1. Foren
  2. Kommentare
  3. PC-Hardware
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Ampere-Grafikkarten: Kondensatoren…

MLCCs anfällig für Verschleiß?

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. MLCCs anfällig für Verschleiß?

    Autor: Xstream 28.09.20 - 19:39

    Bitte was?

  2. Re: MLCCs anfällig für Verschleiß?

    Autor: Eldark 28.09.20 - 21:24

    Mikrofonie Effekte und überspannungsempfindlichkeit?

  3. Re: MLCCs anfällig für Verschleiß?

    Autor: AllDayPiano 29.09.20 - 08:49

    Ja das ist natürlich Quatsch.

    MLCC haben den Piezzo-Effekt, der das Bauteil belastet, Lötstellen belastet und als unangenehme Begleiterscheinung ekelhaft pfeiffen kann.

    MLCC haben aber ein ganz anderes Problem: Ihre Kapazität ändert sich in Abhängigkeit der angelegten Spannung. Gerade bei der Verwendung als Stützkondensator (wie bei dem Board angedacht) haben MLCC nur Nachteile gegenüber den Poscap. Die Wahl von POSCAP ist schon nachvollziehbar.

    Allerdings verlieren POSCAP - wie alle Polymerkondensatoren - Kapazität über ihre Lebensdauer. Panasonic gibt +-20% über 2000h an. Und weiterhin sind Tantalkondensatoren extrem empfindlich gegen Spannungsspitzen. Die Festigkeit muss also sehr groß ausgelegt werden.

    Ich persönlich habe das Gefühl, mit dem Design eines kurzen PCB hat man sich verrannt. Man hat unterschätzt, wie hoch die Stromspitzen des neuen Prozessors sind, wenn schlagartig viele Rechenoperationen ausgeführt werden.

    Dass die 2 GHz internal Clock *nicht* an den Stützkapazitäten anliegen, ist eigentlich klar. Mit denen hat das also überhaupt nichts zu tun. Aber je höher die GPU taktet, umso größer werden die Lastspitzen umso mehr Strom nimmt der Chip auf, umso höher werden die Kapazitäten belastet. Die GPU kann im Idle auch mit 10 GHz takten und es gäbe keine Probleme.

    Das Problem ist also m.A.n. weder MLCC, noch POSCAP, sondern ein Design-Fail.

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich eine absolute Aussage treffe, dann ist das ebenfalls eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich etwas mit Quellen belege, ist es entsprechend gekennzeichnet und damit keine Meinung, sondern eine Schlussfolgerung oder Tatsachendarstellung. Gut, dass wir das jetzt abschließend geklärt haben. Springen wird Golem.de trotzdem weiterhin.

  4. Re: MLCCs anfällig für Verschleiß?

    Autor: tommihommi1 29.09.20 - 09:14

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja das ist natürlich Quatsch.
    >
    > MLCC haben den Piezzo-Effekt, der das Bauteil belastet, Lötstellen belastet
    > und als unangenehme Begleiterscheinung ekelhaft pfeiffen kann.
    >
    > MLCC haben aber ein ganz anderes Problem: Ihre Kapazität ändert sich in
    > Abhängigkeit der angelegten Spannung. Gerade bei der Verwendung als
    > Stützkondensator (wie bei dem Board angedacht) haben MLCC nur Nachteile
    > gegenüber den Poscap. Die Wahl von POSCAP ist schon nachvollziehbar.
    >
    > Allerdings verlieren POSCAP - wie alle Polymerkondensatoren - Kapazität
    > über ihre Lebensdauer. Panasonic gibt +-20% über 2000h an. Und weiterhin
    > sind Tantalkondensatoren extrem empfindlich gegen Spannungsspitzen. Die
    > Festigkeit muss also sehr groß ausgelegt werden.
    >
    > Ich persönlich habe das Gefühl, mit dem Design eines kurzen PCB hat man
    > sich verrannt. Man hat unterschätzt, wie hoch die Stromspitzen des neuen
    > Prozessors sind, wenn schlagartig viele Rechenoperationen ausgeführt
    > werden.
    >
    > Dass die 2 GHz internal Clock *nicht* an den Stützkapazitäten anliegen, ist
    > eigentlich klar. Mit denen hat das also überhaupt nichts zu tun. Aber je
    > höher die GPU taktet, umso größer werden die Lastspitzen umso mehr Strom
    > nimmt der Chip auf, umso höher werden die Kapazitäten belastet. Die GPU
    > kann im Idle auch mit 10 GHz takten und es gäbe keine Probleme.
    >
    > Das Problem ist also m.A.n. weder MLCC, noch POSCAP, sondern ein
    > Design-Fail.

    die superkurze PCB von Nvidia ist nicht betroffen, nur das Referenzdesign (das nicht in der FE ist)

    Die Kapazitätsänderung durch Spannung ist bei der Anwendung als Stützkondensator komplett egal, weil 1. immer ziemlich genau 1V anliegen, 2. die exakte Kapazität egal ist.

    Ein Mix aus langsamen Polymerkondensatoren und schnellen MLCCs ist ziemlich normal. Der einzige relevante Nachteil der MLCCs sind mehr Kosten bei gleicher Kapazität.

  5. Re: MLCCs anfällig für Verschleiß?

    Autor: AllDayPiano 29.09.20 - 09:33

    Wenn man genug Kapazität hat, gibt es auch kaum Spannungseinbrüche. Das ist schon richtig.

