Mobile/...) als Geschäftsfeld aufgegeben
    > hat, glaube ich das nicht. Die Zeiten wo Mark Shuttleworth solche Projekte
    > "ewig" vor-finanziert sind vorbei. Er (und sein Geld) ist mittlerweile
    > schon längst bei "Cloud" und "IoT".

    Ja. Canonical Group Ltd. stand Ende 2017 mit 380 Millionen Dollar bei Shuttleworth und weiteren 108 Millionen Dollar bei den eigenen Tocherfirmen in der Kreide (Quelle: https://beta.companieshouse.gov.uk/company/06870835/filing-history/MzE5Mjk5ODg2OGFkaXF6a2N4/document?format=pdf&download=0). Shuttleworth wird auf ein Vermögen von 500 Millionen geschätzt. In dieser Situation begräbt halt auch der größte Philanthrop seine Ambitionen.

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