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Wird 2022 das Jahr des Linux Desktops unter Windows?
Autor: User_x 28.08.22 - 03:37
so nach und nach werden Komponenten unter Windows ausgetauscht, und das sogar freiwillig...
via Smartphone. -
Re: Wird 2022 das Jahr des Linux Desktops unter Windows?
Autor: Anonymer Nutzer 28.08.22 - 12:09
User_x schrieb:
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> so nach und nach werden Komponenten unter Windows ausgetauscht, und das
> sogar freiwillig...
Ist es schon spätestens seitdem es WSL gibt. MS ist ja weiterhin einer der größten Contributoren zum Linux Kernel, OSS maintainer, etc.. Jetzt wo WSL 2 auch noch Support für GUI Programme bekommen hat (X11 und Wayland), gibt es praktisch keinen Grund mehr noch eine Linux VM oder Dual Boot einzurichten. Grade die Integration zwischen VSCode und WSL ist so entspannt, zum Programmieren braucht man auf jeden Fall kein Linux mehr. -
Re: Wird 2022 das Jahr des Linux Desktops unter Windows?
Autor: ilovekuchen 28.08.22 - 19:48
Wenn die Abhängigkeit von Office Mal weg wäre und alle ihre appliance Platform unabhängig schreiben würden wäre Windows schnell weg. Ohne, dass Microsoft dadurch Probleme bekäme denn die sind wie schon oben aufgeführt bestens für die Zukunft aufgestellt.
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Re: Wird 2022 das Jahr des Linux Desktops unter Windows?
Autor: User_x 28.08.22 - 20:02
tjaaa... Windows kostet aber trotzdem. soeben 10 VM's erstellen ohne Lizenz, nei das läuft in nen Fehler.
via Smartphone. -
Re: Wird 2022 das Jahr des Linux Desktops unter Windows?
Autor: Jakelandiar 28.08.22 - 21:51
User_x schrieb:
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> tjaaa... Windows kostet aber trotzdem. soeben 10 VM's erstellen ohne
> Lizenz, nei das läuft in nen Fehler.
Stimmt. Aber wer muss 10 VMs erstellen? 0,001% der Entwickler? Noch weniger? Also absolut uninteressant. -
Re: Wird 2022 das Jahr des Linux Desktops unter Windows?
Autor: Niaxa 28.08.22 - 22:49
Naja Linux als Desktop hat es ja Jahrzehnte nicht geschafft mehr wie gefühlt 3 User zu bekommen, dann hat man sich halt erbarmt.
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Re: Wird 2022 das Jahr des Linux Desktops unter Windows?
Autor: Dakkaron 28.08.22 - 23:27
john4344 schrieb:
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> User_x schrieb:
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> > so nach und nach werden Komponenten unter Windows ausgetauscht, und das
> > sogar freiwillig...
>
> Ist es schon spätestens seitdem es WSL gibt. MS ist ja weiterhin einer der
> größten Contributoren zum Linux Kernel, OSS maintainer, etc.. Jetzt wo WSL
> 2 auch noch Support für GUI Programme bekommen hat (X11 und Wayland), gibt
> es praktisch keinen Grund mehr noch eine Linux VM oder Dual Boot
> einzurichten. Grade die Integration zwischen VSCode und WSL ist so
> entspannt, zum Programmieren braucht man auf jeden Fall kein Linux mehr.
WSL nimmt schon viel von der Notwendigkeit für Linux am Desktop weg. Und solange man irgendwelchen Windows-Programme braucht (wie ich am Privatrechner), ist es der bessere Kompromiss.
Wenn man allerdings etwas tiefer muss, dann reichts noch nicht. Eine kaputte ext4-Partition auf einer SD-Karte retten geht z.B. noch nicht.
Und systemd hat man (zumindest ohne Hacks) auch nicht. -
Re: Wird 2022 das Jahr des Linux Desktops unter Windows?
Autor: hum4n0id3 29.08.22 - 07:40
ilovekuchen schrieb:
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> Wenn die Abhängigkeit von Office Mal weg wäre und alle ihre appliance
> Platform unabhängig schreiben würden wäre Windows schnell weg.
