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Lobhudelei und Fehler

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  1. Lobhudelei und Fehler

    Autor: Anonymer Nutzer 11.10.17 - 14:41

    Wir verwenden ZFS auf unseren Servern, und dort ist es stabil und gut - allerdings ist dort die Hardware auch eine andere:
    ~180 Festplatten verteilt auf mehrere (19") Enclosures die selbst ein Hardware-RAID bereitstellen, und angeschlossen sind die Server und Festplatten über FCAL Switches.
    Man kann also z.b. ohne umstöpseln irgendwelcher Leitungen Platten/RAIDs/zpools von Server A exportieren, und auf Server B importieren - ist ungefähr wie iSCSI, nur eben optisch.

    Braucht man sowas zuhause? Will man sowas zuhause? Nope. Zu komplex.
    Zuhause will man ein-zwei Platten im Rechner haben, und sollte sich die Arbeit machen wenigstens einmal die Woche ein Backup zu machen - auf alternierende externe Medien (vulgo: "USB-Platten").
    Und da ist dann auch schon der erste Fehler im Text, "rsync wird obsolet" - blödsinn. Mit rsync mache ich in Minuten inkrementelle Backups meines Systems, ~1,7TB - wie lange dauert es wohl stumpfsinnig einen *gesamten* zpool zu (send-receive) sichern?
    Zweiter Fehler im Text ist, das ext4 keine Snapshots kann - das ist richtig, ist aber auch nicht die aufgabe von ext4. Wenn man Snapshots braucht, baut man sein Dateisystem auf einer LVM Zwischenschicht auf, die das unterstützt. LVM kann dann auch mehrere Platten verwalten, und diese zu logischen Platten zusammenfassen.

    ZFS und BTRFS - schön das es sie gibt. Aber solange man sie nicht braucht, sollte man sich die komplexität nicht antun und bei alt bewährtem bleiben - KISS-prinzip.

  2. Re: Lobhudelei und Fehler

    Autor: Umdenker 11.10.17 - 15:07

    LiPo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Braucht man sowas zuhause? Will man sowas zuhause? Nope. Zu komplex.
    > Zuhause will man ein-zwei Platten im Rechner haben, und sollte sich die
    > Arbeit machen wenigstens einmal die Woche ein Backup zu machen - auf
    > alternierende externe Medien (vulgo: "USB-Platten").

    Das ein Backup auf eine externe Platte/NAS sollte ist aber erstmal unabhängig vom Dateisystem. Hier mixt du zwei Themen.

    > Und da ist dann auch schon der erste Fehler im Text, "rsync wird obsolet" -
    > blödsinn. Mit rsync mache ich in Minuten inkrementelle Backups meines
    > Systems, ~1,7TB - wie lange dauert es wohl stumpfsinnig einen *gesamten*
    > zpool zu (send-receive) sichern?

    Du hast wohl den Artikel nicht richtig gelesen. ZFS hat quasi die Rsync (mit Archive Mode) Logik gleich im Dateisystem integriert und entsprechende Befehle mitgeliefert um das zu Triggern/automatisieren. Und damit macht es für mich eben Rsync obsolet.

    > Zweiter Fehler im Text ist, das ext4 keine Snapshots kann - das ist
    > richtig, ist aber auch nicht die aufgabe von ext4. Wenn man Snapshots
    > braucht, baut man sein Dateisystem auf einer LVM Zwischenschicht auf, die
    > das unterstützt. LVM kann dann auch mehrere Platten verwalten, und diese zu
    > logischen Platten zusammenfassen.

    Dann ist es auch kein Fehler im Artikel, denn ext4 kann eben nicht von sich aus Snapshots, sondern wie du schreibst nur mit LVM. Das geht dann mit den meisten Dateisystemen und hat somit nur am Rande mit dem Dateisystem zu tun. Oder kurz gesagt: Du vergleichst Äpfel mit Birnen.

    > ZFS und BTRFS - schön das es sie gibt. Aber solange man sie nicht braucht,
    > sollte man sich die komplexität nicht antun und bei alt bewährtem bleiben -
    > KISS-prinzip.

    Dem stimme ich vollkommen zu. Soviel Komplexität wie nötig, so wenig wie möglich.

    So oder so, einfach mal in Zukunft weniger reißerische Überschrift sowie Kommentare schreiben, weil das wirkt eher nach "Drama Queen".

  3. Re: Lobhudelei und Fehler

    Autor: YarYar 11.10.17 - 15:16

    LiPo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Braucht man sowas zuhause? Will man sowas zuhause? Nope. Zu komplex.

    Ich will das. Das sind mir meine Daten wert (Fotos). Und zu komplex ist es in keinem Fall. Ich hatte vorher mdadm RAID5 + lvm + ext4. DAS ist kompliziert.

    Zumal ich bei ZSF noch zwei entscheidende Vorteile habe: 1) checksums=Datenintegrität und 2) ZFS verwaltet die Platten direkt und sagt einem bei einem Fehler direkt welche Platte den Fehler produziert und man kann die Platte austauschen. Das ext4 auf einem lvm auf einem mdam RAID5 bleibt da stumm denn es kennt die Platten gar nicht.

