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Halte ich für Blödsinn

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  1. Halte ich für Blödsinn

    Autor: Replay 10.03.14 - 11:02

    Was hilft das beste Medium, wenn's später kein Gerät mehr gibt, wo man dieses Medium einlegen und damit lesbar machen kann? Und 300 GB und später erst 1 TB? Witzlos, wenn man 24 Jahre produziertes Video sichern möchte.

    Magnetbänder halten auch 50 Jahre, wenn man darauf aufpaßt. Was aber nichts nützt, da das dazugehörige Abspielgerät keine 50 Jahre hält (Kondensatoren!). Siehe miniDV und VHS. Das Zeug auf Festplatten zu überspielen und im Falle von analogen Bändern zu digitalisieren war eine Herkulesaufgabe, die über zwei Jahre in Anspruch nahm.

    Aus dieser Erfahrung heraus halte ich Festplatten nach wie vor für das beste Medium für Backups. Schnell, billig und die Daten sind ruckzuck auf einen neuen Datenträger (der auch gleich neue Schnittstellen und ein aktuelles Dateisystem mitbringt) übertragen.

    Alle vier Jahre überspiele ich den ständig aktualisierten Inhalt meiner Backup-Festplatten auf neue Festplatten. Das ist ein Mausklick.

    Optische Datenträger habe ich schon in den 90ern als umständlich und langsam empfunden. Ich nutzte damals ZIP-Laufwerke (SCSI, das ging auch schnell). Später habe ich den Inhalt der ZIP-Medien halt auf Festplatten übertragen. Ich habe noch nie CDs, DVDs oder BRs als Backup-Medium verwendet, ich brenne nicht mal Filme auf die Dinger. Viel zu umständlich.

    Der einzige optische (magneto-optische) Datenträger, den ich sehr gut fand, war die MiniDisc. Aber nur für Musik.

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.03.14 11:05 durch Replay.

  2. Re: Halte ich für Blödsinn

    Autor: Garius 10.03.14 - 11:09

    Bisher ist doch (was das Disc Format angeht) jedes Medium auf neueren Abspielgeräten kompatibel. Ein Blu-ray Player spielt doch auch DVD's und CD's ab.

    Zur Anwendung: Naja, meiner Meinung nach sind Festplatten, was den Transport betrifft, sehr viel anfälliger als Disc's.

  3. Re: Halte ich für Blödsinn

    Autor: Replay 10.03.14 - 11:14

    VHS konnte man auch auf S-VHS-Geäten abspielen. Dennoch möchte ich keinen Datenträger, der an ein Abspielgerät gebunden ist.

    Eine Festplatte läuft an jedem Computer, egal welches OS dieser drauf hat. Ich archiviere Daten in Standardformaten, die jeder Rechner mit jedem OS versteht. Sollte eines der Dateiformate von der Bildfläche verschwinden, ist der Bestand auf einer Festplatte mit einem Mausklick konvertiert.

    Für Videos, immerhin über einen Zeitraum von saftigen 24 Jahren hergestellt, nutze ich MP4, für aufgezeichnete Filme (TV oder Stream) ebenfalls MP4, Musik liegt im AAC-Format vor (was auch MP4 ist) und Fotos (seit 1998 digital) in JPEG.

    Also sind die Dateien mit jedem Computer anzusehen, der eine USB-Schnittstelle hat.

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.

  4. Re: Halte ich für Blödsinn

    Autor: Garius 10.03.14 - 11:23

    Ok. Erschließt sich mir. Dennoch ist die Frage halt, für welchen Anwendungszweck man welches Medium benutzt. Wenn man nun darauf angewiesen ist, an möglichst vielen verschiedenen PC's seine Videos zu bearbeiten/verwalten, ist die Lösung natürlich optimal. Dennoch wäre mir das Risiko eines Stoßes (etc.) beim Transport einfach zu groß. Und je größer dann die HDD ist, desto mehr Daten sind bei einem Unfall futsch.

