Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. OpenSource
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Ubuntu: Lenovo bietet Laptops mit…

Linux? Ähm nein.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Linux? Ähm nein.

    Autor: cpt.dirk 22.06.19 - 18:05

    Linux auf einem Gemüseschneidbrett mit Nvidia on Board? Das ist reichlich sinnfrei und wenig nachhaltig.

    Außerdem: was ist der Sinn eines vorinstallierten "sauberen" OS von einem Hersteller, bei dem man davon ausgehen muss, dass er ab Werk BIOS-Trojaner verbaut? Sicher, der Hersteller spart Lizenzkosten, die er als Gewinn einstreichen kann, aber der User hat davon wenig Nutzen.

  2. Re: Linux? Ähm nein.

    Autor: ww 22.06.19 - 18:46

    Lieber die Trojaner von weit entferneten Mächten, als von der eigenen Regierung.

  3. Re: Linux? Ähm nein.

    Autor: cpt.dirk 22.06.19 - 18:51

    Ähm nein. Lieber Libreboot und gar keinen Trojaner.

  4. Re: Linux? Ähm nein.

    Autor: ww 22.06.19 - 19:32

    cpt.dirk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ähm nein. Lieber Libreboot und gar keinen Trojaner.


    Nun wenn Du Libreboot flashen kannst, bist Du bei einigen Lenovo-Modellen gut bedient und kannst das China-BIOS ohnehin ignorieren. Falls das gewählte Notebook Libreboot nicht unterstützt ist ein China-BIOS meiner Meinung nach dennoch die bessere Option als ein US-BIOS.

  5. Re: Linux? Ähm nein.

    Autor: sosohoho 22.06.19 - 20:26

    ww schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Falls das gewählte Notebook Libreboot nicht unterstützt ist ein China-BIOS meiner
    > Meinung nach dennoch die bessere Option als ein US-BIOS.

    Kannst Du das auch begründen, oder ist das einfach nur so ein unqualifiziertes flaming?

  6. Re: Linux? Ähm nein.

    Autor: cpt.dirk 22.06.19 - 23:42

    Nicht die Hardware unterstützt Libreboot sondern umgekehrt, wenn es denn der Fall ist.

    Ich hatte eine Diskussion mit jemandem, der meinte, USA sei "schlimmer als Russland"; als ich ihn fragte, wo er denn lieber hin auswandern, bzw. wo er politisches Asyl nehmen würde, wenn er es müsste. Als er sagte: USA, da habe ich ihn gefragt, und warum?

    Er konnte oder wollte es nicht beantworten, aber ich denke, ich weiß die Antwort: man muss im Allgemeinen doch um einiges mehr anstellen, um in USA richtig Ärger zu bekommen und nicht jedes Wort auf die goldene Waagschale legen, auch nicht in Zeiten von Trump.

    Aus ähnlichen Gründen ist wohl ein US-Bootkit auf Basis von Intel ME und UEFI / LoJack "weniger schlimm" als ein Pendant aus China oder Russland - wenn jemand wirklich den "Teufel-und-Beelzebub-Vergleich" strapazieren möchte.

  7. Re: Linux? Ähm nein.

    Autor: Niaxa 23.06.19 - 10:39

    Was wohl... ^^.

  8. Re: Linux? Ähm nein.

    Autor: halfzware 23.06.19 - 11:36

    sosohoho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ww schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Falls das gewählte Notebook Libreboot nicht unterstützt ist ein
    > China-BIOS meiner
    > > Meinung nach dennoch die bessere Option als ein US-BIOS.
    >
    > Kannst Du das auch begründen, oder ist das einfach nur so ein
    > unqualifiziertes flaming?
    Oben gute Argumente für die USA gegenüber Russland her China? Leben in China in den Städten ist toll, Lebensqualität ist hoch. Das Internet ist zensiert, also wird man vor Meinungsmache der großen Lobbys wie bei uns geschützt.

    Ganzobjektiv zum Thema aber,wer hat uns gehackt und überwacht wovon wir hundert Prozent wissen?die USA.

    China bestimmt auch aber sie haben wir nicht erwischt.

  9. Re: Linux? Ähm nein.

    Autor: Quaoar 23.06.19 - 12:15

    ww schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Falls das gewählte Notebook Libreboot nicht unterstützt ist ein China-BIOS
    > meiner Meinung nach dennoch die bessere Option als ein US-BIOS.

    Diese Frage lässt sich IMHO nicht so pauschal beantworten.

    Wenn der PC/Notebook beruflich genutzt wird und die wichtigste Konkurrenz aus China kommt, wäre mir ein US-BIOS lieber, weil mich das China-BIOS sicher nicht vor chinesischer Industrie-Spionage schützt. Sitzen meine wichtigsten Mitbewerber dagegen in den USA, verhält es sich genau gegenteilig.

    Bei rein privater Nutzung würde ich das China-BIOS vorziehen, sofern weder eine berufliche noch eine private China-Reise anstehen. Die Chinesen betreiben hierzulande hauptsächlich gezielte Industriespionage und keine Massenüberwachung von Privatpersonen. Und selbst wenn sie mal Daten absaugen, ist es unwahrscheinlich, dass mir daraus irgendwelche Nachteile entstehen.

