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Ich will keine Symbiose

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  1. Ich will keine Symbiose

    Autor: cubie2 20.10.21 - 20:15

    Ich, als Linuxnutzer seit 15 Jahren, will keine Symbiose Win/Lin. Was keine Symbiose ist, sondern eher eine Emulation.

    Ich werde Windows nicht freiwillig nutzen, denn wenn ich Linux-Funktionalität will, nutze ich Linux. Privat und im Job.
    Wäre ich Windowsnutzer, der Windows nutzen will, bräuchte ich kein emuliertes Linux in Windows.

    Klar, ein paar Wenigen mag das etwas taugen, für die Mehrheit ist es aber irrelevant, wenn ich unter Windows eine Bash starten kann.

    Microsoft will gängige De-Fakto-Standards wie ssh usw. nutzen? Gerne, dazu brauchen sie nicht mal eine Linuxemu in Windows. Wobei: Standards hat MS nie interessiert.

    Nein, ich will nicht Linuxfunktionalitäten mit einem Betriebssystem wie Windows benutzen, welches a) architektonisch Vollschrott ist und mich b) ausspioniert wo immer es geht.
    Danke aber nein danke.

  2. Re: Ich will keine Symbiose

    Autor: ripclaw666 20.10.21 - 22:04

    Zwingt dich ja auch keiner. Profitieren aber doch alle - ich kann bspw easy auf Win/WSL fuer Linux entwickeln und ohne Probleme dann die Produktion auf Linux nativ laufen lassen.

  3. Re: Ich will keine Symbiose

    Autor: cubie2 20.10.21 - 22:32

    ripclaw666 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zwingt dich ja auch keiner. Profitieren aber doch alle - ich kann bspw easy
    > auf Win/WSL fuer Linux entwickeln und ohne Probleme dann die Produktion auf
    > Linux nativ laufen lassen.

    Ja, schon klar, aber wozu unter Windows entwickeln?
    Verstehe ich nicht so ganz (.NET-Anwendungen oder so ausgenommen).

  4. Re: Ich will keine Symbiose

    Autor: hum4n0id3 20.10.21 - 22:42

    Musst du auch nicht. Nutze was dir gefällt.

    Ich bin Beruflich auf Windows und Linux angewiesen und bin wirklich froh das es heute so einfach geht, sei es mit WSL oder VBox.

  5. Re: Ich will keine Symbiose

    Autor: Sybok 20.10.21 - 23:44

    cubie2 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich, als Linuxnutzer seit 15 Jahren, will keine Symbiose Win/Lin. Was
    > keine Symbiose ist, sondern eher eine Emulation.
    >
    > Ich werde Windows nicht freiwillig nutzen, denn wenn ich
    > Linux-Funktionalität will, nutze ich Linux. Privat und im Job.
    > Wäre ich Windowsnutzer, der Windows nutzen will, bräuchte ich kein
    > emuliertes Linux in Windows.
    >
    > Klar, ein paar Wenigen mag das etwas taugen, für die Mehrheit ist es aber
    > irrelevant, wenn ich unter Windows eine Bash starten kann.
    >
    > Microsoft will gängige De-Fakto-Standards wie ssh usw. nutzen? Gerne, dazu
    > brauchen sie nicht mal eine Linuxemu in Windows. Wobei: Standards hat MS
    > nie interessiert.
    >
    > Nein, ich will nicht Linuxfunktionalitäten mit einem Betriebssystem wie
    > Windows benutzen, welches a) architektonisch Vollschrott ist und mich b)
    > ausspioniert wo immer es geht.
    > Danke aber nein danke.

    Da ist nichts emuliert, das ist virtualisiert. Den Unterschied sollte man als Linux-Nutzer aber kennen. ;-)

  6. Re: Ich will keine Symbiose

    Autor: Sybok 20.10.21 - 23:46

    cubie2 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, schon klar, aber wozu unter Windows entwickeln?

    Die Frage ergibt in etwa soviel Sinn wie die, warum man auf der Autobahn mit dem Auto fahren sollte...

    > Verstehe ich nicht so ganz (.NET-Anwendungen oder so ausgenommen).

    Ach .NET darf man dann doch wieder? Aha. Seltsame Logik, aber gut, hat ja jeder so seine Vorstellungen.

