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Eine grundsätzliche Frage zu NAS

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  1. Eine grundsätzliche Frage zu NAS

    Autor: Chayze 12.03.20 - 14:30

    Welchen Mehrwert liefern NAS-Systeme, wie dieses, eigentlich ggü. einem Bastelrechner, wie bswp. einem Raspberry Pi, welcher im Netzwerk eingebunden ist und daran angeschlossene Laufwerke bzw. Verzeichnisse darauf via Samba, NFS, FTP, etc freigibt?

  2. Re: Eine grundsätzliche Frage zu NAS

    Autor: deutscher_michel 12.03.20 - 14:36

    Sieht halt nicht total scheiße aus und hat guten Support und ne einfache Oberfläche..

  3. Re: Eine grundsätzliche Frage zu NAS

    Autor: happymeal 12.03.20 - 14:38

    Man muss nicht basteln.

  4. Re: Eine grundsätzliche Frage zu NAS

    Autor: chewbacca0815 12.03.20 - 14:45

    Chayze schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Welchen Mehrwert liefern NAS-Systeme ... ggü. einem Bastelrechner, wie bswp. einem Raspberry Pi

    Vorteile NAS:
    1) Keine Bastelei mit der Hardware
    2) Keinerlei Frickelei mit der Software
    3) schmerzfreie Versorgung mit Software-Updates
    4) der WAF* ist vollkommen erfüllt

    Vorteile Raspy:
    Wenn das Ding nach Tagen der Rumfrickelei dann endlich halbwegs läuft, freust Du Dich zurecht darüber

    *WAF: Woman Acceptance Faktor, ohne den man so Zeug nicht daheim aufstellen darf.

  5. Re: Eine grundsätzliche Frage zu NAS

    Autor: most 12.03.20 - 14:46

    Fertigsystem vs Bastelrechner, das liegt doch eigentlich auf der Hand

    In so ein NAS packt man zwei Platten rein, steckt Strom und LAN an und stellt es ins Regal. Das war bei meinem QNAP in 15 Minuten erledigt und seither habe ich das Teil nicht mehr physisch angefasst (das war vor zwei Jahren)

    Das System zu konfigurieren hat ein bisschen länger gedauert, paar Benutzer angelegt, paar Backup Jobs in die Cloud inkl. Anbindung an Onedrive, Dropbox, Amazon Drive definiert, nach 1-2 Stunden lief das aber auch. Verschlüsselung der Platten und der Uploads inkl.

    Kosten Fertig-NAS: 168¤ + Festplatten
    Kosten Raspi Pi: Platine, SD Karte, Kühlkörper, Netzteil, Gehäuse (Einzeln für Pi oder großes Gehäuse für Pi+Platten), bin ich zu faul, kann ja jeder mal selbst addieren.

    Dann folgt die Einrichtung des Systems und dann stellt sich die Frage, ob der Raspi auch so performant arbeitet wie ein NAS.

  6. Re: Eine grundsätzliche Frage zu NAS

    Autor: .02 Cents 12.03.20 - 14:49

    Die Software macht den Unterschied. Die Installation besteht aus wenig mehr als anschliessen und einschalten.

    Klar - das ist kein Hexenwerk sowas einzurichten, aber die primäre Zielgruppe sind Leute, denen keine von deinen Abkürzungen irgendwas sagt. Das Level an "Computer Literacy" das man braucht, um so ein Teil zu installieren und dann vom Handy darauf zuzugreifen, ist ziemlich niedrig.

  7. Re: Eine grundsätzliche Frage zu NAS

    Autor: powerbernd 12.03.20 - 14:50

    Kommt halt jeder Hinnerk mit ner Synology, QNAP oder was auch immer klar (ich zähle mich auch dazu, bin kein wirklicher IT-Supernerd). Platte(n) rein, Strom an, per Interface einrichten, fertig. Die Software ist super, es gibt ausreichend "Apps" und regelmäßige Updates auch für x Jahre alte Geräte. Ich bin mit meiner 216j jedenfalls seit Jahren vollkommen zufrieden und wüsste nicht, was mir fehlt.