  5. Re: Halte ich für Blödsinn

    Autor: as (Golem.de) 10.03.14 - 11:30

    Hallo,

    Replay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aus dieser Erfahrung heraus halte ich Festplatten nach wie vor für das
    > beste Medium für Backups. Schnell, billig und die Daten sind ruckzuck auf
    > einen neuen Datenträger (der auch gleich neue Schnittstellen und ein
    > aktuelles Dateisystem mitbringt) übertragen.
    >
    > Alle vier Jahre überspiele ich den ständig aktualisierten Inhalt meiner
    > Backup-Festplatten auf neue Festplatten. Das ist ein Mausklick.

    Da gibts auch eine archivfähige Lösung. Die RDX-Festplatten. Das sind 2,5-Zoll-Platten mit möglichst wenig Inhalt und viel Puffer drumherum. Die halten vermutlich deswegen ziemlich lange. Die "garantierten Ausfallraten" sind aber trotzdem zu beachten und vor allem die korrekte Lagerung. Sprich doppelt oder gar dreifache Speicherung gegen frühzeitigen Lagerschaden sollte man vielleicht in Betracht ziehen als Unternehmen.

    gruß

    -Andy (Golem.de)

    --
    Okuna alias Openbook: @marble
    Instagram: @aroundthebluemarble
    Twitter: @AndreasSebayang
    ( Vorsicht, Bahn- und Flugzeugbilder ;) )

    https://www.golem.de/specials/autor-andreas-sebayang/

  6. Re: Halte ich für Blödsinn

    Autor: Replay 10.03.14 - 11:59

    Backup-Festplatten werden in der Regel nicht durch die Gegend transportiert, wenn man vom Weg zwischen Lagerort und PC absieht.

    Ich habe grundsätzlich zwei Backups. Die Daten sind also dreimal vorhanden. Einmal auf dem PC und zweimal auf Backups. Und die Filme sind zusätzlich noch auf der Festplatte, die am Mediaplayer angeschlossen ist (Sony BR-Player, der aber noch nie eine BR gesehen hat). Diese Platte wird auch mal mitgenommen und wenn da mal was daneben geht, habe ich dennoch keinen kompletten Datenverlust.

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  7. Re: Halte ich für Blödsinn

    Autor: Replay 10.03.14 - 12:09

    Das hier beschriebene Szenario ist mein privates Szenario. Im Unternehmen greife ich natürlich auf andere Lösungen fürs Backup als handelsübliche USB-Festplatten zurück.

    Im Unternehmen gibt es eine verschlüsselte Dreifachsicherung. Die drei heftig großen „Festplattenparks“, die auch räumlich getrennt, aber alle auf unserem privaten Gelände sind, sind mit entsprechenden Festplatten bestückt (jeder Park füllt je einen Raum mit etwa 25 qm vollständig aus, es sind enorme Datenmengen). Was das aber genau für Dinger sind, kann ich nicht aus dem Stegreif sagen, da müßte ich nachsehen. Es sind auf alle Fälle für Sicherungen spezialisierte Festplatten, die dennoch in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden.

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  8. Re: Halte ich für Blödsinn

    Autor: jack_torrance 10.03.14 - 16:32

    Replay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Für Videos, immerhin über einen Zeitraum von saftigen 24 Jahren hergestellt, nutze ich MP4, für aufgezeichnete Filme (TV oder Stream) ebenfalls MP4, Musik liegt im AAC-Format vor (was auch MP4 ist) und Fotos (seit 1998 digital) in JPEG.
    Das halte ich nicht für sehr vorausschauend.
    Sie beachten zwar die langfristige Kompatibiltät des Datenträgers und der Schnittstelle über Jahrzehnte hinweg ("Also sind die Dateien mit jedem Computer anzusehen, der eine USB-Schnittstelle hat"), missachten jedoch, dass auch die Dateiformate bzw. deren Algorithmen, die sie nennen, total vergänglich sind. Da Sie JPEG für Fotos verwenden, gehe ich davon aus, dass Sie bei AAC auch nicht die Losslessmethode verwenden und im MP4-Container wohl auch kein Losslesscodec steckt?!

    Sie müssten auch hier so konsequent sein:
    Eines Tages wird JPEG sicherlich abgelöst werden und sollte der Tag kommen, an dem die meiste Software das Öffnen eben dieses Dateiformats nicht mehr unterstützt oder sie dahingehend nicht auf Spezialsoftware angewiesen sein wollen, müssten Sie Ihre Bilder in ein neues Dateiformat umwandeln. Hier ist der Knackpunkt - Ihnen entsteht ein Verlust, wenn Sie nochmals in ein Lossyformat (dt. verlustbehaftet) wandeln.