  7. Re: Ich will keine Symbiose

    Autor: tomatentee 21.10.21 - 00:16

    Sybok schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > cubie2 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ja, schon klar, aber wozu unter Windows entwickeln?
    >
    > Die Frage ergibt in etwa soviel Sinn wie die, warum man auf der Autobahn
    > mit dem Auto fahren sollte...
    >
    Absolut - du hast sie aber nicht beantwortet: Warum sollte man eine Anwendung unter einem anderen System entwicklen als unter dem sie dann in prod läuft? Das schreit doch nach Problemen beim Testen und Debuggen.


    > > Verstehe ich nicht so ganz (.NET-Anwendungen oder so ausgenommen).
    >
    > Ach .NET darf man dann doch wieder? Aha. Seltsame Logik, aber gut, hat ja
    > jeder so seine Vorstellungen.
    >
    Ja, klar. .NET ist ne Windows-Insellösung. Das wird auf windows betrieben und darum da auch entwickelt. Da wird kaum jemand auf die Idee kommen unter Linux zu entwickeln.

  8. Re: Ich will keine Symbiose

    Autor: Sybok 21.10.21 - 00:37

    tomatentee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Absolut - du hast sie aber nicht beantwortet: Warum sollte man eine
    > Anwendung unter einem anderen System entwicklen als unter dem sie dann in
    > prod läuft?

    Vermutlich, weil man diese Umgebung persönlich für komfortabler befindet - so entscheide ich das jedenfalls für mich meist.

    > Das schreit doch nach Problemen beim Testen und Debuggen.

    Überhaupt nicht - was hat denn das System, auf dem ich den Code schreibe(!), analysiere, diffe, etc. mit dem System, auf dem ich den Code debugge oder gar final ausführe zu tun? Diverse IDEs unterstützen heute ja sogar nativ Remote-Debugging. Ich bearbeite meinen Code meist unter Windows, debugge und teste aber im WSL (Headless) bzw. einer Linux-VM (mit GUI). Lässt sich doch alles wunderbar realisieren mit den Möglichkeiten heute. Ich kann sogar mit Git gegen dasselbe gesharte Repo sowohl vom WSL wie auch von der VM und dem Windows-Host committen. Der Code ist in allen drei Umgebungen immer auf demselben Stand. Nun entwickle ich meist "nur" Testlösungen in Python, existent und funktional ist dieses Prinzip aber für viele Sprachen.

    > Ja, klar. .NET ist ne Windows-Insellösung. Das wird auf windows betrieben
    > und darum da auch entwickelt. Da wird kaum jemand auf die Idee kommen unter
    > Linux zu entwickeln.

    Ähm nein, täusche Dich da mal nicht. Bei uns im Unternehmen werden u.a. Serverkomponenten, die nachher ausschließlich per Mono unter Linux laufen, parallel unter Windows, Linux und macOS entwickelt. Macht man bei Java ja auch seit jeher so. Wenn die korrekte, kompatible Runtime und alle Frameworks da sind passt das schon.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 21.10.21 00:43 durch Sybok.

  9. Re: Ich will keine Symbiose

    Autor: tomatentee 21.10.21 - 01:11

    Sybok schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > tomatentee schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Absolut - du hast sie aber nicht beantwortet: Warum sollte man eine
    > > Anwendung unter einem anderen System entwicklen als unter dem sie dann
    > in
    > > prod läuft?
    >
    > Vermutlich, weil man diese Umgebung persönlich für komfortabler befindet -
    > so entscheide ich das jedenfalls für mich meist.
    >
    Ich nehme das Werkzeug das für die Aufgabe am besten geeignet ist - und lerne das halt notfalls.


    > > Das schreit doch nach Problemen beim Testen und Debuggen.
    >
    > Überhaupt nicht - was hat denn das System, auf dem ich den Code
    > schreibe(!), analysiere, diffe, etc. mit dem System, auf dem ich den Code
    > debugge oder gar final ausführe zu tun? Diverse IDEs unterstützen heute ja
    > sogar nativ Remote-Debugging. Ich bearbeite meinen Code meist unter
    > Windows, debugge und teste aber im WSL (Headless) bzw. einer Linux-VM (mit
    > GUI). Lässt sich doch alles wunderbar realisieren mit den Möglichkeiten
    > heute.
    >
    Unterschiedliche Zeilenumbrüche, Trennzeichen und Kodierungen z.B ;-)
    "Works in my Machine" ist ja nicht umsonst nen meme.