  8. Private Cloud

    Autor: elgooG 12.03.20 - 15:09

    Natürlich kannst du alles nachbauen. Hier hast du aber für einen kleinen Betrag:

    -Komfortables Webinterface
    -Unzählige Apps
    -Komfortable Einrichtung von Docker
    -Automatische Sicherung in eine andere Cloud
    -Integrierter Download-Manager
    -Support für Audiostreaming
    -Einbindung von Let's Encrypt ein Kinderspiel
    -Unterstützung von SMB, NFS, AFP, FTP, RSYNC,.. ohne Zusatzaufwand
    -Verschlüsselung des Festplatteninhalts
    -Durchdachtes RAID-Management, das auch bei Ausfällen zuverlässig funktioniert.
    -Papierkorb für alle Freigaben.
    -Chat-Server, Mailserver, rudimentäres Online-Office
    -...

    Und etwas das du nicht so schnell nachbaust:
    - Kompletter eigener privater Cloud-Storage wie bei Dropox/OneDrive für Linux, macOS, Windows, Android und iOS. Wahlweise nur im eigenen Netz, oder auch über Internet. Kann nicht nur Verzeichnisse synchronisieren, sondern auch sichern inkl. Versionsverwaltung.
    -Teilen von Dateien für Gäste, ohne Login mit temporären Links.

    Wie man es auch dreht und wendet, selbst wenn man das basteln könnte, macht es angesichts dieses Angebots kaum mehr Sinn. Die NAS-Systeme von Synology und QNAP sind inzwischen extrem ausgereift. Bei den kleinen Modellen fehlen außerdem nur wenige Funktionen.

    Kann Spuren von persönlichen Meinungen, Sarkasmus und Erdnüssen enthalten. Ausdrucke nicht für den Verzehr geeignet. Ungelesen mindestens haltbar bis: siehe Rückseite



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 12.03.20 15:17 durch elgooG.

  9. Re: Private Cloud

    Autor: gaym0r 12.03.20 - 15:28

    elgooG schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und etwas das du nicht so schnell nachbaust:
    > - Kompletter eigener privater Cloud-Storage wie bei Dropox/OneDrive für
    > Linux, macOS, Windows, Android und iOS. Wahlweise nur im eigenen Netz, oder
    > auch über Internet. Kann nicht nur Verzeichnisse synchronisieren, sondern
    > auch sichern inkl. Versionsverwaltung.
    > -Teilen von Dateien für Gäste, ohne Login mit temporären Links.

    Was ist daran schwer nachzubauen?

  10. Re: Private Cloud

    Autor: deutscher_michel 12.03.20 - 15:37

    Alles zusammen...?

  11. Re: Eine grundsätzliche Frage zu NAS

    Autor: snboris 12.03.20 - 16:11

    Ich hab irgendwie immer die Erfahrung gemacht, das Speicher (HDD und auch SSD) irgendwie immer stabiler mit SATA laufen als mit USB.
    Bei per USB angeschlossenen Platten hatte ich bei extremer Belastung (kopieren von Daten im TB-Bereich) immer wieder Aussetzer.
    Sowohl beim Rasp als auch bei anderen 'Mini'-Rechnern (NUC, BRIX, WinMe) - und das völlig egal, ob es unter Linux oder Windows lief.

    Bei internen Platten vom Synology aber auch QNAP oder selbst zusammengebauten PCs hatte ich diese Probleme nie.

  12. Re: Private Cloud

    Autor: gaym0r 12.03.20 - 16:15

    deutscher_michel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Alles zusammen...?

    NextCloud?

  13. Re: Eine grundsätzliche Frage zu NAS

    Autor: mckee14 12.03.20 - 17:29

    In der Regel hast Du auch einen deutlich tieferen Stromverbrauch. NAS sind darauf ausgelegt, 24/7 zu laufen, dabei eher leise zu sein und wenig zu verbrauchen.

  14. Re: Private Cloud

    Autor: greentea85 12.03.20 - 17:42

    Wenn du es kannst und ggf. auch Spaß daran hast, dann mach es. Aber nicht jeder kann es oder hat lust dazu. Du kaufst mit dem NAS schlicht ein Fertigpaket. Das ist alles.