    > ZFS und BTRFS - schön das es sie gibt. Aber solange man sie nicht braucht,
    > sollte man sich die komplexität nicht antun und bei alt bewährtem bleiben -
    > KISS-prinzip.

    Bei ZFS ist nur das erste aufsetzen der pools komplex. Aber das ist bei mdadm+lvm+ext4 ebenfalls komplex.

    Aber klar, wenn ich nur ein einfaches dateisystem benötige, ohne Redundanz, dann kann ich besser direkt ext4 nehmen.

  4. Re: Lobhudelei und Fehler

    Autor: pumok 11.10.17 - 15:19

    Das meiste wurde von YarYar bereits korrigiert.

    > Braucht man sowas zuhause? Will man sowas zuhause? Nope. Zu komplex.
    Bitte lass das die Leute selbst entscheiden. Ich mache meine Infrastruktur so komplex wie ich will, das ist nicht Deine Entscheidung.

  5. Re: Lobhudelei und Fehler

    Autor: Joker86 11.10.17 - 18:15

    @Pumok

    Du verstehst es mal wieder nicht...

    Es geht darum, wen der Artikel erreichen will, den leicht überdurchschnittlich informierten IT Anwender... kann der das umsetzen? Gute Frage, im Zweifel nein. Und genau das kritisiert LiPo - zu Recht. Und dem stimmt auch Umdenker zu, der ja ansonsten mehrfach korrigieren musste... Was Du machst interessiert niemanden...

    @YarYar
    "Das sind meine Daten mir wert" klingt jetzt auch etwas hysterisch... Drei externe Festplatten und das hast garantiert weniger Stress ;-)

  6. Re: Lobhudelei und Fehler

    Autor: Anonymer Nutzer 11.10.17 - 18:32

    Joker86 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > @YarYar
    > "Das sind meine Daten mir wert" klingt jetzt auch etwas hysterisch... Drei
    > externe Festplatten und das hast garantiert weniger Stress ;-)

    wobei, da muss ICH zustimmen, redundante speicherung, checksummen, fehlererkennung und -korrektur schon sexy sind.
    aber hinter ZFS/BTRFS steckt mir zu code, zu viel "experimentell", zu viele bugs und datenverlust - ich halte "3 externe festplatten" für sicherer, einfacher und DAU-kompatibler.

  7. Re: Lobhudelei und Fehler

    Autor: Joker86 11.10.17 - 18:47

    Natürlich ist es sexy - aber hey 40 GbIt SFP+ Verkabelung ist auch sexy... Nen Knights Landing hat auch seine Vorteile... und mit F1 Flitzer durch Deutschland zu heizen auch...

    Aber: Aufwand / Nutzen... und da bin ich bei Dir, für den mäßig begabten Durschschnittsnutzer ist das etwas zu viel des Guten,,,,

  8. Re: Lobhudelei und Fehler

    Autor: mhstar 11.10.17 - 20:26

    > 2) ZFS verwaltet die Platten direkt und sagt
    > einem bei einem Fehler direkt welche Platte den Fehler produziert und man
    > kann die Platte austauschen. Das ext4 auf einem lvm auf einem mdam RAID5
    > bleibt da stumm denn es kennt die Platten gar nicht.

    Auch falsch.

    Um mdadm zu zitieren:

    > This is an automatically generated mail message from mdadm running on XXXXX
    > A Fail event had been detected on md device /dev/md2.
    >
    > It could be related to component device /dev/sdb1.
    >
    > Faithfully yours, etc.


    Und /dev/sdb1 ist genau dort wo der Hund begraben liegt. ext4 kann ruhig stumm bleiben wenn mdadm schreit. Nur geil auf bleeding edge sein und alles andere schlecht reden schaut irgendwie blöd aus. So wie der OP geschrieben hat: "Lobhudelei". Schlanke Module die sich genau um eines kümmern (und das gut) hat auch einen Vorteil.

    Für Backups von Fotos usw empfehle ich kräftig Redundanz mit par2 auf externen Festplatten. Werkzeuge nach Aufgabengebiet einsetzen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.10.17 20:28 durch mhstar.

  9. Re: Lobhudelei und Fehler

    Autor: YarYar 11.10.17 - 20:54

    mhstar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nur geil auf bleeding edge sein und alles
    > andere schlecht reden schaut irgendwie blöd aus. So wie der OP geschrieben
    > hat: "Lobhudelei". Schlanke Module die sich genau um eines kümmern (und das
    > gut) hat auch einen Vorteil.

    Nun werd' mal nicht gleich persönlich. Immer cool bleiben.

    Es geht um Schreib/Lesefehler von ext4. Die müssen nicht zwangsläufig von mdadm als hardware Fehler gemeldet werden. Da mdadm die Platten für ext4 abstrahiert weiß ext4 nicht welche Platte ein Problem hat. Du müsstest dann zum Beispiel ein smartctl lauflassen um eventuell zu erfahren was los ist. Noch schlimmer ist es wenn dazwischen auch noch ein lvm layer ist.

    ZFS und btrfs verwalten die Platten direkt und haben daher einen debugging Vorteil. Das hat nichts mit Lobhudelei zu tun.

    Um deine Worte zu benutzen: Alles andere schlecht reden schaut irgendwie blöd aus.

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