    Wenn man sich die Bilder mal genau ansieht, stellt man fest, dass man von vorn herein 60 Pads für MLCC auf allen 6 Plätzen für die POSCAP vorgesehen hat.

    Die Entwickler wussten also schon vorher, dass die Variante kritisch ist.

    Es bleibt also ein Design Fail. Ob dieser jetzt aus technischen, oder wirtschaftlichen Gründen gemacht wurde, ist unerheblich.

    Abgesehen davon sagt der Hersteller selbst, dass es sich bei den problematischen Karten um Vorserienmuster handelt. Endkunden sollten so eine Karte also gar nicht bekommen haben.

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich eine absolute Aussage treffe, dann ist das ebenfalls eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich etwas mit Quellen belege, ist es entsprechend gekennzeichnet und damit keine Meinung, sondern eine Schlussfolgerung oder Tatsachendarstellung. Gut, dass wir das jetzt abschließend geklärt haben. Springen wird Golem.de trotzdem weiterhin.

  6. Re: MLCCs anfällig für Verschleiß?

    Autor: tommihommi1 29.09.20 - 09:52

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man genug Kapazität hat, gibt es auch kaum Spannungseinbrüche. Das ist
    > schon richtig.
    >
    > Wenn man sich die Bilder mal genau ansieht, stellt man fest, dass man von
    > vorn herein 60 Pads für MLCC auf allen 6 Plätzen für die POSCAP vorgesehen
    > hat.
    >
    > Die Entwickler wussten also schon vorher, dass die Variante kritisch ist.
    >
    > Es bleibt also ein Design Fail. Ob dieser jetzt aus technischen, oder
    > wirtschaftlichen Gründen gemacht wurde, ist unerheblich.
    >
    > Abgesehen davon sagt der Hersteller selbst, dass es sich bei den
    > problematischen Karten um Vorserienmuster handelt. Endkunden sollten so
    > eine Karte also gar nicht bekommen haben.

    NVIDIA gibt den Herstellern freie Wahl, wie sie diese Pads bestücken. Bestückungsvarianten sind da ganz normal. In keinem der Design-Dokumente war davon die Rede, dass ein gewisser Teil MLCCs notwendig sind.

    Das Ganze ist ja nur ein Problem, weil besonders schlecht taktende GPUs anfällig sind, die dann typischerweise mit der günstigsten Bestückungsvariante kombiniert werden.

    NVIDIA hat es verkackt.

  7. Re: MLCCs anfällig für Verschleiß?

    Autor: AllDayPiano 29.09.20 - 10:03

    Wieso NVidia? Sie geben ja nur ein Referenzdesign. Und das sollte eigentlich unter allen Lebenslagen funktionieren. Scheinbar haben andere Hersteller die Probleme nicht.

    Hast Du das Datenblatt zur GPU? Würde da gerne mal reinsehen, was NVidia tatsächlich vorgibt.

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich eine absolute Aussage treffe, dann ist das ebenfalls eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich etwas mit Quellen belege, ist es entsprechend gekennzeichnet und damit keine Meinung, sondern eine Schlussfolgerung oder Tatsachendarstellung. Gut, dass wir das jetzt abschließend geklärt haben. Springen wird Golem.de trotzdem weiterhin.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Stiftung Hospital zum heiligen Geist, Frankfurt am Main
  2. VSE Verteilnetz GmbH, Saarbrücken
  3. ING Deutschland, Frankfurt
  4. Schaeffler Digital Solutions GmbH, Chemnitz

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. gratis
  2. (u. a. Fallout 76 für 14,99€, Fallout 4: Game of the Year Edition für 16,99€, Fallout 4 VR...


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Differential Privacy: Es bleibt undurchsichtig
Differential Privacy
Es bleibt undurchsichtig

Mit Differential Privacy soll die Privatsphäre von Menschen geschützt werden, obwohl jede Menge persönlicher Daten verarbeitet werden. Häufig sagen Unternehmen aber nicht, wie genau sie das machen.
Von Anna Biselli

  1. Strafverfolgung Google rückt IP-Adressen von Suchanfragen heraus
  2. Datenschutz Millionenbußgeld gegen H&M wegen Ausspähung in Callcenter
  3. Personenkennziffer Bundestagsgutachten zweifelt an Verfassungsmäßigkeit

Watch SE im Test: Apples gelungene Smartwatch-Alternative
Watch SE im Test
Apples gelungene Smartwatch-Alternative

Mit der Watch SE bietet Apple erstmals parallel zum Topmodell eine zweite, günstigere Smartwatch an. Die Watch SE eignet sich unter anderem für Nutzer, die auf die Blutsauerstoffmessung verzichten können.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Apple WatchOS 7.0.3 behebt Reboot-Probleme der Apple Watch 3
  2. Series 6 im Test Die Apple Watch zwischen Sport, Schlaf und Sättigung
  3. Apple empfiehlt Neuinstallation Probleme mit WatchOS 7 und Apple Watch lösbar

Tutorial: Was ein On Screen Display alles kann
Tutorial
Was ein On Screen Display alles kann

Werkzeugkasten Viele PC-Spieler schwören auf ein OSD. Denn damit lassen sich Limits erkennen, die Bildqualität verbessern und Ruckler verringern.
Von Marc Sauter