    Bei unseren heimischen oder "befreundeten" Diensten sieht das anders aus. Da erregt jeglicher Non-Konformismus Argwohn und kann sehr wohl Folgen haben, wenn man z.B. im öffentlichen Dienst arbeitet oder als Selbstständiger an Projekten der öffentlichen Hand beteiligt ist.

  10. Re: Linux? Ähm nein.

    Autor: 1e3ste4 23.06.19 - 20:51

    ww schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Falls das
    > gewählte Notebook Libreboot nicht unterstützt ist ein China-BIOS meiner
    > Meinung nach dennoch die bessere Option als ein US-BIOS.

    Du glaubst also ernsthaft, die Notebook- und Mainboard-Hersteller würden die Firmware selbst entwickeln? Dafür gibts seit Jahrzehnten SDKs!

    Fun Fact: Es gibt nur eine handvoll BIOS-Firmware-Hersteller. Die vier größten: Award Software, American Megatrends, Phoenix und Insyde. Die ersten drei sind amerikanisch, Insyde taiwanesisch.

    Lenovo-Notebooks nutzen das Phoenix-BIOS. Das heißt bei deinen wilden Mutmaßungen, dass es auch im Chinesen-BIOS US-spezifische Backdoors gibt. China kann ja noch eigene hinzufügen...

  11. Re: Linux? Ähm nein.

    Autor: tomatentee 23.06.19 - 22:27

    Also mal davon ab, dass mir 24 Länder einfallen, in die ich lieber als in die USA auswandern würde (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Demokratieindex?wprov=sfti1), ist die Idee ja eine andere:

    Es ist spätestens seit Snowden klar, dass die USA versuchen, alle Infrastruktur derer sie habhaft werden können Die letzten NSA-Lücken haben das nochmal untermauert.

    Von Russland und China vermutet man (vulgo die USA) das nur. Ob und ich welcher Form da Hardware/Standards/Software manipuliert wird, kann man nur mutmaßen und muss sich da auf Prognosen der USA stützen, die in der Sache alles andere als Vertrauenswürding sind.

    Das logische Kalkül besteht also einfach darin, etwas zu nehmen, was verwanzt sein könnte, als etwas wovon man es mehr oder minder weiß.

    Dass mir persönlich weder die Amis, noch die Russen, noch die Chinesen an die Wäsche wollen tut da erstmal gar nichts zur Sache: Meine Rechner wären für die wohl stinklangweilig. Trotzdem mag ich das Gefühl nicht, dass jederzeit jemand mitlesen könnte.

  12. Re: Linux? Ähm nein.

    Autor: User_x 24.06.19 - 00:24

    Beim Bios oder warum nicht gleich beim OS wie Windows eh nach Hause funkt - und den Keylogger als Consumer Experience zur Verbesserung des Services wissentlich anpreist.

  13. Re: Linux? Ähm nein.

    Autor: cpt.dirk 26.06.19 - 16:32

    Das mag sein, in jenem Fall ging es aber explizit um die Frage: "lieber das eine oder das andere?" - ungeachtet der Frage, ob es noch "bessere" Optionen gibt.

    Das Aufdecken der global-konspirativen Operationen der US-Behörden durch Snowden war wohl auch nicht zuletzt der Tatsache geschuldet, dass dort für Whistleblower andere Möglichkeiten bestehen und dort (wenn auch mit Einschränkung) keine Schauprozesse und sofortiges "Verschwinden" wie in Russland oder China die Folge derartiger Vergehen sind; dass aus diesen Ländern bis dato keine ähnlichen Informationen bekannt wurden, sagt also kaum etwas aus.

    Vor allem ist die Zivilgesellschaft in den letztgenannten Ländern quasi nichtexistent, bzw. derartig machtlos gegenüber dem Staat, dass dieser mit Whistleblowern ("Verrätern") verfahren kann, wie es ihm beliebt. Anders in USA, wo nicht zuletzt durch öffentlichen Druck und weiterlaufende Verfahren, z. B. bei Manning, wenigstens eine vorzeitige Entlassung durch präsidialen Erlass möglich ist, bzw. wurde.

    So etwas kann man in weitaus repressiveren, bzw. totalitäreren Staaten wie den beiden o. g. getrost vergessen.

    Man muss v. a. im Falle Chinas auch daran denken, dass hier ein Großteil aller weltweit verwendeten Elektronik produziert wird - unter der Voraussetzung des "Technologietransfers" und natürlich vorwiegend mit inländischen Mitarbeitern. Es bedarf wohl keiner allzu lebhaften Phantasie, sich vorzustellen, welche Möglichkeiten sich durch die wohl fraglos vorhandenen staatlichen Agenten in solchen Produktionsstätten ergeben.

    Im Übrigen wurden bereits des Öfteren trojanisierte Smartphones und Notebooks chinesischer Produktion entdeckt, s. einschlägige Berichte in den IT-Foren und (Online-)Medien; ob diese nun US-nahe Propaganda sind, mag ein Jeder für sich selbst entscheiden.

