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Auch eine doppelt schnelle Schnecke wird nicht zur Rakete

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  1. Auch eine doppelt schnelle Schnecke wird nicht zur Rakete

    Autor: abufrejoval 12.11.20 - 16:10

    Vollständig passive kleine Dauerläufer haben was und außerdem konnte ich mich dem Schnuckelfaktor nicht entziehen.

    So habe schließlich einen Pi4 gekauft, als es den auch mit 8GB gab.

    Da hatte ich freilich schon einen Jetson Nano in Betrieb, der mit 4GB und einem Linux Desktop schon mal Swap-Space braucht, dann aber durchaus als Dauerarbeitsplatz durchgehen würde.

    Außerdem laufen bei mir drei passsive J5005 Atoms in einem Cluster, freilich mit 32GB RAM je Maschine.

    Alle drei Platinen liegen um die ¤100, aber der enthaltene Arbeitsspeicher schwankt halt zwischen 0 und 8GB.

    Mein Blick auf all diese Rechner läuft über einen 42" 4k Monitor und da trennt sich Spreu von Weizen: Der Raspberry macht auf 4k keine Freude. Egal of mit Raspian oder Ubuntu 20.10, es ruckelt und hakt an allen Stellen, Video geht gar nicht oder schlecht, weder Chromium noch Firefox überzeugen selbst bei meinen eher textlastigen Lieblingssites. Freilich konnte ich keinen Rechner mit meinem schnellsten Tippen in Libreoffice überfordern.

    Dem Lüftungsmangel des offiziellen Pi-Gehäuses habe ich versucht über ein paar kleine Kühlkörper in Chipgröße zu kompensieren, aber das hält den Pi nicht davon ab, schon bei den Standardtaktraten zu drosseln. 4k fordern hier Tribut, wohl auch weil der CPU beim Rendering mangels Beschleunigung mehr Arbeitsanteil zugemutet wird als beim Nano oder bei den Intel Atoms, die beide immerhin eine gute OpenGL-Unterstützung aufweisen, neben offensichlich weit stärkeren GPUs.

    Der Jetson gibt sich bei der Graphik keine Blöße, sticht oft genug noch die J5005 aus, die freilich beim RAM und den SATA-SSDs aus weit größeren Eimern schöpfen können. Die 3D Darstellung von Google Maps @4k unter Chromium ist beim Nano weit besser als Microsofts neuer Flugsimulator auf einer GTX1060 nebenan, beim Pi nicht verfügbar.

    Ich empfehle sorgfältig die Einsatzszenarien abzuwägen und weniger darauf zu setzen, daß man via Overclocking mangelnde Leistung kompensieren könnte. Der Stromverbrauch vom Pi dürfte jedenfalls bei 2,2 GHz deutlich höher sein, als bei 1,5 GHz und damit ein wenig von seinem eigentlichen Charme verlieren.

    Mein letzter Kauf war ein Intel NUC mit einem i7-8559U und einer Iris Plus iGPU: Der wird aktuell für nur noch ¤300 abverkauft und kostet damit so viel wie die drei anderen zusammen, verbraucht weniger Fläche und im Idle weniger Strom als das Trio.

    Bei der abrufbaren Leistung läßt er sie ziemlich alt aussehen, freilich ist es dann mit der Ruhe wegen aktiver Lüftung auch schnell vorbei. Diese läßt sich aber im BIOS so einbremsen, daß er ohne viel an Leistungspotential zu verlieren, akustisch stets unmerklich bleibt.

    Muß ich noch erwähnen, daß er mit 64GB RAM läuft, 4TB SSD (M.2+SATA) locker ins Gehäuse passen würden und man über den Thunderbolt-Port entweder 40GBit/s TCP/IP oder auch eine eGPU anschließen könnte? Hackintosh habe ich noch nicht probiert, aber alle Linux, BSD und Windows-Varianten laufen weit einfacher und besser als mit TigerLake oder Renoir für das nächste Jahr oder zwei zu erwarten ist... die bei ¤300 aber auch kaum schneller sein dürften.

    Ach ja und wenn man sich auf dem NUC die Google-Maps 3D Welt unter Chrome anschaut, möchte man das Flugsimulatorteam einfach nur noch feuern: Butterweich!

    Dumm nur, daß der interne Flugsimulator von Google Maps Pro kaum an diese Leistung herankommt: Da zeigt sich auch ziemlich deutlich wo mehr in die Software investiert wurde.

  2. Re: Auch eine doppelt schnelle Schnecke wird nicht zur Rakete

    Autor: superdachs 12.11.20 - 22:53

    abufrejoval schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mein letzter Kauf war ein Intel NUC mit einem i7-8559U und einer Iris Plus
    > iGPU: Der wird aktuell für nur noch ¤300 abverkauft und kostet damit so
    > viel wie die drei anderen zusammen, verbraucht weniger Fläche und im Idle
    > weniger Strom als das Trio.

    Sicher ein netter Client, aber mehr auch nicht. Kein RAID (bzw vernünftig ZFS-Raid) möglich. Damit ist auch die Thunderboldt-Schnittstelle weitestgehend irrelevant. Höchstens als Client, dann braucht man dort aber auch keine 4TB mehr. Leider bekommt man dort auch nicht viel RAM rein.

    Ein bezahlbares Atom-C Board mit 128GB RAM, 2x PCI-E wäre nett. Das könnte als Virtualisierungshost laufen. Zusätzlich ein J5005 (o.ä.) mit vier (oder mehr) SATA SSDs als Speichersystem (nat. auch 10GBit Ethernet nötig). Das müsste in zwei kurze 1HE Gehäuse passen (allerdings erst mal welche mit den nötigen Einschüben für die Backplanes finden). Dürfte preislich und vom Stromverbrauch nahezu unschlagbar sein. Dann kann man das Wald-und-Wiesen-NAS virtualisieren und die Platten direkt per iSCSI der Virtualisierung bereitstellen. Komfortabler geht es kaum. Leicht erweiterbar, flexibel, sicher.

    Am teuersten ist wahrscheinlich die 10GBit Netzwerkhardware.

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