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Bandlaufwerke vs. HDDs

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  1. Bandlaufwerke vs. HDDs

    Autor: netfish77 31.01.13 - 18:51

    Da hier etliche die Vorteile einer HDD-Sicherung propagieren, muss ich vielleicht mal die Vorteile einer Bandsicherung herausstellen.

    Im einer Diskussion vorwegzunehmen: Im privaten Bereich würde ich nie ein Band dem Komfort einer USB-HDD vorziehen. Im professionellen Umfeld wo man nicht mehr von ein paar lächerlichen GB oder einzelnen TB redet, sondern z.T. auch von "Wir brauchen eine Sicherung für 30 TB" sieht das aber anders aus.

    Wie groß kann eine einzelne Sicherung sein?
    Zuhause vielleicht im Maximum 2 TB - im betrieblichen Umfeld schnell etliche TB von mehreren Servern mit etlichen parallel laufenden verschiedenartigen Sicherungen.

    Größe der Einzelmedien
    HDD: mom. max 3TB im Privatbereich, 2 TB im Profiabteil
    Band: 3TB im Profibereich (LTO-6)
    -->1:0 für das Band

    Wann hat das Sicherungsmedium seine Kapazitätsgrenze für eine Sicherung erreicht?
    HDD: am Ende der Kapazität des vorher! festgelegten RAIDs oder der Einzel-HDD. Mir soll hier bitte keiner mit einer EMC ISION im großen Ausbau daherkommen.
    Band: nur begrenzt durch die Anzahl der im Roboter verfügbaren freien Bänder. Der Job fordert am Ende der Kap. des einzelnen Bands einfach das nächste an.
    --> 2:0 für das Band

    Ausfallsicherheit Hardware:
    HDD: geschrieben und verwahrt heißt nicht geht nicht kaputt. In einer HDD existieren etliche elektronische und auch mechanische Bauteile die altern.
    Band: Keine elektronischen Bauteile (bei LTO) nur wenige sehr einfache mechanische Bauteile
    --> 3:0 für das Band

    Geschwindigkeit:
    HDD: selbst im RAID-Bereich sind selten mehr als 100MB/s schreibend ohne Cache-Einwirkung zu ereichen. Wirklich große SANs können sicherlich auch 200MB/s erreichen sind im Vergleich unbezahlbar.
    Band: LTO-6 erreicht eine Performance von ca. 160-200 MB/s schreibend, bei maximaler Komprimierung sogar noch mehr. Limitierender Faktor ist eigentlich ausschließlich die Daten-liefernden Systeme bzw. Infrastruktur wie LAN oder SAN-Auslastung.
    --> 4:0 für das Band

    Performance bei gleichzeitiger Sicherung mehrerer Systeme/Server:
    HDD: Bis zu einem Gewissen Grad an Parallelität ist die HDD gar nicht so schlecht. Verwendet man allerdings statt 10K- oder 15K-HDDs nur 7,2K-(SATA/FATA)-HDDs ist es ab dem 2. parallel zu sichernden System mit der Performance dahin.
    Band: Mit den auf dem Markt exisitierenden "guten" Lösungen kann man ca. 4-12 Systeme gleichzeitig auf ein Band pressen - ohne Einbruch in der Performance des Bands. Die eigentliche Einschränkung ist hier die Infrastruktur wie das LAN/SAN.
    --> 5:0

    Preis Einzelmedium: (oder was kostet 3 TB Netto-Kapazität)
    HDD: Privat mindestens 150¤, Business-Umfeld 500¤ (Billiglösung) bis weit mehr als 2000¤ (SAN oder professionelles RAID mit entsprechenden HDDs)
    Band: 1 Band (LTO-6) mit 3 TB unkomprimiert! kostet ca. 40-60¤
    --> 6:0 für das Band

    Preis Gesamtlösung bei 3 TB:
    HDD: fast identisch wie vorher - Privat mindestens 150¤, Business-Umfeld 500¤ (Billiglösung) bis weit mehr als 2.000¤ (SAN oder professionelles RAID mit entsprechenden HDDs)
    Band: ab ca. 4.000¤ (kleine Lösung / 1 bis 8 Band-Slots)
    --> 6:1noch für das Band

    Preis Gesamtlösung bei 2 PB (Petabyte): (nur zum Vergleich)
    HDD: Privat - nicht machbar, Business-Umfeld ab über 1.000.000¤ (SAN oder NAS)
    Band: 100.000-200.000¤ (große Libary). Dazu kommt eine Backup-Software mit Lizenzen 0-100.000¤
    --> 7:1 für das Band

