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Apple schafft sich ab?!

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  1. Apple schafft sich ab?!

    Autor: Tamashii 22.11.16 - 08:49

    Ich muss ehrlich sagen, dass ich viele Entscheidungen, die Apple in diesem Jahr getroffen hat, nicht verstehen kann:

    - MagSafe wurde bei allen MBs abgeschafft
    - der leuchtende Apfel ist nicht mehr da
    - die eigenen Router und Backup-Systeme verschwinden nun auch

    Hiermit schafft Apple Dinge ab, die viele bisher als identitätsstiftend angesehen haben, auch wenn es sich teilweise nur um Details handeln mag.
    Trotzdem erkannte man MacBooks immer an diesem leuchtenden Apfel, und ich kenne niemanden, der das "cheezy" fand. Zudem kommentiert Apple nichts davon und tut es einfach nur.

    Nun entledigt man sich eines Teils des bisher sehr erfolgreichen Apple-Infrastruktur. Ich habe es immer gehasst, Router einrichten zu müssen, mit Apple war's (für den Privatgebrauch) ein Kinderspiel.

    Zwar ist mit dem neuen MacOS schon klar, dass früher oder später das Backup komplett in die iCloud verlegt werden wird, was ich auch durchaus sinnvoll finde, aber warum die Dinge nicht in der richtigen und nachvollziehbaren Reihenfolge tun?

    Genauso die Abschaffung der Kopfhörerbuchse - man schaffte sie ab, bevor man einen neuen "Standard" etabliert hat - dem Kunden bleibt nur "take it or leave it".

    Wenn nun auch noch AirPlay abgeschafft wird, um alles nur noch über das deutlich schwächere und schlechtere Bluetooth zu machen, hat Apple mich komplett verloren.
    Es wäre ein weiterer Schritt in Richtung "weg von Exzellenz, hin zu oberflächlicher Einfachheit", und Apple stand aus meiner Sicht mal für das Gegenteil.

    Auch die Keynotes ermüden mich nur noch: Immer die gleiche Reihenfolge der Sprecher und Themen, jedes Mal zum Schluss John Yve, der wieder die worte "profund" und "extraordinary" abnutzt, obwohl der einzige "Fortschritt nur die Gehäuse-Volumen-Reduzierung ist - ich kann's nicht mehr hören.

    Hoffentlich bekommen sich die Leutchen irgendwann mal wieder auf die Reihe, denn auch die iCloud hakt immer noch des Öfteren (es dauert teilweise mehrere Stunden, bis Erinnerungen, die ich am MBP auf "erledigt" gesetzt habe, vom iPhone-Sperrbildschirm verschwinden).

  2. Re: Apple schafft sich ab?!

    Autor: drvsouth 22.11.16 - 09:17

    Tamashii schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > - der leuchtende Apfel ist nicht mehr da

    Der war doch eh völlig bescheuert, weil verkehrt rum. Als Kunde, der das Gerät bezahlt hat, seh ich ihn immer nur auf dem Kopf, wenn ich das Gerät zugeklappt vor mich stelle.
    Richtig herrum erscheint er nur für andere, die das Gerät nicht bezahlt haben und macht Leuchtreklame für Apple.
    Hab schon so oft das Macbook hier umdrehen müssen, weil ich den Apfel richtig rum vor mir liegen hatte.

    Leider machen das mittlerweile alle so, selbst beim Thinkpad haben sie es irgendwann mal gedreht.

  3. Re: Apple schafft sich ab?!

    Autor: Dr.Zoidberg 22.11.16 - 09:17

    Full ACK.
    Aus all diesen Gründen und der, wie ich finde, stetig sinkenden Qualität von OSX. Habe ich ein PC probiert. Allerdings hat mit Lenovo und Win10 dann doch relativ schnell wieder ein Macbook kaufen lassen.
    Mir gefällt der aktuelle Kurs nicht, die Preise finde ich schon länger teils unverschämt, aber es mangelt mir an Alternativen. Linux ist für mich auch keine alternative, als embedded Linux Entwickler, brauch ich die Arbeit dann nicht noch zuhause. (-;

  4. Re: Apple schafft sich ab?!

    Autor: zZz 22.11.16 - 11:09

    drvsouth schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Der war doch eh völlig bescheuert, weil verkehrt rum. Als Kunde, der das
    > Gerät bezahlt hat, seh ich ihn immer nur auf dem Kopf, wenn ich das Gerät
    > zugeklappt vor mich stelle.

    Völlig bescheuert war es zu Zeiten des Powerbook G3s, als der Apfel deiner Meinung nach „richtig rum” war.

    Foto

    Das umzudrehen war die richtige Entscheidung, es gibt nunmal mehr Zuschauer auf Vorträgen oder Konzerten, die den Apfel dann „richtig rum” sehen.

  5. Re: Apple schafft sich ab?!

    Autor: Anonymer Nutzer 22.11.16 - 11:15

    > Der war doch eh völlig bescheuert, weil verkehrt rum. Als Kunde, der das
    > Gerät bezahlt hat, seh ich ihn immer nur auf dem Kopf, wenn ich das Gerät
    > zugeklappt vor mich stelle.

    Warum soll Apple bei Dir Werbung für Apple machen, Du besitzt das Gerät doch schon? Der (leuchtende) Apfel, auch der auf den iPhone-Rückseiten ist für die anderen da. Das ist doch gerade das, was viele Laptop-Hersteller m.E. verkehrt machen, indem sie ihre Produkte bei denen bewerben, die sie schon gekauft haben.

  6. Re: Apple schafft sich ab?!

    Autor: Epaminaidos 23.11.16 - 08:39

    Tamashii schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich muss ehrlich sagen, dass ich viele Entscheidungen, die Apple in diesem
    > Jahr getroffen hat, nicht verstehen kann.