  15. Re: Eine grundsätzliche Frage zu NAS

    Autor: Chayze 12.03.20 - 17:44

    Danke für die vielen, teils sehr ausführlichen Antworten!
    Meine vorhandene Bastellösung erfüllt scheinbar meine persönlichen Anforderungen vollkommen und ich sehe NOCH keinen Bedarf an den genannten Features der Fertig-NAS Lösungen :)

  16. Re: Eine grundsätzliche Frage zu NAS

    Autor: wupme 12.03.20 - 18:04

    snboris schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hab irgendwie immer die Erfahrung gemacht, das Speicher (HDD und auch
    > SSD) irgendwie immer stabiler mit SATA laufen als mit USB.
    > Bei per USB angeschlossenen Platten hatte ich bei extremer Belastung
    > (kopieren von Daten im TB-Bereich) immer wieder Aussetzer.
    > Sowohl beim Rasp als auch bei anderen 'Mini'-Rechnern (NUC, BRIX, WinMe) -
    > und das völlig egal, ob es unter Linux oder Windows lief.

    Das Problem hab ich interessanterweise extremst bei Veracrypt verschlüsselten Platten bemerkt.
    Wenn man riesige Datenmengen draufschob, also wirklich im TB bereich, bricht irgendwann die Performance zusammen. Da war ich dann bei 50kb/s über USB3.0.
    Faszinierendweise hat ein Wechsel auf das alte TrueCrypt hier Abhilfe geschaffen, die Leistung ist immer noch merklich langsamer geworden, aber nicht auf diesem Niveau.

    Über S-ATA hatten beide da kein Problem.
    Warum das so ist kann ich nicht ganz nachvollziehen.

  17. Re: Eine grundsätzliche Frage zu NAS

    Autor: tunnelblick 12.03.20 - 20:00

    alle :)
    das ding kann einfach alles, von iscsi zu time machine target, wenn man einen mac hat, über transparente einbindung von onedrive (ja, auch das onedrive for business), smb, nfs, afp oder wie der kram von apple heisst, gute integrierte backuplösung, fotoverwaltung und: es funktioniert auch einfach. und seien wir doch mal ehrlich: die meisten bastler heutzutage basteln nicht mehr, sondern kopieren sich von irgendwo aus dem internet die fertigen anleitungen in ihr system...

  18. Re: Private Cloud

    Autor: b5g2k 12.03.20 - 20:14

    Nicht schwer aber mit Aufwand verbunden. Hab meinen Softraid-Selbstbau auch gg. So eine Synology getauscht. Bereue es bisher nicht.

  19. Re: Eine grundsätzliche Frage zu NAS

    Autor: tunnelblick 12.03.20 - 20:31

    ach, und nicht zu vergessen: mit usb kommst du nicht wirklich an die smart-werte von deinen platten heran.

  20. Re: Eine grundsätzliche Frage zu NAS

    Autor: 486dx4-160 12.03.20 - 22:53

    Chayze schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Welchen Mehrwert liefern NAS-Systeme, wie dieses, eigentlich ggü. einem
    > Bastelrechner, wie bswp. einem Raspberry Pi, welcher im Netzwerk
    > eingebunden ist und daran angeschlossene Laufwerke bzw. Verzeichnisse
    > darauf via Samba, NFS, FTP, etc freigibt?

    Es funktioniert sofort und läuft stabiler als ein Raspberry plus USB-zu-SATA-Adapter plus SATA-Port-Multiplier plus SATA-Gehäuse für z.B. 4 Platten. Ich hab's ausprobiert, es sind einfach zu viele Stecker und Kabel, und irgendeiner ist immer wacklig, das RAID war deswegen fast kontinuierlich im Rebuild, und das dauerte jeweils fast eine Woche.

    Gute 4-Platten-NAS-Systeme zum Datensichern sind selbst neu so billig dass sich das Basteln kaum lohnt, und bei z.B. Netgear kriegst du ein Debian mit BTRFS-auf-LVM samt Snapshots, Kompression usw. selbst bei den allerbilligsten Modellen.

    Bei den Synology-Geräten stehen die wirklich guten Apps im Vordergrund, und die lassen die sich auch fürstlich bezahlen. Das ist so eine Art Zusammenklick-Heimserver. Wenn's primär um Datensicherung geht wird man bei Synology aber definitiv nicht glücklich.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.03.20 22:55 durch 486dx4-160.

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