Meine Meinung:
- es gibt keine gute Möglichkeit für alle Systeme gleich gut zu entwickeln
- die Entwicklungskosten würden explodieren, wenn jedes System gleich gut getestet sein muss
- unter Linux wird gerade erst jetzt daran gearbeitet das Software einfacher verteilt wird, siehe Flatpack
- der Linux-Desktop muss stabil werden, den ohne Stabilität wird es weder Windows noch Macos nicht gefährlich werden.
- der Linux-Desktop braucht gute Entwicklungswerkzeuge, wo Entwickler leicht einsteigen können und damit Software für den Linux-Desktop schreiben können
- die gratis-Mentalität muss weg
Sonst sehe ich schwarz für Linux auf dem Desktop. -
Re: Wird 2022 das Jahr des Linux Desktops unter Windows?
Autor: Sybok 29.08.22 - 07:47
User_x schrieb:
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> so nach und nach werden Komponenten unter Windows ausgetauscht, und das
> sogar freiwillig...
Was wird denn bitte ausgetauscht? Das Linux-Subsystem sowie einige Linux-Tools sind zusätzlich verfügbar, sie ersetzen aber gar nichts, schon gar nicht irgendwelche Kernbestandteile von Windows. -
Re: Wird 2022 das Jahr des Linux Desktops unter Windows?
Autor: mietz 29.08.22 - 10:53
hum4n0id3 schrieb:
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> - der Linux-Desktop muss stabil werden, den ohne Stabilität wird es weder
> Windows noch Macos nicht gefährlich werden.
Hmm ich weiß nicht welche Distro du benutzt, aber ich habe in den letzten 5 Jahren Fedora, Ubuntu und Debian privat und beruflich benutzt und kann nicht sagen das bei den Standard Installation irgendetwas instabil war. Klar wenn du anfängst x shell extensions in gnome zu installieren und alles zu editieren kracht es ggf., aber das sollte man auf einer Entwickler Maschine halt auch nicht machen (dürfen). Ich habe Windows 11 noch nie im Einsatz gehabt, aber ich vermute das es ähnlich ist wie bei 10. Als KMU ohne Lizenz für einen Domänencontroller bist du dann ständig dabei die Windows PRO Installationen von shareware und "Daten-Analyse-Services" zu befreien... nach jedem Update.
Klar das kann man mit diversen Tools einigermaßen automatisieren, aber ich kann garnicht zählen wie oft dann doch Edge neu installiert wurde oder wieder XBox Gaming und Werbung im Startmenü war.
Das ist so oder so nervig aber gerade bei einer "Professional" Version erwarte ich etwas anderes und durch die x Tools und skripte die man laufen lassen muss um ein professionelles OS zu haben wird es dann schon wieder instabil.
> - die gratis-Mentalität muss weg
Jein, ich bin bei dir das Entwicklung bezahlt werden muss, aber die Preis Modelle müssen fair sein und diese Abo only Pest muss aufhören. Ich will die Wahl haben einmal zu zahlen und dann nur noch über einen gewissen Zeitraum Bugfixes zu bekommen, aber dafür die Software wirklich zu besitzen. -
Re: Wird 2022 das Jahr des Linux Desktops unter Windows?
Autor: Extrawurst 29.08.22 - 11:27
hum4n0id3 schrieb:
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>
>
> Sonst sehe ich schwarz für Linux auf dem Desktop.
Ist das denn so schlimm?
Linux hat sich abseits des Desktops quasi überall durchgesetzt. Dann gibt es eben einen Markt, der von Windows und macOS dominiert wird, so what?
Klar, ich höre die Open-Source-Idealisten direkt Sturm laufen, aber mit "es geht ums Prinzip" wird man weder die Geschäftswelt, und schon gar nicht die private Nutzerschaft überzeugen können.