    Im Endeffekt ist es so einfach wie verstörend: Steve Jobs war einfach unglaublich gut und die ehemals zweite Reihe bekommt es ohne ihn nicht hin.
    Ich hätte nicht gedacht, dass ein so großes Unternehmen so stark von einem einzelnen Mitarbeiter abhängen kann.

  7. Re: Apple schafft sich ab?!

    Autor: s.k.f. 24.11.16 - 16:53

    Die Eingangsfrage habe ich mir auch gestellt. Ich bin vor 11 Jahren von Windows/PC auf OS X/Mac umgestiegen und bis heute vom Apple-Betriebssystem an sich sehr überzeugt (auch wenn mir der Trend der letzten Jahre auch nicht wirklich gefällt). Wirklich alarmierend jedoch finde ich, dass Apple, das lange eher eine Art Nischendasein unter einer gewissen Gruppe von Profis fristete, sich nun scheinbar völlig auf den kurzlebigen und oberflächlichen Consumermarkt fokussiert (soweit noch nicht verwerflich), dabei aber den Pro-Bereich Schritt für Schritt aufgibt. Die MacPro-Reihe wurde seit 3 Jahren nicht mehr aktualisiert - für einen Computer eine Ewigkeit. Mein MacBookPro ist im Grunde ein MacBook . Das "Pro" im Namen ist nicht mehr gerechtfertigt (so fehlt beispielsweise eine dedizierte GPU). In meinem alten MacBook (2006) waren Ram und HDD über den entnehmbaren Akku noch leicht zugänglich. Heute ist alles aus einem Guss, die Akkus sind verklebt und der Ram, sowie die SSD verlötet. In einem Gerät wie dem MacBook-Air, das bewusst auf Miniaturisierung setzt, kann ich das nachvollziehen, aber in einem größeren Notebook mit "Pro" im Namen? Dasselbe gilt für die iMac-Reihe. Mein "aktueller" iMac von 2009 hat noch Wartungsklappen für den Ram an der Unterseite. Zugegeben - der 27-Zöller ist ein mords Brocken, aber es handelt sich ja immerhin noch um einen Desktop-Rechner und kein Mobilgerät. Moderne iMacs werden im wahrsten Sinne des Wortes regelrecht "ausgedünnt". Fazit auch hier: alles gekapselt, alles verlötet. "Design!" könnte man nun rufen, aber bei sehr vielen dieser Maßnahmen drängt sich mir der Verdacht auf, dass sich damit die Spirale geplanter Obsoleszenz einfach ein Stück weit schneller dreht. Damit klingeln dann die Kassen, die in einer Zeit, in der anscheinend noch immer "grenzenloses Wachstum gepredigt wird" auch immer schneller klingeln müssen. Preis/Leistung gerät zusehends ebenfalls in ein deutliches Missverhältnis. In den letzten 10 Jahren lagen Macs preislich oft in einem Bereich in dem ich sagen konnte:"gut - bei Betrachtung der reinen Hardwaredaten bieten sie z.T. minimal leistungsärmere Hardware für einen minimal höheren Preis als vergleichbare (!) Geräte aus der PC Welt. Dafür laufen sie zuverlässig, absolut sorgenfrei und ich bin produktiver" (letzteres war einfach meine persönliche Erfahrung). Es fiel mir leicht, die Scheißhausparolen von Apple-Hatern zu entkräften. "Apple User sind so doof - die lassen sich den letzten Schrott noch mit saftigem Aufschlag verkaufen und bedanken sich auch noch dafür" - solche Sprüche ließen mich lange ziemlich kalt, denn sie zeugten von absoluter Unkenntnis der Materie und manchmal auch einfach nur von Dummheit. Aktuell habe ich den Eindruck, dass wir jedoch genau in diese Richtung steuern. Ohne mein iPhone könnte ich problemlos leben, auch wenn ich auch hier das reibungslose Zusammenspiel zwischen iOS und macOS (ehem. OS X) liebe. Von dem Desktopsystem möchte ich mich langfristig jedoch ungern trennen. Früher oder später schaut man dann, ob ein Hackintosh nich die bessere Wahl wäre.

    Mal sehen, wo die Reise hingeht.

  8. Re: Apple schafft sich ab?!

    Autor: Tamashii 25.11.16 - 09:22

    Vielen Dank, das sprach mir deutlich aus der Seele. Besonders die Behandlung des Themas MacBook "PRO" sehe ich absolut genauso - schade, dass sie sich trotzdem angeblich sehr gut verkaufen, so wird Apple nicht mal signalisiert, dass sie sich für viele ehemalige Nutzer auf dem Holzweg befinden.

    Auch mit dem iPhone geht es mir genauso - ich sehe kaum noch Vorteile gegenüber Android - eigentlich nur noch in den Software-Updates, die bis über 4 Jahre lang kommen.
    Selbst die "natlose Zusammenarbeit" mit den Macs sehe ich nicht mehr uneinschränkt - so wollen z.B. Erinnerungen, die ich am MBP auf "erledigt" setze oder gar lösche oft noch Tage lang nicht von meinem iPhone-Sperrbildschirm verschwinden...

    Mac OS gefällt mir ebenfalls deutlich besser und hier sehe ich auch kaum Alternativen, die mir gefallen würden, das macht es schwierig für mich...
    Wenn nun nächstes Jahr aber sogar noch AirPlay abgeschafft wird, um sich vollends auf den qualitativ deutlich schlechteren Bluetooth-Standard zu konzentrieren, dann bekomme ich langsam Probleme mit meinem Apple-Ökosystem, weil es irgendwann einfach nicht mehr da zu sein scheint...

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