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Vorteil ggü. klassicher VM?

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  1. Vorteil ggü. klassicher VM?

    Autor: the_doctor 20.10.21 - 10:12

    Ich sehe leider immer noch nicht den Vorteil im Vergleich zu einer klassischen VM z.B. unter Virtualbox. Ausser dass jetzt vielleicht Windows-User auch "frickeln" können, um das angeblich unter Linux übliche Verfahren zur Problemlösung auch nutzen zu können, wenn Windows langweilig wird (dort kann man auch frickeln, wenn man möchte).
    Ok, einige Linux-Dateisysteme mounten unter Windows mag vielleicht ein Nutzen sein. Produktiv nutzen würde ich das aber eher nicht. Linux-Konsole unter Windows ging auch früher schon, Microsoft hat da ja selber mit der Powershell ordentlich nachgeliefert.
    Integration schön und gut, aber als Entwickler würde ich mich vermutlich nicht auf diesen Microsoft-Unterbau verlassen wollen.
    Bonus könnte sein, dass sich mancher nach und nach an Linux gewöhnt, vielleicht Gefallen daran findet und über einen Umstieg nachdenkt.
    Ansonsten suche ich allerdings immer noch Gründe, warum ich WSL(2) installieren sollte, anstatt einfach eine neue VM aufzumachen.
    Aber wie immer, es darf und soll wenn möglich jeder entscheiden, was er nutzen möchte und was einem persönlich den grössten Benefit gibt. Oder im Beruf halt der Arbeitgeber, wenn dieser die Arbeitsumgebung vorgibt. Gründe gibt es für jedes System, sowohl dafür als auch dagegen.

    Btw. kann WSL2 mit z.B. Virtualbox koexistieren auf einem System? Ich hab da dumpf in Erinnerung, dass das nicht funktioniert.

  2. Re: Vorteil ggü. klassicher VM?

    Autor: Eisklaue 20.10.21 - 10:22

    Hatte früher auch immer ne VM mit nem Ubuntu laufen aber WSL 2 ist komfortabler. Ich hab mit WSL 2 ne direkte Integration in VS Code, und Windows Terminal. Kann also mein Windows VS Code installation benutzen um auf Windows oder in WSL zu arbeiten. Im Windwos Terminal kann ich die Linux Shell benutzen und in nem anderen Tab des Terminals ne Windows Shell. Genauso die integration von Docker Desktopt. Container die ich in der WSL oder unter Windows erstelle, sind auch in der anderen Umgebung direkt vorhanden ohne das ich ein docker pull machen muss.

    Ich kann in der WSL oder in Windows direkt auf die Dateien der anderen Umgebung zugreifen. Im WSL ist Windows unter /mnt/ gemountet und in Windows kannst mit \\wsl$ auf die verschiedenen Distros zugreifen.

  3. Re: Vorteil ggü. klassicher VM?

    Autor: hansblafoo 20.10.21 - 10:23

    Ich bin gestern auf ein Beispiel gestoßen, wo man die WSL (2) braucht: Docker Desktop. Möchte man die offizielle Windows-Variante von Docker nutzen, braucht man die WSL.

  4. Re: Vorteil ggü. klassicher VM?

    Autor: Eisklaue 20.10.21 - 10:28

    Docker Desktop braucht kein WSL um zu funktionieren. Benutzt dann halt die alte Methode mit dem Hyper-V Backend.

  5. Re: Vorteil ggü. klassicher VM?

    Autor: hansblafoo 20.10.21 - 10:34

    Du hast Recht, auf meinem Rechner geht die Hyper-V Variante aber nicht, da ich Windows 10 Home nutze.

  6. Re: Vorteil ggü. klassicher VM?

    Autor: Wulfman 20.10.21 - 13:02

    WSL ist halt einfach nur eine weitere "Commandline"... ich nutze nur noch WSL2(Ubuntu) ... die cmdline ist bei mir gestorben. Powershell war mir immer zu komplex - zu überfrachtet ... hab immer auf ein Powershell/cmdline v2 gewartet - kam ja - WSL und die Linux-Shell ;)

    Der Vorteil ist halt das diese fest im System integriert ist (schnell aus dem Shop installiert - fertig - kein Konfigurieren, anpassen etc. nötig). Ich kann Windows-Tools/Befehle nutzen (notepad.exe logfile.log -> Notepad öffnet sich mit dem logfile) oder halt Linux-Befehle. Sie ist überalle sofort erreichbar. Als wäre sie bestandteil von Windows. Das sehe ich halt als großen Vorteil. Kein "Hilfsprogramm" wie eine VM nötig. Mein Linux-Shellscript kann im Explorer integrieren - Rechtsklick auf eine Datei im Explorer und die wird mit dem Shellscript bearbeitet.