    Ein besseres Beispiel sind Audiodateien:
    Wandeln Sie mal einen Audio-CD-Track in ein mp3, dann in ein ogg und anschließend ins AAC-Format. Das Ding klingt dann für die Tonne!

    Natürlich kann man jetzt sagen: Die alten JPEG kann ich ja nachher in ein verlustfreies Format (wie PNG) wandeln, aber den ersten Verlust gegenüber der Original-Aufnahme (RAW) haben Sie ja schon drin. Am wichtigsten ist also immer (!) und ab der ersten Digitalisierung bzw. Speicherung lossless (also mit verlustfreier Komprimierung) vorzugehen.

    Heute würde das zum Beispiel bedeuten:
    * Kamerafotos im RAW-Format oder PNG,...
    * Audiodaten als FLAC
    * Videodaten als x264-Lossless mit Tonspur FLAC (mehrkanalfähig!)

    Nur so haben Sie beste Qualität und wenn Sie sich immer an Losslesscodecs halten, sind auch nach 10 Umwandlungen über zig Codecgenerationen keine Verluste im und am Material vorhanden :-)

  9. Re: Halte ich für Blödsinn

    Autor: Replay 11.03.14 - 09:28

    Die Musik liegt größtenteils im AAC-Format schon im Original vor, die Videos in MP4, genauer in AVCHD. Und die Fotos sind im Original im JPEG-Format.

    Ich sichere also die Originaldateien. Und das digitalisierte alte Material passe ich den aktuellen Originaldateien an.

    Wenn sich abzeichnet, daß eines der Formate am Verschwinden ist, konvertiere ich es beim Übertragen auf einen neuen Datenträger in ein aktuelles Format, vermutlich dann wirklich unkomprimiert. Das Übertragen findet alle vier Jahre statt, also ein Zeitraum, der erkennen läßt, wenn ein Dateiformat verschwindet.

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  10. Re: Halte ich für Blödsinn

    Autor: Das Original 16.09.14 - 07:58

    Replay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Musik liegt größtenteils im AAC-Format schon im Original vor, die
    > Videos in MP4, genauer in AVCHD. Und die Fotos sind im Original im
    > JPEG-Format.


    davon, dass du die gleichen dinge noch einmal behauptest, wird das nicht richtiger.

    im zusammenhang mit einer diskussion über m.glichst sichere backuplösungen muss ich feststelleen:

    musik liegt "im original" im regelfall als 32 bit PCM vor (seltener auch mal in 64 oder 24 bit), und bei denen, die diese musik prodizeiren, liegt sie in mehrspur und/oder mehrkanal vor, bei trance und techno könnten es auch mal nur 20 stereo spuren sein, bei einer thateraufführung sind es auch schon mal 200 spuren von denen 20 in 5.1 oder 12.0 vorliegen.

    auch bei video ist mp4 nicht unbedingt das format, in denen ein "original" üblicherweise vorliegt, vielmehr wird video im professionellen bereich regelmäßig in 64 bit bearbeitet und so auch abgespeichert.

    mp4 mag vielliecht für deine private porno sammlung, die du irgendwo auf yourtube gezogen hast gut sein, aber dafür braucht man dann ja auch keine vernünftige backuplösung, da tuts dann die DVD vom ALDI für 40 cents. die hälkt ja auch 25 jahre, wenn man sie vor sonne und schimmel schützt, nicht urch die gegend wirft, jedenfalls mit 99,99% wahrscheinlichkeit.

    bei der produktion einer animation für einen hollywood film oder bei medizinischen daten für eine lebensrettende operation möchte man aber bitte einen anderen standard an backup haben!


    > Wenn sich abzeichnet, daß eines der Formate am Verschwinden ist,
    > konvertiere ich es beim Übertragen auf einen neuen Datenträger in ein


    wie jemand schon richtig sagte, kompromierte dateien zu entkomprimieren ist relativ sinnlos.

    und wenn ich mir die philosopische bemerkung erlauben darf: das wäre dann auch kein backup deiner originaldatei mehr ...

    (pun intended, mein username verpflichtet: rettet die originale!)

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