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Aber immer noch kein IPv6

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  1. Aber immer noch kein IPv6

    Autor: treysis 11.11.19 - 18:24

    Nein! Nichtmal DNS64/NAT64 geht! Ohne IPv4-Verbindung lässt sich Steam einfach nicht nutzen.

  2. Re: Aber immer noch kein IPv6

    Autor: demon driver 11.11.19 - 21:13

    treysis schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein! Nichtmal DNS64/NAT64 geht! Ohne IPv4-Verbindung lässt sich Steam
    > einfach nicht nutzen.

    Rein interessehalber, aus welchen Gründen legst du da Wert drauf? Ich habe auf allen meinen Systemen IPv6 via Kernel deaktiviert, weil's nur Probleme gemacht hat, wenn das LAN nicht sauber mit DHCP und DNS für IPv6 eingerichtet ist, und wenn man da diverse IPv4-Portforwardings eingerichtet hat, dann ist es nicht ganz trivial, das in eine IPv6-Konfiguration zu übertragen. Ich gebe freimütig zu, dass ich da jedenfalls bei meinem ersten ernsthaften Versuch kläglich gescheitert bin und es erst mal aufgegeben habe, da ich's halt auch nicht wirklich brauche (außer um zwei oder drei Android-Clients dazu zu bewegen, den lokalen DNS zu nutzen statt den von Google draußen per IPv6, wenn drinnen kein IPv6 konfiguriert ist, das ist wirklich ein Ärgernis)...

  3. Re: Aber immer noch kein IPv6

    Autor: mifritscher 12.11.19 - 00:26

    IPv4 wird hoffentlich bald sterben - wenn dann Leute wie du lahmgelegt werden - dein Pech.

    Um IPv6 führt schon wegen der Adressproblematik kein Weg vorbei. Übrigens: Bei IPv6 braucht es kein Port Forwarding mehr - da sagt man einfache die Firewall, dass es eingehende Verbindungen auf Port xy auf den Rechner abc nicht blocken soll.

  4. Re: Aber immer noch kein IPv6

    Autor: treysis 12.11.19 - 08:13

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > treysis schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Nein! Nichtmal DNS64/NAT64 geht! Ohne IPv4-Verbindung lässt sich Steam
    > > einfach nicht nutzen.
    >
    > Rein interessehalber, aus welchen Gründen legst du da Wert drauf?

    Zum einen ist es einfacher, sich nur um ein System zu kümmern. Wenn IPv4 parallel läuft, dann weiß man nie so genau, wie und wo es hängt oder hängen könnte. Zudem nervt das NAT. Mein ISP macht zwar 1:1-CGNAT (frag mich nicht nach dem Grund!), sodass ich trotz NAT auch über IPv4 von außen drauf komme, aber IPv6 ist einfach viel flexibler.
    Ansonsten ist es für mich zwar zum großen Teil Spielerei, aber man sieht ja genug Leute, die mit DSLite und den AFTR-Gateways Probleme haben. Wenn endlich mal alle konsequent auf IPv6 setzen würden, gäbe es viel weniger Probleme.

    > Ich habe
    > auf allen meinen Systemen IPv6 via Kernel deaktiviert, weil's nur Probleme
    > gemacht hat, wenn das LAN nicht sauber mit DHCP und DNS für IPv6
    > eingerichtet ist, und wenn man da diverse IPv4-Portforwardings eingerichtet
    > hat, dann ist es nicht ganz trivial, das in eine IPv6-Konfiguration zu
    > übertragen. Ich gebe freimütig zu, dass ich da jedenfalls bei meinem ersten
    > ernsthaften Versuch kläglich gescheitert bin und es erst mal aufgegeben
    > habe, da ich's halt auch nicht wirklich brauche (außer um zwei oder drei
    > Android-Clients dazu zu bewegen, den lokalen DNS zu nutzen statt den von
    > Google draußen per IPv6, wenn drinnen kein IPv6 konfiguriert ist, das ist
    > wirklich ein Ärgernis)...