    Stromverbrauch: (wenn Daten verfügbar gehalten werden)
    HDD: Dauerhaft den Verbrauch der HDD(s). Standby kann sich positiv bemerkbar machen. Im SAN-bereich und großen NAS wird kein Standby genutzt.
    Band: Nur bei Benutzung des Bands. Libary/Laufwerke verbrauchen dauerhaft Strom / Im Betrieb mehr. Allerdings einen Bruchteil eines PCs/Server mit HDDs.
    --> 8:1 für das Band

    Platzverbrauch:
    --> selbsterklärend Band 9:1

    Resistenz gegen Umweldeinflüsse (Brand-, Wasser-, Strom-, Magnetismus-, Sturzschäden)
    HDD: Eine HDD ist gegen alle genannten Einflüsse z.T. extrem empfindlich. Wer mal wirklich mit einem sogenannten Wiederherstellungsdienstleister zusammenarbeiten musste, weiss: 1. UNGLAUBLICH teuer 2. es klappt längst nicht so oft wie immer behauptet. Also sollte die HDD mit einer wichtigen Sicherung in den Safe.
    Band: Das Band ist bis auf Feuer und Magnetismus recht unempfindlich. Ich hab aber noch kein Band mit nem Magneten kaputt bekommen (im Gegensatz zur HDD).
    Ein Band wird je nach Sicherungsart warscheinlich (guter Backup-Admin) auch im Safe aufbewahrt. Das Backup-Gerät steht in einem separierten Bereich. Wenns dort brennt ist dann ja noch die Produktivumgebung für ein weiteres Backup verfügbar :-) und die restlichen Sicherungen im feuerfesten Safe...
    --> 10:1 für das Band



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 31.01.13 18:54 durch netfish77.

  2. Re: Bandlaufwerke vs. HDDs

    Autor: Crass Spektakel 08.02.13 - 11:01

    netfish77 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    .. aber fangen wir an:

    > Größe der Einzelmedien
    > HDD: mom. max 3TB im Privatbereich, 2 TB im Profiabteil
    > Band: 3TB im Profibereich (LTO-6)
    > -->1:0 für das Band

    Platten bis 4TB: 1:0 für Platte
    Platten als RAID zusammenfassen und gleich das ganze RAID wechseln, 30TB und mehr: 2:0 für Platte

    > Wann hat das Sicherungsmedium seine Kapazitätsgrenze für eine Sicherung
    > erreicht?

    Platten kann man auch wechseln. Ich bespiele Platten über die gleiche API wie Bänder, d.h. wenn der letzte Sektor voll ist wird die nächste Platte verlangt.

    Probiers aus: tar -M -cvf /dev/sdx /bigfile - geht übrigens auch mit RAID und uneven media, d.h. ungleich grosse Backupmedien an ungleich schnellen Anschlüssen.

    Also 3:0 für Platte. Eigentlich 4:0.

    > Ausfallsicherheit Hardware:

    Festplatten sitzen in einem Stahlrahmen und die Daten sind hermetisch abgesichert auf Stahl und Glas gespeichert.

    Bänder sind Plastik, direkt an der Luft und extrem anfällig für Hitze, Feuchtigkeit und Bandsalat.

    Festplatten haben schon Gebäudebrände und Löschwasser überstanden. Bändern überstehen nichtmal erhöhte Luftfeuchtigkeit.

    Der Unterschied ist so groß daß ich der Platte nicht nur ein 5:0 sondern ein 6:0 gebe.

    > Geschwindigkeit:

    Platten machen 150-200MB einzeln und im RAID eben so viel wie das RAID. Hier ein RAID5 aus neun Platten bei 1200MB/s. Sitzt in einem portablem Minitower. Dankbarerweise kann man hier mehrere Quellen gleichzeitig sichern, die Platten schaffen das, es gibt also keine Bottlenecks.

    Also ein klares 10:0 für die Platte.

    > Performance bei gleichzeitiger Sicherung mehrerer Systeme/Server:

    Ok, 12:0 für die Platte weil ich für den Preis eines einzelnen LTO-Laufwerks ja schon RAID-Systeme mit 30+ Platten hinstellen kann.

    > Preis Einzelmedium: (oder was kostet 3 TB Netto-Kapazität)

    Harddisk: 60-120 Euro für 1-3TB.

    Tape: 60-250 Euro für 0,2-1,5TB echte Nutzkapazität - wobei die Medien nicht beliebig austauschbar sind, ein altes LTO-Band läuft in einem neuerem ALR oder LTO nicht und umgekehrt.

