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"Flotter als Windows XP"

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  1. "Flotter als Windows XP"

    Autor: Profi 08.04.14 - 14:48

    Ich habe seit Erscheinen von Windows XP noch niemals ein Linux gesehen, das auf demselben Rechner "flotter" war. Um welche Distribution oder um welche (betagten!) PCs soll es sich konkret handeln? Und wie könnte es ohne Hardwarebeschleunigung überhaupt möglich sein? So direkt wie XP greift kein höheres Windows mehr auf die Grafikhardware zu (ohne Aero). Und Linux ohnehin nicht. Bleiben noch Dinge wie Festplattenzugriffe und andere Kleinigkeiten - naja. Ext3 schneller als NTFS? Ich lasse mich ja gerne eines besseren belehren, aber ich habe den Eindruck, dass beim Thema Linux vs. XP immer wieder und gerne sehr dick aufgetragen wird.

  2. Re: "Flotter als Windows XP"

    Autor: cr_app 08.04.14 - 14:54

    Aha NTFS ist also schneller als ext?

    http://superuser.com/questions/256368/why-is-an-ext4-disk-check-so-much-faster-than-ntfs

    http://fsi-viewer.blogspot.de/2011/10/filesystem-benchmarks-part-i.html

    Den Rest habe ich nicht verstanden mit deiner Analyse des Hardwarezugriffs. Was hat denn die Hardwarebeschleunigung denn genau für Auswirkungen und warum ist diese unter Linux nicht möglich?
    Inwiefern unterscheidet sich der Zugriff auf die Hardware von Windows XP zu Windows 7 oder 8?

  3. Re: "Flotter als Windows XP"

    Autor: Maxiklin 08.04.14 - 15:01

    Das Problem ist hier weniger das System Windows vs Linux an sich, sondern die (aufgeblähte) grafische Oberfläche und gerade die hat sich über Jahre bei den Linuxdistributionen ziemlich zum schlechten entwickelt. Deswegen verstehe ich schon, daß man Linux nicht unbedingt wesentlich schneller verhält als Windows (XP), auch wenn das Dateisystem und andere Dinge schneller sind.

  4. Re: "Flotter als Windows XP"

    Autor: widardd 08.04.14 - 15:26

    Profi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe seit Erscheinen von Windows XP noch niemals ein Linux gesehen, das
    > auf demselben Rechner "flotter" war.
    Das kann doch nur logisch sein, dass dies möglich ist. Stell dir nur mal ein XP ohne den ganzen bloat vor.
    > Um welche Distribution oder um welche
    > (betagten!) PCs soll es sich konkret handeln?
    Mein 5 Jahre alter eeepc 901 mit Lubuntu (momentan 14.04 trusty).
    >Und Linux
    > ohnehin nicht.
    Nein, der Kernel selbst nicht. Aber Gnome/Unity/KDE laufen gar nicht mehr ohne (99% der fertig-distros)

  5. Re: "Flotter als Windows XP"

    Autor: Stebs 08.04.14 - 16:28

    Profi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe seit Erscheinen von Windows XP noch niemals ein Linux gesehen, das
    > auf demselben Rechner "flotter" war. Um welche Distribution oder um welche
    > (betagten!) PCs soll es sich konkret handeln?
    Z.B. um alte Atom Netbooks mit 1 GB Ram und eine Distribution wie Xubuntu oder Lubuntu.
    Alte PCs die noch langsamer sind als die ersten Atoms, müssten schon seehr alt sein und auch XP darauf schon Qualen bereiten.

    > Und wie könnte es ohne
    > Hardwarebeschleunigung überhaupt möglich sein? So direkt wie XP greift kein
    > höheres Windows mehr auf die Grafikhardware zu (ohne Aero). Und Linux
    > ohnehin nicht.
    Von was genau sprichst du, das klingt nach viel "ich denke mal..."
    Ob Windows, OSX oder Linux (etc.), gibt es für 3D Hardwarebeschleunigung, für Video Dekodierungsbeschleunigung usw. halt bestimmte APIs (D3d/OpenGL rsp. DXVA/VAAPI/VDPAU...)
    Und im großen und ganzen nehmen die sich nicht viel.
    Eine aufwendige Oberfläche wie Aero (oder Unity/Cinnamon etc.) fordert nun mal eine gewisse Leistung der Grafikkarte und/oder CPU plus RAM.
    Ist der PC wie gesagt so alt (und hat damit langsame CPU und GPU, wenig RAM), dass sich eine moderne aufwändige Oberfläche schon negativ bemerkbar macht, sollte man logischerweise zu etwas "simpleren" wie XP oder eben XFCE/LXDE etc. greifen.
    Mit direktem Zugriff auf die Grafikkarten hat das aber eigentlich nix zu tun. (Da wäre modernes D3D11 oder OpenGL 4.+ sogar besser als XP mit DX9)

    > Bleiben noch Dinge wie Festplattenzugriffe und andere
    > Kleinigkeiten - naja.
    Gerade das sind bei alten PCs keine Kleinigkeiten!

