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Desing gekauft, Chips im Ausland in Auftrag gegeben.
Autor: Vögelchen 18.10.22 - 16:43
Der Anteil Russlands an dem tollen Chip erscheint mir eher klein.
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Re: Desing gekauft, Chips im Ausland in Auftrag gegeben.
Autor: GilBates 18.10.22 - 19:15
im Grunde ja.
Ab Abakus neu einsteigen, ist aber auch recht schwierig. -
Re: Desing gekauft, Chips im Ausland in Auftrag gegeben.
Autor: tonictrinker 18.10.22 - 22:26
Vögelchen schrieb:
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> Der Anteil Russlands an dem tollen Chip erscheint mir eher klein.
Natürlich. Jeder Bums kann sowas in seiner Gartenlaube machen. Deshalb laufen die Flohmärkte über vor lauter selbst gebauter Designs und Deutschland hat keine Probleme eine moderne Chipindustrie... Moment... -
Re: Desing gekauft, Chips im Ausland in Auftrag gegeben.
Autor: berritorre 18.10.22 - 22:28
Natürlich kann jeder ein Design einkaufen und das dann fremdfertigen lassen, wenn er das notwendige Kleingeld hat.
Ob das dann aber ein "deutscher", "russischer", "argentinischer" Chip ist, nur weil ihn jemand aus diesem Land in Auftrag gegeben hat, keine Ahnung. Angenommen das was Vögelchen stimmt. -
Re: Desing gekauft, Chips im Ausland in Auftrag gegeben.
Autor: ultim 19.10.22 - 01:00
Vögelchen schrieb:
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> Der Anteil Russlands an dem tollen Chip erscheint mir eher klein.
Wo liest du überhaupt, dass das Design eingekauft wurde? Oder meinst du die IP-Cores wie zB den ARM-CPU im Chip? Da gibt es noch eine grosse Menge an komplexen Aufgaben für einen Integrator zu lösen bis man ein IC in den Händen hat. -
Re: Desing gekauft, Chips im Ausland in Auftrag gegeben.
Autor: NecroX 19.10.22 - 13:30
ultim schrieb:
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> Vögelchen schrieb:
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> > Der Anteil Russlands an dem tollen Chip erscheint mir eher klein.
>
> Wo liest du überhaupt, dass das Design eingekauft wurde? Oder meinst du die
> IP-Cores wie zB den ARM-CPU im Chip? Da gibt es noch eine grosse Menge an
> komplexen Aufgaben für einen Integrator zu lösen bis man ein IC in den
> Händen hat.
Naja, eigentlich nicht. Eine Endlose Reihe von Chip-Buden haben ARM-Designs implementiert. Vom kleinen Microcontroller bis hin zu Läden wir Amazon oder Google, die eigentlich mit Chips jetzt nichts direkt zu tun haben.
Natürlich muss man Peripherie um den Core herum bauen. Tatsächlich gibt es Funktionsblöcke wie SRAM, DDR-Interafces usw. aber auch als IP zu kaufen. Das wird oft nicht selber entwickelt. So etwas wie SRAM bietet beispielsweise TSMC selbst in seinen RTL Bibliotheken an.
Wenn man also das nötge Kleingeld für einen Tape-Out investieren will (natürlich auch für die Lizenzen der jeweiligen IP), kann da faktisch jeder, der irgendwie halbwegs im Bereich Halbleiterdesign schon mal was gemacht hat, so etwas umsetzen.
Der Chip ist gar nicht so sehr das Problem. Problembehafteter ist eher das Ökosystem drumherum und wie man das vermarktet. Es nutzt ja nicht einen Chip zu haben, nur kann mit dem niemand was anfangen. Die CPU in deinem PC ist für sich genommen auch völlig wertlos. Also muss man das irgendwo integrieren und dieses Gesamtwerk muss dann ja auch wirtschaftlich sein. Daran scheitern solche Vorhaben, bzw. werden erst gar nicht angegangen.
Bei Russland ist das aber wie bei China: Die ziehen es vor jedem vor die Haustür zu kotzen und dann zu Quängeln wenn man nicht mehr auf macht, und erzählen anschließend überall rum dass man nicht nett zu ihnen ist und sie mobbt.
Also besteht da ein Prinzip-Interesse solche Designs umzusetzen, völlig egal ob die wirtschaftlich sind. In Deutschland kann man deswegen genau das selbe machen. Nur wird es hier niemand machen, weil bevor man sein Konzept überhaupt irgendwem vorgelegt hat, wird die Frage gestellt: Ja aber können wir so einen Prozessor nicht viel einfacher von Intel, AMD, Qualcomm, Amazon.... usw... kaufen!? Wenn man nicht fürchten muss übermorgen von High-Tech abgeschnitten zu werden, muss man ja mit dem Klammersack gepudert worden sein, ein völlig unwirtschaftliches Projekt aus einem irrwitzigen Prinzip heraus zu starten.