    Das verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Und gleich so drastisch, es komplett im Kernel zu deaktivieren?! Mittlerweile funktioniert IPv6 eigentlich recht zuverlässig. Ich habe hier im Büro an der Uni bspw. alle WLAN-Clients nur noch per IPv6-only (mit DNS64/NAT64) eingebunden. Forwarden muss ich gar nix, sondern einfach nur eine Freigabe in der Firewall erstellen. Jeder Host hat seine volle Portrange zur Verfügung. Die Android-Clients funktionieren da sogar besser als Windows, da die zusätzlich automatisch noch CLAT/464XLAT starten (Samsung-Smartphones blöderweise nicht). Bei Windows muss man dann doch noch IPv4 einrichten, damit eben so Sachen wie Steam oder Spotify, die unbedingt Legacy-IPv4 wollen, funktionieren.

    Aber ich gebe zu, ich musste ein bisschen Hirnschmalz aufbringen. Das liegt aber nicht daran, dass IPv6 besonders kompliziert ist, sondern dass man eben mit IPv4 vertraut ist, und einige Konzepte bei IPv6 halt anders funktionieren und dementsprechend umgesetzt werden müssen. Aber jetzt läuft alles eigentlich tutti, bis eben auf die paar Programme und Dienste, die so gar kein IPv6 mögen.

  5. Re: Aber immer noch kein IPv6

    Autor: demon driver 12.11.19 - 10:34

    mifritscher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > IPv4 wird hoffentlich bald sterben - wenn dann Leute wie du lahmgelegt
    > werden - dein Pech.

    Wieso sollte treysis "lahmgelegt" werden? Er nutzt doch IPv6? Oder meinst du mich? Ich bin überzeugt, dass ich sowohl mit meinen Produktivsystemen draußen als auch erst recht im Heimnetz noch recht lange mit IPv4-only auskomme.

    > Um IPv6 führt schon wegen der Adressproblematik kein Weg vorbei.

    Oh danke, Cpt. Obvious.

    > Übrigens:
    > Bei IPv6 braucht es kein Port Forwarding mehr - da sagt man einfache die
    > Firewall, dass es eingehende Verbindungen auf Port xy auf den Rechner abc
    > nicht blocken soll.

    Ich weiß. Das hilft aber nicht, wenn man weiterhin IPv4-Clients Zugang ermöglichen will. Dann braucht man beides, und muss beides parallel konfigurieren und warten und bei Änderungen synchron halten. Und ich habe mir vor langer Zeit abgewöhnt, mir mehr Arbeit als nötig zu machen.

  6. Re: Aber immer noch kein IPv6

    Autor: demon driver 12.11.19 - 10:40

    treysis schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > treysis schrieb:
    > >
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    >
    > > -----
    > > > Nein! Nichtmal DNS64/NAT64 geht! Ohne IPv4-Verbindung lässt sich Steam
    > > > einfach nicht nutzen.
    > >
    > > Rein interessehalber, aus welchen Gründen legst du da Wert drauf?
    >
    > Zum einen ist es einfacher, sich nur um ein System zu kümmern. Wenn IPv4
    > parallel läuft, dann weiß man nie so genau, wie und wo es hängt oder hängen
    > könnte. Zudem nervt das NAT. Mein ISP macht zwar 1:1-CGNAT (frag mich nicht
    > nach dem Grund!), sodass ich trotz NAT auch über IPv4 von außen drauf
    > komme, aber IPv6 ist einfach viel flexibler.
    > Ansonsten ist es für mich zwar zum großen Teil Spielerei, aber man sieht ja
    > genug Leute, die mit DSLite und den AFTR-Gateways Probleme haben. Wenn
    > endlich mal alle konsequent auf IPv6 setzen würden, gäbe es viel weniger
    > Probleme.

    Ok, ich könnte aktuell noch nicht komplett auf IPv4 verzichten. Ich habe noch Legacy-Systeme, die zwar nicht mehr im Produktivbetrieb sind, die ich aber gelegentlich nochmal anwerfe, die werden nie IPv6 lernen.