    > Ich kann sogar mit Git gegen dasselbe gesharte Repo sowohl vom WSL
    > wie auch von der VM und dem Windows-Host committen. Der Code ist in allen
    > drei Umgebungen immer auf demselben Stand. Nun entwickle ich meist "nur"
    > Testlösungen in Python, existent und funktional ist dieses Prinzip aber für
    > viele Sprachen.
    >
    Soweit die Theorie. In der Praxis gibt es zwischen Systemen neben den offensichtlichen Unterschieden die von den genannten Techniken leidlich kompensiert werden subtile Unterschiede - die sich gerne später in Performanceproblemen äußern.
    Ich mein klar, wenn man nen kleinen Webservice schreibt der vielleicht nen paar hundert Hits pro Minute hat läuft man damit nicht direkt in Probleme.
    Wenn du unternehmenskritische Services hast die tausende requests pro Sekunde verarbeiten wirst du deswegen zwei Mal nachts oder am WE angerufen, dannach sorgst du dafür, dass die Testumgebungen auf das CPU-Stepping genau der Prod entsprechen ;-)


    > > Ja, klar. .NET ist ne Windows-Insellösung. Das wird auf windows
    > betrieben
    > > und darum da auch entwickelt. Da wird kaum jemand auf die Idee kommen
    > unter
    > > Linux zu entwickeln.
    >
    > Ähm nein, täusche Dich da mal nicht. Bei uns im Unternehmen werden u.a.
    > Serverkomponenten, die nachher ausschließlich per Mono unter Linux laufen,
    > parallel unter Windows, Linux und macOS entwickelt. Macht man bei Java ja
    > auch seit jeher so. Wenn die korrekte, kompatible Runtime und alle
    > Frameworks da sind passt das schon.
    >
    Du wärst überrascht, welche Unterschiede es allein zwischen unterschiedlichen JVMs, geschweige denn Application-Servern gibt. Das ist mit ein Grund weshalb Java grade im Zuge der Containerisierung massive Probleme hat: Einfach den bestehende Code mit Microprofile oder GraalVM bauen ist nicht. Das gibt sogar durchaus mal funktionale Probleme. Unsauber implementierte Thread-Synchronisation ist da fast schon notorisch.

  10. Re: Ich will keine Symbiose

    Autor: zZz 21.10.21 - 08:23

    cubie2 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ripclaw666 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > Ja, schon klar, aber wozu unter Windows entwickeln?
    > Verstehe ich nicht so ganz (.NET-Anwendungen oder so ausgenommen).

    Weil die IT auf Active Directory setzt, die Entwicklungsabteilung aber lieber unter macOS oder Linux entwickeln würde. So ist das z.B. bei uns geht und wahrscheinlich ist der Mittelweg.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.10.21 08:27 durch zZz.

  11. Re: Ich will keine Symbiose

    Autor: tomatentee 21.10.21 - 08:46

    zZz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > cubie2 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > ripclaw666 schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > Ja, schon klar, aber wozu unter Windows entwickeln?
    > > Verstehe ich nicht so ganz (.NET-Anwendungen oder so ausgenommen).
    >
    > Weil die IT auf Active Directory setzt, die Entwicklungsabteilung aber
    > lieber unter macOS oder Linux entwickeln würde. So ist das z.B. bei uns
    > geht und wahrscheinlich ist der Mittelweg.
    >
    Die Frage an der Stelle ist doch, wozu der AD eingesetzt wird und welche Funktionen davon die Entwickler brauchen. Bei uns ist der AD ein Backend fürs SSO (neben diversen anderen). Ansonsten tut der bis auf die Verwaltung der Windows-Domäne nicht wahnsinnig viel. Möglicherweise noch Drucker - das weiß ich corona-Bedingt aber nicht.
    Bei uns ist es so, dass jeder MA nen AD-Account hat, aber nicht zwangsläufig auch einen Rechner in der Domäne. Viele melden sich per VPN an, teils auch von privaten Windows-Rechnern und nutzen den AD-Login dann nur als eine Art Intranet-Identität (SAML und OIDC).

