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Cringy

Über PC-Games lässt sich am besten ohne nerviges Gedöns oder Flamewar labern! Dafür gibt's den Freiraum!
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  1. Cringy

    Autor: Sil53r Surf3r 06.03.21 - 09:26

    Seite 2:

    "Das der Stuhl so bequem ist, liegt auch an der exzellenten flexiblen Rückenlehne, die mit einem Gitterkonstrukt aus biegsamen Kunststoffarmen versehen ist."

    Vier Sätze weiter: "Flexible Kunststoffarme machen die Rückenlehne flexibel." (Bildunterschrift)

    Nächster Satz: "Möglich machen das die Kunststoffarme an der Lehne, die zugleich biegsam und stabil sind."

    1. Dass
    2. flexibel ist ein Synonym für biegsam
    3. Circulus vitiosus (und Wortwiederholung)
    4. Adjektivismus
    5. Superlative (wieder einmal)
    6. Müsst ihr n Keywords im Text unterbringen, reichte die Wortgesamtzahl des Artikels nicht oder weshalb häufen sich Redundanz und Füllworte hier?

    Es ist beinahe physisch schmerzhaft, so etwas zu lesen.

  2. Re: Cringy

    Autor: theFiend 06.03.21 - 11:28

    Sil53r Surf3r schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Es ist beinahe physisch schmerzhaft, so etwas zu lesen.

    Brauchst Du Deutschlehrerstuhl? :D

    Sorry, hast ja recht, aber der musste jetzt raus ;)

  3. Re: Cringy

    Autor: Sil53r Surf3r 06.03.21 - 12:03

    theFiend schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Brauchst Du Deutschlehrerstuhl? :D

    Nää, isch brauch Rohrstock! >;->

    > Sorry, hast ja recht, aber der musste jetzt raus ;)

    Kein Ding. :)

    Bei der hohen Redundanz und gleichzeitig schwachem Informationsgehalt sind ganze Absätze für mich wertlos. Wenn das sogar mir mit meinem niedrigen Bildungsstand auffällt, an welche Zielgruppe richtet man sich damit? Ich mag nicht glauben, dass Golem ihre Leser für blöd halten.

    Abgesehen davon dachte ich immer, im Journalismus ginge es darum, gewisse sprachliche Mindeststandards zu erfüllen. Auch im Sinne eines Leitbilds und Vorbildcharakters der Medien.
    Daher die Kritik.

  4. Re: Cringy

    Autor: on(Golem.de) 06.03.21 - 12:18

    Hallo,

    ich habe die Bildunterschrift angepasst. Da war tatsächlich eine Wortwiederholung drin. Andererseits möchte ich den Text gern so lassen. Hier habe ich versucht, Sätze etwas auszuschmücken. Meiner Meinung nach liest sich damit das Ganze nicht zu zäh.

    Das klappt bei einigen Menschen, bei anderen wie dir offensichtlich nicht. Es ist eben fast unmöglich, es allen Leuten recht zu machen. Dafür sind wir eben zu verschieden. :)

    Viele Grüße

    Oliver Nickel
    Golem.de

  5. Re: Cringy

    Autor: theFiend 06.03.21 - 13:52

    Sil53r Surf3r schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Abgesehen davon dachte ich immer, im Journalismus ginge es darum, gewisse
    > sprachliche Mindeststandards zu erfüllen. Auch im Sinne eines Leitbilds und
    > Vorbildcharakters der Medien.
    > Daher die Kritik.

    Nunja, letztlich auch eine Frage der Zielgruppe, wie man die erreicht und was die Aufgabe des Textes ist. Manchmal geht es ja nicht um größtmögliche Sachlichkeit, sondern um starke Emotionalisierung. Ist bei einer Umschreibung eines Gegenstandes aber schwierig, und führt dann häufiger zu Überhöhungen und Superlativen ;)

  6. Re: Cringy

    Autor: gaym0r 06.03.21 - 14:36

    on(Golem.de) schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ich habe die Bildunterschrift angepasst. Da war tatsächlich eine
    > Wortwiederholung drin. Andererseits möchte ich den Text gern so lassen.

    Warum möchte man Rechtschreibfehler im Text lassen?

  7. Re: Cringy

    Autor: Sil53r Surf3r 06.03.21 - 19:12

    Hallo, Herr Nickel,

    on(Golem.de) schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ich habe die Bildunterschrift angepasst. Da war tatsächlich eine
    > Wortwiederholung drin. Andererseits möchte ich den Text gern so lassen.

    das ist das gute Recht des Autors. :) Ich bin nicht davon ausgegangen, dass er angepasst wird, nur weil mir daran etwas nicht gefällt.