    > > Ich habe
    > > auf allen meinen Systemen IPv6 via Kernel deaktiviert, weil's nur Probleme
    > > gemacht hat, wenn das LAN nicht sauber mit DHCP und DNS für IPv6
    > > eingerichtet ist, und wenn man da diverse IPv4-Portforwardings eingerichtet
    > > hat, dann ist es nicht ganz trivial, das in eine IPv6-Konfiguration zu
    > > übertragen. Ich gebe freimütig zu, dass ich da jedenfalls bei meinem ersten
    > > ernsthaften Versuch kläglich gescheitert bin und es erst mal aufgegeben
    > > habe, da ich's halt auch nicht wirklich brauche (außer um zwei oder drei
    > > Android-Clients dazu zu bewegen, den lokalen DNS zu nutzen statt den von
    > > Google draußen per IPv6, wenn drinnen kein IPv6 konfiguriert ist, das ist
    > > wirklich ein Ärgernis)...
    >
    > Das verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Und gleich so drastisch, es komplett
    > im Kernel zu deaktivieren?! Mittlerweile funktioniert IPv6 eigentlich recht
    > zuverlässig. Ich habe hier im Büro an der Uni bspw. alle WLAN-Clients nur
    > noch per IPv6-only (mit DNS64/NAT64) eingebunden. Forwarden muss ich gar
    > nix, sondern einfach nur eine Freigabe in der Firewall erstellen. Jeder
    > Host hat seine volle Portrange zur Verfügung. Die Android-Clients
    > funktionieren da sogar besser als Windows, da die zusätzlich automatisch
    > noch CLAT/464XLAT starten (Samsung-Smartphones blöderweise nicht). Bei
    > Windows muss man dann doch noch IPv4 einrichten, damit eben so Sachen wie
    > Steam oder Spotify, die unbedingt Legacy-IPv4 wollen, funktionieren.

    Ja, so in den Grundzügen denke ich, hab ich das auch verstanden. Aber ich betreibe halt Services, die draußen auch dann noch per IPv4 erreichbar sein sollen, wenn das Netz mit IPv6 läuft – insofern komme ich nicht drumherum, komplett beides einzurichten, auch wenn ich ernsthaft mit IPv6 anfangen will.

    > Aber ich gebe zu, ich musste ein bisschen Hirnschmalz aufbringen. Das liegt
    > aber nicht daran, dass IPv6 besonders kompliziert ist, sondern dass man
    > eben mit IPv4 vertraut ist, und einige Konzepte bei IPv6 halt anders
    > funktionieren und dementsprechend umgesetzt werden müssen. Aber jetzt läuft
    > alles eigentlich tutti, bis eben auf die paar Programme und Dienste, die so
    > gar kein IPv6 mögen.

    Ok. Naja, irgendwann versuche ich's nochmal!

  7. Re: Aber immer noch kein IPv6

    Autor: mifritscher 12.11.19 - 10:55

    Naja, für Dienste, die extern via IPv4 erreichbar sein sollen, kannst du am Router auf IPv6 natten - dein internes Netz bekommt dann von IPv4 nichts mehr mit.

  8. Re: Aber immer noch kein IPv6

    Autor: treysis 12.11.19 - 11:26

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, so in den Grundzügen denke ich, hab ich das auch verstanden. Aber ich
    > betreibe halt Services, die draußen auch dann noch per IPv4 erreichbar sein
    > sollen, wenn das Netz mit IPv6 läuft – insofern komme ich nicht
    > drumherum, komplett beides einzurichten, auch wenn ich ernsthaft mit IPv6
    > anfangen will.

    Das ist auch mit IPv6-only im internen Netz kein Problem. Man kann - wenn man das denn möchte - auch eine Umsetzung von IPv4 auf dem öffentlichen Interface auf die internen IPv6-Geräte machen. Sozusagen umgekehrtes NAT. Dann redet das IPv4-Gerät von draußen mit dem Router/Gateway in deinem Netz, und der forwarded das an die IPv6-Geräte im internen Netz.

    Wenn du natürlich noch IPv4-only Geräte intern betreibst, dann brauchst du auch noch IPv4 im internen Netz. Evtl. lässt sich das aber minimalisieren.

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