  12. Re: Ich will keine Symbiose

    Autor: hum4n0id3 21.10.21 - 08:57

    cubie2 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, schon klar, aber wozu unter Windows entwickeln?
    > Verstehe ich nicht so ganz (.NET-Anwendungen oder so ausgenommen).

    Gründe können vielfältig sein zum Beispiel,
    - keine hohe Einarbeitung in Linux nötig.Das Spart Zeit und Kosten.
    - es müssen keine extra Maschinen installiert und konfiguriert werden. Das Spart Zeit und Kosten.
    - die Homogene Struktur kann beibehalten werden und Software die man sonst braucht, kann weiter genutzt werden. Das Spart Zeit und Kosten.

    WSL wird ganz oft, eigentlich nur, für das Betreiben von Docker verwendet. Und wenn man weiß was Docker ist, versteht man das man nicht für Linux im eigentlichen Sinn entwickelt, sondern für eine definierte Umgebung, das meist nur Linux als Prozessstarter nutzt.

    So ganz allgemein gesprochen

  13. Re: Ich will keine Symbiose

    Autor: zZz 21.10.21 - 12:59

    Die Frage ist out-of-scope. Bei uns sind IT und Entwicklung zwei gleichgestellte Abteilungen. Erstere stellt die Infrastruktur für letztere bereit und das finde ich so auch gut und richtig. Ich will mich nicht mit "Computerdingen" abseits der Entwicklung auseinandersetzen müssen, die IT will keine Insellösungen betreuen. Zumal die Entwicklungsabteilung nur Lösungen für unsere Unternehmen (Publishing) bereitstellt. BYOD wird zwar geduldet, ist für mich aus persönlichen Gründen aber auch keine Option.

  14. Re: Ich will keine Symbiose

    Autor: Sybok 21.10.21 - 20:58

    tomatentee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sybok schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > tomatentee schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Absolut - du hast sie aber nicht beantwortet: Warum sollte man eine
    > > > Anwendung unter einem anderen System entwicklen als unter dem sie dann
    > > in
    > > > prod läuft?
    > >
    > > Vermutlich, weil man diese Umgebung persönlich für komfortabler befindet
    > -
    > > so entscheide ich das jedenfalls für mich meist.
    > >
    > Ich nehme das Werkzeug das für die Aufgabe am besten geeignet ist - und
    > lerne das halt notfalls.

    Das hat doch mit lernen nichts zu tun, wenn man etwas nicht komfortabel findet.

    > > > Das schreit doch nach Problemen beim Testen und Debuggen.
    > >
    > > Überhaupt nicht - was hat denn das System, auf dem ich den Code
    > > schreibe(!), analysiere, diffe, etc. mit dem System, auf dem ich den
    > Code
    > > debugge oder gar final ausführe zu tun? Diverse IDEs unterstützen heute
    > ja
    > > sogar nativ Remote-Debugging. Ich bearbeite meinen Code meist unter
    > > Windows, debugge und teste aber im WSL (Headless) bzw. einer Linux-VM
    > (mit
    > > GUI). Lässt sich doch alles wunderbar realisieren mit den Möglichkeiten
    > > heute.
    > >
    > Unterschiedliche Zeilenumbrüche, Trennzeichen und Kodierungen z.B ;-)
    > "Works in my Machine" ist ja nicht umsonst nen meme.

    Also bitte: Wer mit sowas in 2021 noch Probleme beim Entwickeln hat, der macht was falsch. Mein Code ist generell UTF-8 codiert und auch unter Windows verwende ich natürlich Unix-Zeilenumbrüche. Davon mal ab, dass das von der Codeverwaltung automatisch konvertiert werden kann.

    > > Ich kann sogar mit Git gegen dasselbe gesharte Repo sowohl vom WSL
    > > wie auch von der VM und dem Windows-Host committen. Der Code ist in
    > allen
    > > drei Umgebungen immer auf demselben Stand. Nun entwickle ich meist "nur"
    > > Testlösungen in Python, existent und funktional ist dieses Prinzip aber
    > für
    > > viele Sprachen.
    > >
    > Soweit die Theorie. In der Praxis gibt es zwischen Systemen neben den
    > offensichtlichen Unterschieden die von den genannten Techniken leidlich
    > kompensiert werden subtile Unterschiede - die sich gerne später in
    > Performanceproblemen äußern.