    > Hier habe ich versucht, Sätze etwas auszuschmücken. Meiner Meinung nach
    > liest sich damit das Ganze nicht zu zäh.

    Hm. Ehrlich gesagt, empfinde ich es nicht als Ausschmückung, wenn in kurzer Folge drei Mal das Wort Kunststoffarme zu lesen ist. "Stützmodule", "Stützgerüst", "Zonenstabilisatoren", "Haltekonstrukt" würden mir spontan als Alternativen einfallen - wobei mit "Gitterkonstrukt" die zweite Hälfte bereits verwendet wurde. Deshalb gefällt mir "Zonenstabilisatoren" als Alternative am besten.

    > Das klappt bei einigen Menschen, bei anderen wie dir offensichtlich nicht.

    Ich glaube nicht, dass es daran liegt. Es sind schlicht kaum variierte Wiederholungen desselben Sachverhalts. Wenn Details hervorgehoben und besonders beleuchtet würden, wäre das etwas anderes. Aber zwei der drei von mir zitierten Sätze sind von quasi identischer Aussage.

    > Es ist eben fast unmöglich, es allen Leuten recht zu machen. Dafür sind wir
    > eben zu verschieden. :)

    Das stimmt allerdings. - Danke für die Antwort!

    Als Randnotiz:
    Ein Roman, der Textausschmückung auf die Spitze treibt, ist Rainer Braunes "Die Krokodilfärberei" (2004), ISBN 9783378006539 (nur noch im Antiquariat erhältlich). Erinnert stilistisch etwas an E. T. A. Hoffmann. Die einen hassen es, die anderen lieben es. Ich finde, es ist ein wundervolles Buch.

  8. Re: Cringy

    Autor: Sil53r Surf3r 06.03.21 - 19:34

    theFiend schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Manchmal geht es ja nicht um größtmögliche
    > Sachlichkeit, sondern um starke Emotionalisierung. Ist bei einer
    > Umschreibung eines Gegenstandes aber schwierig, und führt dann häufiger zu
    > Überhöhungen und Superlativen ;)

    Das Problem an Superlativen ist, dass sie sich rasch abnutzen, und dann wirkt die Emotionalisierung aufgesetzt und unglaubwürdig.

    Sehr viele exzellente Produkte (oder Produkteigenschaften) kann es nicht geben, es bedeutet immerhin "besonders herausragend". Wenn jedoch alles gleichermaßen herausragt, sticht nichts mehr hervor, und man hat eine egalisisierte, glatte Fläche, ergo Ebenmaß. Gleichheit.

    Abgesehen davon, dass es um einen schnöden Bürostuhl mit Plastikrückenlehne geht. Da finde ich das Wort exzellent in keinem Zusammenhang angebracht. Wenn er mit von südamerikanischen Handwerkern fußgeklöppeltem Pfeilgiftfroschleder aus nachhaltig-biologischem Anbau bespannt wäre, wäre das vielleicht etwas anderes. Ansonsten bringe ich exzellent eher mit einem gut ausgebauten Champagner in Verbindung, but that's just me. ;)

    ... Natürlich weiß ich, was du meinst. :)

  9. Re: Cringy

    Autor: on(Golem.de) 08.03.21 - 00:39

    Sil53r Surf3r schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Als Randnotiz:
    > Ein Roman, der Textausschmückung auf die Spitze treibt, ist Rainer Braunes
    > "Die Krokodilfärberei" (2004), ISBN 9783378006539 (nur noch im Antiquariat
    > erhältlich). Erinnert stilistisch etwas an E. T. A. Hoffmann. Die einen
    > hassen es, die anderen lieben es. Ich finde, es ist ein wundervolles Buch.

    Das klingt nach einem guten Tipp. Das Buch kann ich mir definitiv zu Gemüte führen. Dort gibt es sich ein paar Dinge zu lernen.

    Viele Grüße

    Oliver Nickel
    Golem.de

  10. Re: Cringy

    Autor: theFiend 08.03.21 - 08:19

    Unter Walpenisleder ist mir das alles zu profan! :D

  11. Re: Cringy

    Autor: Sil53r Surf3r 08.03.21 - 09:51

    Aller Ironie zum Trotz ist auch Braunes zweiter Roman, "Die Drachenwerft", ISBN 9783378006713, m. E. lesenswert. Wenn es um skurrile Figuren geht, außerdem Mariana Lekys "Was man von hier aus sehen kann", ISBN 978-3-8321-9839-8. Aber das ist ohnehin - berechtigerweise - ein Bestseller ...

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