    Also ein klares 13:0 für die Platte.

    > Preis Gesamtlösung bei 3 TB:

    Für den Preis eines einzelnen Bandlaufwerkes bekommt man schon 50 Festplatten a 3TB a 150TB.

    Also 14:0 für die Platte

    > Preis Gesamtlösung bei 2 PB (Petabyte): (nur zum Vergleich)
    > HDD: Privat - nicht machbar, Business-Umfeld ab über 1.000.000¤ (SAN oder
    > NAS)
    > Band: 100.000-200.000¤ (große Libary). Dazu kommt eine Backup-Software mit
    > Lizenzen 0-100.000¤

    Das einzige vernünftige Backupprogramm "Baccula" kostet nichts. Der Rest ist Buzzsoftware für Sackoträger.

    Aber Du hast Recht, wenn man mehr Daten sichern will als Google hat dann kommen Bandbibliotheken vom Aufwand her günstiger. Nicht finanziell, im Gegenzeil, da sind sie MASSIV teurer, aber halt vom Aufwand weil man mehrere Millionen Bänder besser vom Roboter automatisiert verwalten lassen kann.

    Also gibts ein 14:1 - solange man mehr Daten als Google umsetzt.

    > Stromverbrauch: (wenn Daten verfügbar gehalten werden)
    > HDD: Dauerhaft den Verbrauch der HDD(s). Standby kann sich positiv
    > bemerkbar machen. Im SAN-bereich und großen NAS wird kein Standby genutzt.
    > Band: Nur bei Benutzung des Bands. Libary/Laufwerke verbrauchen dauerhaft
    > Strom / Im Betrieb mehr. Allerdings einen Bruchteil eines PCs/Server mit
    > HDDs.

    Laufwerke und Medien die ausgeschalten werden oder im Schrank liegen brauchen keinen Strom. Da gibts für beide keinen Punkt.

    > Platzverbrauch:
    > --> selbsterklärend Band 9:1

    Festplatten brauchen "pro TB" etwa nur 40% des Volumens von Bändern. Achja, Bänder brauchen zusätzlich noch Laufwerke die so viel Platz wie einige dutzend Platten brauchen.

    15:1

    > Resistenz gegen Umweldeinflüsse (Brand-, Wasser-, Strom-, Magnetismus-,
    > Sturzschäden)

    Hattest Du schon zweimal, es gilt immer noch: "Harddisk ist Stahldose" daher 17:1 für Harddisk. Der Preis für die Wiederherstellung einer Harddisk ist übrigens niedriger als ein gleichgrosses neues Band und kostet einen Bruchteil eines Bandlaufwerks.

    Bänder kann man übrigens garnicht wiederherstellen. Punkt aus begraben.

    > Ein Band wird je nach Sicherungsart warscheinlich (guter Backup-Admin) auch
    > im Safe aufbewahrt.

    Und Festplatten kann man nicht in den Backupschrank legen sonst explodieren die, oder wa?

    >Das Backup-Gerät steht in einem separierten Bereich.

    Und Festplatten kann man nicht in andere Abteilungen stellen, oder wa?

    > Wenns dort brennt ist dann ja noch die Produktivumgebung für ein weiteres
    > Backup verfügbar :-) und die restlichen Sicherungen im feuerfesten Safe...
    > --> 10:1 für das Band

    Daten auf einer Platte überleben ein Feuer hochwahrscheinlich, auf Band hochwahrscheinlich nicht. Im besten Fall brennt das Plastik des Bandes nicht wie Zunder sondern schmorrt nur.

    ...

    16:1 für die Platte.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.02.13 11:10 durch gs (Golem.de).

  3. Re: Bandlaufwerke vs. HDDs

    Autor: netfish77 15.02.13 - 12:56

    Vielleicht sollten wir uns nicht in einem Kleinkrieg verzetteln, da es auch im HDD-Bereich Möglichkeiten gibt bestimmte Backup-Szenarien sinnvoll abzubilden. Auch ich nutze solche Lösungen. Aber es macht eben nicht grundsätzlich Sinn.

    Zu ein paar Antworten will ich aber noch etwas ergänzen:

    > Platten bis 4TB: 1:0 für Platte
    Es gibt im Enterprise-Segment (geeignet für 24/7 Betrieb) momentan kein 4TB geschweigen denn 3TB zu kaufen. 3TB wird von einzelnen Herstellern im SAN-Bereich zwar bereits gelistet, aber versuch die mal in Mengen zu beschaffen... Zudem sind es SATA/FATA-HDDs mit deutlich geringeren MTBFs.