    Häh? Wenn der Code für die Zielplattform entwickelt und auf der Zielplattform ausgeführt und debuggt wird, gibt es Performanceprobleme, weil man den Code unter Windows geschrieben hat? Ähm... Nein?!

    > Ich mein klar, wenn man nen kleinen Webservice schreibt der vielleicht nen
    > paar hundert Hits pro Minute hat läuft man damit nicht direkt in Probleme.

    Es geht hier durchaus um sehr komplexe Software für den Infrastrukturbereich.
    Übrigens schrieb ich ja schon, dass ich die nicht entwickle, aber die Entwickler arbeiten eben auch alle auf anderen Systemen. Dennoch haben wir pro Produkt nur 1 bis 2 Zielsysteme

    > Wenn du unternehmenskritische Services hast die tausende requests pro
    > Sekunde verarbeiten wirst du deswegen zwei Mal nachts oder am WE angerufen,
    > dannach sorgst du dafür, dass die Testumgebungen auf das CPU-Stepping genau
    > der Prod entsprechen ;-)

    Na dann erkläre mir mal, wo ich irgendwas davon gesagt habe, dass die Software nicht auf dem Zielsystem entwickelt und getestet werden soll? Nochmal: Wo man den Code schreibt spielt keine Rolle, das kann es gar nicht.

    > > > Ja, klar. .NET ist ne Windows-Insellösung. Das wird auf windows
    > > betrieben
    > > > und darum da auch entwickelt. Da wird kaum jemand auf die Idee kommen
    > > unter
    > > > Linux zu entwickeln.
    > >
    > > Ähm nein, täusche Dich da mal nicht. Bei uns im Unternehmen werden u.a.
    > > Serverkomponenten, die nachher ausschließlich per Mono unter Linux
    > laufen,
    > > parallel unter Windows, Linux und macOS entwickelt. Macht man bei Java
    > ja
    > > auch seit jeher so. Wenn die korrekte, kompatible Runtime und alle
    > > Frameworks da sind passt das schon.
    > >
    > Du wärst überrascht, welche Unterschiede es allein zwischen
    > unterschiedlichen JVMs, geschweige denn Application-Servern gibt.

    Allein die Annahme, dass ich das nicht selbst schon erlebt hätte, amüsiert mich. Ändert aber nichts daran, dass man trotzdem nicht auf dem Zielsystem dwn Code schreiben muss. Und wenn man da auch mal ausführen kann ist es doppelt gut, aber das heißt nicht, dass jeder auf seinem eigenen System baut und testet.

    > Das ist mit ein Grund weshalb Java grade im Zuge der Containerisierung massive
    > Probleme hat: Einfach den bestehende Code mit Microprofile oder GraalVM
    > bauen ist nicht. Das gibt sogar durchaus mal funktionale Probleme. Unsauber
    > implementierte Thread-Synchronisation ist da fast schon notorisch.

    Erneut: Du hast mich missverstanden. Der Code wird immer gegen das Zielsystem entwickelt und getestet. Aber ja: Java macht fast immer irgendwelche Probleme, meistens OOM dank “intelligenter“ Garbage Collection. Glücklicherweise muss ich mich damit nur peripher herumärgern.

  15. Re: Ich will keine Symbiose

    Autor: tomatentee 21.10.21 - 23:42

    hum4n0id3 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > cubie2 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ja, schon klar, aber wozu unter Windows entwickeln?
    > > Verstehe ich nicht so ganz (.NET-Anwendungen oder so ausgenommen).
    >
    > Gründe können vielfältig sein zum Beispiel,
    > - keine hohe Einarbeitung in Linux nötig.Das Spart Zeit und Kosten.
    > - es müssen keine extra Maschinen installiert und konfiguriert werden. Das
    > Spart Zeit und Kosten.
    > - die Homogene Struktur kann beibehalten werden und Software die man sonst
    > braucht, kann weiter genutzt werden. Das Spart Zeit und Kosten.
    >
    > WSL wird ganz oft, eigentlich nur, für das Betreiben von Docker verwendet.
    > Und wenn man weiß was Docker ist, versteht man das man nicht für Linux im
    > eigentlichen Sinn entwickelt, sondern für eine definierte Umgebung, das
    > meist nur Linux als Prozessstarter nutzt.
    >
    In dem Container hast du eine Linux-Umgebung, darin sollten sich deine Entwickler schon sicher bewegen können - wird sonst sowieso schwierig.