    Man kann sich aber natürlich denken, das geleakte Sicherheitslücken in Hardware und BIOSsen auf dem Schwarzmarkt nicht nur von einer NSA eingekauft, bzw. davon entwickelt und eingeführt werden und man braucht sich keinen Illusionen hingeben, bezüglich einer vermeintlichen Unfähigkeit zum Reverseengineering von Backdoors und (Hardware-)Bugs durch Dritte.

    Es profitieren also zwangsläufig auch andere Akteure von (intentionalen) Sicherheitslücken.

  14. Re: Linux? Ähm nein.

    Autor: cpt.dirk 27.06.19 - 00:37

    Intel macht mit "vPro" auch nichts anderes - "Anti-Theft", "Identity-Protection", "Out-of-Band-Managing":
    https://www.intel.com/content/www/us/en/architecture-and-technology/vpro/vpro-platform-general.html
    https://www.intel.com/content/www/us/en/products/processors/core/core-vpro.html

    Ähnlich wie AMD sein DASH anpreist:
    https://www.amd.com/en/technologies/security-manageability
    https://developer.amd.com/tools-for-dmtf-dash/

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. BRUNATA-METRONA GmbH & Co. KG, München
  2. Computacenter AG & Co. oHG, verschiedene Standorte
  3. Mentis International Human Resources GmbH, Großraum Nürnberg
  4. Camelot ITLab GmbH, Mannheim, Köln, München

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 114,99€ (Release am 5. Dezember)
  2. ab 369€ + Versand
  3. täglich neue Deals bei Alternate.de


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Super Mario Maker 2 & Co.: Vom Spieler zum Gamedesigner
Super Mario Maker 2 & Co.
Vom Spieler zum Gamedesigner

Dreams, Overwatch Workshop und Super Mario Maker 2: Editoren für Computerspiele werden immer mächtiger, inzwischen können auch Einsteiger komplexe Welten bauen. Ein Überblick.
Von Achim Fehrenbach

  1. Nintendo Akku von überarbeiteter Switch schafft bis zu 9 Stunden
  2. Hybridkonsole Nintendo überarbeitet offenbar Komponenten der Switch
  3. Handheld Nintendo stellt die Switch Lite für unterwegs vor

Erneuerbare Energien: Die Energiewende braucht Wasserstoff
Erneuerbare Energien
Die Energiewende braucht Wasserstoff

Kein anderes Element ist so universell und dabei simpel aufgebaut wie Wasserstoff und das energiereiche Gas lässt sich aus fast jedem Energieträger gewinnen. Genauso vielseitig gestaltet sich seine Nutzung.
Ein Bericht von Jan Oliver Löfken

  1. Strom-Boje Mittelrhein Schwimmende Kraftwerke liefern Strom aus dem Rhein
  2. Speicherung von Überschussstrom Wasserstoff soll bei Engpässen helfen
  3. Energiewende DLR-Forscher bauen Kohlekraftwerke zu Stromspeichern um

In eigener Sache: Golem.de bietet Seminar zu TLS an
In eigener Sache
Golem.de bietet Seminar zu TLS an

Der Verschlüsselungsexperte und Golem.de-Redakteur Hanno Böck gibt einen Workshop zum wichtigsten Verschlüsselungsprotokoll im Netz. Am 24. und 25. September klärt er Admins, Pentester und IT-Sicherheitsexperten in Berlin über Funktionsweisen und Gefahren von TLS auf.

  1. In eigener Sache Zweiter Termin für Kubernetes-Seminar
  2. Leserumfrage Wie können wir dich unterstützen?
  3. In eigener Sache Was du schon immer über Kubernetes wissen wolltest

  1. TLS-Zertifikat: Gesamter Internetverkehr in Kasachstan kann überwacht werden
    TLS-Zertifikat
    Gesamter Internetverkehr in Kasachstan kann überwacht werden

    In Kasachstan müssen Internetnutzer ab sofort ein spezielles TLS-Zertifikat installieren, um verschlüsselte Webseiten aufrufen zu können. Das Zertifikat ermöglicht eine staatliche Überwachung des gesamten Internetverkehrs in dem Land.

  2. Ari 458: Elektro-Lieferwagen aus Leipzig kostet knapp 14.000 Euro
    Ari 458
    Elektro-Lieferwagen aus Leipzig kostet knapp 14.000 Euro

    Ari 458 ist ein kleiner Lieferwagen mit Elektroantrieb, den der Hersteller mit Aufbauten für verschiedene Einsatzzwecke anbietet. Die Ausstattung ist einfach, dafür ist das Auto günstig.

  3. Quake: Tim Willits verlässt id Software
    Quake
    Tim Willits verlässt id Software

    Seit 24 Jahren ist Tim Willits einer der entscheidenden Macher bei id Software, nun kündigt er seinen Rückzug an. Was er künftig vorhat, will der ehemalige Leveldesigner und studierte Computerwissenschaftler erst nach der Quakecon verraten.


  1. 17:52

  2. 15:50

  3. 15:24

  4. 15:01

  5. 14:19

  6. 13:05

  7. 12:01

  8. 11:33