    > Probiers aus: tar -M -cvf /dev/sdx /bigfile - geht übrigens auch mit RAID
    > und uneven media, d.h. ungleich grosse Backupmedien an ungleich schnellen
    > Anschlüssen.
    Ich bin nur ein dummer Windows-Klicker. Können das auch alle anderen Dienste außer tar auf dem Server, wie z.B. eine DB? Und bzgl. schneller: Hast Du wirklich an jedem deiner Server zusätzlich ein Backup-RAID angehängt oder läuft die Sicherung doch nur durchs langsame LAN?
    Wie erweiterst Du dein Hardware-RAID on the fly um eine weitere angeforderte HDD? Oder ist es nur ein Software-RAID?

    > > Ausfallsicherheit Hardware:
    > Festplatten sitzen in einem Stahlrahmen und die Daten sind hermetisch
    > abgesichert auf Stahl und Glas gespeichert. Bänder sind Plastik, direkt an der Luft und extrem anfällig für Hitze, Feuchtigkeit und Bandsalat.
    Nö stimmt so nicht. Festplatten stehen auch nicht gern in Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit. Das habe ich schon live im Vergleich ausprobieren müssen (ohne Klima). Und ich wechsele deutlich häufiger defekte HDDs als Bänder. Insbesondere SATA/FATA sind Wegwerfartikel.

    > Geschwindigkeit:
    > Platten machen 150-200MB einzeln und im RAID eben so viel wie das RAID.
    > Hier ein RAID5 aus neun Platten bei 1200MB/s. Sitzt in einem portablem
    > Minitower. Dankbarerweise kann man hier mehrere Quellen gleichzeitig
    > sichern, die Platten schaffen das, es gibt also keine Bottlenecks.
    Kein RAID im Minitower schafft ohne den CACHE 1200MB/s. Den Screenshot von Bonnie++ will ich mal sehen. Ich lach mich krumm. Únd die einzelne 2 oder 3TB HDD die im Schnitt 150-200MB/s schaufelt wurde auch noch nicht gebaut. Vielleicht kurze Spitze aber auf Dauer und stark abhängig von der Clustersize-Ausnutzung wohl eher 80-120 max.
    p.s. hast du noch nie auf eine Platte mehr als 2 gleichzeitige massive Kopiervorgänge probiert? Im realen Leben bricht ne SATA-HDD ab 2-3 gleichzeitigen massiven Zugriffen richtig ein. Das Band/Bandlaufwerk nicht.

    > Performance bei gleichzeitiger Sicherung mehrerer Systeme/Server:
    > Ok, 12:0 für die Platte weil ich für den Preis eines einzelnen
    > LTO-Laufwerks ja schon RAID-Systeme mit 30+ Platten hinstellen kann.
    Nö das RAID mit 30HDDs kostet deutlich mehr. Allein ein Controller der mit den 30HDDs sinnvoll umgehen kann und dann auch noch mit den HDDs auf Speed kommt kostet kein Kleingeld mehr. Kannst natürlich auch richtig doll performantes Software-RAID einrichten...


    > > Preis Einzelmedium: (oder was kostet 3 TB Netto-Kapazität)
    > Harddisk: 60-120 Euro für 1-3TB.
    > Tape: 60-250 Euro für 0,2-1,5TB echte Nutzkapazität
    Nö - für ein Band LTO5 (1,5TB netto) zahle ich mom. ca. 35¤+19% - nicht mehr und schon gar keine 250¤. Deinen HDD-Preis von 60-120 Euro für 1-3TB findet man auch nur im Consumer-Bereich.

    > > Preis Gesamtlösung bei 3 TB:
    > Für den Preis eines einzelnen Bandlaufwerkes bekommt man schon 50
    > Festplatten a 3TB a 150TB.
    Zu deinen 50HDDs (die dann eh schon mehr als die gesamte Tape-Lösung kosten) kommen ja noch ein (paar) Controller, Kabel, Festplatten-Chassis usw. dazu. Da bist du wohl eher bei 10k¤ anstatt bei 4K-5K¤.