    Ich bekomme in meine Windows-Umgebung zugriff auf viele hilfreiche Linux-Tools (oder fertige Scripte). Ich nutze wsl halt oft im Windows-Dateisystem als Ergänzung im Foto-Workflow, Bilder-Workflow (nicht das gleiche wie Foto...), RAR->ZIP-Workflow, Videos bekommen via WSL auch noch eine kleine Nachbearbeitung. Ich spiele zudem hin und wieder mit OBS rum (interessiert mich einfach nur - kein wirklicher Streamer) - hier werde ich künftig auch WSL integrieren - Auswertungen, Bildwechsel - bin da gerade noch in der "Entdecke die Möglichkeiten"-Phase (die Widgets die ich bisher genutzt habe und die total trackingverseucht sind - Hammer und von dsvgo ist da weit und breit nichts zu sehen... werde ich wohl mit Hilfe von WSL selber machen). Oder eine Windows-Dateisuche - mach ich im Explorer mit F3 oder auch schnell mit der Linux-Shell. Batch-Converts sind schnell geschrieben und unter Windows einsetzbar.

    WSL hatte mir in Windows gefehlt. Mein Linux-Desktop steht mittlerweile Stromlos unterm Schreibtisch - der wird weggemottet ... wofür? Einen "Werbeeffekt" für Linux durch WSL sehe ich überhaupt nicht. Warum soll ich von Windows mit WSL auf Linux umsteigen? (nur mal rein von Funktionsumfang, Einsatzgebiete etc. betrachtet - das Thema Privacy etc. mal aussen vor - das hat mit WSL ja nichts zu tun)

  7. Ist einfach viel komfortabler.

    Autor: Sybok 21.10.21 - 00:19

    Du machst Dein Windows Terminal auf und hast da direkt als eine Möglichkeit für den neuen Tab z.B. ein Debian-WSL oder ein Ubuntu-WSL. Dann öffnest Du den Tab und legst direkt los - ist genau so schnell erledigt wie den normalen Command-Prompt oder die PowerShell zu öffnen. Kannst auch jederzeit in cmd.exe per "wsl" zum Default-WSL wechseln (mit "-d <Name>" zu einer beliebigen anderen Instanz). Eine VM benötigt merklich mehr Vorarbeit (Virtualisierer installieren und einrichten, VM anlegen und konfigurieren, OS installieren etc.). Ein WSL ist nach " wsl --install -d Debian" (Beispiel) in ein paar Minuten eingerichtet und dann ist die immer einfach verfügbar. Du kannst z.B. auch jederzeit Linux-Kommandos im Windows ausführen per "wsl <Kommando>". Finde ich jetzt schon deutlich komfortabler als eine manuell verwaltete VM.

  8. Re: Vorteil ggü. klassicher VM?

    Autor: Sybok 21.10.21 - 00:23

    Wulfman schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > WSL ist halt einfach nur eine weitere "Commandline"... ich nutze nur noch
    > WSL2(Ubuntu) ... die cmdline ist bei mir gestorben. Powershell war mir
    > immer zu komplex - zu überfrachtet ... hab immer auf ein Powershell/cmdline
    > v2 gewartet - kam ja - WSL und die Linux-Shell ;)

    So komplex ist die PowerShell gar nicht - das merkt man, wenn man sich mal ein paar Stunden damit beschäftigt. Alles ist sehr durchdacht und strukturiert, und die Arbeit mit den Objekten ist schon ganz was Feines.

    > Der Vorteil ist halt das diese fest im System integriert ist (schnell aus
    > dem Shop installiert - fertig - kein Konfigurieren, anpassen etc. nötig).

    Jepp.

    > Ich kann Windows-Tools/Befehle nutzen (notepad.exe logfile.log -> Notepad
    > öffnet sich mit dem logfile) oder halt Linux-Befehle. Sie ist überalle
    > sofort erreichbar. Als wäre sie bestandteil von Windows. Das sehe ich halt
    > als großen Vorteil. Kein "Hilfsprogramm" wie eine VM nötig. Mein
    > Linux-Shellscript kann im Explorer integrieren - Rechtsklick auf eine Datei
    > im Explorer und die wird mit dem Shellscript bearbeitet.

    Genau das.