  16. Re: Ich will keine Symbiose

    Autor: tomatentee 21.10.21 - 23:56

    Sybok schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > tomatentee schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Sybok schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > Erneut: Du hast mich missverstanden. Der Code wird immer gegen das
    > Zielsystem entwickelt und getestet.
    >
    Nein gar nicht, das ist genau mein Punkt: Wenn du irgendeine moderne, im Zweifel Container-basierte Applikation hast wird der Code gegen ein Linux-System entwickelt und auch da getestet. Wozu brauche ich dann noch ein Windows-System außenrum?

    Mein Punkt war der, dass das keinen Mehrwert hat, im Zweifel aber zu schwer analysier- und lösbaren Problemen führen kann (eben wenn die VM sich im Detail doch anders verhält als bare-metal).

    Verstärkt wird das ganze noch durch die Beschränkungen des WSL, z.B. läuft da nur Docker (und das auch wieder in ner VM mit weiß der Henker welchem cgroups-driver), in den meisten Fällen findet die Ausführung aber in CRI-O o.ä. statt (Docker ist z.B. in Kubernetes seit ein paar Versionen deprecated).

  17. Re: Ich will keine Symbiose

    Autor: kollege 25.10.21 - 13:39

    Exakt. Ich habe als Entwickler mit Windows angefangen und eine Reihe von Problemen gehabt, die mich genervt hatten. Da waren auch so lustige sachen mit der case-insensivität permanent, etc. Habe vor ca. 8 Jahren Linux probiert und komme damit klar. Seither habe ich festgestellt, dass die Probleme, die ich zuvor gesehen hatte nur die Spitze des Eisbergs war. Ich bin kein Windows noob, selbst in den neuen Versionen finde ich noch das wie und warum. Aber ich merke, die dämlich und dreckig dieses OS ist. In der Regel ist es so, dass etwas sehr simples und selbstverständliches, worüber ich nicht mal nachdenke, unter Windows plötzlich tierisch Probleme macht. Und es ist meist etwas völlig dämliches und quasi constructed by design. Oft auch irgendwelche völlig Rückständige sachen. Ich krieg da immer ein Hals, wenn ich was auf so einer Kiste mal aufsetzen muss. Ich weiß dann sogar immer was das scheiß Teil mal wieder für ein Problem hat, aber das ist so dumm, dass mir das zum Hals steht...

    Eigentlich sind viele Distros von der UX sogar viel besser als Windows... Windows endeckt Dinge "neu" und das immer noch extrem schlecht umgesetzt, die es so in der Linux Welt schon lange gibt.

    Der einzige Grund, warum Windows noch im Desktop lead hat ist nicht weil Linux so benutzerunfreundlich ist, sondern weil Windows halt ein Monopol hat und noch viele Entwicklungen im Bereich der Programme und was speziell Grafiktreiber angeht exklusiv oder überwiegend in der Windows Welt stattfindet. Selbst wenn es dann läuft, ist es desöfteren halt buggy, wenn der Entwickler ein Rotz auf Linux legt.

    Aber es gibt auch viele Inseln für bestimmte Anwendungsbereiche wo alles perfekt läuft. Die Leute sind aber halt an Windows gewöhnt und sehe jede Abweichung unter Linux gleich als schlechte UX.

    Windows is piece of gargabe from hell.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 25.10.21 13:47 durch kollege.

  18. Re: Ich will keine Symbiose

    Autor: Vögelchen 30.10.21 - 23:47

    hum4n0id3 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Musst du auch nicht. Nutze was dir gefällt.
    >
    > Ich bin Beruflich auf Windows und Linux angewiesen und bin wirklich froh
    > das es heute so einfach geht, sei es mit WSL oder VBox.

    Und ich kann mein E-Auto an der Lichtmaschine eines Benzinautos laden und mich freuen, dass das geht. Ist halt nur ein ziemlicher Unsinn und nicht wirklich schnell, günstig und effizient.

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