Die meisten Menschen nutzen Betriebssysteme nun mal nicht aus idealistischen, sondern aus pragmatischen Gründen. -
Re: Wird 2022 das Jahr des Linux Desktops unter Windows?
Autor: hum4n0id3 30.08.22 - 01:40
Mit stabil ist nicht gemeint das deine Software in den 5 Jahren wenig bis gar abgeschmiert ist, sondern das es auch noch in 5 Jahren so funktioniert, wie vor 5 Jahren davor. Dazu zählt auch Abwärtskompatibilität dazu usw. Es darf sich ruhig weiterentwickeln, aber mit dem alten nicht so schnell brechen. Allgemein sind Linux-Distributionen davon noch weit entfernt. Aber man hat es langsam erkannt und versucht es besser zu machen. Desktop Größen KDE und Gnome arbeiten bereits dahin gehend, das die neueren Software-Versionen (zb. Gtk3 auf Gtk4) zu älteren Versionen möglichst kompatibel bleiben, damit eine Umstellung möglichst wenig Probleme bereitet. Früher war das einfach inkompatibel und man setzte darauf, das die Entwickler ihre Software einfach neu machen. Diese Wette hat man aber verloren. Die Entwickler sind nämlich gegangen und viele Projekte sind dadurch gestorben.
Und gratis-Mentalität ist unter Linux-Anwendern stark verbreitet. Man kann vieles doof finden, aber meist ist der Preis kalkuliert und soll dem Entwickler finanziell eine Absicherung verschaffen. Geht er mit dem Preis zu hoch, wird er uninteressant. Geht er mit dem Preis zu tief, läuft er die Gefahr seine Rechnungen nicht zahlen zu können. Dann sucht er was anderes und als Linux-Anwender hast du mehr verloren. -
Re: Wird 2022 das Jahr des Linux Desktops unter Windows?
Autor: hum4n0id3 30.08.22 - 01:47
Die private Nutzerschafft kann man in der Regel ausklammern, die ist überwiegend uninteressant. Es sei den du bist Spiele-Entwickler, oder hast eine lukrative Hobby-Nische gefunden wo du etwas Geld verdienen kannst.
Das eigentliche Geld wird mit den Firmen gemacht, weil die eben auf IT heute angewiesen ist. -
Re: Wird 2022 das Jahr des Linux Desktops unter Windows?
Autor: superdachs 30.08.22 - 13:21
hum4n0id3 schrieb:
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> Mit stabil ist nicht gemeint das deine Software in den 5 Jahren wenig bis
> gar abgeschmiert ist, sondern das es auch noch in 5 Jahren so funktioniert,
> wie vor 5 Jahren davor. Dazu zählt auch Abwärtskompatibilität dazu usw. Es
> darf sich ruhig weiterentwickeln, aber mit dem alten nicht so schnell
> brechen. Allgemein sind Linux-Distributionen davon noch weit entfernt. Aber
> man hat es langsam erkannt und versucht es besser zu machen. Desktop Größen
> KDE und Gnome arbeiten bereits dahin gehend, das die neueren
> Software-Versionen (zb. Gtk3 auf Gtk4) zu älteren Versionen möglichst
> kompatibel bleiben, damit eine Umstellung möglichst wenig Probleme
> bereitet. Früher war das einfach inkompatibel und man setzte darauf, das
> die Entwickler ihre Software einfach neu machen. Diese Wette hat man aber
> verloren. Die Entwickler sind nämlich gegangen und viele Projekte sind
> dadurch gestorben.
>
> Und gratis-Mentalität ist unter Linux-Anwendern stark verbreitet. Man kann
> vieles doof finden, aber meist ist der Preis kalkuliert und soll dem
> Entwickler finanziell eine Absicherung verschaffen. Geht er mit dem Preis
> zu hoch, wird er uninteressant. Geht er mit dem Preis zu tief, läuft er die
> Gefahr seine Rechnungen nicht zahlen zu können. Dann sucht er was anderes
> und als Linux-Anwender hast du mehr verloren.
Du hast doch überhaupt gar keine Ahnung von Linux oder OpenSource.