    > WSL hatte mir in Windows gefehlt. Mein Linux-Desktop steht mittlerweile
    > Stromlos unterm Schreibtisch - der wird weggemottet ... wofür? Einen
    > "Werbeeffekt" für Linux durch WSL sehe ich überhaupt nicht. Warum soll ich
    > von Windows mit WSL auf Linux umsteigen? (nur mal rein von Funktionsumfang,
    > Einsatzgebiete etc. betrachtet - das Thema Privacy etc. mal aussen vor -
    > das hat mit WSL ja nichts zu tun)

    Ja, man braucht tatsächlich kaum noch ein separates Linux, aber andersrum kann Linux eben oft kein Windows ersetzen (ob es nun an Spielen liegt die man nutzen möchte oder an Software für den Job, die man benötigt).

  9. Re: Vorteil ggü. klassicher VM?

    Autor: hum4n0id3 21.10.21 - 10:24

    the_doctor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich sehe leider immer noch nicht den Vorteil im Vergleich zu einer
    > klassischen VM z.B. unter Virtualbox.

    Der Artikel ist etwas wirr geschrieben. Einmal redet der Autor von Linux, im nächsten Moment dann von Containern. Ich nutze WSL mit Docker daher spreche ich jetzt davon.

    Eine VM braucht sehr viel mehr Ressourcen als ein Container. WSL lässt ein Linux neben Windows laufen. Die Container greifen eben auf dieses Linux zu. Wenn du zb. in VBox eine VM erstellst, dann weißt du ihm gewisse Ressourcen zu die von Virt abgezweigt werden. 1 GB RAM, 32 -64 GB HDD usw. Das ist nun weg. Dann nimmst du noch eine VM und noch eine VM usw. Da fängt auch die beste Hardware irgendwann an zu schwitzen.

    Die Container dagegen laufen als Prozesse auf dem WSL Linux. Das heißt sie haben alle die gleichen Ressourcen und werden von Linux verwaltet. Ein einfacher Container ist nur wenige hundert MB groß und ist schnell erstellt. Du kannst sehr viel mehr Container laufen lassen als VMs. Und während ein VM einen ganzen Rechner virtualisiert darstellt, stellen Container eben einen Dienst bereit.

    Also bedient WLS eine ganz andere Problematik und Lösung als eine VM und lässt sich daher nur schlecht vergleichen.

    > Integration schön und gut, aber als Entwickler würde ich mich vermutlich
    > nicht auf diesen Microsoft-Unterbau verlassen wollen.

    Warum nicht? Es ist sehr Robust und genau deshalb unter Entwicklern so populär. Es ist also so das man als Entwickler sehr gern darauf verlässt.

    > Bonus könnte sein, dass sich mancher nach und nach an Linux gewöhnt,
    > vielleicht Gefallen daran findet und über einen Umstieg nachdenkt.

    Linux ist nicht per se schlecht. Linux ist aber nicht so unproblematisch wie Windows. Neben mir selbst habe ich auch viele andere Menschen und Entwickler kennen gelernt, die auch sagen, sie würden wechseln WENN... und dieses WENN ist meist über Jahre nicht erfüllt und darum nutzen diese weiterhin Windows. Und sind auch nicht unbedingt traurig darüber.

    > Ansonsten suche ich allerdings immer noch Gründe, warum ich WSL(2)
    > installieren sollte, anstatt einfach eine neue VM aufzumachen.

    Einen Teil habe ich schon oben geschrieben, siehe ersten Teil. Die Entwickler schreiben nicht wirklich Software für Linux, sondern eher für einen Dienst der in einem Container definiert ist. Heute laufen diese Container unter Linux. Ein Container braucht weniger Ressourcen als eine VM und weiterer Vorteil ist das Deployment von den Containern. Du hast einen Entwickler-Container und irgendwann geht der Code in einen Produktions-Container. Keine Konfiguration von Hosts nötig, weil alles was man braucht, bringt der Container schon mit.

    > Aber wie immer, es darf und soll wenn möglich jeder entscheiden, was er
    > nutzen möchte und was einem persönlich den grössten Benefit gibt. Oder im
    > Beruf halt der Arbeitgeber, wenn dieser die Arbeitsumgebung vorgibt. Gründe
    > gibt es für jedes System, sowohl dafür als auch dagegen.
    >

    VM und Container lassen sich nur schlecht vergleichen. Wenn man verstehen will warum die Container so einen boom ausgelöst haben, muss man sich damit eindringlich beschäftigen. VMs und Container bedienen unterschiedliche Clientels.

    > Btw. kann WSL2 mit z.B. Virtualbox koexistieren auf einem System? Ich hab
    > da dumpf in Erinnerung, dass das nicht funktioniert.

    Ja. Können die. Ist mittlerweile möglich.

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