    > Ext3 schneller als NTFS?
    Definitiv!
    Dateisystemzugriffe auf ext4 sind _merkbar_ weniger ein Flaschenhals als unter XP. Neben schnellerem Dateisystem wird da auch das Speichersystem/Menge freier RAM/Scheduler usw. wohl eine Rolle spielen.

    Jedenfalls kommt es auf modernen Linux-Distributionen mit z.B. Xfce als Oberfläche (die XP auch sehr ähnlich ist) zu deutlich seltenerem Swapping wenn man viel Speicher brauch (Firefox mit viel Tabs). Allgemein hört man die Festplatte viel seltener und das System wirkt insgesamt "flutschiger".
    Freilich gibt es weitere Vorteile und Nachteile, aber es ging hier ja um allgemeines "Flotter als Windows XP".

    > Ich lasse mich ja gerne
    > eines besseren belehren, aber ich habe den Eindruck, dass beim Thema Linux
    > vs. XP immer wieder und gerne sehr dick aufgetragen wird.
    Das obige sind meine konkreten Erfahrungen (wenngleich natürlich zwangsweise subjektiv) mit dem eigenen Netbook und danach einigen "umgerüsteten" alten PCs für mehrere Bekannte. Diese waren anschließend auch mehr oder weniger der gleichen Meinung.

  6. Re: "Flotter als Windows XP"

    Autor: wolfi86 08.04.14 - 17:16

    Für Uralt-PC's gibts auch spezielle Distributionen wie Puppy Linux und AntiX. Hab Mal auf nem 7 Jahre alten Rechner längere Zeit AntiX verwendet; selbst mit leichten Oberflächen wie JWM ist fast genauso einsteigerfreundlich wie ein "normales" Debian.

    Für AntiX reichen 256 MB RAM völlig aus, angeblich läufts auch noch bei 128 MB RAM. Puppy kommt auch mit 128 MB RAM, vielleicht sogar mit weniger aus.

    Ein altes Windows XP System ist träge wenn nur 256 MB oder 512 MB RAM vorhanden sind, kaum Defragmentierungen durchgeführt werden, und zahlreiche Zusatzprogramme installiert wurden. Vom ersten Sehen des Desktop bis zum Verschwinden der Sanduhr können da dann schon mehrere Minuten vergehen. Also da ist dann ein leichtgewichtiges Linux wirklich schneller!

  7. Re: "Flotter als Windows XP"

    Autor: Oplity 08.04.14 - 17:50

    wolfi86 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Für Uralt-PC's gibts auch spezielle Distributionen wie Puppy Linux und
    > AntiX. Hab Mal auf nem 7 Jahre alten Rechner längere Zeit AntiX verwendet;
    > selbst mit leichten Oberflächen wie JWM ist fast genauso
    > einsteigerfreundlich wie ein "normales" Debian.
    >
    > Für AntiX reichen 256 MB RAM völlig aus, angeblich läufts auch noch bei 128
    > MB RAM. Puppy kommt auch mit 128 MB RAM, vielleicht sogar mit weniger aus.
    stimmt! es ist erstaunlich wie so ein leichtgewicht auf nen P3 mit 256MB Ram läuft.

    > Ein altes Windows XP System ist träge wenn nur 256 MB oder 512 MB RAM
    > vorhanden sind, kaum Defragmentierungen durchgeführt werden, und zahlreiche
    > Zusatzprogramme installiert wurden. Vom ersten Sehen des Desktop bis zum
    > Verschwinden der Sanduhr können da dann schon mehrere Minuten vergehen.
    > Also da ist dann ein leichtgewichtiges Linux wirklich schneller!
    oh, ja! mein 1.PC mit WinXP war so einer. damals als "SuperPC" in der werbung angepriesen.
    die ernüchterung kam dann ziemlich schnell. als stockinstall noch erträglich aber dann kamen die ersten prgme. und updates. die kiste wurde zusehend lahmer. da halfen auch keine cleaner mehr. nur das pimpen prachte etwas mehr performence.
    erstaund war ich, als ich ubuntu als live-sys damit testete. die lahme kiste mutierte zum flotten koffer. :))

  8. Re: "Flotter als Windows XP"

    Autor: Stebs 08.04.14 - 17:50

    Freilich gibt es zig spezielle Distris für richtig schwache PCs, aber im Endeffekt schrieb ich hier ja über den Umstieg von alten XP PCs aus der verbreiteten 1+ GB RAM und 1+ Ghz "Klasse".
    IMHO ist da Xubuntu erstmal die richtige Wahl für solche Umsteiger, die sonst an der Qual der Wahl verzweifeln. Es ist bedienungstechnisch recht nahe an XP, hat eben keine höheren Anforderungen (eher weniger) und vorallem ist (da es ja trotzdem ein Ubuntu ist) so ziemlich jedes Problem schon mal in ergoogelbaren Foren diskutiert worden.
    Viele Tips und Tricks fuer Linuxneulinge im Internet beziehen sich meist auf Ubuntu.
    Ich selbst bin mittlerweile längst weitergezogen, würde aber "DAUs" ohne Linux-Support aus dem Bekanntenkreis immer erstmal zu was Ubuntu-artigem raten.
    Derjenige der sich beim Umstieg damit bischen mehr befassen will (und/oder einen richtig schwachen Rechner hat), wird eh selbst über Puppy-Linux & co stolpern.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.04.14 17:52 durch Stebs.