    > > Preis Gesamtlösung bei 2 PB (Petabyte): (nur zum Vergleich)
    > Das einzige vernünftige Backupprogramm "Baccula" kostet nichts. Der Rest
    > ist Buzzsoftware für Sackoträger.
    > Aber Du hast Recht, wenn man mehr Daten sichern will als Google hat dann
    > kommen Bandbibliotheken vom Aufwand her günstiger. Nicht finanziell, im
    > Gegenzeil, da sind sie MASSIV teurer, aber halt vom Aufwand weil man
    > mehrere Millionen Bänder besser vom Roboter automatisiert verwalten lassen
    > kann.
    Mein Pulli sagt NÖ - erstens es gibt Besseres als Baccula. Es gibt aber auch Baccula-Installationen die mehr sichern als ich je gesehen habe.
    Übrigends 2PB ist nicht sonderlich viel. Ich schätze Goggle auf ca. 2-3x 900PB. Von Facebook gibts sogar ne offizielle Aussage, die so glaube ich bei ca. 700PB nur für die Datenbank(en) lag. Und 2PB entsprechen "gerade" mal ca. 800-900 Bändern...

    Nur so nebenbei: Ich habe vor nicht allzu langer Zeit 2 Systeme für Langzeit-Archivierung technisch bewerten müssen: 5PB HDD-NAS vs. 5PB-LTO-Libary. Beide Systeme brauchten vergleichbar viel Platz (NAS ein 19"-Rack mehr). Aber meine Frage nach der Verfügbarkeit verursachte bereits das erste Rudern bei den Technikern und Vertrieblern. Verfügbarkeitsgruppen muss man da einrichten. Senkt aber die Kapazität. 2 Frage: Stromverbrauch... zweites Räuspern auf der Gegenseite. Ich habe bei mehreren Hundert Ampere Absicherung den Überblick verloren. 3. Frage Gewicht... jetzt wurde es mehr ein Stottern. Es wurde von Statiker und Architekt gesprochen.
    Der Hersteller der Libary nahm die Fragen gelassen: zu 1. - Ein Band in der Libary ein Band im Schrank. Zu 2. - simpler redundanter 1-Phasen-Anschluss 230V mit 16A Absicherung. Zu 3. - Die Libary wiegt mit Bändern bestückt weniger als die Hälfte einer normalen Serverbestückung im 19"-Rack (stimmt auch mit meiner Erfahrung überein) .

    > Festplatten brauchen "pro TB" etwa nur 40% des Volumens von Bändern.
    > Achja, Bänder brauchen zusätzlich noch Laufwerke die so viel Platz wie
    > einige dutzend Platten brauchen.
    In eine 3,5Zoll HDD passen fast 2 Bänder... Ich habe neben der LTO-Libary am Backup-Server noch einen RAID-Verbund mit ca. 90TB zu hängen. Der frist irgendwie mehr Platz als die Libary (p.s. auch im Vergleich zur Kapazität). Hmm. Vielleicht bilde ich mir das aber nur ein.

    > Resistenz gegen Umweldeinflüsse (Brand-, Wasser-, Strom-, Magnetismus-, Sturzschäden)
    > Hattest Du schon zweimal, es gilt immer noch: "Harddisk ist Stahldose"
    > daher 17:1 für Harddisk.

    > Der Preis für die Wiederherstellung einer Harddisk
    > ist übrigens niedriger als ein gleichgrosses neues Band und kostet einen
    > Bruchteil eines Bandlaufwerks.
    Scheinbar noch nie ne Wiederherstellung bei Dienstleister machen lassen - oder?
    Ich habe schon eine Rechnung über 12k¤ für eine vollständige Rettung der Daten einer 1TB HDD gesehen.

    > Bänder kann man übrigens garnicht wiederherstellen. Punkt aus begraben.
    Richtig falsch. Geht schon, aber der Aufwand ist höher.

    > Und Festplatten kann man nicht in den Backupschrank legen sonst
    > explodieren die, oder wa?
    Nö - oder baust Du regelmäßig deine 30/50 HDDs aus dem RAID aus und trägst dann die 3 Zentner Material in den Safe? Ich trage in dem Moment gerade vergleichsweise einen etwas schwereren Aktenkoffer gemütlich um die Ecke.

    > >Das Backup-Gerät steht in einem separierten Bereich.
    > Und Festplatten kann man nicht in andere Abteilungen stellen, oder wa?
    Kann man schon - aber ohje jetzt ist ja gar kein direkter Anschluss am Server mehr dran. Wo ist denn die Performance auf einmal hinverschwunden...
    Achja du hast sicherlich den Minitower mit den 30HDDs per FC an alle anderen Systeme angebunden. Oder immerhin iSCSI mit 10G?


    Alles in allem meine Meinung bleibt aus praktischer Erfahrung. HDDs sind ne tolle Sache fürs Arbeiten. Für das -->reale<-- Leben einer Sicherung im Enterprise-Umfeld taugen sie nur etwas wenn man täglich im Lotto gewinnt. Schlichtweg zu teuer.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.02.13 13:15 durch netfish77.

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