  9. Re: "Flotter als Windows XP"

    Autor: smeexs 08.04.14 - 19:37

    dann nimmt man halt ubuntu mit dem sehr sparsamen LXDE desktop

    schaut so aus http://bit.ly/1hTEHHA

  10. Re: "Flotter als Windows XP"

    Autor: Ass Bestos 01.05.14 - 21:58

    hast du für deine behauptungen auch beweise? bzw benchamrks etc

  11. Re: "Flotter als Windows XP"

    Autor: Norbert Aule 08.05.19 - 14:24

    Ich denke, sie haben überhaupt noch kein Linux auf einem Computer bei der Arbeit gesehen. Anders sind ihre Einlassungen nicht zu erklären. Als Win-Umsteiger sind mir die Probleme, die MS-Systeme mit sich bringen, bestens bekannt. Speziell die Browser (außer Opera) funktionieren auf XP nicht mehr ordentlich. Vista ist ein Rohrkrepierer, und wenn ich jetzt bemerke, dass unter Playonlinux sogar Win-Anwendungen (Nero) u.a. sogar flotter laufen, als auf dem nativen Windows, bin ich schon froh, dass ich umgestellt hatte. Ich benutze Manjaro mit Mate-Desktop. Es ist eine mittelschwere Distro, die sowohl kleiner, als auch flotter ist. Auf die Befehlszeile kann ich verzichten. Ich bin eben faul, und möchte auch nicht mehr an Win-Systemen herumfrickeln. Wine wird nie sämtliche Win-Software problemlos zum laufen bringen, wird aber immer besser. NTFS hat ein Fragmentierungsproblem. ext.4 oder die älteren Versionen sind in dieser Hnsicht zu bevorzugen. Da ist es nicht mehr nötig, zu defragmentieren. Die Daten werden dorthin geschrieben, wo der Platz dafür vorhanden ist. In spätestens 35 Sekunden ist das System oben. Dabei gibt es noch wesentlich schnellere Alternativen. Ich habe nicht den Eindruck, dass in diversen Foren dick aufgetragen wird. Es wird vielmehr beschrieben, wie was funktioniert, und welche Probleme bei verschiedenen Tools auftreten können, wenn man etwas falsch gemacht hatte. Ich kann nicht für die anderen sprechen. Die haben andere Anforderungen oder Wünsche. Ich bin mit meiner rollenden Distro recht zufrieden, obwohl mich derzeit noch mein brother-Drucker nervt. Auch die FX von Creative bricht manchmal ab. Die fliegt jetzt raus. Realtek ist auch nicht schlecht. Alles andere ist super, und ganz gewiss nicht so lahm wie jedes MS-Podukt. Mir sind etliche Fanboys bekannt, die ein Schweinegeld für ihre Soft-und Hard-Ware ausgeben, um ihr System am laufen zu halten. Selbst Updates sind bei etlichen Software-Anbietern nicht kostenlos zu bekommen. Drum benutze ich Win-Soft-Ware nur noch so, wie sie ist. Ansonsten arbeite ich mich in Linux-Software ein. :)
    Testen Sie einfach mal etwas aus, dann bemerken Sie selbst die Unterschiede, und brauchen sich nicht mehr länger mit Viren-Angriffen herumschlagen.

  12. Re: "Flotter als Windows XP"

    Autor: Norbert Aule 08.05.19 - 14:44

    Es ist richtig, dass sich etliche Desktops am User vorbei nicht gut entwickelt haben. Drum haben wir jetzt den Widwuchs an Alternativen. Ich selbst benutze Mate. xfce ist aber nach wie vor die beliebteste Variante. (auch die älteste) lxqt, openbox usw. bieten ebenfalls alles, was man braucht. Was KDE und gnome und cinnamon so alles treiben, braucht nicht zu interessieren, wenn es einem nicht gefällt. Daher verstehe ich nicht, was überhaupt das Problem sein soll. Linux ist vor allem deshalb so lebendig, weil es so viele verschiedene Varianten gibt, die in der Lage sind, so gut wie alles bereit zu stellen, was sich ein Linux-User wünschen kann. Eine aufgeblähte Graphik kann man nehmen, muss man aber nicht. Bei Win-Systemen hat man diese Wahl nicht. Man kann dort nur durch kostenpflichtige tools etwas ändern, was aber nicht zur Leistungssteigerung beiträgt. Überhaupt ist es unverschämt, für ein Betriebssystem etwas bezahlen zu müssen. Bei Profi-Software wäre das verständlich, aber bei einem PC ohne Motor ganz sicher nicht. Ein Auto wird ohne Motor garnicht angeboten.

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